1001 Sagen, Fakten und Geschichten aus Düsseldorf
1001 Sagen und Geschichten aus Düsseldorf
Im Laufe der Jahre und der Generationswechsel gehen viele Geschichten, Legenden und Sagen über Düsseldorf leider verloren. Wir haben verschiedene Geschichten, Kuriositäten und Begebenheiten aufgegriffen und möchten diese an Sie weitergeben, damit auch Sie noch Ihren Kindern und Enkelkindern davon erzählen können. Neben dem Faktor etwas über die Heimatgeschichte und Düsseldorf zu erfahren und zu lernen, gibt es auch in vielen Geschichten etwas zum Schmunzeln. Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Karneval in Düsseldorf
Düsseldorf ist eine der Hochburgen des Karnevals, neben Köln und Mainz. Die Düsseldorfer nennen die Karnevalszeit die „fünfte Jahreszeit“. Die närrischen Tage sind ein absolutes Highlight des Jahres – nicht nur für die Düsseldorfer, sondern auch für Besucher der angrenzenden Städte und sogar für Menschen, die aus dem Ausland für die Karnevalstage nach Düsseldorf kommen.
Im Karneval nimmt man sich nie so ganz ernst. Mit bunten und witzigen Verkleidungen, Lebensfreude, einem toleranten Miteinander, schunkeln, tanzen, singen wird die Tradition seit vielen Jahren gefeiert.
Bereits am 11.11. beginnt die fünfte Jahreszeit mit dem Erwachen des Hoppeditz. Schon im Januar geht es los, mit rund 300 verschiedenen Karnevalssitzungen und Kostümbällen. An Altweiberdonnerstag beginnen die verrückten Tage, die bis zum Aschermittwoch gehen, an dem der Hoppeditz beerdigt wird.
Wer ist eigentlich dieser Hoppeditz? Er ist ein Erzschelm, der in Düsseldorf am 11.11 vor dem Rathaus aus seinem Senftöpfchen steigt. Mit spitzer Zunge berichtet er ironisch über das Stadtgeschehen und liest dem Bürgermeister die Leviten. Viele tausende Jecke stehen voller Erwartung vor dem Rathaus und freuen sich, wenn der Hoppeditz die Saison eröffnet.
Am Altweiber stehen die Möhne und andere Jecke ebenfalls vor dem Rathaus und warten drauf, dieses zur entsprechenden Stunde, nämlich um 11.11 Uhr zu stürmen. Dieser Brauch hat ebenfalls Tradition und eröffnet den Düsseldorfer Straßenkarneval. Die Möhne sind alte Frauen bzw. zu alten Frauen verkleidete Jecke, die das Rathaus stürmen, um den Bürgermeister gefangen zu nehmen. Sie schneiden dem Bürgermeister den Schlips ab und übernehmen für diesen Tag die Regierung. Generell dürfen die Frauen an Altweiberfastnacht allen Männern die Krawatten abschneiden.
Die gesamte Altstadt wird zu einer bunten Feiermeile. Bands auf der Rathausbühne sorgen für die entsprechende Stimmung. Die Kneipen in der Düsseldorfer Altstadt sind gut auf das närrische Treiben vorbereitet und unterstützen mit Getränken, Musik, karnevalistischer Dekoration und guter Laune für eine ausgelassene Stimmung. Wenn das Wetter gut ist, versammeln sich die feierfreudigen Jecken größtenteils auf den Straßen. Erst zu späterer Stunde oder wenn das Wetter schlecht ist, begeben sie sich in die Kneipen und Clubs. Besonders auf der Bolkerstraße, Ratinger Straße und Kurze Straße sowie auf dem Rathausplatz ist der „Teufel“ los. Die Tradition und der rheinische Humor sehen ein fröhliches Miteinander vor. Gemeinsam wird gesungen, getanzt und geschunkelt. Leider steigt mit zunehmendem Alkoholpegel auch schon mal, nennen wir es Unmut, des einzelnen. Doch im Großen und Ganzen geht es friedlich zu. Und wenn man den Pegel erreicht hat, und es am schönsten ist, sollte man bekanntlich gehen, denn weitere närrische Tage folgen schließlich.
Gleich am Karnevalsfreitag und -samstag geht es feierwütig weiter. Der ein oder andere braucht an diesen Tagen aber auch schon eine kurze Auszeit, bevor es am Karnevalssonntag weitergeht.
Am Karnevalssonntag findet auf der Königsallee das große Kö-Treiben statt. Mit Bollerwagen, Kind und Kegel begeben sich die Karnevalisten auf die glamouröse Königsallee, die an diesem Sonntag in eine lebendige Bühne verwandelt wird. Die jahrhundertealte Tradition wird musikalisch untermalt, während die Narren mit mitgebrachten Speisen und Getränken ausgelassen feiern. Unter dem Motto „bunt und vielfältig“ präsentieren sich die lebenslustigen Karnevalisten in, mitunter sehr aufwendigen, bunten und glamourösen Kostümen und wollen sehen und gesehen werden.
Erstmals wurde in 2025 eine Bühne am Corneliusplatz aufgebaut, die mit ihrem Programm dem Karnevalssonntag einen strukturierten Rahmen gab und zu einem neuen Highlight und Hotspot wurde. Außerdem ist der Rosenmontag der Tag der Generalprobe für den Rosenmontagszug.
Am Rosenmontag kommen rund 600.000 Jecke in die Stadt, um das bunte Treiben zu beobachten und mitzumachen. Gegen 11.30 Uhr rollt der Rosenmontagszug auf Düsseldorfs Straßen an. Er besteht aus circa 85 verschiedenen Fußgruppen, über 100 Karnevalswagen und dauert ungefähr 3 Stunden, bis er komplett durchgerollt ist. Die Fußgruppen bestehen u.a. aus Gruppen einzelner Karnevalsvereine, Musikgruppen und Tanzgruppen. Etwa 8000 Jecke begleiten den Zug und begrüßen die Zuschauer mit einem närrischen „Helau“ oder „Düsseldorf Helau“ und Kamelle (Bonbons, Süßigkeiten, Blumen, Pralinen, Wurst, Spardosen oder anderem Wurfmaterial). Ein absolutes Highlight sind die politischen und satirischen Mottowagen von dem Wagenbauer Jacques Tilly und seinem Team. Auf dem Rathausplatz ist eine Zuschauertribüne aufgebaut, von der aus kommentiert und eine Liveübertragung des WDRs im Fernsehen stattfindet.
Wer nicht in der Altstadt oder auf den Straßen Düsseldorfs sein kann, verfolgt den Zug auch gerne am TV zuhause. Für Menschen mit Rollstuhl oder Beeinträchtigung wird auf dem Graf-Adolf-Platz eine Tribüne aufgebaut. Für blinde Menschen wird der Blindenreporter Frank Breuers, der für den Fußballverein Fortuna Düsseldorf tätig ist, und das Equipment von der Fortuna Düsseldorf zur Verfügung gestellt bekommt, ehrenamtlich moderieren.
Die Karnevalsmusik ist bunt gewürfelt. Bekannte Bands wie „Alt Schuss“, die Düsseldorfer Disharmoniker und die Fetzer heizen die die Feierlustigen ein. Das „Altbierlied ist die einheimische Hymne, die immer gesungen wird.
Die Session 2025/2026 läuft unter dem Motto „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“. Für alle Nicht-Rheinländer: Wir bleiben bunt – egal was kommt.
Der Veilchendienstag läutet so langsam das Ende der fünften Jahreszeit ein. Höhepunkt ist der „Närrische Zapfenstreich“. Auch das Prinzenpaar wird auf dem Marktplatz verabschiedet. Wer noch Lust hat, kann weiter in der Altstadt feiern.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei! Nun wird der Hoppeditz, symbolisch, wieder zu Grabe getragen und hält seinen Schönheitsschlaf bis zum nächsten 11.11 in seinem Senffässchen. Traditionell treffen sich die Düsseldorfer zum Fischessen, oder feiern bzw. trauern in etwas ruhigerer Runde. Ein kleiner Aschermittwochsumzug findet statt, der vom Heimatverein Düsseldorfer Weiter 1978 e.V., dem Stadtmuseum und dem Düsseldorfer Narrencollegium veranstaltet wird. Hunderte „Trauergäste“ tragen den Hoppeditz zum Stadtmuseum zu Grabe und „weinen“ um ihn, bis zur nächsten Auferstehung.
Nach den närrischen Tagen beginnt die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern.
Wer immer noch nicht genug vom Karneval hat, der kann sich im Karnevalsmuseum „Haus Des Karnevals“ auf der Zollstraße 4 einmal umschauen. Auf drei Etagen stehen Ihnen Sammlungen von Uniformen, Fotos, Dokumenten, Orden und Urkunden sowie die Düsseldorfer Geschichte zur Verfügung.
In der Nähe des Karnevalsmuseums wurde aktuell ein Kanaldeckel eingesetzt, der an 200 Jahre Düsseldorfer Karneval erinnern. Im Beisein des Bürgermeisters, des Ex-Prinzen sowie des Leiters des Stadtentwässerungsbetriebes wurde der alte Kanaldeckel entfernt und der neue, künstlerisch gestaltete runde Kanaldeckel eingesetzt. Auf dem Unikat steht: 200 Johr Düsseldorfer Karneval – Hütt on wie -et wor-.
Der Kanaldeckel wurde vom Förderverein Düsseldorfer Karneval e.V. initiiert.
Der Stadtentwässerungsbetrieb der Stadt Düsseldorf fühlt sich u.a. aus folgendem Grund sehr mit dem Düsseldorfer Karneval verbunden. Während und nach der Karnevalstage werden die Mitarbeiter der Stadtentwässerung vermehrt eingesetzt, um die Gullydeckel sauber und von Müll, Konfetti und Kamelle freizuhalten. Auch fällt die ein oder andere Kamelle schon mal durch den Deckel hindurch und muss rausgefischt werden.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Bad Bank
In der Nähe der Gleise des Hauptbahnhofes auf der Ackerstraße ist das neue Kunstwerk des Künstlers der Fassadenmalerei Klaus Klinger zusehen.
Das Wandbild zeigt eine Spielbank aus gemalten Legosteinen und Playmobilfiguren. Ursprünglich war ein maskierter Bankräuber mit gezogener Pistole in beiden Händen zu sehen und eine Person mit erhobenen Armen. Eine politische Botschaft sollte durch das Kunstwerk transportier werden. Kurze Zeit später wurde das Bild durch Unbekannte verändert. Nun ist der Bankschalter durch eine gemalte Tafel mit der Aufschrift „zensiert“ und dem Datum 19.6.2009 versehen. Wer und warum sich jemand an dem eigentlichen Kunstwerk gestört hat, ist nicht bekannt. Der Eisenbahner Bauverein, der die wand zur Verfügung gestellt hatte und Klaus Killinger wollten Anzeige gegen Unbekannt machen. Außerdem soll das Kunstwerk restauriert werden.
Bei der Zerstörung des Kunstwerkes geht man nicht davon aus, dass es andere Graffitisprayer waren. Vielmehr geht man davon aus, dass die Übertäter in den Reihen der Banken sitzen oder eine Malerfirma den Pinsel geschwungen hat.
Was ist eine Bad Bank? Eine Bad Bank wickelt problembehaftete Vermögenswerte einer Bank ab, um die Bank zu stabilisieren und den Geldfluss wieder in Gang zu bringen. Oftmals geschieht das auf Kosten der Steuerzahler.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Verschiedene Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf
In Düsseldorf befinden sich sehr viele Sehenswürdigkeiten, Brunnen und Skulpturen. Oftmals läuft man achtlos daran vorbei. Oder man fragt sich:“ Was soll das“? Oder man nimmt sie wahr, weiß aber nicht, was sie aussagen sollen. Hier ein paar Beispiele:
Die Schuhanzieherin
Die Bronzestatue „Die Schuhanzieherin“, steht auf der Mühlenstraße – Ecke Liefergasse.
Der Bildhauer Karl-Henning Seemann hat die Skulptur erschaffen und 1978 an die Stadt Düsseldorf übergeben. Anfänglich wurde sie vor der Lambertuskirche am Stiftsplatz aufgestellt.
Die Figur steht auf einem 80 cm hohen Sockel und hat selbst auch nur eine Größe von 90 cm.
Die Schuhanzieherin steht auf ihrem rechten Bein. An diesem Fuß trägt sie keinen Schuh, ist also barfuß. Das linke Bein ist gebeugt und der Fuß schlüpft in einen Absatzschuh.
Was der Künstler genau mit der kleinen Figur aussagen möchte, ist uns nicht bekannt.
Das Ohr von Düsseldorf
1997 wurde das Ohr von Düsseldorf an der Rheinwerft in der Düsseldorfer Altstadt aufgestellt. Entworfen wurde die Skulptur von dem Künstler Horst Wolfframm.
Das aus Metall geformte Ohr steht am Josef-Beuys-Ufer zwischen dem Burg Platz und der Oberkasseler Brücke und lauscht dem täglichen Geschehen des Rheins und der Stadt Düsseldorf. Die Innenseite des Ohres wurde mit einer orangenen Farbe angemalt. Außen ist das Ohr gelb.
Alte Frau im Sessel
Die aus Bronze gefertigte Skulptur, die eine alte Frau sitzend im Ohrensessel zeigt, befindet sich in der Spee´schen Parkanlage in der Düsseldorfer Carlstadt. Der Künstler Waldemar Otto hat sie in den Jahren 1973 bis 1981 entstehen lassen. Die Skulptur steht auf einem Basaltsockel und misst eine Höhe von 1,15 Meter und eine Breite von 1,35 Meter.
Die Frau, mit mürrischem Blick schaut nach vorne, kreuzt ihre Füße und umfasst ihren rechten Arm mit der linken Hand. Betrachtet man die Frau genauer, entdeckt man eine dritte Hand.
Der Künstler hat mit der Skulptur seine eigene Mutter beschrieben, die – wie viele Frauen -mehrere Dinge auf einmal erledigt hat und ihre Hände in ständiger Bewegung waren.
Diabolo
Das Diabolo ist ein Kunstwerk des, aus der Tschecheslowakei stammenden Künstlers Johannes Dinnebier. 18 Meter lange Edelstahlstäbe, die von unten und oben angestrahlt werden, ergeben ein ungleiches Diabolo. Die Lichtsäule steht mittig in einem runden Brunnen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Recyclinghöfe Düsseldorf
Wir können uns in Düsseldorf glücklich schätzen, dass uns 3 Recyclinghöfe zur Verfügung stehen um unsere privaten Abfälle, die über unseren Hausmüll hinausgehen, entsorgen zu können.
Sowohl in Flingern am Flinger Broich 15, als auch in Garath auf der Frankfurter Straße 253 sowie in Lohausen auf der Niederrheinstraße 229 befinden sich die drei Annahmestellen. Somit ist das gesamte Stadtgebiet vom Süden über die Mitte bis in den Norden abgedeckt.
Die Annahmestellen haben von Montag bis Freitag und sogar Samstag geöffnet. Demnach hat jeder die Möglichkeit seine Abfälle aus privaten Haushalten ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Entsorgung ist größtenteils kostenlos. Was für Sie kostenpflichtig ist, können Sie ebenfalls im Internet nachlesen.
Was Sie dort alles entsorgen dürfen, können Sie im Internet nachlesen. Ein paar Beispiele zur Orientierung sind, Altöl, Eisen- und Aluminiumschrott, Elektrokleingeräte, Grünabfälle, Verkaufsverpackungen, Medikamente. In Flingern können z.B. auch Speisefette, Altreifen, Elektrogroßgeräte abgegeben werden.
Zusätzlich befindet sich seit den 1970er Jahren auf der Erkrather Landstraße 81 in Hubbelrath die Sammelstelle der Zentraldeponie. Auch hier können Abfälle entsorgt werden.
Außerdem können Grünabfälle problemlos bei der KDM – Kompostierungs- und Vermarktungsgesellschaft für die Stadt Düsseldorf und den Kreis Mettmann in Ratingen auf dem Lintorfer Weg 33 und in Düsseldorf Hamm Auf dem Draap 40 abgeben.
Auch der EVD – Entsorgungsverbund Düsseldorf GmbH & Co.KG auf der Karl-Hohmann Stra0e 4-6 und auf der Posener Straße 191 sowie die ABA – Abfall-Behandlungs-Anlage GmbH auf der Ronsdorfer Straße 94 sowie weitere Entsorgungsunternehmen in Düsseldorf nehmen diverse Stoffe an.
Sperrmüll kann durch jeden Haushalt angemeldet werden und wird kostenlos vor Ihrer Türe abgeholt.
Zum Trennen des Hausmülls stehen den Haushalten Restmülltonnen, Papiertonnen, gelbe Tonnen und manchmal auch Grünschnitttonnen zur Verfügung. Die verschiedenen Tonnen machen nur Sinn, wenn auch entsprechend getrennt wird. Altkleidercontainer und Glascontainer sind im gesamten Stadtgebiet zu finden. Außerdem gibt es öffentliche Müllbehälter, für den Abfall von unterwegs.
Abfalldeponien sind unverzichtbare Einrichtungen, die sich nachhaltig, sicher und verantwortungsbewusst um die Entsorgungswirtschaft kümmern. Die Hilfe des einzelnen Bürgers zur richtigen Entsorgung ist aber mitentscheidend.
Was genau bedeutet eigentlich Recycling?
Gesammelte und sortiere Abfallmaterialien werden zu neuen Rohstoffen oder Produktionen verarbeitet und wiederverwertet. Wertvolle Materialien werden also in den Kreislauf zurückgeführt.
Voraussetzung ist natürlich die richtige Trennung. Durch Magnete, Siebe und Erkennungssensoren wird die Trennung dann nochmals kontrolliert. Anschließend werden die Materialien gereinigt und zerkleinert. Danach werden die Sekundärrohstoffe aufbereitet und anschließend zu neuen Produkten verarbeitet.
Bei der thermischen Verwertung werden bestimmte Stoffe verbrannt und dadurch Strom und Energie erzeugt.
Generell ist es selbstverständlich immer besser, so wenig wie möglich an Abfall zu produzieren und den eigenen Abfall zu reduzieren. Aber wenn die Gegenstände und Materialien nun einmal da sind und entsorgt werden sollen, dann bitte ordnungsgemäß und nicht irgendwo in der Umwelt, in Büschen, Wäldern, auf der Straße, Randwegen oder dort, wo sie keineswegs hingehören. Uns stehen so viele offizielle Entsorgungseinrichtungen zur Verfügung, dass man unser Stadtbild nicht verschandeln muss.
Wir alle wollen es schön und sauber haben!
Übrigens, wer erwischt wird, dass er Müll nichtordnungsgemäß entsorgt, irgendwo abgestellt oder hingebracht hat, dem droht eine unangenehm hohe Geldstrafe. Häufig sind Mülldetektive unterwegs oder die Nachbarschaft hat etwas beobachtet.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Uecker Nagel
Der deutsche Maler Günther Ücker ist dieses Jahr (10.6.2025) im Alter von 95 Jahren verstorben. Uecker war bekannt für seine kinetische und Glaskunst, sowie für seine Nagelbilder und später auch für die Lichtkunst.
Nach der Schule machte Günther Uecker eine Ausbildung als Anstreicher und Schreiner. Anschließend studierte er in Wismar und an der Kunsthochschule in Berlin Malerei. 1955 verließ er die DDR und ging mit Umständen nach Westdeutschland. Sein Studium beendete er an der Kunstakademie Düsseldorf.
1956 entdeckte er für sich die Kunst mit Nägeln zu arbeiten. Er entwarf dreidimensionale Nagelreliefs, die im Licht- und Schattenspiel aussahen, als würden sie sich bewegen. Später erweiterte er sein künstlerisches Arbeitsfeld, indem er Möbel und andere Gegenstände mit Nagelreliefs versah.
Uecker bewohnte in den 60er Jahren eine alte Scheune, die er nach eigener Aussage anzündete, weil ihm der Vermieter gekündigt hatte.
In den 1970er Jahren folgten einige Auslandsaufenthalte in Südamerika und Afrika, sowie im asiatischen Raum in Japan, China, Mongolei und in Sibirien und Island.
Auf politische Ereignisse und Umweltproblematiken reagierte der Künstler in den 1980er Jahren in seinen Kunstwerken.
Zurück in Düsseldorf unterrichtete Günther Uecker als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.
2008 wurde er Mitgründer der ZERO-Foundation, einer Stiftung mit Sitz im Medienhafen.
Doch kommen wir noch mal zu seinen Reliefs, Skulpturen, Nagelsäulen, Leinwände, Malereien und Alltagsgegenständen. Der Nagel hatte es Uecker angetan. Unendlich viele Nägel hat er mit viel Kraftaufwand in seine Kunstwerke geschlagen. Die Bearbeitung und eigentlich auch Zerstörung der Gegenstände ist der präzisen Anordnung der Nägel ein absoluter Gegensatz. Einige seiner Werke wurden durch die Nägel sogar verfremdet und verformt. Anfang der 70er Jahre hatten seine Kunstwerke einen Wert von bis zu 10.000 Euro. Mittlerweile werden sie mitunter mit einer halben Million gehandelt.
Uecker erhielt bis zu seinem Tod viele Auszeichnungen und Staatspreise.
In der Nähe des Kö-Bogens und gegenüber des Steigenberger Parkhotels befindet sich eine große Skulptur – der Uecker Nagel. Weitere skulpturale Nagel-Kunstwerke befinden sich in den Bilker-Arcaden und an weiteren Orten, Ausstellungen und Galerien in Düsseldorf und anderen Städten sowie im Ausland.
Der Ausdruck des eigentlichen, herkömmlichen Stahlnagels, den man in jedem Baumarkt bekommt, präsentiert nicht nur die Skulptur am Kö-Bogen, sondern auch ein weiteres Kunstwerk Ueckers. Als Hommage an seinen Lieblingswerkstoff könnte man das Kunstwerk „Nagel“ ansehen. Der Stahlnagel mit einer Größe von 1,78 präsentiert sich in einer Raumecke, an der Wand angelehnt in einer Galerie.
Mehr als ein halbes Jahrhundert arbeitete er mit dem Hammer und schlug Nagel für Nagel in die Kunstwerke, die durchaus auch mal ein Fernseher oder eine Nähmaschine, Stühle, ein Konzertflügel oder ein Schuh sein konnten.
Später widmete sich Günther Uecker auch der Glaskunst. So gestaltete er Glasfenster für verschiedene Kirchen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Naturschutzzentrum Bruchhausen
Das Naturschutzzentrum in den Buchhauser Feuchtwiesen in Erkrath behandelt Projekte im Natur- und Umweltschutz und ist ein außerschulischer Lern- und Erlebnisort, in dem auch schulische Bildungsmaßnahmen angeboten werden. Darüber hinaus werden Ferienprogramme, Exkursionen, Fortbildungen, Kinderprogramme und einiges mehr angeboten.
Die „Stiftung Naturschutzgebiet Bruchhausen“ wurde 1989 zu gemeinnützigen Zwecken gegründet und beschäftigt sich mit der Förderung des Naturschutzes, Landschaftschutzes und des Umweltschutzes.
Das Team des Naturschutzzentrums besteht aus der Leitung, abgeordneten Lehrer:innen, Angestellten des Außenbereiches und freien Mitarbeiter:innen, sowie Jugendlichen, die ein freiwilliges ökologisches Jahr machen und vielen ehrenamtlichen Helfern.
Weiterhin steht die Nachhaltigkeit im Fokus. Daher werden hier auch Trödelmärkte und Second-Hand-Märkte angeboten. Auch der Second-Hand-Adventsmarkt bietet einiges zum Stöbern. Neben Weihnachtsdeko und schönen Weihnachtsgestecken finden Sie auch vielen mehr, was der ein oder andere gebrauchen kann. Oder genießen Sie einen Apfelsaft, von den Streuobstwiesen oder einen Apfelpunsch. Oftmals werden noch gute aber nicht mehr gebrauchte Dinge im Naturschutzzentrum abgegeben, die somit einen neuen Besitzer finden. Manchmal werden auch gefundene Tierbabys abgegeben, um die sich liebevoll gekümmert wird.
Bei Herbstspaziergängen lernen auch die Kleinen die Natur kennen und basteln mit den gefundenen Naturschätzen. Bildungsangebote für Vorschulkinder, Grundschulen und Kindertagesstätten sowie Angebote in den Ferien und Bastelangebote zu Weihnachten stehen ebenfalls auf dem Programm. Liebevoll geschriebene Vorlesegeschichten über die Natur, über Tiere und den Naturschutz gehören ebenfalls zum Programm und finden großen Anklang bei kleinen und auch größeren Kindern.
Ein gelungenes Projekt ist das Naturcamp Sandheide, was von den Anwohnern für sehr gut befunden wurde und den Kindern und Naturpädagogen:innen sowie einigen Institutionen der Stadt Erkrath sowie der Stadt Erkrath sehr viel Freude bereitet hat.
Selbständiges Lernen, der verantwortliche Umgang mit der Natur, das Interesse an Naturphänomenen, ökologische Zusammenhänge und das Pflanzen und Ernten werden in Vorträgen, Kursen und Seminaren sowie im Unterricht, in der Praxis bei Naturschutzarbeiten, in Projekten aber auch bei Kindergeburtstagen vermittelt.
Freiwillige Helfer werden im Naturschutzzentrum immer gebraucht. Auch im Herbst, aber generell zu jeder Jahreszeit, steht einiges an Arbeit an. Nicht ganz freiwillig, helfen straffällig gewordene Jugendliche bei der Arbeit und arbeiten ihre gerichtlich verhängten Arbeitsstunden ab. Begleitet wird das Projekt von der Organisation „Neue Wege“ e.V.. Die pädagogisch begleitete Maßnahme hilft den Jugendlichen Teamgeist und Sozialverhalten zu lernen, anzupacken, Struktur in ihrem Alltag zu bekommen, über ihre Straftaten nachzudenken, Spaß am Arbeiten und der Natur zu entwickeln und in den gemeinschaftlichen Austausch zu gehen. Duch ihren sinnvollen Beitrag bekommen sie Anerkennung und stärken ihr Selbstbewusstsein. Sie nehmen sich positiver war und gehen gestärkter in die Zukunft, so dass Schlägereien, Diebstähle und Schulschwänzen hoffentlich kein Thema mehr sind. Wenn sie auch anfangs mit Motzerei in die Maßnahme starten, gehen sie am Ende mit einem guten Gefühl da raus. Manch einer hat sogar eine berufliche Zukunft für sich entdeckt.
Wir finden: Eine tolle Einrichtung mit vielseitigen Angeboten und eine große Unterstützung in Sachen Naturschutz. Vielen Dank.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – „Haus Morp“ in Erkrath
Der Name „Haus Morp“ beschreibt eigentlich nicht nur ein bestimmtes Haus. Vielmehr sind hier ein Gebäudeensemble sowie ein Landschafts- und Naturschutzgebiet in Erkrath gemeint.
Überreste früherer Befestigungsanlagen deuten auf eine Burg aus den Jahren ca. 900 n.Chr. hin. Auch ein historischer Handelsweg, der Mauspfad genannt wurde, führt hier entlang und ist der Nachweis einer mittelalterlichen Burg. In einer Urkunde aus dem Jahre 1144 wird das Gebäude erstmals erwähnt. Die Rede ist hier von dem Morafa. Der Name wird in Verbindung gebracht mit Moor und Gewässer, was auf eine Wasserburg hinweist.
Das unter Denkmalschutz stehende Anwesen mit Herrenhaus war ein Rittergut mit Bauernhof und im Spätmittelalter (1282) ein Nonnenstift.
Das Rittergut Haus Morp mit Hofanlage und angrenzender Parkanlage gehörte im 12. Jahrhundert König Konrad III. 1282 wechselte es in den Besitz der Äbtissin Gertrud von Gerresheim. Ein weiterer Besitzwechsel an den Ritter Herrmann von Winkelhausen erfolgte 1410. 1704 wechselte das Gut in den Besitz des Grafen Hatzfeld zu Weisweiler, in deren Familienbesitz sich bereits das benachbarte Schloss befand, und die Familie durch den Erwerb des Ritterguts zu den reichsten Großgrundbesitzern der Region wurde. 1880 wurde das Anwesen durch Wilhelm Grillo aufgekauft. Von 1956 bis 1993 wurde das Rittergut für die Landwirtschaft mit Viehbestand, durch den Pächter (Familie Waden) genutzt. 1991 ging das Gut in den Besitz eines neuen Eigentümers (Dieter Kotulla) und wird mittlerweile, nach aufwendigen Renovierungsarbeiten, gewerblich als Atelier, Showrooms, Büros und als Gastronomie genutzt. Das in U-Form angelegte Anwesen mit wunderschönem Innenhof, Landwirtschaft- und Naturschutzgebiet mit Jagdrevier und Gewässern befindet sich auf einer Fläche von 800.000 Quadratmetern. An den Gewässern leben Gänse und Schwäne, Fasane und Pfauen. Die Anlage wurde aufwendig im gleichen Stil restauriert und unter Denkmalschutz gesetzt. Bei der Restaurierung wurde der Fokus daraufgelegt, die alten Mauern und Fassaden, die Fenster und Balken zu erhalten.
Das Herrenhaus des Ritterguts Haus Morp wurde ebenfalls restauriert und der ursprüngliche Stil und Architektur beibehalten. Das Herrenhaus, mit seinen hohen Decken und ansprechender Architektur in Kombination mit modernen Elementen wird heute als Büros genutzt.
Die Morper Mühle war direkt an der Düssel gelegen. Sie ist leider 1905 vollständig abgebrannt.
Das Forsthaus Morp (Villa Grillo) besteht aus einer Villa, die nach 1897 erbaut wurde. Hierzu gehört eine zuvor angelegte Parkanlage. Ab 1952 wurde die Villa Grillo durch die Rheinbahn genutzt, die sie als Erholungsstätte für Kinder von Rheinbahnarbeitern nutzte. Im Sommer 1943 wurde das Kinderheim von Bomben getroffen. 3 Jahre später wurde es neu eröffnet als Erholungsheim für Rheinbahnarbeiter.
Die Villa Morp (ehemals Villa Hecker) wurde 1930 durch die Franziskanerinnen der Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche heimgesucht. Später wurde sie für die vielen Verwundeten des zweiten Weltkriegs genutzt. 1957 wurde die Villa an die Glashütte Gerresheim verkauft und als Junggesellenwohnheim eingerichtet. Später wurde sie als Jugendzentrum genutzt.
Zwischen der Villa Morp und der Villa Sack befand sich der Morper Hof. Heute ist hier das japanische Generalkonsulat zu finden.
Die Villa Sack befindet sich westlich gelegen der Villa Morp.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Lichtbänke in Düsseldorf
Auf der Jägerhofallee im Hofgarten in Düsseldorf befinden sich seit 2002 vierzehn Bänke zwischen den Alleebäumen, die in der Nacht leuchten und die Bäume anstrahlen. Dies ist ein romantischer Ort, der gerne genutzt wird, um das ein oder andere Foto zu machen oder einen Abendspaziergang zu unternehmen. Gerne werden die Bänke zum Posieren genutzt aber auch einfach nur als Sitzgelegenheit, zum Ausruhen oder Verweilen. Bei Einbruch der Dunkelheit gehen die Lichter an, die von den Stadtwerken Düsseldorf gesteuert werden.
Der Künstler Stefan Sous hat sie für eine Ausstellung im Jahr 2002 entworfen. Nachdem sie aber so gut bei den Düsseldorfern ankamen, hat die Stadt Düsseldorf beschlossen, sie im Hofgarten stehen zu lassen und hat sie abgekauft.
Leider werden die Bänke immer wieder mal kaputt gemacht, was bedeutet, dass die ein oder andere Bank nicht leuchtet und wieder instandgesetzt werden muss. 2017 wurden die Bänke wegen Vandalismus abgebaut und instandgesetzt. 2019 wurden sie erneut demontiert und restauriert. Um Witterungsschäden möglichst fernzuhalten, wurde das Material verbessert und eine neue, energieeffiziente LED-Technik eingebaut, die auch dem Vandalismus mehr standhalten soll. Auch die Verkabelung im Erdreich wurde erneuert. Erst nach 2 Jahren konnten die Leuchtbänke wieder aufgestellt werden. Zur Verbesserung der Standfestigkeit und Sauberkeit wurde der Boden gepflastert, auf dem die Bänke stehen. Die Beleuchtung wurde so eingestellt, dass sich die, im Hofgarten lebenden Tiere, nicht gestört fühlen. In der zweiten Nachhälfte erlischt die Beleuchtung.
Die Bänke sehen toll aus und die Aufenthaltsqualität und Beleuchtung im Düsseldorfer Stadtpark, zwischen Pempelfort und der Stadtmitte wird von den Düsseldorfern sehr geschätzt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Ein seltsam klassisches Denkmal
Das „seltsam klassische Denkmal“ befindet sich seit Herbst 2021 am Mannesmannufer, zwischen der Rheinkniebrücke und der Staatskanzlei im Stadtteil Düsseldorf Carlstadt. Genau gesagt, auf den Rheinwiesen zwischen dem Apollo Varieté und dem KIT.
Die Rheinwiesen sind ein beliebter Ort der Düsseldorfer aber auch für Besuchern und vor allem junge Menschen. Im Sommer werden sie zum Treffpunkt, dienen zum Sonnen und Ausruhen. Manche beobachten auch einfach nur die Menschen oder den Rhein oder genießen den Sonnenuntergang.
Und genau hier, wo sich so viele Menschen treffen, befindet sich diese besondere Bronzestatue. Der Künstler Claus Richter hat vier vereinte Menschen dargestellt, die sich die Hand reichen. Die andere Hand zeigt das V (Victory-Zeichen für Sieg, Glück) oder die Faust und wird in den Himmel gestreckt. Sie alle schauen in verschiedene Richtungen.
Die Statue steht für geschlechtlich und sexuelle Vielfalt sowie ein tolerantes Miteinander und gegen Diskriminierung, Hass und Ausgrenzung dieser Menschen. Ein Mahnmal für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft. Die Menschengruppe steht auf einem Betonsockel und ist 2,2 Meter hoch. Der Sockel ist mit folgender Inschrift versehen: „Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Dieser Ort ist den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen gewidmet, die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung in Düsseldorf wurden. Und all denen, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einstanden und einstehen“.
Jeder Mensch ist anders und doch sind wir uns alle ähnlich. Was ist richtig, was ist falsch, wer bestimmt, wie was sein muss? Wichtig ist, dass wir lieben und geliebt werden. Die Vielfalt der Menschen macht uns doch erst interessant. Wie wäre es, wenn wir alle gleich wären, gleich aussehen würden, das Gleiche können oder nicht können, gleich denken, gleich reden, gleich handeln, das Gleiche essen, uns gleich anziehen, den gleichen Beruf wählen würden – dann wären wir nicht mehr individuell und wären langweilig. Toleranz und Respekt sind wichtige Eigenschaften im Zusammenleben mit vielen bunten Menschen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee
Der U-Bahnhof an der Heinrich-Heine-Allee ist der wichtigste Bahnhof, neben dem Hauptbahnhof in Düsseldorf, da hier alle Düsseldorfer Stadtbahnlinien halten. Früher fuhren auf der Heinrich-Heine-Allee auch Straßenbahnen, die mittlerweile aber außer Betrieb genommen wurden.
Anfang 1979 wurde mit dem Bau des U-Bahnhofes begonnen. Auf der ersten Ebene befinden sich zahlreiche Geschäfte für den täglichen Bedarf. Der U-Bahnhof wurde 1988 mit dem zweiten Untergeschoss in Betrieb genommen. Hier befinden sich vier Bahnsteige. 2016 wurde das dritte Untergeschoss für den Verkehr freigegeben. Der U-Bahnhof ermöglicht die Fahrt in alle Richtungen der Stadt Düsseldorf und gilt außerdem als wichtigster Umsteigepunkt, da hier die oberirdischen Bushaltestellen von vier Buslinien eine Verbindung darstellen. Der Ausstieg an der Heinrich-Heine-Allee führt direkt in die Altstadt und auf der anderen Seite in die Düsseldorfer Innenstadt.
Der U-Bahnhof ist durch seine Größe recht unübersichtlich, aber gut beschildert. Er ist hell und sauber und mit einigen Gestaltungselementen, die den Bahnhof verschönern, ausgestattet. Security-Personal patrouilliert auf den Bahnsteigen und sorgt für Ordnung und Sicherheit. An den meisten Ausgängen befinden sich Rolltreppen. Auch ein Aufzug und Steintreppen sind vorhanden.
Statt zusätzlicher reizüberflutender Werbetafeln wird der U-Bahnhof auf zwei Ebenen durch 8 große Kunstwerke geschmückt. 1988 wurde ein Kunstprojekt der Stadt Düsseldorf gestartet, bei dem 8 Künstler ihre verschiedenen Werke, mit einer Größe von 3 x 4 Metern, entwerfen konnten. Kunst liegt im Sinne des Betrachters – somit haben die Fahrgäste und Reisende die Möglichkeit die Gemälde mit ihren verschiedenen Malereien, Formen und Ausdrücken zu betrachten, während sie auf ihre Bahn warten. Übrigens hängt im Heinrich-Heine-Bahnhof kein Kunstwerk von Heinrich Heine selbst. Eigentlich schade!
Auf der ersten Ebene befindet sich ein Wandrelief aus belgischem Granit eines weiteren Künstlers.
Drei Stammstrecken führen zum U-Bahnhof an der Heinrich-Heine-Allee, die auf der zweiten Ebene von der U70 und U75 bis U80 genutzt werden. Auf der dritten Ebene fahren die U71 bis U73 sowie die U83. Täglich passieren rund 60.000 Fährgäste den U-Bahnhof
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – „Dreizeiler II“
Die Gedenkstätte „Der Dreizeiler“ besteht aus einer Gedenktafel und einer Anreihung von drei Steinreihen. Die Steinreihen bestehen aus Pflastersteinen, die sich auf einer Fläche von ca. 60 cm x 20 Metern erstrecken. Die Gedenksteine integrieren sich in die gepflasterte Fläche am Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt.
Dieser Denkraum erinnert an Menschen, die an AIDS/HIV und den Folgen verstorben sind.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen AIDS-Stiftung, die es bereits seit 35 Jahren gibt, und dem Künstler Tom Fecht, wurden die Namen der Verstorbenen, unter denen sich Düsseldorfer und Düsseldorferinnen sowie einige Prominente befinden, in die Steine gemeißelt bzw. graviert.
Den „Denkraum – Projekt Namen und Steine“ gibt es seit Herbst 2000. Er wurde bewusst oberhalb der Freitreppe am Burgplatz gewählt, da sich hier viele Menschen aufhalten und die Treppe passieren.
Das Projekt setzt ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz. Jeder Mensch, der an den Folgen von HIV/AIDS gestorben ist, kann in einem Pflasterstein verewigt werden. Die Kosten betragen ca. 300 Euro. Mittlerweile befinden sich hier rund 70 Steine mit Vornamen der Vor- und Nachnamen, hinter denen Personen stecken, die nicht vergessen werden sollen.
Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag. Dank der fortschreitenden Medizin sterben heutzutage nicht mehr so viele Menschen an den Folgen von AIDS, wie in den Anfängen der Krankheit. Die Krankheit ist nicht heilbar, aber behandelbar. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollte man wissen, wie die Krankheit überhaupt übertragen werden kann, wie man sich schützen und testen kann.
Tom Fecht, der am 11.1.1952 geboren wurde, ist nicht nur Künstler, sondern auch Autor und Verleger. Das Projekt „Denkraum“ entwickelt er mit der Deutschen AIDS-Stiftung bereits seit 1988. 1998 entwickelte er das Projekt „Kaltes Eck“ in Köln. Auch hier befinden sich Namensteinen, von Menschen, die an AIDS verstorben sind. In Bonn befindet sich das Projekt „Kaltes Quadrat“. Und auch in Aachen wird durch das Projekt „Letzte Spur“ und in Stuttgart durch das Projekt „Iris“ durch Pflastersteine an die Verstorbenen gedacht. Gedenksteine sind außerdem in Berlin, Hamburg, Erfurt und Nürnberg, Karlsruhe, Dortmund zu finden. Weitere Steine des Projekts „Namen und Steine“ befinden sich in England, Luxemburg und Frankreich.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Das Glasmacherviertel in Düsseldorf Gerresheim
Noch bis 2005 hatte die Gerresheimer Glashütte im Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim ihren Standort. Danach wurde das Unternehmen nach 141 Jahren geschlossen und die Gebäude in den Jahren danach abgerissen.
Heute tragen noch verschiedene Sportvereine den Namen „“Glashütte“ in ihrem Vereinsnamen.
Da das große Grundstück, auf dem die Glashütte gestanden hatte, wurde für die Städteentwickler interessant, da es verkehrsgünstig und nahegelegen zum Gerresheimer Bahnhof liegt.
2008 wurden die Bürger:innen und Planungsteams eingeladen über die Nutzungsmöglichkeiten des Areals zu sprechen. Das Planerteam ISR Innovative Stadt+Raumplanung hatte seinen Entwurf eingereicht und fand Zustimmung.
Ein Jahr später begannen die Abrissarbeiten und die Patrizia AG erwarb ein Grundstück mit einer Fläche von 200.000 m². Der Rest des Areals war im Besitz der Stadt Düsseldorf.
Das Glasmacherviertel wurde geplant. Hierfür wurde eine Fläche von 300.000 m² benötigt, um 800 bis 900 Wohnungen zu schaffen. Denkmalgeschützte Bauteile der ehemaligen Glashütte, wie der markante Glasturm, die Elektrozentrale und das Kesselhaus, sollten in das neue Viertel integriert werden. Auch die Düssel sollte in einen naturnahen Zustand rückgeführt und in einen zentralen Park integriert werden.
2012 wurde ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Die Anzahl der geplanten Wohnungen hatte sich auf 1.400 erhöht. Nach dem Verkauf des Geländes sollten laut neuem Investor 1.600 Wohnungen entstehen. Der Investor geriet in Schwierigkeiten so, dass die Bauphase nicht beginnen konnte. Die Stadt Düsseldorf hatte verlauten lassen, dass Gelände selbst zu erwerben, doch die LEG erwarb schließlich 53% der Anteile an Brack Capital Properties.
Das Glasmacherviertel, bestehend aus dem Heyequartier, dem Düsselparkquartier und dem Düsselpark soll in den nächsten Jahren auf einer Fläche von 32 Hektar, ein neues urbanes Viertel mit Grünoase werden. Das Heyequartier wird den Stadtcharakter fortführen, während der Düsselpark mit den Industriedenkmälern an die Glashüttenepoche erinnern soll und das Düsselparkquartier den Grünanteil für ein ökologisches Wohnen im Grünen schaffen wird. Mittelpunkt des Areals wird der Düsselpark sein. Der markante Glasturm, auch Gerrix-Turm genannt, wird als Wahrzeichen über das Areal blicken. Rundherum gestaltet sich das Gelände durch Gastronomien, Gewerbeeinheiten, Einzelhandelsgeschäften ca. 1.700 Wohnungen, Kindertagesstätten, das Heyebad, Spiel- und Grünflächen und einem Stadtpark.
Die Anbindung an den denkmalgeschützen S-Bahnhof und dem Angebot des ÖPNV sowie in die angrenzenden Stadtteile ist günstig. Östlich gelegen befinden sich die Düsselauen sowie das Naherholungsgebiet der Gerresheimer Höhen.
Da die geplanten Arbeiten noch nicht vorangingen, wurden 2024 zwei große Hallen auf dem Gelände aufgebaut. Hier gastierte ein Ballonmuseum. Auch der CIRQUE DU SOLEIR nutze die Fläche für seine Show. Der 49,7 Meter hohe und unter Denkmalschutz stehende Gerrixturm aus dem Jahre 1966, erinnert weiterhin, nun mit Lichtspiel und blinkendem „G“, als Wahrzeichen und Überbleibsel an die Geschichte der ehemaligen Glashütte. Der Turm soll nach Restaurierung zukünftig im neuen Glasmacherviertel als Gewerbefläche genutzt werden und Platz für ein Restaurant bieten.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Gerresheimer Glashütte
Mit „Glashütte“ wird eine Produktionsstätte bezeichnet, die Glas und Glasprodukte herstellt.
Die Glashütte in Düsseldorf Gerresheim war eine der größten Produktionsstätten aller Glashütten der Welt. Kaum einer weiß, dass viele Abfüllbehälter aus Glas mit dem Logo der Gerresheimer Glashütte versehen waren. Das Logo war ein G als Großbuchstabe mit einer aufgesetzten Krone.
1864 wurde die Gerresheimer Glashütte von Ferdinand Heye gegründet und von ihm bis 1888 alleinverantwortlich geführt. Damals hieß sie „Ferd. Heye, Glas-Fabrik, Gerresheim bei Düsseldorf“. 1988 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und bekam den Namen „Actien-Gesellschaft der Gerresheimer Glashüttenwerke, vorm. Ferd Heye, Gerresheim bei Düsseldorf“. An der AG waren 5000 Inhaber mit je einer Aktie von 1000 Mark, was ein Grundkapital von 5 Millionen Mark ergab.
Ferdinand Heye hatte 5 Söhne, von denen einer (Hermann Heye) in den Unternehmensvorstand eintrat, als sein Vater mit nur 51 Jahren 1889 verstarb. Zwei Jahre später übernahm der damals 23-Jährige die Geschäftsleitung.
Die Ehefrau des verstorbenen Ferdinand gründete 1891 das „Ferdinandheim“. Hierbei handelte es sich um ein Wohnheim mit 60 Zimmern für pensionierte Mitarbeiter der AG.
Hermann Heye gründete 1907 den „Europäischen Verband der Flaschenfabriken GmbH“, weil der Beruf des Glasbläsers auszusterben drohte, da in den USA eine Flaschenblasmaschine entwickelt wurde. Er kaufte die Patentrechte der Owens-Maschine für Europa auf, um eine Massenentlassung der Glasbläser zu verhindern. In kleinen Schritten wurden zwar auch die Owens-Maschinen eingeführt, die Glasmacher jedoch weiter beschäftigt.
Bis 1941 wurde das Unternehmen von Hermann Heye geleitet. 1941, mit 73 Jahren, verstarb er und sein Schwiegersohn übernahm die Leitung. Niels von Bülow war bereits Teil des Vorstandes und als ältestes Mitglied wurde ihm die Aufgabe überschrieben.
18 Jahre später wurde eine Mehrheit von 50,1 % der AG von der Firma Owens-Illinois aus den USA mit Sitz in Ohio übernommen. Ein Jahr später bekam die Aktiengesellschaft den Namen „Gerresheimer Glas AG“ (1972). Aufgrund einer Wirtschaftskrise in den Jahren 1977 bis 1979 wurden die Werkswohnungen teilweise verkauft oder abgerissen und die Sozialleistungen gekürzt.
Im Winter 1985 kaufte die WestLB der Owens-Illinois 58% der Anteile ab. Fünf Jahre später erwarb die VIAG von der WestLB die Mehrheit der Anteile.
Die Gerresheimer Glas AG und weitere fünf Standorte wurden 1999 verkauft. Die Käuferin (BSN glasspack) ist ein Tochterunternehmen des bekannten Danone Unternehmens. Erneute 5 Jahre später erwarb die Owens-Illinois das Unternehmen zurück.
2005 wurde das Werk geschlossen. 141 Jahre Unternehmensgeschichte nahmen ein Ende.
Seit Anfang 2009 sind die Abrissarbeiten im Gange und die Geländearbeiten finden seit 2014 statt. Bei den Bodenarbeiten wurde ein Bunker entdeckt, der Glaswaren aus der Zeit 1956 bis 1974 beherbergte. Bodenarchäologen sind mit dem Fund betreut.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Karneval in Düsseldorf
Karneval in Düsseldorf !
Düsseldorf ist eine der Hochburgen des Karnevals, neben Köln und Mainz. Die Düsseldorfer nennen die Karnevalszeit die „fünfte Jahreszeit“. Die närrischen Tage sind ein absolutes Highlight des Jahres – nicht nur für die Düsseldorfer, sondern auch für Besucher der angrenzenden Städte und sogar für Menschen, die aus dem Ausland für die Karnevalstage nach Düsseldorf kommen.
Im Karneval nimmt man sich nie so ganz ernst. Mit bunten und witzigen Verkleidungen, Lebensfreude, einem toleranten Miteinander, schunkeln, tanzen, singen wird die Tradition seit vielen Jahren gefeiert.
Bereits am 11.11. beginnt die fünfte Jahreszeit mit dem Erwachen des Hoppeditz. Schon im Januar geht es los, mit rund 300 verschiedenen Karnevalssitzungen und Kostümbällen. An Altweiberdonnerstag beginnen die verrückten Tage, die bis zum Aschermittwoch gehen, an dem der Hoppeditz beerdigt wird.
Wer ist eigentlich dieser Hoppeditz? Er ist ein Erzschelm, der in Düsseldorf am 11.11 vor dem Rathaus aus seinem Senftöpfchen steigt. Mit spitzer Zunge berichtet er ironisch über das Stadtgeschehen und liest dem Bürgermeister die Leviten. Viele tausende Jecke stehen voller Erwartung vor dem Rathaus und freuen sich, wenn der Hoppeditz die Saison eröffnet.
Am Altweiber stehen die Möhne und andere Jecke ebenfalls vor dem Rathaus und warten drauf, dieses zur entsprechenden Stunde, nämlich um 11.11 Uhr zu stürmen. Dieser Brauch hat ebenfalls Tradition und eröffnet den Düsseldorfer Straßenkarneval. Die Möhne sind alte Frauen bzw. zu alten Frauen verkleidete Jecke, die das Rathaus stürmen, um den Bürgermeister gefangen zu nehmen. Sie schneiden dem Bürgermeister den Schlips ab und übernehmen für diesen Tag die Regierung. Generell dürfen die Frauen an Altweiberfastnacht allen Männern die Krawatten abschneiden.
Die gesamte Altstadt wird zu einer bunten Feiermeile. Bands auf der Rathausbühne sorgen für die entsprechende Stimmung. Die Kneipen in der Düsseldorfer Altstadt sind gut auf das närrische Treiben vorbereitet und unterstützen mit Getränken, Musik, karnevalistischer Dekoration und guter Laune für eine ausgelassene Stimmung. Wenn das Wetter gut ist, versammeln sich die feierfreudigen Jecken größtenteils auf den Straßen. Erst zu späterer Stunde oder wenn das Wetter schlecht ist, begeben sie sich in die Kneipen und Clubs. Besonders auf der Bolkerstraße, Ratinger Straße und Kurze Straße sowie auf dem Rathausplatz ist der „Teufel“ los. Die Tradition und der rheinische Humor sehen ein fröhliches Miteinander vor. Gemeinsam wird gesungen, getanzt und geschunkelt. Leider steigt mit zunehmendem Alkoholpegel auch schon mal, nennen wir es Unmut, des einzelnen. Doch im Großen und Ganzen geht es friedlich zu. Und wenn man den Pegel erreicht hat, und es am schönsten ist, sollte man bekanntlich gehen, denn weitere närrische Tage folgen schließlich.
Gleich am Karnevalsfreitag und -samstag geht es feierwütig weiter. Der ein oder andere braucht an diesen Tagen aber auch schon eine kurze Auszeit, bevor es am Karnevalssonntag weitergeht.
Am Karnevalssonntag findet auf der Königsallee das große Kö-Treiben statt. Mit Bollerwagen, Kind und Kegel begeben sich die Karnevalisten auf die glamouröse Königsallee, die an diesem Sonntag in eine lebendige Bühne verwandelt wird. Die jahrhundertealte Tradition wird musikalisch untermalt, während die Narren mit mitgebrachten Speisen und Getränken ausgelassen feiern. Unter dem Motto „bunt und vielfältig“ präsentieren sich die lebenslustigen Karnevalisten in, mitunter sehr aufwendigen, bunten und glamourösen Kostümen und wollen sehen und gesehen werden.
Erstmals wurde in 2025 eine Bühne am Corneliusplatz aufgebaut, die mit ihrem Programm dem Karnevalssonntag einen strukturierten Rahmen gab und zu einem neuen Highlight und Hotspot wurde. Außerdem ist der Rosenmontag der Tag der Generalprobe für den Rosenmontagszug.
Am Rosenmontag kommen rund 600.000 Jecke in die Stadt, um das bunte Treiben zu beobachten und mitzumachen. Gegen 11.30 Uhr rollt der Rosenmontagszug auf Düsseldorfs Straßen an. Er besteht aus circa 85 verschiedenen Fußgruppen, über 100 Karnevalswagen und dauert ungefähr 3 Stunden, bis er komplett durchgerollt ist. Die Fußgruppen bestehen u.a. aus Gruppen einzelner Karnevalsvereine, Musikgruppen und Tanzgruppen. Etwa 8000 Jecke begleiten den Zug und begrüßen die Zuschauer mit einem närrischen „Helau“ oder „Düsseldorf Helau“ und Kamelle (Bonbons, Süßigkeiten, Blumen, Pralinen, Wurst, Spardosen oder anderem Wurfmaterial). Ein absolutes Highlight sind die politischen und satirischen Mottowagen von dem Wagenbauer Jacques Tilly und seinem Team. Auf dem Rathausplatz ist eine Zuschauertribüne aufgebaut, von der aus kommentiert und eine Liveübertragung des WDRs im Fernsehen stattfindet.
Wer nicht in der Altstadt oder auf den Straßen Düsseldorfs sein kann, verfolgt den Zug auch gerne am TV zuhause. Für Menschen mit Rollstuhl oder Beeinträchtigung wird auf dem Graf-Adolf-Platz eine Tribüne aufgebaut. Für blinde Menschen wird der Blindenreporter Frank Breuers, der für den Fußballverein Fortuna Düsseldorf tätig ist, und das Equipment von der Fortuna Düsseldorf zur Verfügung gestellt bekommt, ehrenamtlich moderieren.
Die Karnevalsmusik ist bunt gewürfelt. Bekannte Bands wie „Alt Schuss“, die Düsseldorfer Disharmoniker und die Fetzer heizen die die Feierlustigen ein. Das „Altbierlied ist die einheimische Hymne, die immer gesungen wird.
Die Session 2025/2026 läuft unter dem Motto „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“. Für alle Nicht-Rheinländer: Wir bleiben bunt – egal was kommt.
Der Veilchendienstag läutet so langsam das Ende der fünften Jahreszeit ein. Höhepunkt ist der „Närrische Zapfenstreich“. Auch das Prinzenpaar wird auf dem Marktplatz verabschiedet. Wer noch Lust hat, kann weiter in der Altstadt feiern.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei! Nun wird der Hoppeditz, symbolisch, wieder zu Grabe getragen und hält seinen Schönheitsschlaf bis zum nächsten 11.11 in seinem Senffässchen. Traditionell treffen sich die Düsseldorfer zum Fischessen, oder feiern bzw. trauern in etwas ruhigerer Runde. Ein kleiner Aschermittwochsumzug findet statt, der vom Heimatverein Düsseldorfer Weiter 1978 e.V., dem Stadtmuseum und dem Düsseldorfer Narrencollegium veranstaltet wird. Hunderte „Trauergäste“ tragen den Hoppeditz zum Stadtmuseum zu Grabe und „weinen“ um ihn, bis zur nächsten Auferstehung.
Nach den närrischen Tagen beginnt die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern.
Wer immer noch nicht genug vom Karneval hat, der kann sich im Karnevalsmuseum „Haus Des Karnevals“ auf der Zollstraße 4 einmal umschauen. Auf drei Etagen stehen Ihnen Sammlungen von Uniformen, Fotos, Dokumenten, Orden und Urkunden sowie die Düsseldorfer Geschichte zur Verfügung.
In der Nähe des Karnevalsmuseums wurde aktuell ein Kanaldeckel eingesetzt, der an 200 Jahre Düsseldorfer Karneval erinnern. Im Beisein des Bürgermeisters, des Ex-Prinzen sowie des Leiters des Stadtentwässerungsbetriebes wurde der alte Kanaldeckel entfernt und der neue, künstlerisch gestaltete runde Kanaldeckel eingesetzt. Auf dem Unikat steht: 200 Johr Düsseldorfer Karneval – Hütt on wie -et wor-.
Der Kanaldeckel wurde vom Förderverein Düsseldorfer Karneval e.V. initiiert.
Der Stadtentwässerungsbetrieb der Stadt Düsseldorf fühlt sich u.a. aus folgendem Grund sehr mit dem Düsseldorfer Karneval verbunden. Während und nach der Karnevalstage werden die Mitarbeiter der Stadtentwässerung vermehrt eingesetzt, um die Gullydeckel sauber und von Müll, Konfetti und Kamelle freizuhalten. Auch fällt die ein oder andere Kamelle schon mal durch den Deckel hindurch und muss rausgefischt werden.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Bürgerhaus Reisholz
Im Düsseldorfer Stadtteil Reisholz befindet sich auf der Kappeler Straße 231 seit 1982 das Bürgerhaus, das von der Stadt Düsseldorf gepachtet ist. Die Räumlichkeiten liegen zurückgelegen in einem Hof. Zuvor, in der Jahrhundertwende, wurde das Gebäude als Kinosaal genutzt.
Für Alt und jung werden hier die verschiedensten Aktivitäten angeboten. Der Fokus in der Begegnungsstätte liegt auf Kultur, Begegnung, Unterhaltung, Freizeitangeboten sowie Soziales und Bildung. In Kooperation mit Schulen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und anderen Initiativen gibt es Angebote im Bereich Freizeit für Erwachsene und Kinder, Tag- und Abendveranstaltungen für Erwachsene mit Tanz und Musik, Kaffeeklatsch, Puppenspiele, Kunstangebote, Kinderwerkstatt und Kunstausstellungen, Tanzkurse Kulturangebote und Projekte für oder mit Schulen und Vereinen, musikalische Angebote wie Jazz-Frühstück und Familienkonzerte und Kabarett. Das Markt-Café hält Kaffee und Kuchen sowie kleine Snacks während des Trödel- und Kindersachenmarktes bereit. Das Programm und die Angebote wechseln von Zeit zu Zeit.
In der Arbeit und finanziell unterstützt, wird das Bürgerhaus Reisholz durch den Freundeskreis Bürgerhaus Reisholz e.V., der sich Anfang 2003 gründete. Unter anderem unterstützt der Verein außerdem die Weihnachtsbaumaufstellung, den Weltkindertag, die Lese- und Rechenhilfe in der Grundschule St. Elisabeth in der Buchenstraße in Reisholz, sowie Stadtteilfeste und Advents-Revue.
Darüber hinaus kann das Bürgerhaus zu privaten Zwecken angemietet werden. Hier können private Feiern, Vereinstätigkeiten, Seminare und die verschiedensten Veranstaltungen stattfinden.
Sie können sowohl den großen Saal anmieten als auch das Café. Der Saal hat eine Größe von 206 m² und ist für bis zu 180 Personen geeignet. Eine Bühne mit Vorhang bietet Ihnen die Möglichkeit eine Band oder einen DJ zu platzieren oder die Bühne für Präsentationen zu nutzen. Eine Theke und Kühleinrichtungen sind ebenfalls vorhanden. Das Café hat eine Größe von 65 m² und kann durch eine Faltwand in zwei Räume geteilt werden. Bis zu 50 Personen haben hier Platz. Das Café hält eine Theke mit Kühlung sowie eine Küche für Sie bereit. Für Vorträge, Seminare etc. steht Ihnen eine Leinwand zur Verfügung. Für die Deko des Saals und des Cafés müssen Sie selbst sorgen. Tische und Stühle werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Das Bürgerhaus kann mindestens für 4 Stunden angemietet werden. Am Freitag und Samstag ist nachts um 1 Uhr Schluss, damit die Nachbarschaft nicht gestört wird.
Der Pachtvertrag der Stadt Düsseldorf läuft 2029 aus. Diskussionen, was mit dem Bürgerhaus Reisholz passiert, sind in vollem Gange. Das Gebäude ist mittlerweile in die Jahre gekommen und ein Neubau eines Spektakulums in Höhe der Kappeler Straße 107 ist geplant. Bürger:innen waren im September dazu eingeladen mitzureden, welche Veranstaltungen sie sich weiterhin in Reisholz wünschen. Im Gespräch war auch, das Bürgerhaus in den Neubau des Spektakulums, welches sich allerdings im Stadtteil Benrath und nicht mehr in Reisholz befinden wird, zu integrieren. Zudem wurde angesprochen, dass die ÖPNV-Anbindung nicht optimal sei und der Weg bis nach Benrath für ältere Personen zu weit wäre. Es lagen keine genauen Pläne oder Zahlen für eine Sanierung des jetzigen Bürgerhauses vor, was zu Unruhe im Saal sorgte. Für den Neubau lag kein Finanzierungskonzept vor, was die Bürger ebenfalls veranlasste, sich aufzuregen. Die Idee sich nach einer alternativen Immobilie in Reisholz umzuschauen, wurde angeregt diskutiert und traf nicht unbedingt auf Begeisterung der Gäste. Die Bürger:innen fühlten sich überrumpelt und abserviert. Die Veranstaltung war anscheinend nicht gut vorbereitet und die Zukunft des Bürgerhauses steht noch in den Sternen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Haus Unterbach
Im Stadtgebiet von Erkrath befindet sich das Haus Unterbach. Hierbei handelt es sich um eine alte Wasserburg mit Gerichtsturm, Torturm und Rundturm sowie einem Herrenhaus.
Dokumente gibt es hierzu nicht, aber wahrscheinlich wurde um 900 n.Chr. erstmals eine Burg auf das Grundstück gebaut. Unterlagen gibt es zu einem Rittersitz, der 1169 beurkundet und vermutlich um 1300 befestigt und ausgebaut wurde. 1,20 Meter dicke Mauern befestigen das Grundstück. Rings herum um das Rittergut befindet sich ein breiter Wassergraben. Die Burg wurde mit vier Türmen versehen, die eine Höhe von ca. 9 Metern und einen Durchmesset von ca. 10 Metern messen, und deren Mauern bis zu 2 Meter dick sind. Heute sind nur noch drei Türme und nur noch Teile der Begrenzungsmauer vorhanden. Der vierte Turm war das Verließ und befand sich in der Nähe des Herrenhauses. Dieser wurde abgerissen und das Verließ ins Herrenhaus integriert. Der Torturm war mit einer Zugbrücke versehen, von der heute noch Teile erhalten sind.
Ebenso wie die Königsallee und der Hofgarten in Düsseldorf, wurde das Gelände, auf dem sich die Burg „Haus Unterbach“ befindet, sowie die Gartenanlage im 19. Jahrhundert (ca. 1830) von dem Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe geschaffen. Der Park wurde im englischen Stil angelegt. Das große Gelände teilte sich in mehrere Flurstücke von Unterbach auf. Der kleinste Stadtteil von Erkrath (Unterfeldhaus) befand sich ebenfalls auf dem Gelände, wurde aber 1975 eigenständig.
Auf dem Unterbacher Denkmal/Kriegerdenkmal ist die Besitzfolge in zeitlicher Reihenfolge, der Herren von Haus Unterbach, in den Stein gemeißelt. Der erste Eintrag ist von 1170 und der letzte von 1960. Die Familie Zech von Hymmen waren der letzte Gutsherr. Die älteste Tochter der Familie Jutta Hymmen wohnt noch heute im Haus Unterbach.
Das Anwesen samt Parkanlage wurde seit 2006 bis heute, in einzelnen Bauabschnitten, von den Eigentümern, in den ehemaligen historischen Zustand, der aus alten Dokumenten hervor geht, versetzt. Die Maßnahmen sind sehr aufwendig und sicherlich kostspielig. Das Gelände ist für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugängig. Im Zuge einer Führung durch den Park, mit begrenzter Teilnehmerzahl von 20 Personen, für die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL), machen die Eigentümer eine Ausnahme.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Waldbad Hilden
Bereits 1906 hatte die Stadt geplant eine „öffentliche Warmbadeanstalt“, wie man ein beheiztes Hallenbad damals wohl nannte, zu bauen. Geplant war das „Kaiser-Wilhelm-Bad an der Schulstraße. Durch den ersten Weltkrieg jedoch wurden alle Pläne verworfen. Später wurde auf dem Grundstück das „Haus der Jugend“ errichtet.
Der Traum von einem Schwimmbad in Hilden war jedoch nicht geplatzt. Die Inflation erschwerte jedoch die Planung eines Naturbades. In einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde das Schwimmbad im Rahmen der „Erwerblosenfürsorge“ geschaffen
Im Sommer 1923 wurde das Hildener Waldfreibad, mit einer ausschweifenden Rede des Bürgermeisters, eröffnet. Die sonnige Lage war bewusst gewählt, da das Geld nicht reichte, um das Freibad zu beizen. Umgeben war das Freibad von Naturteichen, aus denen das Wasser ins Schwimmbad geleitet wurde. Das Wasser des Bades war nicht gereinigt und es konnte auch gut sein, dass man mit dem ein oder andere Frosch den Badespaß teilte. Den Besuchern des naturnahen Schwimmbades war das jedoch egal. Sie waren froh ein Schwimmbad in der Nähe zu haben, in dem sie sich an heißen Tagen abkühlen konnten.
Rund 50 Jahre später, 1974, musste das Naturbad überholt werden. Die Wasserqualität und das naturverbundene Schwimmbecken entsprachen nicht mehr den Ansprüchen der Besucher. Für 7,3 Millionen DM wurde das Waldbad saniert und auf neusten Stand gebracht. Am 30.04. pünktlich zum Saisonstart 1977 konnte das Waldschwimmbad vor rund 2.000 Gästen eröffnet werden.
2023 wurde 100-jähriges Bestehen gefeiert.
Was hat das Waldbad, das sich direkt am Hildener Stadtwald befindet, zu bieten?
Auf einer Fläche von ca. 15.000 m² stehen den Besuchern weitläufige grüne Liegewiesen zum Sonnen zur Verfügung. Wer lieber im Schatten liegen möchte, wählt einen Platz unter den Reetdachschirmen oder den natürlichen Schatten unter den Bäumen.
Badevergnügen für Groß und Klein! Das große Schwimmerbecken/Sportbecken, mit mehreren 50-Meter-Bahnen und das gleichgroße Nichtschwimmerbecken, bieten den Besuchern ausreichen Platz, um gepflegt seine Bahnen zu schwimmen, als auch zum Planschen und Spaß haben. Der Sprungturm bietet verschiedene Sprungbretter in einem Meter, drei, fünf, sieben und zehn Metern Höhe. Eine Großwasserrutsche bietet jede Menge Spaß auf dem 50 Meter langen Weg ins kühle Nass. Außerdem bietet das Freibad eine Breitrutsche und für die kleinen Besucher steht eine Kleinkinderrutsche im Planschbecken zur Verfügung. Das Planschbecken, mit niedrigem Wasser, bespaßt die Kleinen außerdem mit bunten Figuren, die im Wasser aufgestellt sind.
Das Waldbad bietet neben den Liegewiesen und den verschiedenen Schwimmbecken noch einiges mehr, um einen schönen Tag im Freibad zu verbringen. Wer sich gerne sportlich betätigen möchte, kann das Beach-Volleyballfeld, dass von Bäumen umgeben ist, nutzen, Fußball oder Tischtennis spielen.
Für Kinder steht ein Kinderspielplatz zur Verfügung. Wer gerne Schach spielt, hat hier die Möglichkeit, das Freiluftschachspiel zu nutzen.
Wer sich an der frischen Luft bewegt, hat natürlich auch Hunger. Das Bistro im Waldschwimmbad bietet selbstverständlich u.a. Pommes und Eis an.
Die Grünoase mit großem Erholungswert wird von den Stadtwerken betrieben. Rund 100.000 Gäste besuchen jährlich das Freizeitangebot.
Das Waldbad in Hilden, auf der Elberfelder Straße 173, ist am 7. September in die Winterpause gegangen und steht den Besuchern 2026 wieder zur Verfügung.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Düsseldorfer Kultband Die Toten Hosen
Wer kennt sie nicht – Die Toten Hosen!
Die Düsseldorfer Kultband hat sich 1982 im Ratinger Hof in Düsseldorf gegründet. Mit überwiegend deutschen Texten und Wurzeln aus dem Punkrock füllt Frontmann Campino mit seiner Besetzung an der E-Gitarre, am Bass und am Schlagzeug ganze Stadien.
So fing alles an: Die Vorläuferband ZK (Zentralkomitee Stadtmitte) wurde 1978 von Campino und zwei weiteren Bandmitgliedern gegründet. Anfänglich wurde Punkrock gespielt, später kamen Elemente aus dem Schlager und Rockabilly dazu. Wenn man auf die Texte geachtet hat, waren diese eher witzig und humorvoll. Nach wenigen Singles und Alben gingen die Bandmitglieder Ende 1981 auseinander und gingen ihrer Wege.
Im Anschluss wurden 1982 Die Toten Hosen gegründet. Mit überwiegend deutschen Texten und Wurzeln aus dem Punkrock füllt Frontmann Campino mit seiner Besetzung an der E-Gitarre, am Bass und am Schlagzeug ganze Stadien.
Bereits zu Beginn veröffentlichten sie mehrere Singles und gaben rund 50 Vorstellungen. Sogar ein Auslandskonzert in Rom wurde gehalten. 1983 fand in Ost-Berlin ein unerlaubtes Konzert mit der DDR-Punkband Plantos statt. Auch fünf Jahre später spielten sie unerlaubt in Ost-Berlin mit der DDR-Gruppe Die Vision.
Mittlerweile wurde die Punkrockband von dem Musiklabel EMI Records unter Vertrag genommen. Im September kam ein Debütalbum heraus, auf dem das bekannte Lied „Eisgekühlter Bommerlunder“ zu finden war, was kurz drauf als Single zu bekommen war.
Anfang 1984 ging die Band für das Goethe-Institut auf Tournee in Frankreich. Anschließend wurden sie von einer Rundfunkanstalt des Vereinigten Königreichs eingeladen.
Mit EMI kam es zu einem Eklat, weshalb die Band zu Virgin Records wechselte.
Der erste Fernsehauftritt fand bei Alfred Biolek im Herbst 1984 statt. Viele Auftritte und Konzerte, auch durch Ungarn und Polen, folgten. Mit dem Live-Album „Bis zum bitteren Ende“ kamen Die Toten Hosen in die Top-30-Albumcharts von Deutschland und Österreich.
Die Bandmitglieder wechselten in den Jahren immer wieder mal. Campino blieb den Toten Hosen bis heute treu.
Mit der LP „Ein kleines bisschen Horrorshow“, besonders durch das Lied „Hier kommt Alex“ erreichte die Band ihren kommerziellen Durchbruch. Anschließend standen sie 6 Monate in Bonn auf der Bühne der Kammerspiele Bad Godesberg. Die Dortmunder Westfalenhalle füllten sie mit über 15.000 Fans. Als Vorband der Rolling Stones standen sie auf der Bühne des Müngersdorfer Stadions.
Nachdem die Mauer gefallen war, plante die Band eine Fahrradtour durch die ehemalige DDR. In Gaststätten, Klubs, einer Scheune und im Haus der jungen Talente spiele die Band ihr Repertoire. Anschließend reiste die Band nach New York und Italien. In Italien berichteten die Musiker über die Fußball-Weltmeisterschaft. Ein Film, den die Band herausbrachte, setzte sich satirisch mit dem Verhalten von deutschen Fußballfans im Ausland auseinander.
Auf den ersten Platz der Charts gelangte die Band mit dem Doppelalbum „Auf dem Kreuzzug ins Glück“. 500.000 Patten wurden derzeit verkauft, wodurch den Toten Hosen die Platinschallplatte als Auszeichnung überreicht wurde.
1992 ging die Band in Europa auf Tournee und im Anschluss in Argentinien.
Gegen Rechtsradikalismus erschien im Dezember 1992 die Single „Sascha…“. Der Verkaufserlös ging zugunsten des Düsseldorfer Appels gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Mit dem Album „Kauf MICH!“ erreichten Die Toten Hosen den ersten Platz der Albumcharts im Jahr 1993. Vor über 50.000 Besuchern spielte die Punkband als Vorgruppe von U2.
Ab 1994 folgten weitere Konzerte in ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern, sowie 4 Konzerte in den USA und in Kanada. Eine eigen Hörfunksendung entwickelten sie im Jahr 1995. Sie lief Sonntagsabends für über ein Jahr. Ende 1995 gründeten sie ihr eigenes Unternehmen zur Vermarktung ihrer Tonträger. Das Album „Opium fürs Volk“ behandelte die Themen Religion und Glauben und erschien 1996 unter eigenem Label. Mit dem Lied „Zehn kleine Jägermeister“ erreichte die Band den ersten Platz der deutschsprachigen Singlecharts. Anschließend tourten die Musiker durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Zum ersten Mal traten sie zudem bei „Rock am Ring“ auf. Weitere tausend Konzerte folgten in den kommenden Jahren.
Im Rheinstadion in Düsseldorf spielte die Band ein Jubiläumskonzert vor 60.000 Besuchern. Aufgrund eines Vorfalls während des Jubiläumskonzertes sagte die Band alle weiteren geplanten Konzerte in diesem Jahr ab und gab zwei Jahre lang keine Stadionkonzerte mehr. Ein Mädchen war durch das Gedrängel zu Tode gekommen und ca. 300 weitere Menschen wurden verletzt.
In den Folgejahren tourte die Band in Europa. Im Frühjahr 2000 trat die Band in einem Museum in Buenos Aires auf, dessen Bühne unter der Last der Zuschauer zusammenbrach. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt, das Konzert wurde aber abgebrochen und am Folgetag wiederholt.
Über 70 Konzerte mussten nach Juni 2000 abgesagt werden, da sich der Frontsänger Campino bei einem Auftritt einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.
Das Album „Auswärtsspiel“ kam nach einigen Konzerten in Tschechien, Polen und Ungarn Mitte 2001 auf den Markt. Ausverkaufte Konzerte erneut in Deutschland, Schweiz und Österreich folgten. Weitere Konzerte in Finnland, Polen, Budapest und Buenos Aires füllten die Hallen.
Weitere Klubkonzerte wurden in Sofia, Zagreb und Belgrad gespielt. Es folgten weitere Sommerkonzerte.
In der ausverkauften LTU-Arena in Düsseldorf spielte die Band unter dem Titel „Heimspiel“.
Mit einer 16-teiligen Fernsehserie waren die Toten Hosen auf MTV zu sehen. Hier haben die Bandmitglieder über sich und ihre Familien und Freunde gesprochen und gaben Einblicke in ihr persönliches Leben.
Seit langer Zeit sind die Toten Hosen Fans des Düsseldorfer Fußballvereins Fortuna Düsseldorf. 2001 war die Band Trikotsponsor und Hauptsponsor der Fortuna.
Eine kreative Pause legte Campino 2006 ein. Er konzertierte sich völlig auf seine Rolle als Macheath in der Dreigroschenoper im Berliner Admiralpalast. Konzerte und sogar Proben fanden in dieser Zeit nicht statt.
Mit gebrochenem Fuß spielte die Punkband 2008 unter dem Motto „Hals und Beinbruch Tour ´08“. Das 13-Stuidioalmum kam im selben Jahr auf den Markt.
Den Songtext „Tage wie diese“ schrieb Camino mit der österreichischen Schauspielerin und Musikerin Birgit Minichmayr. Die folgenden Konzerte, in 2008, waren völlig ausverkauft. Und weitere Konzerte in Argentinien folgten. Anschließend bereiste die Band erneut Lateinamerika und im Anschluss Asien, sowie weitere Auslandstouren. Weitere Alben folgten – auch zum 30. Bandjubiläum.
Die deutsche Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2012 wurde mit dem Song „Tage wie diese“ begleitet.
Aufgrund der vielen Aufenthalte in Buenos Aires, wurden die Bandmitglieder zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt. Im September 2012 reisten Sie erneut in die Stadt, um dort ihr Jubiläum zu feiern.
Weitere Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz folgten. Die Tournee 2013 endete in der Esprit Arena in Düsseldorf. Über 1 Millionen Zuschauer besuchten über 60 Konzerte, und machten die Tour als die erfolgreichste der Toten Hosen. Resultierend erschien das fünfte Livealbum „Der Krach der Republik“ sowie ein Musikfilm.
Anfang 2017 entstand das Studioalbum „Laune der Natur“, das aus Coverversionen besteht und mit befreundeten Musikern aufgenommen wurde.
Die Toten Hosen spielten Mitte 2017 in den Kammerspielen München, im Wiener Konzerthaus in Theater in Ludwigsburg in der Züricher Tonhalle in der Lichtburg in Essen im Admiralpalast in Berlin sowie in der Laeiszhalle in Hamburg mit langjährigen Freunden (Gerhard Polt, Well Brüder). Unter dem Motto „Laune der Natour“ traten sie weiterhin in Deutschland und der Schweiz auf. Die Tour endete im Oktober 2018 in der Merkur-Spiel-Arena in Düsseldorf. Ein Doppelalbum erschien folgend.
Zum ersten Mal spielte die Band im Frühjahr 2018 in China auf einem Festival. Ein weiteres Konzert folgte in Hongkong.
2019 pflegten Die Toten Hosen eine gemeinsame Trikotkollektion mit dem Trikot „F95/DTH – Alles aus Liebe“. Teilweise flossen die Erlöse in das Nachwuchsleistungszentrum. Außerdem starteten sie eine Spendenkampagne, um einen Spieler für die Fortuna zu kaufen. Das Trikot war ein voller Erfolg und war schnell vergriffen.
Fans konnten am 12. Juli 2019 zu einer öffentlichen Probe kommen. An den zwei folgenden Tagen gab die Punkband ein Konzert unter dem Motto „Mit Pauken und Trompeten“ in der Düsseldorfer Tonhalle. Daraus entstand das Livealbum „Alles ohne Strom“. Eine Konzerttour mit gleichem Motto war anschließend geplant, die jedoch wegen der Covid-Pandemie abgesagt werden musste.
Alles aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen wurde am 27. Mai 2022 veröffentlich. Anschließend folgte eine Konzerttour zum 40. Bandjubiläum wieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Durch langjährige Bühnenerfahrung produzierten Die Toten Hosen bis 2021 über 360 eigene Kompositionen und knapp 200 Coverversionen. Durch Kontakte zu anderen Musikern und Konzertreisen ins Ausland entwickelten sich die Punkmusiker stetig weiter, wichen jedoch im Großen und Ganzen von ihrem eigentlichen Musikstil nicht ab. Sie versuchten die Eintrittspreise gering zu halten und verzichteten auf Pyrotechnik. Frontmann Campino begeistert nicht nur durch die Musik, sondern auch durch seine lebendige Art, wie er über die Bühne turnt und wie er sein Publikum zum Mitsingen animiert.
Neben den vielen Konzerten und Tourneen geben Die Toten Hosen gaben auch kleine Auftritte, Überraschungsauftritte, Wohnzimmerkonzerte, spielten zum Beispiel im Frauengefängnis oder zu Weihnachten 1995 in der Strafanstalt Ulmer Höh´ in Düsseldorf. In etwa 3.000 Meter Höhe spielten sie auf der Zugspitze und in knapp 2000 Metern unter dem Meeresspiegel spielten sie in einer Schutzhütte der Bergwacht in Österreich. Bei Benefiz-Konzerten verzichteten sie immer auf ihre Gage. Se engagieren sich für Obdachlose, Menschen, die weniger Geld haben, Erdbebenopfer und bieten Sozialtickets an.
Seit 2001 arbeiten Die Toten Hosen mit Pro Asyl zusammen. Auf Konzerten bringen sie das Thema auch gerne mal zur Sprache. Die Arbeit der internationalen Entwicklung- und Nothilfeorganisation Oxfam unterstützen sie seit 2007. Auch das Straßenmagazin Fifty Fifty und der Verein Asphalt e.V. wird von den Musikern unterstützt. Eine Verbindung haben sie außerdem zum Kinderhilfezentrum Düsseldorf und zu den Lesehelfern Düsseldorf e.V. Sie unterstützen weiterhin die Seenotrettungsorganisation Seawatch. Sie verfolgen außerdem die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen.
Außerdem unterstützen die Toten Hosen weiterhin den Fußballverein Fortuna Düsseldorf.t
2024 erhielt die Band einen Staatspreis für kulturellen Einfluss und soziales Engagement, den Sie zugunsten eines Frauenhauses und eines Kinderzentrums in Düsseldorf spendeten.
Nach zwei Jahren Pause touren die Punkmusiker seit dem 29.08.2025 in Stockholm, Kopenhagen, London, Paris, Warschau, Brüssel und Amsterdam. 2026 findet ihre Tournee in Deutschland und in Wien unter dem Motto „Trink aus, wir müssen gehen“ statt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Hochwasserschlange in Düsseldorf Pempelfort
Haben Sie schon einmal was von der Hochwasserschlange gehört?
Auf dem Robert-Lehr-Ufer 1 in Düsseldorf Pempelfort befindet sich die Hochwasserschlange. Die Stahlplastik ist ein beeindruckendes Werk, das im April 1929 von dem Künstler Richard Langer erschaffen und an der Rampe zum Rheinufer als Symbol aufgestellt wurde. Sie wurde aus gebogenen Mannesmannrohren gebaut, misst eine Länge von 25 Metern und schlängelt sich elegant entlang der Uferschutzmauer. Sie steht unter Denkmalschutz. Seit 1992 ist die ERGO Versicherung Patin des Kunstwerks.
Im Zuge der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Stabilisierung in den 1920er Jahren, wurden verschiedene städtebauliche Projekte, auch im Rahmen der GeSoLei, ins Leben gerufen. So zum Beispiel auch der Ausbau der Rheinwiesen, der Ehrenhof und die Rheinterrassen. Ebenso wurde die Schutzmauer gegen das Hochwasser des Rheins im Jahre 1928 gebaut. Die Hochwasserschlange steht als Symbol, dass das Hochwasser allgegenwärtig sein kann und eine große Gefahr darstellt. Sie soll die gefährliche Macht des Rhein bezwingen und an vergangene Hochwasserkatastrophen erinnern.
Mittlerweile ist das Kunstwerk in die Jahre gekommen und weist erhebliche Korrosionsschäden auf. Um Die Stahlplastik zu erhalten, wurde im Mai 2025 mit der Konservierung des Metalls begonnen. Ein Unternehmen, dass sich auf Metallrestaurierung spezialisiert hat, hat sich der Plastik angenommen. Diesen Monat wird der Körper der Hochwasserschlange in mehrere Teile demontiert. Die Fehlstellen werden durch neue, passgenaue Rohre, die eingeschweißt werden, ersetzt. Der Schlangenkopf ist unversehrt und verbleibt während der Arbeiten des Schlangenkörpers vor Ort. Finanzielle Unterstützung erhält die Landeshauptstadt Düsseldorf durch das Versicherungsunternehmen ERGO. In Zusammenarbeit mit der Behörde für Denkmalschutz und Denkmalpflege, werden die Arbeiten und die Vorgehensweise genaustens besprochen und abgestimmt.
Nachdem die Korrosionsschäden behoben sind, wird ein Korrosionsschutz aufgetragen und die Hochwasserschlange bekommt einen neuen „Anstrich“. Im historischen Farbton soll sie, voraussichtlich im Oktober 2025 wieder an Ort und Stelle am Robert-Lehr-Ufer stehen und auf den Vater Rhein aufpassen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Gourmet Festival Düsseldorf
Das Gourmet Festival oder auch bekannt als Gourmet-Meile oder Gourmet-Messe findet auf der Kö (Königsallee) sowie am Graf-Adolf-Platz und entlang des Kö-Bogens in Düsseldorf statt. Unter freiem Himmel können es sich die Besucher so richtig gut gehen lassen und ihren Gaumen verwöhnen. Der Eintritt des Open-Air-Festivals ist kostenlos.
Dieses Jahr fand das 13. Mal, vom 22. bis 24.08.2025, das Gourmet Festival statt. 200 Aussteller haben diesmal teilgenommen und die Meile mit ihrem Getränke- und Essenangebot gefüllt.
Neben guter Musik, von verschiedenen Bühnen, darf getanzt und gefeiert werden. In toller und bunter Atmosphäre, hoffentlich immer mit gutem Wetter, werden auf einer Länge von über 2 Kilometern Köstlichkeiten aus aller Welt angeboten. Auch Non-Food-Stände stellen ihre Waren aus und Gesundheitsstände und Tourismusstände beraten die Besucher.
Was man hier erleben und genießen kann ist unbeschreiblich! Buden, Stände, Lounges, Food-Trucks, Live-Küchen präsentieren ihre Leckereien und Spirituosen aus aller Welt. Von der Currywurstbude, über den Asia-Snack, Brotbäckerei, bis zum Gourmet- oder Sternekoch, vom Bier bis hin zum Wein, Sekt, Champagner und Cocktail, vom Aperitif über Vorspeisen, Grillspezialitäten bis zum Dessert, ist hier alles vertreten und wird angeboten. Selbstverständlich werden auch vegetarische und vegane Leckereien ausgestellt. Tolle Eiskreationen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wiederzufinden sind hier lokale Gastronomien aus Düsseldorf aber auch andere Anbieter und große Firmen aus aller Welt. Auch Event- und Cateringanbieter informieren über ihr Angebot und präsentieren sich mit ihren Köstlichkeiten. Burgertrucks, süße Welten, Vorwerk-Thermomix, Hello Fresh, Metro, Metzgereien, Eis-Stände, QVC, Crêperien, Street-Food, Tee-Anbieter, Saft- und Smoothiebars, Weingut und Sektkellereien und viele Aussteller mehr, sind auf dem Gourmet Festival genauso zu finden, wie Hotels, Bars und Pizzerien.
Wenn auch Sie das Gourmet Festival einmal besuchen wollen – vielleicht schon im nächsten Jahr, dann reisen Sie gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, da die Düsseldorfer Innenstatt durch die Aussteller und Gäste reichlich gefüllt ist. Zwar stehen Ihnen auch Parkhäuser zur Verfügung aber die werden ziemlich ausgebucht sein. Außerdem gibt es ein Park&Ride-Angebot der Rheinbahn und dem Düsseldorfer Flughafen.
Übrigens, natürlich finden, übers Jahr verteilt, viele weitere Festivals in Düsseldorf aber auch in den angrenzenden Städten statt. Wir werden berichten 😊.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Oktoberfest in Düsseldorf Eller
Vom 11. bis 28.09.2025 findet auf den Wies´n des Schützenplatzes Eller, an der Heidelberger Straße, das erste großes Oktoberfest statt.
Bayerische Tradition trifft auf Partystimmung mit Stimmungsmachern wie Mickie Krause, Lorenz Büffel, Peter Wackel, die Räuber und vielen mehr.
Für die Besucher steht ein großes, geschmücktes Wies´n-Zelt mit über 3.000 m² mit Steh- bzw. Laufplätzen, Sitzplätzen und VIP-Bereich, ein Biergarten mit Foodtruck und Jahrmarkt, für die Kinder eine Hüpfburg, Dosenwerfen und Kinderschminken bereit. Oder messen Sie Ihre Kräfte an „Hau den Lukas“.
Angeboten werden traditionelle Getränke, Softdrinks, Wein, Prosecco und Champagner, Longdrinks, Aperitifs und Shots. Natürlich wird auch gegen den kleinen und großen Hunger gesorgt. Traditionelle Schmankerl in Form einer Brotzeit, Brezen, Weißwurst, Wies´n-Hendl, Schweinshaxn, Spätzle stehen genauso bereit, wie die Bratwurst, Pommes und Currywurst. Auch vegetarische Leckereien stehen auf der Essensliste.
Gern gesehen sind Besucher in traditioneller Tracht, wie Dirndl, Lederhose, Trachtenhemd. Wer in normalem Outfit kommt, wird sich eher nicht wohl fühlen. Wer in unpassender Kleidung kommt, riskiert nicht reingelassen zu werden.
Leckeres Essen, Live-Musik, Trachten und gute Laune, tragen zu einer ausgelassenen Stimmung und einem schönen Oktoberfest bei.
9 Tage Wies´n-Stimmung müssen geplant sein, daher gibt es im Vorverkauf Eintrittskarten verschiedener Kategorien. Vergünstigungen gibt es für Schüler, Studenten und Azubis (Mindestaltersgrenze 18 Jahre). Auch jetzt sind noch Karten zu bekommen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Asphalt Festival und Stadtklaviere
Vom 08. bis 27.07.2025 fand in Düsseldorf das Asphalt Festival statt. Zum 12. Mal wurde an verschiedenen Orten in Düsseldorf musiziert und Theater gespielt. Beginnend mit der Festivalrede am Eröffnungstag folgten 20 weitere tolle Tage mit interessanten Begegnungen, aufschlussreichem Austausch, zahlreichen Gesprächen, einigen Theaterstücken und Kammerspielen, Bühnenkrimi, Kabarett, Musikaufführungen von Hip-Hop bis Sou, Afrobeat bis Jazz von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt, Begegnungen der verschiedensten Kulturszenen sowie Tanz und Akrobatik, Stand-up und Humor. Am 26.07.2025 fand eine Festivalparty mit zwei DJ´s zum Abschluss des Sommerfestivals statt.
Musikinteressierte und Theaterfreunde kamen hier auf jeden Fall auf ihre „Kosten“. Die Stimmung war super und die Zuschauer freuen sich schon auf das nächste Asphalt Festival.
U.a. waren Annette Frier und Peter Trabner vor Ort, die ein gemeinsames Theaterstück aufgeführt haben. In einem Stadtspiel des Dunkeldorf Theaterkollektivs Pierre.Vers wurde der Bombenangriff vom 27.7.2000 am Wehrhahn aufgegriffen. Im Theaterstück „Goldstück“ wurde die bedrohliche Entwicklung der rechten Szene in den Fokus genommen. Die atemberaubende Konzertperformance von Miet Warlop & NTGent verzauberte die Zuschauer mit einer interessanten Darbietung aus Musik, Sport, Tribüne, Fußball, Fans mit Fahnen und Flaggen und musizierenden Mitgliedern auf Sportgeräten. Ein Potpourri aus Wettkampf und Rockkonzert.
Die verschiedenen Spielorte wurden von einer Künstlerin designt. Der Echoraum bietet einen Raum für Interviews, Texte, Hintergründe der einzelnen Produktionen, Denkanstöße und Beiträge, Gedankenaustausch zum Thema Krieg, sowie Videoaufnahmen und Dokumentarfilme.
Vor dem Festival standen zwei Stadtklaviere in der Stadt. Eins am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee und das andere am Oberbilker Markt. Die beiden Klaviere durften ab dem 24.06.2025 von jedem genutzt werden. Manche klimperten nur drauf rum, andere probierten sich aus und einige Musiker trafen sich sogar, um ihr Musiktalent zum Besten zu bringen oder sich mit anderen Musikern zusammen zu schließen, um gemeinsam Musik zu machen. Die Stadtklaviere wurden von Asphalt Festival und der Rheinbahn aufgestellt.
Das nächste Asphalt Festival findet ab 14.07.2026 in Düsseldorf statt. Vielleicht haben auch Sie mal Lust, das Sommerfestival zu besuchen.
– Neubau des Luisen-Gymnasiums in Düsseldorf Bilk
Zurzeit befinden sich die Schülerinnen und Schüler des Luisen-Gymnasiums noch in den Räumlichkeiten an der Bastionstraße in Düsseldorf. Doch hier reicht der Platz schon lange nicht mehr aus, so dass die Kinder und Jugendlichen auch die Schulgebäude am Fürstenwall nutzen und oftmals hin und her pendeln müssen.
Mit den Bauarbeiten wurde bereits am 19. Januar 2023 begonnen. Der Grundstein für den Neubau, auf einem 13.750 m² großen Gelände an der Völklinger Straße, wurde zu Beginn des 2. Schulhalbjahrs 2024 gelegt.
Die Kosten des Neubaus werden auf über 106 Mio. Euro geschätzt. Dafür wird auf einer Fläche von rund 21.000 m² ein Schulgebäude mit Dreifachsporthalle, Mensa, offenen Lernlandschaften und Selbstlernzentrum errichtet. Die Dreifachsporthalle wird mit Tribünen für 700 Zuschauern ausgestattet. Sie soll für den Schul- und Vereinssport genutzt werden. Auch bei diesem Neubau wurde wieder auf Klima und Energetik geachtet. Die Schule und die Sporthalle werden mit einer Photovoltaikanlage, LED-Beleuchtung, sowie einer flächendeckenden Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.
Die Schülerinnen und Schüler können sich jetzt schon auf ein tolles Gesamtensemble mit modernem Schulgebäude mit Dachbegrünung und klimafreundlichen Außenbereichen, sowie mehreren Pausenhofflächen freuen. Das Konzept einer Clusterschule sieht vor, die Lernbedingungen und Umgebung den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schülern anzupassen und offenes, individuelles Lernen und Arbeiten, Teamarbeit und selbständiges Lernen zu fördern. Die Anordnung der Räumlichkeiten schafft eine bessere Nutzung und fördert die Zusammenarbeit und den Austausch. Zentrale Bereiche dienen als Rückzugsort oder für gemeinsame Aktivitäten, zum Erholen aber auch zum Austoben, ganz so, wie es der/die Einzelne mag.
Die Außenflächen werden mit 80 Bäumen bepflanzt, so dass die Schulpflichtigen und Lehrer ein großes Maß an naturverbundenem Ambiente wahrnehmen werden. Zusätzlich umfasst das Konzept viel Raum zur Begegnung und Bewegung. Die Spiel- und Sportflächen bieten Spiel-, Sport und Kletterangebote. Weitere Ballsportmöglichkeiten bietet ein Kleinspielfeld. Ausreichende Fahrradstellplätze und PKW-Parkplätze werden den Schülerinnen, Schülern und Lehrern zur Verfügung stehen.
Geplant ist, dass der Umzug zur Völklinger Straße in Bilk, die östlich des Medienhafens und südlich der Altstadt gelegen ist, zum Schuljahr 2026/2027 stattfindet und der Ganztagsbetrieb beginnen kann.
Abschließend kann man sagen, dass das Luisen-Gymnasium einen guten Ruf hat und von Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern wegen seiner guten Schulorganisation und einem großen Engagement hervorragend bewertet wird. Außerdem genießt das Gymnasium einen überdurchschnittlichen Lernerfolg. Zukünftig werden zusätzliche Vorteile des Campus mit einer großen Naturverbundenheit und Grünabschnitten, den fröhlichen Farben und vielen Aufenthaltsmöglichkeiten spürbar sein.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Neues Hallenbad in Unterrath
Zurzeit müssen sich die Unterrather Bürger noch mit dem alten und maroden Hallenbad an der Mettlacher Straße zufriedengeben.
In Unterrath auf der Ulmenstraße ist geplant, ein neues Hallenbad zu errichten. Das Bad wird zum Bäderkonzept 2020 der Stadt Düsseldorf gehören. Zum Bäderkonzept gehören bereits das Freizeitbad Düsselstrand in Flingern, das Badehaus Benrath, das Familienbad Niederheid und das Bad Rheinblick in Oberkassel/Heerdt.
Der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss und somit der Bauantrag sollen noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Geplanter Baubeginn ist für Ende 2026 angedacht, so dass das neue Bad voraussichtlich Ende 2028 eröffnet werden kann.
Die Bäderlandschaft soll sich nach Fertigstellung in einem zweigeschossigen Gebäude, auf dem Gelände des derzeitigen REWE-Marktes, befinden. Der Standort scheint optimal, da das Bad gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Rad und auch wegen der zentralen Lage gut zu Fuß erreichbar ist. Das Hallenbad soll auch für den Schwimmunterricht von Schülerinnen und Schülern genutzt werden, die dann mit einem Schulbus zum Bad gebracht werden.
Um das Konzept einer klimafreundlichen Stadt fortzuführen, soll das Dach des Hallenbades begrünt und mit einer Photovoltaikanlage versehen werden.
Geplant ist, dass das Hallenbad auch eine Großrutsche und einen Whirlpool, sowie ein Schwimmkursbecken und einen Kleinkinderbereich erhalten soll, so dass ein Badespaß für die gesamte Familie gegeben ist. Ob es ein Saunaangebot geben wird, steht noch nicht abschließend fest. Die Kosten werden ca. 30.000.00 Euro betragen.
Düsseldorf kann sich glücklich schätzen, solch ein großes Angebot an verschiedenen Schwimmbädern zu haben. Die kostenaufwändige Umsetzung zwingt manche Städte in die Knie, die ihre Bäder deswegen schließen müssen.
Weitere Schwimmbäder die Düsseldorf zu bieten hat sind: Münster-Therme, Allwetterbad Flingern, Schwimm´ in Bilk, Rheinbad, Hallenbad Eller, Strandbad Lörick sowie das Freibad Benrath. Auch verschiedene Sporteinrichtungen haben Schwimmbäder integriert.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Neue Feuerwehrwache in Düsseldorf Wersten
Das Gebäude der Feuer- und Rettungswache 7 in Düsseldorf Wersten auf dem Werstener Feld ist in die Jahre gekommen. Umfangreiche Sanierungsarbeiten bezüglich der Energetik und des Brandschutzes, sowie des Bodens hätten erfolgen müssen.
Daher wurde am 07.09.2023 durch den Rat der Landehauptstadt Düsseldorf der Neubau einer Feuer- und Rettungswache in Düsseldorf Wersten beschlossen.
Auf dem dafür vorgesehenen Grundstück sind die Neubauarbeiten bereits in vollem Gange. Die Bauten mit unterschiedlichen Höhen für unterschiedliche Nutzung befinden sich auf einem ca. 20.000 m² großem Grundstück.
Direkt an der Werstener Friedhofstraße werden die Gebäude der Feuerwache sowie die Einfahrt bzw. Ausfahrt sein. Somit ist ein schnelles Ausrücken der Feuerwehr gegeben.
Die Verwaltungsgebäude sowie die Sozialräume, Sanitärräume, Ruheräume, Lagerräume sowie die Technikräume sind in U-Form angeordnet. Hier wird außerdem die Waschhalle für die Fahrzeuge sein sowie Ausgleich- und Bewegungsfläche.
Auf gleichem Grundstück werden außerdem, auf einer Fläche von rd. 4.600 m², verschiedene Betriebshöfe zusammengelegt. Hier wird sich zukünftig der zentrale Betriebshof des Garten- Friedhofs- und Forstamtes befinden. Drei weitere, größere Gebäudeabschnitte, zwei kleinere Bauten sowie die Außenanlagen werden im rückwärtigen Teil zu finden sein. Hier wird ebenfalls die Verwaltung untergebracht, sowie die Sanitärräume und Umkleideräume. Ebenfalls steht den Mitarbeitern hier ein großer Aufenthaltsraum zur Verfügung. Auch die Fahrzeughalle ist im hinteren Teil geplant.
Die Materialhalle befindet sich zukünftig parallel zum Grünstreifen, der u.a. zu einer Kleingartenanlage führt. Die Zufahrt zur Materialhalle liegt auch an der Werstener Friedhofstraße, ist aber von der Zufahrt zur Feuer- und Rettungswache getrennt.
Die Gebäude, mit einer Bruttogeschossfläche von rd. 8.000 m², werden mit einem hochwertigen Klinker verkleidet. Die Fassaden der Fahrzeughallen erhalten durch Begrünung ein aufgelockertes Erscheinungsbild. Auch die Dächer erhalten eine Dachbegrünung. Die hochmodernen und nachhaltigen Gebäude werden unter Berücksichtigung von energetischen und naturverbundenen Aspekten gebaut. Außerdem wird eine Photovoltaikanlage verbaut und über 100 Bäume neu gepflanzt. Die Begrünung wird mit Brunnenwasser gewässert. Bei dem Neubau des komplexen Bauvorhabens wurde auf eine ökologische Bauweise geachtet.
Damit ein ungehindertes Ausrücken der Einsatzfahrzeuge gegeben ist, werden 2 vorrangige Ampeln aufgestellt.
Für PKW-Parkplätze, Ladestationen und überdachte Fahrradabstellplätze ist ebenfalls gesorgt.
Eine Fertigstellung der neuen Feuer- und Rettungswache ist für das 3. Quartal 2026 geplant. Die geplanten Kosten liegen bei rund 65 Millionen Euro.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Radiosender Antenne Düsseldorf
Der Düsseldorfer Radiosender „Antenne Düsseldorf“ ist auf UKW 104,2 zu finden. Hier erfährt der Zuhörer täglich 8 Stunden lang, alles rund um Düsseldorf, was in der Stadt passiert, aktuelle Nachrichten, Blitzer-Infos, Gewinnspiele, Musik-Mix, Unterhaltung, Sport und vieles mehr in der Morgensendung und im Nachmittagsprogramm. Zusätzlich gibt es noch Werbesendungen und eine Studiosendung mit Studiogästen und Hörermeinungen (95 um 6), bei der es um die Fortuna Düsseldorf geht. Nach 18 Uhr laufen verkaufte Sondersendungen und Bürgerfunk.
Das Wochenendprogramm ist etwas anders aufgebaut und hält ebenfalls eine spannende Unterhaltung bereit.
Egal ob zuhause, am Arbeitsplatz oder im Auto, hier wird der Zuhörer über aktuelle Themen, Politik, Lokalnachrichten, Wetter, Verkehr, Wirtschaft und Sport informiert. Zur Fußball-Bundesliga überträgt Antenne Düsseldorf die Spiele der Fortuna Düsseldorf, für alle die, die nicht live im Stadion sein können. Zusätzlich empfangen Sie Antenne Düsseldorf über den Radioplayer auch auf Ihrem smartphone, Tablets, auf dem SmartSpeaker und auf speziellen Systemen einzelner Anbieter.
An Feiertagen ist Manes Meckenstock in der Sendung „Kuckuck“ zu hören.
Antenne Düsseldorf hat außerdem einen eigenen Nachrichten-Potcast und Twitter-Feed gestartet. 2008 erhielt der Sender eine Auszeichnung durch die Landesanstalt für Medien NRW.
Da der Empfang zwischenzeitlich auf der Frequenz 104,2 etwas gestört war, wurde eine weitere Frequenz auf 105,4 eingerichtet. Dies brachte jedoch kaum Veränderung, weshalb die Frequenz wieder abgeschaltet wurde. Stattdessen hat man den Abstrahlwinkel am Sendeturm in Gerresheim verändert.
Antenne Düsseldorf startete am 7. Oktober 1990 mit ihrem Programm. Der Senderstandort befindet sich seit März 2018 in Düsseldorf Gerresheim. Davor hatte der Lokalsender seinen Platz auf der Sohnstraße im Stadtteil Düsseltal.
Am 17.06.2025 wurde der Sendemast gewartet.
Lauschen Sie täglich dem unterhaltsamen Programm auf dem Lokalsender Antenne Düsseldorf.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Düsseldorfer Brückenlauf
Unter dem Motto:“ „Laufen für den guten Zweck“ veranstaltet die Sparda-Bank West alljährlich den Düsseldorfer Brückenlauf. Zum 30. Mal starteten am 18.05.2025 rund 2.500 Läufer und Läuferinnen mit großem Engagement, um Kindern in Not zu helfen. Dieses Jahr kamen 50.000 Euro zusammen, die durch den Bankvorstand an den RTL-Moderater Wolfram Kons für die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ überreicht wurden.
Selbstverständlich sind auch immer verschiedene Prominente vor Ort, die den Brückenlauf und die Läufer/innen unterstützen und anfeuern. Um ein Zeichen für den guten Zweck zu setzen, laufen auch schon mal der ein oder andere Prominente mit.
Im Brückenlauf beinhaltet, sind verschiedene Wettbewerbe. So werden Läuferinnen und Läufer für die 5-Kilometer-Marke (Schüler/innen), die 10-Kilometer-Marke und der 5-Kilometer-Marke ausgezeichnet.
Die Laufstrecke führt entlang der Düsseldorfer Altstadt, des Rheins und über die Oberkasseler Brücke sowie die Rheinkniebrücke und wieder zurück zu Start und Ziel am Burgplatz. Von den Brücken aus haben die Läufer/innen einen phantastischen Blick über den Rhein und die Rheinuferpromenade und können sich etwas erfrischenden Wind um die Nase wehen lassen. Nach Ankunft im Ziel findet eine Siegerehrung mit Preisen statt und alle Läufer/innen werden mit einer Medaille ausgezeichnet. Urkunden können online ausgedruckt werden.
Ein Funktionsshirt des Düsseldorfer Brückenlaufs kann bei Anmeldung mitbestellt werden. Ein Vorteil-Abo hält auch noch Laufsocken bereit.
Der nächste Brückenlauf findet am 17.05.2026 statt, für den man sich jetzt schon anmelden kann. Die Traditionsveranstaltung startet am Burgplatz.
Hobby, Sport, Helfen, Gutes tun, oder einfach dabei sein – alles in einem Lauf, in Düsseldorf am Rhein!
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Düsseldorfer Musiker und Schauspieler Marius Müller-Westernhagen
Marius Hubert Hans Müller-Westernhagen, besser bekannt als Marius Müller-Westernhagen wurde am 6. Dezember 1948 in Düsseldorf geboren. Sein Vater war Schauspieler und Spielleiter und seine Mutter Postangestellte und später Regierungsbeamtin. Mit seinen Eltern und seiner 2 Jahre älteren Schwester wohnte er in Düsseldorf Heerdt. Der Vater verstarb schon früh, mit 44 Jahren und zu seiner Mutter hatte er ein nicht so gutes Verhältnis. Nach der Handelsschule bekam Westernhagen eine Rolle im Film „Die Höhere Schule“. Weitere Filmrollen folgten, so dass er Ender der 1960er Jahre auch eine Schauspielausbildung begann. Anfänglich wurde Westernhagen gerne in Filmen als rebellischer Jugendlicher eingesetzt. In „Wickie und die starken Männer“ übernahm er 1965 die Sprechrolle. Nebenbei schrieb er Texte für verschiede Zeitschriften und war Teil des Teams des satirischen Nachrichtenmagazins „Express“, außerdem arbeitete er als Regieassistent und für den Hörfunk.
Später in den 1960er Jahren war Marius Müller-Westernhagen eher der Musik zugetan. Er übte sich selbst im Gitarrenspielen und begann eine Gesangsausbildung.
Ender der 1960er Jahre gründete er eine Band namens“ Harakiri Whoom“, mit der er, zumindest lokal, einen Bekanntheitsgrad erlangte. 1968 wurde auch ein Film zur Band gedreht, der sich aber zu einem Skandal entwickelte, da er eine politische Satire beinhaltete, und nicht ausgestrahlt wurde.
1974 war er mit einer 17 Jahre älteren Frau (Schauspielerin) liiert, mit der er die folgenden 12 Jahre in Hamburg lebte.
1978 kam er mit dem Song „mit 18“ (…rannte ich in Düsseldorf rum, war Sänger in ner Rock´n Roll Band) raus.
Die Band wurde aufgelöst und Marius ging der Tätigkeit als Theaterschauspieler weiter nach, war aber auch als Journalist und Musiker tätig.
Auch ein Lied in einer Satiresendung im ZDF sorgte nochmals für Aufsehen. Die Single „Gebt Bayern zurück an die Bayern“, wurde vom Markt genommen.
Seine Stimme gab er dem Hauptdarsteller des Films „Supermarkt“. Durch die Dreharbeiten lernte er einen Produzenten kennen, dessen Titelsong „Celebration“ er als „Marius West“ sang. Weitere Sprechrollen bekam er für Kinderfilme wie „Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten und Peter und der Wolf.
1974 unterzeichnete er seinen ersten Plattenvertrag bei der Musikfirma „Warner Music“. 1975 wurde das Debüt-Album veröffentlicht, was jedoch nicht großen Verkäufen führte. In einer Dokumentation des ARDs stand Westernhagen Rede und Antwort über sein Leben, seine Mutter und seine Lebensgefährtin, sowie der Musik.
Zwei Jahre später feierte Westernhagen seinen Durchbruch als Filmschauspieler mit dem Film „Aufforderung zum Tanz“, woraus der erfolgreiche Kinofilm „Theo gegen den Rest der Welt“, in dem Westernhagen den „Theo Gromberg“ spielte, resultierte. 1975 erhielt er den“ Ernst-Lubitsch-Preis“ für beste komödiantische Leistung.
Seine Musikkarriere nahm positive Formen mit dem Lied „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ an, wodurch gute Verkaufszahlen erreicht wurden.
In den 1980er Jahren schraubte er seine Schauspielerei zurück und widmete sich mehr und mehr der Musik.
Durch provokante Texte in seinen Liedern „Dicke“ und „Grüß mir die Genossen“ rückte er ins negative Licht.
1985 wurde das Album „Lass uns Leben“ veröffentlicht. Er spielte erfolgreiche Tourneen und Festivals Rock am Ring. Die 1980er schienen es gut mit dem Musiker zu meinen, denn die Songs wurden auf jeder Fete gespielt.
Nach 1986 führte er eine Beziehung mit einer britischen Schauspielerin, mit der er eine Tochter hat.
Nachdem er sich ab 1987 völlig der Musik widmete und seine Schauspielerkarriere an den Nagel hängte, kam er mit dem Album „Westernhagen“ groß raus. Marius Müller-Westernhagen hatte sich äußerlich verändert. Trat gut gekleidet, mit Uhr am Hanfgelenk und eher schon arrogant wirkend auf und unterließ anzügliche Textpassagen. Auch dem Doppelnamen -Müller ließ er zukünftig weg.
Ein Fotomodel aus New York heiratet er 1988. Mit ihr war er 25 Jahre zusammen.
Wiele bekannte Songs wie „Freiheit“, „Weißt du, dass ich glücklich bin“, „Sexy“ und „Weil ich die liebe“ führten zu großartigem Erfolg. Er verkaufte in 6 Monaten über eine Millionen Tonträger und die Konzertsäle. 5o ausverkaufte Konzerte folgten. Auch in der DDR hatte Marius Konzerte gegeben. Zukünftig füllte der Musiker ganze Fußballstadien mit seinen Fans. Mit seinen Liedern landete er oftmals auf dem ersten Platz der Charts und erhielt Auszeichnungen in Gold und Platin.
Das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter Lieselotte Westernhagen kam wohl auch dadurch zustande, dass sie sich lieber einen Sohn gewünscht hatte, der die Schauspielerkarriere weiterverfolgt hätte, als einen Rockmusiker, der die Stadien füllt. In den 1990er Jahren hatte sich Marius Müller-Westernhagen mit seiner Mutter versöhnt.
Abschied von der Stadionbühne wollte Westernhagen bei einem Konzert in Hamburg vor rund 100.000 Zuschauern nehmen. Er legte eine kreative Auszeit ein und kam im Jahr 2000 mit einer neuen LP wieder. 2002 wurde ein Album aus der Hamburg-Tournee veröffentlich, dass jedoch nicht an seine vorherigen Erfolge anknüpfen konnte. Die Texte waren eher aggressiv. Bei seinem zweiten Comeback im Jahr 2005 mit Veröffentlichung eines weiteren Albums überraschte er seine Fans mit ruhigen und nachdenklichen Texten. Er beschloss nicht mehr in Stadien zu spielen, sondern lediglich in Hallen und nahm wieder alte Kontakte auf. Über 250.000 Zuschauer kamen zu seinen Konzerten. Gold erhielt er für die Live-DVD „Wenn das Licht auf dich fällt“.
Am 18. Dezember 2008 gab Marius Müller-Westernhagen ein Geburtstagskonzert, anlässlich seines 60. Geburtstages, in der KölnArena. Drei weitere Zusatzkonzerte folgten.
Eine weitere Tournee startete er im Oktober 2010 in Mannheim. Aufgrund der hohen Ticketpreise waren die Konzerte nie ganz ausgebucht. 2012 plante der Musiker eine Tournee in den Nachbarländern Schweiz und Österreich. 3 Jahre später tourte er wieder durch die Hallen in Deutschland.
Zum Anlass seines 50sten Jubiläums veröffentliche er 2016 eine Konzertreihe; mit weiteren Musikern trat er auf der Berliner Volksbühne auf. Auch 2019 und 2022 erschienen weitere Musikalben des Künstlers.
2017 heiratete Westernhagen eine südafrikanische Sängerin. Aktuell lebt er mit ihr in Berlin und denkt mit 76 noch nicht daran, seine Musikkarriere an den Nagel zu hängen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Wie kam Grafenberg zu seinem Namen
In einer Urkunde von 1360 wird der Edelherr „Haick von Flingern“ zum Waldgrafen des „Godesberg“ benannt. Später wurde aus „Godes“ „Groben“. In einer weiteren Urkunde ist dann die Bezeichnung „Grobenberg“ vermerkt. In dieser Urkunde ist festgehalten, dass 1668 auf dem „groben Berg“ ein Haus an das Jesuitencollegium verschenkt wurde.
Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde „Grobenberg“ zu Grafenberg. Grafenberg ist der Stadtteil, der vor dem bewaldeten Höhenzug liegt. Grafenberg bestand anfänglich weitestgehend aus Wald, mit nur wenigen Bauernhöfen. 1782 zählte man 15 Wohnhäuser. 1809 wohnten dort 147 Menschen. 1836 stiegen die Wohnhäuser auf 24 an, in denen 182 Bewohner lebten.
Durch die Industrialisierung nahm die Entwicklung des Stadtteils in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu. 1860 konnten die Kinder Grafenbergs, in einer Gastwirtschaft, am Schulunterricht teilnehmen.
Nachdem sich einige Firmen und Fabriken zwischen Flingern und Grafenberg angesiedelt hatten, wurden größere Mehrfamilienhäuser, auch auf der Grafenberger Allee, der Ludenbergstraße und dem Pöhlenweg gebaut, um die Arbeiter mit ihren Familien dort unterzubringen.
Heute ist Grafenberg ein überdurchschnittlich grüner Stadtteil. Dazu trägt der 8 Hektar eher kleine Ostpark, die parkähnliche Anlage auf der unterirdischen Bahntrasse sowie einige Sportanlagen bei.
In Grafenberg, dem zweitkleinsten Stadtteil Düsseldorfs, leben auf nur 0,91 Quadratkilometern rund 6.000 Einwohner.
Der Stadtteil Ludenberg grenzt an Grafenberg an. Auch dieser Stadtteil ist von vielen landwirtschaftlichen Flächen, hügeliger Landschaft und Wäldern geprägt. Der etwa 100 Hektar große Grafenberger Wald, in dem sich der 36 Hektar große Wildpark befindet, gehört zum Stadtteil Ludenberg, obwohl fälschlicherweise oftmals gedacht wird, dass er zu Grafenberg gehört. Ebenso befinden sich die Galopprennbahn und das Landeskrankenhaus befinden im 6,26 Quadratkilometer großen Ludenberg.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Die Rheinwiesen
Die Rheinwiesen bilden einen großen Anteil an den Grünflächen, die die Stadt Düsseldorf zu bieten hat.
Die Rheinwiese zwischen der Rheinkniebrücke und der Oberkasseler Brücke bietet viele Möglichkeiten der Nutzung. Zum einen wird die Grünfläche am Oberkasseler Ufer für die größte Kirmes am Rhein (Rheinkirmes) genutzt. Die Fläche, die von der Rheinkirmes genutzte Fläche beläuft sich auf ca. 165.000 m². Auch das Japanfeuerwerk wird von den Rheinwiesen auf der Oberkasseler Seite gezündet. Zum anderen dürfen die Rheinwiesen auch zur Freizeitgestaltung genutzt werden. Hier kann man sich ausruhen, sonnen, picknicken und sogar auch grillen. Wer sich sportlich betätigen möchte, kann die Wiesen auch zum Fußballspielen, Volleyballspielen oder als Gymnastikwiese nutzen. Wer den Wind mit einkalkuliert kann auch die Frisbeescheibe werfen oder Federball spielen. Hier kann man dem Trubel der Stadt entfliehen und die Natur genießen. Für Hunde sind die Rheinwiesen ein Paradies. Sie können hier unangeleint laufen und toben.
Die Rheinwiesen erstrecken sich über die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel und Heerdt. Entlang des westlichen Rheinufers kann man mit dem Fahrrad fahren oder spazieren gehen. Der Fahrradweg und der Fußgängerweg sind beschildert, so dass man sich hier aus dem Weg gehen kann. Hier trifft man selbstverständlich auch viele Jogger, die die Luft und Atmosphäre am Rhein genießen. Die Düsseldorfer Innenstadt ist ebenfalls von hieraus zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Die Rheinkniebrücke verbindet das Stadtzentrum mit den Rheinwiesen. Entlang der Rheinpromenade sind einige Cafés, Restaurants und Biergärten zu finden, die auf ein Getränk oder zum Essen einladen.
Einen tollen Blick auf die Rheinwiesen und auf den Rhein, sowie auf das gegenüberliegende Rheinufer und die Kulisse und Skyline hat am von den Rheinbrücken aus.
Die Rheinwiesen dienen weiterhin als Hochwasserschutzgebiet. Wenn es stark und lange regnet und der Pegel des Rheins steigt, nehmen die Rheinwiesen das Wasser auf. Teilweise sind sie sogar ganz oder teilweise überflutet. Sie bilden einen sehr wichtigen Anteil des Grünsystems der Stadt Düsseldorf. Die Rheinwiesen bieten außerdem eine abwechslungsreiche Fauna und Flora. Der Baumbestand ist teilweise schon sehr alt.
Um die Natur so schön wie möglich zu erhalten, ist es natürlich selbstverständlich, dass der Müll ordnungsgemäß entsorgt (Mülleimer stehen bereit) oder mit nach Hause genommen wird. Auch der Hundekot sollte eingesammelt werden, damit die Picknickdecke nicht – wortwörtlich – „über den Haufen geworfen wird“.
Selbstverständlich kann man auch entlang des Rheins mit den Füßen ins Wasser gehen. Achtung, das Schwimmen im Rhein ist sehr gefährlich.
Die Besucher der Rheinwiesen schätzen die Grünoase und verbringen gerne ihre Freizeit hier, um den Rhein und die Schifffahrt zu beobachten und die Natur zu genießen.
Wer die Rheinwiesen kennt, hat auch sicherlich schon die Schafe gesehen, die hier oftmals weiden. Die Schafe leisten einen wichtigen Beitrag in der Landschaftspflege. Während des Grasens, treten sie gleichzeitig die Grasnarben fest, wodurch das Rheinufer und Dämme befestigt werden. Für Besucher sind die Schafe eine tolle Attraktion. Gerne wird das ein oder andere Foto von ihnen aufgenommen. Im Frühling zeigt sich ein sehr schönes Bild, wenn die kleinen Lämmer mit auf die Wiese dürfen. Es ist toll, wie sich die Schafe hier nützlich machen. Zum einen genießen die Tiere den Auslauf, die gute Luft und die grünen Wiesen und zum anderen spenden sie ihre Wolle zur Weiterverarbeitung. Zudem leisten sie einen pädagogischen Beitrag, da sich die Besucher der Rheinwiesen, ob groß oder klein, an ihnen und ihrem „Geblöke“ erfreuen.
Entlang des Rheins sind viele Grünflächen auf der Düsseldorfer Seite und der Oberkasseler Seite zu finden. Insgesamt erstrecken sich die Grünoasen über einige Kilometer.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Die Kasematten
An der Rheinuferpromenade in Düsseldorf, nahegelegen der Düsseldorfer-Altstadt befinden sich die Kasematten. Hierbei handelt es sich um eine Außengastronomie mit Innenräumen, die ganzjährig geöffnet hat. Die Restaurants, Gaststätten, Brauhäuser mit traditionellen Biergärten, Cafés und Cocktailbars befinden sich mitunter an verschiedenen Schiffsanlegestellen des Köln-Düsseldorfers und der Weißen Flotte Düsseldorf. Tagsüber begeistern die Lokalitäten mit ihrem besonderen Charme direkt am Rheinufer, mit Blick auf den Rhein und den Stadtteil Oberkassel. Abends sorgen stimmungsvolle Beleuchtungen für Gemütlichkeit zum Verweilen, Freunde treffen oder um dem Alltag zu entfliehen. Auch Public-Viewings, Halloween-Partys und viele andere Events werden hier angeboten. Firmenevents oder sonstige Veranstaltungen können in den Kasematten geplant werden. Vom Frühstück bis zum Absacker wird in den Lokalen alles angeboten. Die Regelöffnungszeit ist täglich von 10.00 bis 24 Uhr.
Die Gastronomiemeile befindet sich ganz in der Nähe der Freitreppe am Burgplatz, auf und an der unteren Werft, am Kai der Reinuferpromenade, zwischen den beiden Stadtteilen Düsseldorf Altstadt und Düsseldorf Carlstadt.
Ursprünglich diente die untere Werft als Anlegestelle der Schifffahrt und dem damit verbundenen Güterumschlag. Die, durch eine Kaimauer geschützte obere Werft diente dem Zugang zu Lagerräumen auf gleicher Ebene und in den Untergewölben, sowie zu den Treppenanlagen. Außerdem wurden Sitzgelegenheiten geschaffen, um den Schifffahrtsverkehr zu beobachten. Des Weiteren befand sich auf der oberen Werft das Düsselschlösschen. Ein Weinlokal, das schon damals die volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch die Pegeluhr, die noch heute an der Rheinuferpromenade zu sehen ist, war Ende des 19. Jahrhunderts bereits dort zu finden.
Die unteren Gewölbe nannte man Kasematten – Namengeber der heutigen Gastronomiezeile am Rhein.
Ab 1902 wurde die obere Werft weiter als Promenade ausgebaut und mit Bäumen bepflanzt.
Durch den Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Rheinuferpromenade zerstört. Die Bundesstraße 1 verlief derzeit noch oberirdisch entlang des Ufers. Mit dem Auto fuhr man quer durch die Stadt und Altstadt, und hatte man dort etwas zu erledigen oder wollte einen Altstadtbummel machen, so parkte man in den 1960er Jahren auf dem großen Parkplatz auf der unteren Werft des Rheinufers.
Um die Altstadt zu einem autofreien Stadtteil zu machen, wurde Anfang der 1990 er Jahre der Rheinufertunnel gebaut, welcher der Umgestaltung der Rheinuferpromenade zur Folge hatte. Hierdurch entstand eine circa 3 Kilometer lange Fußgängerzone, die stark durch Besucher der Altstadt, der Kasematten und durch Spaziergänger fragmentiert wird.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Die längste Theke der Welt
In der Düsseldorfer Altstadt befindet sich die längste Theke der Welt. Natürlich ist damit nicht eine Theke in einer bestimmten Kneipe gemeint. Vielmehr bilden rund 260 Kneipen, Bars und Restaurants zusammen eine Thekenmeile von einem halben Quadratkilometer. Dazu zählen bekannte Hausbrauereien, wie zum Beispiel das Füchschen, Kürzer, Schlüssel oder das Uerige, sowie Studentenkneipen, Tanzbars, Bistros, Diskotheken und Musikclubs. Restaurants, Pizzerien, Fast-Food-Restaurants sind außerdem mit inbegriffen, und reihen sich ebenfalls in der Düsseldorfer Altstadt mit ein.
Das Herz der längsten Theke der Welt bildet die Bolkerstraße, als eine der ältesten Straßen Düsseldorfs. Allein hier befinden sich rund 50 verschiedene Lokalitäten auf cirka 300 Metern.
Die Bolkerstraße wurde 1384 im Zuge der Stadterweiterung angelegt. In den 30er Jahren wurde die Bolkerstraße verlängert. Früher befanden sich hier überwiegend Einzelhandelsgeschäfte und Handwerker.
Viele Lokale haben ganzjährig ihre Außenterrassen geöffnet. Im Sommer tummeln sich die Besucher in und vor den Lokalen und füllen die Düsseldorfer Altstadt mit Leben. Im Winter stehen Heizpilze und Decken zur Verfügung. Die Düsseldorfer Altstadt ist weitestgehend vom Autoverkehr befreit, so dass sich die Besucher und Partylustigen in der Fußgängerzone, auf den Straßen und in den Gassen aufhalten.
Nicht selten ist es, dass die Altstadtbesucher die Lokalität wechseln und quasi ein Kneipenhopping betreiben. Außerdem finden zahlreiche Junggesellen/innen-Abschiede hier statt. Viele Besucher wollen sehen und gesehen werden oder einfach nur Leute treffen und Leute beobachten, das Altbier oder den Killepitsch trinken oder das schöne Wetter, mit einem Eis oder einer Pizza auf der Hand, genießen und am Rhein spazieren gehen.
Selbstverständlich werden hier auch Altstadtführungen angeboten, die mit interessanten Informationen gefüllt sind. An der längsten Theke der Welt muss man sich die Düsseldorfer Altstadt nicht schön trinken. Hier gibt es vieles zu entdecken, eine interessante Stadtgeschichte zu erfahren, viele Sehenswürdigkeiten und interessante Kunstwerke zu sehen.
Selbstverständlich ist nicht nur das Thekenangebot sehr groß, sondern auch das Angebot an Kultur, Geschäften und Freizeitgestaltung.
Die Verlängerung der Altstadt bildet die Heinrich-Heine-Allee mit einem U-Bahnhof, der Carlsplatz, auf dem sich der Wochenmarkt befindet, der Rathausplatz, der Jan-Wellem-Platz, der Burgplatz sowie die bekannten Einkaufsstraßen – die Königsallee und die Schadowstraße.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Ältester Stadtteil Düsseldorfs
Ende des 7. Jahrhunderts wurde eine Siedlung auf einer am Rhein gelegenen Insel gegründet.
Auf der vorgelagerten Insel hatte ein Bischof namens Suitbert ein Benediktinerkloster zwischen den Jahren 695 und 700 gegründet. Im Mittelhochdeutschen wird Insel mit dem Wort werth übersetzt. Somit erhielt die Insel den Namen Suitbertuswerth.
Das Benediktinerkloster hatte 88 Jahre Bestand und wurde dann zerstört. Anschließend wurde ein Stift gegründet, das durch den König Ludwig dem III. des ostfränkischen Reiches, 877 unter dessen Schutz genommen. Er veranlasste, dass die Kirchen und Güter des Stifts von der normalen Gerichtsbarkeit ausgeschlossen, und keine Zölle und öffentlichen Lasten erhoben wurden.
Später wurde Suitbertuswerth in Kaiserswerth umbenannt. Die Kaiserpfalz wurde 1045 von Kaiser Heinrich dem III. gegründet und war im Mittelalter weit bekannt.
1145 wurde Kaiserswerth zur Reichsstadt. Kaiserswerth ist einer der ältesten Rheinübergänge. 1174 wurde der Rheinzoll von Tiel in Holland nach Kaiserswerth, durch den Kaiser Friedrich Barbarossa, verlegt. Kaiser Barbarossa baute eine neue Kaiserpfalz, die er jedoch nur auf Reisen durch das Reich besuchte. Die Mauerreste, die heute noch in Kaiserswerth zu finden sind, stammen von dieser Kaiserpfalz.
1586 wurde Kaiserswerth von Söldnertruppen des Truchsessischen Krieges (1583-1588) belagert. Auch während des Dreißigjährigen Krieges 1636, wurde die Stadt belagert. 1689 wurde die Festung und die Kirche im Krieg durch französische Truppen erheblich beschädigt. Kaiserswerth wurde später durch ein kaiserliches Heer belagert und zurückerobert. Dadurch die Verteidigung erlitt die Stadt erhebliche Beschädigungen und die Kirche St. Georg wurde zerstört. Auch der spanische Erbfolgekrieg hinterließ 1702 schwere Zerstörungen. Nur wenige Häuser hatten standgehalten. Mit den Trümmern wollte man die Stadt wieder aufbauen. 1717 wurde die Stiftskirche wieder hergestellt.
Nach 1717 wurde das Niederlassungsverbot, für evangelische Christen, aufgehoben, so dass viele Unternehmen evangelischen Glaubens in die Stadt kamen und Textilfabriken gründeten. Die Wirtschaft bekam einen Aufschwung und eine lutherische und reformierte Gemeinde wurden gegründet.
Im 19. Jahrhundert wurde die Kaiserwerther Diakonie gegründet. Das Florence Nightingale Klinikum ist heute das zweitgrößte Krankenhaus Düsseldorfs.
Die Kaiserpfalz wurde ab 1899 mit den Mauerresten und Trümmern restauriert.
1929 wurde Kaiserswerth von Düsseldorf eingemeindet und ist somit keine eigenständige Kommune mehr.
Auch in den 70er Jahren und zwischen 1998 und 2001 wurde die Stadt weiter instandgesetzt und restauriert.
Heute leben rd. 8000 Einwohner in Kaiserswerth. Der Stadtteil misst eine Fläche von 4,81 km² und zählt zu den gehobeneren Wohnlagen. In Kaiserswerth befinden sich 5 Schulen. Dazu zählen die Grundschule Kaiserswerth, das Theodor-Fliedner-Gymnasium, das nach dem Gründer der Kaiserwerther Diakonie benannt wurde, das Suitbertus-Gymnasium, die Internationale Schule mit Schulsprache Englisch, (International School of Düsseldorf e.V. mit einer weiterführenden Schule und einer Grundschule), sowie demBerufskolleg Kaiserwerther Diakonie. Von 1954 bis Ende 2021 existierte das Theodor-Fliedner-Internat. Im Oktober 2011 eröffnete das Tochterunternehmen der Kaiserwerther Diakonie, die Fliedner Fachhochschule Düsseldorf.
Weiterhin sind verschiedene Museen in Kaiserswerth zu finden.
Heute ist Kaiserswerth, das im Norden Düsseldorfs liegt eine Sehenswürdigkeit für viele Besucher.
Im malerischen Ortskern Kaiserswerths sind schicke Barockhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert und alte germanische Mauerwerke und Architektur zu finden. Die alten Gassen laden zum Spazierengehen ein und in gemütlichen Restaurants und Cafés können Sie sich kulinarisch verwöhnen lassen. Wenn sie draußen sitzen können, werden Sie die Ruhe und Atmosphäre genießen. Das Sterne-Restaurant „Schiffchen“ befindet sich direkt am Marktplatz. Genießen Sie, unter den Bäumen der Allee, das historische Ambiente und die gute Küche des Restaurants. Kleine Geschäfte laden zum Bummeln ein und eine Eisdiele sorgt für eine kühle Erfrischung. Am Stiftsplatz befindet sich die St. Suitbertus Basilika. Am Rheinufer können Sie entlang spazieren oder mit dem Fahrrad fahren und die Mauerreste sowie die Ruine der Kaiserpfalz entdecken. In den Sommermonaten fahren Schiffe und Fähren zwischen der Düsseldorfer Innenstadt und Kaiserswerth. Von hieraus haben Besucher einen fantastischen Blick auf den Stadtteil.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Karnevalskabinett in Monheim am Rhein
Die Überschrift lässt es schon erahnen – es geht um die 5. Jahreszeit!
Das Karnevalskabinett ist ein Museum auf der Turmstraße 21, mitten in der Monheimer Altstadt zu finden. Die ganzjährige Ausstellung auf 40 m² kann kostenlos besucht werden. Die Pforten wurden erstmalig feierlich am 29.01.2026 geöffnet.
Hier werden Sie als Besucher durch besondere Techniken, durch eine Begrüßung am Eingang des aktuellen Prinzenpaares durchlebendiges Bildmaterial, durch ansprechend gestaltete Manuskripte mit Büttenreden und dem traditionellen Schelmenwecken und vielen Orden und Auszeichnungen ein besonderes Museumserlebnis haben.
Die 5. Jahreszeit und die damit verbundene Tradition des Monheimer Karnevals können Sie hier nicht nur in der jecken Zeit erleben. Führungen durch das Museum, auch in englischer Sprache, können Sie zusätzlich buchen. Exponate und Geschichten des Monheimer Karnevals stehen Ihnen zur Veranschaulichung zur Verfügung. Gerne können Sie sich auch verkleiden. Ein Automat mit Pappnasen steht ebenfalls bereit. Wenn Sie dies gerne fotografisch festhalten möchten, können Sie sich vor Ort fotografieren lassen.
Ein Zeitstrahl erläutert Ihnen die Geschichte des Monheimer Karnevals von 1902 bis heute. Lassen Sie sich überraschen, was Ihnen das Karnevalskabinett noch alles zu bieten hat.
Nachdem Sie in die 5. Jahreszeit eingetaucht sind, können Sie sich die Altstadt und weitere Sehenswürdigkeiten anschauen. Das Gastronomieangebot Am Alten Marktplatz lädt zu einer Stärkung ein.
Wir wünschen viel Spaß!
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Pumptrack in Monheim am Rhein
Die künstlich angelegte Mountainbikestrecke an der Schulstraße 8 in Monheim, ermöglicht allen Mountainbikefahrern aber auch Skateboard-, Inline-, Surfskate- und sogar Laufrad-Fahrern ein spannendes Freizeiterlebnis.
Aufgrund des Wunsches von Grundschülern einer Monheimer Grundschule, wurde die wellige Pumptrackstrecke und Skateranlage gleich nach der Coronazeit in Angriff genommen und nach 4 Wochen war das Projekt im Juni 2023 fertigstellt. Corona hatte den Bau seinerzeit erheblich verzögert.
Die hügelige, asphaltierte Fahrbahn befindet sich auf einer 430 Quadratmeter großen Fläche.
Damit das Erdreich drumherum stabilisiert werden konnte, wurden 10000 Kubikmeter Erde und 2100 Tonnen Schotter verarbeitet. Da die Wiese noch wachsen musste, wurde die Anlage „erst“ im Oktober 2023 eröffnet. Der Bau der Anlage hat 200.000,00 Euro gekostet.
Wer den Sport richtig betreiben möchte, tritt nur zu Beginn der Fahrt in die Pedale, danach wird weiter Schwung genommen, durch die hügelige Landschaft und durch die Auf- und Ab-Bewegung des Körpers. Mountainbike- und BMX-Fahrer setzen sich nicht auf den Sattel, sondern durchfahren die Strecke im Stehen.
Die Pumptrack-Anlage befindet sich in der Nähe des Jurabades. Kostenlose Parkplätze stehen am Jurabad zur Verfügung.
Ein Freizeitspaß für die ganze Familie!
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Der Monheimer Geysir
Direkt an der Rheinpromenade in Monheim befindet sich auf einem Kreisverkehr ein Geysir.
Was überhaupt ist ein Geysir? Es ist eine heiße Quelle, die in unterschiedlichen Abständen (Eruption) ausbricht. Üblicherweise findet man Geysire in der Natur in der Nähe von aktiven Vulkanen. Wasser, dass ins Erdreich sickert, kommt in Berührung mit heißem Gestein und dehnt sich zu Dampf aus. Dadurch wird das Wasser dann an die Oberfläche gedrückt. Die Fontänen können unterschiedlich hoch sein.
Der schweizer Künstler Thomas Stricker lebt in Düsseldorf und hat den Geysir als Kunstwerk in Monheim geschaffen. Am 03.10.1020 wurde er feierlich eröffnet. Anders als bei den Naturphänomenen spielt hier die Technik mit. Mit Hilfe mehrerer Pumpen stößt der Geysir 15.000 Liter Wasser in die Luft. Wann die Fontäne in die Luft steigt, ist allerdings auch von der Natur abhängig. Denn erst, wenn er 64 Stunden Sonne getankt hat und die Verhältnisse von Wind und Außentemperatur stimmen, wird ein Ausbruch des Geysirs erst möglich. Das heißt, das Schauspiel findet zu unterschiedlichen und unregelmäßigen Zeiten statt. In der Regel passiert das zwischen 6 und 22 Uhr. Und wenn der Geysir einmal ausgebrochen ist, kann es sich sogar innerhalb von vier Stunden mehrmals wiederholen. Die Wassertemperatur ist allerdings sehr viel geringer als bei einem natürlichen Geysir. Man schätzt sie auf ca. 10 Grad.
Wenn Sie sich zufällig gerade an diesem Kreisverkehr befinden, wenn der Geysir ausbricht, werden Sie merken, dass der Verkehr ein paar Minuten still steht, und die Zuschauer begeistert dem Schauspiel zuschauen. Zeitweise aufgestellte Ampeln regeln beim Ausbruch selbstverständlich den fließenden Verkehr. Der Ausbruch dauert zwischen drei und fünf Minuten. Heftige Wassermassen spritzen als, bis zu 12 Meter hohe Fontäne, aus dem Boden. Die Unberechenbarkeit macht den Geysir für jeden Zuschauer besonders. Das Betreten des Kreisverkehrs während des Ausbruchs ist gefährlich, nicht zu empfehlen und wahrscheinlich auch nicht gestattet.
Im Winter wird die Technik allerdings abgestellt. Wenn mit Bodenfrösten in den Monaten Dezember bis Februar zu rechnen ist und auch nicht ausreichende Sonnenstunden gesammelt werden können, geht der Geysir in den „Winterschlaf“.
Im Internet können Sie nachschauen, wie viele Sonnenstunden der Geysir gesammelt hat, wie die Temperatur- und Windverhältnisse sind und wann der Geysir voraussichtlich wieder ausbricht.
Das Kunstprojekt war mit 415.000 Euro eingeplant. Letztendlich betrugen die Kosten bei Fertigstellung 600.000 Euro.
Da sich der Geysir auf einem Kreisverkehr befindet, entstehen dem Zuschauer keine Kosten. Die Bevölkerung ist dem Kunstwerk mit unterschiedlicher Kritik begegnet. Manche finden es rausgeschmissenes Geld, andere fragen sich, was passiert, wenn Notfallfahrzeuge im Einsatz sind, wenn der Gaysir ausbricht. Die einen finden es spektakuläre Kunst, die für einen Moment während des Ausbruchs dafür sorgt, dass die Menschen stehen bleiben und der Verkehr am Kreisverkehr ruht. Für andere ist der Geysir ein wichtiger Bestandteil für Infrastruktur, Stadtplanung, Verschönerung und Ästhetik.
Kunst kostet Geld, aber laut des Monheimer Bürgermeisters, wird das für den Geysir ausgegebene Geld, nicht an anderer Stelle fehlen. Die Notfallfahrzeuge dürfen die roten Ampeln selbstverständlich passieren und der Einsatz wird nicht gefährdet.
Schauen Sie sich das „Naturschauspiel“ doch einmal selbst an und machen Sie einen Ausflug nach Monheim am Rhein. Vergessen Sie die Kamera nicht!
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – MonBerg in Monheim am Rhein
Direkt am Rhein befindet sich der MonBerg. Im Flachland von Monheim, in direkter Nähe zum Rhein wurde ein 20 Meter hoher Berg künstlich angeschüttet. Von hieraus hat man einen guten Ausblick und kann seinen Feierabend genießen.
Mit einem einmaligen Konzept präsentiert sich die Lokation mit einer tollen Gastronomie und bietet sich für Events aller Art an. Auf einer Fläche von ca. 3.000 m² können sich Gäste zum Austausch treffen, sich nach einem Spaziergang oder Radtour am Rhein mit einem kühlen Getränk erfrischen oder aber auch ihre Hochzeit, Geburtstag oder Jubiläum dort feiern. Auch Firmenmeetings oder -tagungen, sowie Firmenfeiern können hier geplant werden.
Die umweltfreundliche Lokation versorgt sich mit eigenem Strom, der durch Sonnenlicht erzeugt wird.
Der MonBerg teilt sich in verschiedene Bereiche ein. So bietet sich der MonStrand zum Chillen an, Freunde treffen können Sie auch im MonBiergarten, oder Ihre persönliche Feier richten Sie im MonEvent und in der MonBerg-Hütte aus. Bis zu 1.500 Gäste kann der MonBerg aufnehmen. Die verschiedenen Bereiche sind jedoch auf eine bestimmte Personenzahl begrenzt.
Der MonStrand bietet Ihnen eine Urlaubsatmosphäre mit Sand und Palmen, kühlen Getränken im Liegestuhl, an der Strandbar oder im überdachten Café.
Der Biergarten ist rustikal gestaltet und bietet ein Festzelt bei schlechterem Wetter. Die, im Landhausstil gestaltete Berghütte verleiht Ihnen ein Almfeeling und lädt zu Hüttenpartys ein.
Erfahrene und freundliche Szenegastronomen bewirten Sie, reichen Ihnen neben Kalt- und Warmgetränken auch Snacks, Flammkuchen, Burger, frische Salate aber auch mehrgängige Menüs und Desserts.
Einen unvergesslichen Tag verbringen Sie mit Ihren Familien und Freunden, ohne fremde Gäste, an Ihrem Hochzeitstag. Nicht nur Ihre Hochzeit können Sie hier ausrichten, sondern die offizielle Standesamtlokation begleitet Sie, durch einen Standesbeamten/in, auf den Weg in den Bund der Ehe. Nicht nur für das leibliche Wohl, das Sie natürlich vorher besprechen können, sondern auch für Dekoration und Ausstattung wird hier gesorgt. Den individuellen Ablauf Ihrer Hochzeit können Sie mit dem erfahrenen Team selbstverständlich auch vorher besprechen.
Für Firmentagungen aller Art stehen Ihnen ein WLAN-Zugang, Leinwand, Beamer etc. zur Verfügung.
Selbstverständlich werden Events wie zum Beispiel „Tanz in den Mai“, Open-Air-Partys, Glühwein-Festivals, Ü30, 40…-Partys, Comedy-Shows, Halloween-Parys, Vatertag-Veranstaltungen, Weihnachtsmarkt, Silversterpartys u.v.m. hier für Sie veranstaltet.
Herzlich willkommen auf dem MonBerg, sind Singles, Paare, Gesellschaften, Firmen, Familien mit Kind und Kegel – auch Hunde dürfen mitgebracht werden. Für Parkmöglichkeiten ist gesorgt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Freilichtbühne in Monheim am Rhein
Im Jahre 1938 wurden die Pläne eines Areals an der Kapellenstraße in Monheim erläutert. Ein Gedenkfeld mit schlichter Bruchsteinpflasterung, eingefasst mit Trauerweiden, mit 3 großen Altarblöcken und Opferschalen, sollte für Gedenkfeiern errichtet werden. Bis 1945 wurden hier Weihestunden des NS-Regimes abgehalten.
1951 beschäftigte sich der neu gewählte Bürgermeister mit den Bauplänen des Areals und beschloss einen Teil der Kultstätte zu entfernen und dafür eine Freilichtbühne zu bauen. Bereits im August 1951 konnte ein erfolgreiches Leverkusener Bühnenspiel einer Laiengruppe mit Orchester hier aufgeführt werden. Viele Bürger kamen zu der Aufführung zusammen, aber unterm Strich blieb nicht viel von den Einnahmen übrig. Der sehr gute Publikumserfolg wurde gelobt aber die Leistung der Darsteller wurde bemängelt. So beschloss man die Künstler zukünftig besser auswählen zu wollen. Zukünftig gastierte die „Remscheider Bühne“ im Sommer auf der Freilichtbühne und im Winter im Saal der Stadt Monheim. Durch die Auftritte wurde, die 1950 gegründete Theatergruppe, überregional bekannt.
Nicht immer war der Aufenthalt an der Freilichtbühne für das Publikum so angenehm, denn schließlich saß man unter freiem Himmel. Oftmals wurden die Besucher von schlechtem Wetter oder einem Platzregen überrascht. Im Sommer oder wenn es warm und feucht war, wurden die Zuschauer von den Mücken gequält. Während der Operette „Das Schwarzwaldmädchens“ im Juli 1955 wurden sogar Mückensprays verkauft.
Ein ausgesprochener Erfolg war das Frühjahrskonzert im Mai 1957, dass viele Besucher anlockte. Um Werbung für die Events auf der Freilichtbühne zu machen, erhielten die Bürger von Monheim, Baumberg und Hitdorf Reklame in ihren Briefkästen und im Kino wurde die Freilichtbühne ebenfalls in den Werbepausen beworben.
Nachdem sogar ein Karnevalswagen im Rosenmontagszug in Monheim mitfuhr, konnte die Freilichtbühne 1953 für 32.400 Mark ausgebaut werden. Trotz schöner Darbietungen, wie „Der Sommernachtstraum“ spielte die Freilichtbühne nicht genügend Gewinne rein.
Das Millowitsch-Theater wurde in den folgenden Jahren im Spielplan der Freilichtbühne fest eingeplant. Wenngleich sie auch manchmal wegen des Wetters in die Festhalle ausweichen mussten. Die kölsche Komödien und Tragödien zeugten von Erfolg. Der „Meisterboxer“ von Willy Millowitsch war so erfolgreich, dass alle 1.100 Sitzplätze ausverkauft waren und noch zusätzlich 200 Stehplätze eingerichtet wurden.
Doch weitere Aufführungen der „Remscheider Bühne“ spielten kaum Einnahmen ein, so dass sich der Spielbetrieb nicht mehr lohnte. Am 12. August 1962 fand das letzte Schauspiel auf der Freilichtbühne statt. Schlussendlich wurde die Spielstätte stillgelegt und die Arena lag brach. Ideen, die in den 70er Jahren aufkamen, wie eine Minigolfanlage oder die Wiederaufnahme von Theaterauftritten, wurden verworfen. Schließlich wurde ein Teil der Freilichtbühne abgerissen und der Zuschauerraum bepflanzt.
Auch das Theaterangebot im Saal wurde mangels Interesses am 2. Mai 1953 eingestellt. Lediglich das Kinder-Weihnachtsmärchen wurde noch aufgeführt.
In der Aula am Berliner Ring wurden 1972 Programme in Form eines Abonnements angeboten.
2002 wurde im Zuge der Euroga der Marienburgpark eröffnet. Und auch die Freilichtbühne wurde wieder zum Leben erweckt. Ein Gartenbaubetrieb sorgte dafür, dass die stillgelegte und mittlerweile in die Jahre gekommene und marode Spielbühne wieder hergerichtet wurde. Die „Dreigroschenoper“ von Berthold Brecht, war mit zwei ausverkauften Aufführungen, ein voller Erfolg.
Auch der Monheimer-Kindertag, der einmal im Jahr stattfindet, mit Musikprogramm von Kinder- und Jugendgruppen der Stadt, wurde in den Jahren 2004 bis 2013 auf der Freilichtbühne ausgerichtet. Außerdem finden seit 2004 Lichtspiele auf der Bühne statt, die ebenfalls großen Anklang finden. Das „Mondscheinkino“ wird seit 2018 von den Monheimer Kulturwerken organisiert. Hier zu sehen waren bereits die Deutsche Dramödie „Dieses bescheuerte Herz“, der Film „Mamma Mia – here we go again“, Shape of water“, „Mord im Orient-Express“ und viele weitere Filme.
Auch Open-Air-Veranstaltungen wie das „Weihnachtssingen mit Max Mutzke“ laden zur Unterhaltung ein.
Sitzkissen werden ausgeliehen, Regenponchos können für kleines Geld gekauft werden und ein Biergarten sorgt für die nötige Erfrischung. Auch für barrierefreie Toiletten und Parkmöglichkeiten ist gesorgt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Der goldene Schelm in Monheim am Rhein
In unserer vorherigen Geschichte berichteten wir über den Schelmenturm – das Wahrzeichen der Stadt Monheim auf der Grabenstraße.
Nachdem die Planung der Restaurierung und Sanierung des Schelmenturm stand, hat sich eine Bildhauerin mit einem Kunstwerk als Gestaltungselement beschäftigt. Zur Vorlage nahm sie sich die Miniatur, die als karnevalistischer Ehrenpreis verliehen wird. Die Rede ist von dem „Goldenen Schelm“.
Elke Tenderich-Veit schuf den „Goldenen Schelm“ als Bronze-Skulptur, die das Monheimer Stadtbild verschönert und prägt. Fast 2 Jahre arbeitete sie an dem 2,45 Meter großen und circa 180 Kilogramm schweren Kunstwerk. Am 24. Februar 2022 wurde die Figur feierlich am Altweiber-Donnerstag enthüllt, die seitdem neben dem 26 Meter hohen Schelmenturm zu betrachten ist und den Menschen viel Freude bereitet.
Außer der autonom fahrenden Busse darf kein Autoverkehr in die Monheimer Altstadt. Der Bus fährt jedoch durch das Schelmentor hindurch und an dem, davorstehenden Schelm vorbei, so dass die Fahrgäste ihn von hieraus sehen können.
Im Karneval ist der Schelm als lustige Figur, als Spaßvogel und Witzbold bekannt, der die Leute unterhält und belustigt. Der Schelm hat immer den Schalk im Nacken und versucht die Leute auf scherzhafte Art zu veräppeln, um seinen Vorteil daraus zu ziehen.
Früher hingegen betitelte man Verbrecher, Betrüger und Diebe mit dem Begriff Schelm. Er stammt aus dem Altdeutschen und bezeichnete etwas Negatives wie die Pest, Seuche oder Aas.
Einleitung – Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs
Lesen Sie jede Woche eine neue Geschichte über Düsseldorf in diesem Blog.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Die „Klagende Mutter“ in Monheim am Rhein
Neben der Freilichtbühne an der Kapellenstraße in Monheim befindet sich eine Grabtafel mit Innschrift und die Skulptur „Klagende Mutter“, die 1958 durch den Bildhauer Heinz Püster erschaffen wurden. Das aus Muschelkalk hergestellte Mahnmal erinnert an beide Weltkriege und die vielen Menschen, die dabei ihr Leben lassen mussten.
Die, aus einem 7 Tonnen schweren Muschelkalkblock entstandene Skulptur, besteht aus einer Mutter mit ihren beiden Kindern. Sie verkörpert die vielen Schicksalsschläge vieler Menschen, die den ersten und zweiten Weltkrieg miterleben mussten. Viele Männer sind gefallen und hinterließen ihre Frauen und Kinder. Die Hinterbliebenen hatten zudem oftmals nicht nur ihren Mann und Vater verloren, sondern auch jegliches Hab und Gut. Die grauenvollen Bombenangriffe hatten ihnen alles genommen. In den Gesichtern der Figurengruppe sieht man Trauer und Ängste. Ihr Blick schaut in eine ungewisse Zukunft. Der Blick des Jungen zeigt, dass er weiß, was passiert ist und wie schwer das Leben in Ungewissheit werden wird. Das jüngere Mädchen blickt hilferufend zur Mutter hinauf und klammert sich an ihr fest.
Durch Umwelteinflüsse hatte sich Schmutz an der Skulptur abgesetzt und durch chemische Prozesse wurde das Material angegriffen. 2017 wurde die Skulptur durch einen Restaurator professionell geeinigt und schadhafte Stellen aufwändig rekonstruiert.
Am Volkstrauertag 2024 wurde eine Gedenkstunde am Mahnmal gehalten. Bürgerinnen und Bürger wurden eingeladen der Toten zu gedenken. Das Programm wurde durch musikalische Einlagen begleitet und ein Kranz mit weißen Bändern wurde niedergelegt. Die Gräueltaten der nationalsozialistischen Diktatur sollen nicht vergessen werden. Die Stadt Monheim erinnert daran u.a. durch Stolpersteine, weitere Denkmäler und arbeitet eng mit Schulen zusammen, die das Thema Rassismus und Diskriminierung aufgreifen. Das Motto der Stadt heißt „Erinnern statt vergessen“.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Der Schelmenturm in Monheim am Rhein
Der Schelmenturm ist das Wahrzeichen der Stadt Monheim. Der 26 Meter hohe Turm gehörte zur Befestigungsanlage der Stadt Monheim und wurde vom Grafen von Berg circa im Jahr 1280 veranlasst zu bauen. Er schützte die Stadt nach Osten hin. Im Westen befindet sich der Rhein, der damals einen natürlichen Schutz vor Angriffen bot.
Der Turm hat eine Breite von 4,25 Metern und ist 5,75 Meter lang mit 1,50-2 Meter dicken Mauern. Der Turm mit Erdgeschoss und drei weiteren Stockwerken misst eine Höhe von 26 Metern. Über dem Torbogen befand sich die Wohnung des Torwächters.
Im Schelmenturm wurden 1779 drei Glocken für die benachbarte Kirche St. Gereon gegossen. Von der wir Ihnen in einer weiteren Geschichte erzählen. Da diese Glocken aus dem Schelmenturm transportiert werden mussten, wurde ein Öffnung ins Mauerwerk gebrochen, die dann den Eingang an der Grabenstraße 30 bildete.
Über dem Tordurchgang der Zollstätte befindet sich eine Nische mit einem Marienbild.
Vor 1914 wurde der Schelmenturm mit rankenden Gewächsen bepflanzt. Was zur Folge hatte, dass der Turm über Jahrzehnte zuwuchs und von dem Mauerwerk fast nichts mehr zu sehen war. Dieses wuchernde Gewächs hatte man nach dem zweiten Weltkrieg restlos wieder entfernt.
Der Turm war seinerzeit nur als „alter Thurm“ oder „Thorthurm“ bekannt. Seinen Namen „Schelmenturm“ erhielt der Turm erst später, da er auch als Gerichtsgefängnis genutzt wurde, für Schelme, Spitzbuden und Verbrecher. Manch einer nannte ihn auch Diebsturm, da die Insassen sich häufig des Diebstahls schuldig gemacht hatten. Hier befand sich außerdem auch eine Folterkammer. Im Anbau des Turms hatte die Feuerwehr ihr Spritzenhaus.
1959 wurde am Tordurchgang eine Marienfigur aus Kalksandstein, hinter einem Schutzgitter, aufgestellt. Die Plastik ist 40 kg schwer und hat eine Höhe von 80 Zentimetern. Kaum ein Stadttor im Rheinland ist ohne eine Heiligenfigur geblieben. Sie galten als Schutz vor dem Feind.
Anfang der 70er Jahre wurde der Turm für 260.000,00 DM restauriert. Eine runde Treppe mit 79 Stufen führt ins Innere des Baudenkmals, das mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Im Zuge der Restaurierung wurden durch einen Schreinermeister 12 Fensterläden angebracht. 11 Fensterläden wurden in den Farben rot und weiß angestrichen. Nur 1 Fensterladen erhielt die Farben rot und gelb. Dieser Fensterladen wurde dem ehemaligen Präsidenten der Altstadtfunken und stellvertretender Präsident der Großen Monheimer Karnevalsgesellschaft Jupp Vollbracht, der 1984 verstarb, gewidmet.
Noch heute wacht der Turm an der Grabenstraße und bildet das Tor zur historischen Altstadt Monheims. Die Räumlichkeiten werden als kulturelle und bürgerschaftliche Begegnungsstätte genutzt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Außerdem wird er seit 1. September 2000 als Trauzimmer genutzt. Der damalige Bürgermeister Dr. Dünchheim und seine Frau waren das erste Paar, dass im Trauzimmer des Schelmenturms verheiratet wurde. In der ehemaligen Torwächterwohnung befindet sich heute die Elektrikstation. Im Turm der Sehenswürdigkeit befindet sich eine 60 Zentimeter hohe Bronzeplastik, die die Bremer Stadtmusikanten zeigt. Die Kleinplastik „Tierfabel“ wurde 1965 aufgestellt.
2017 wurde die Marienfigur am Tordurchgang gereinigt und zeigt sich nun wieder strahlend weiß. Die Fassaden und das Dach des Schelmenturmes wurden Ende 2019 über 2 Jahre umfangreich restauriert und saniert. Die Außenmauern wurden neu verfugt und das Dach erhielt eine neue Schieferabdeckung.
Die Wetterfahne auf dem Dach des Schelmenturms zeigt einen Löwen, der auch im Monheimer Stadtwappen zu sehen ist.
Ein weiterer Schelmenturm befindet sich in Hückeswagen, der circa 200 Jahre älter ist als der Monheimer Schelmenturm, der rund 600 Jahre alt ist.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Marienburg in Monheim am Rhein
Die Marienburg in Monheim am Rhein ist ein einzigartiges Baudenkmal, das mit seiner beeindruckenden Architektur und vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten begeistert.
Die Burg und ein dazugehörig angelegter Park, der sich im Besitz der Stadt Monheim befindet, stehen unter Denkmalschutz.
Seit Anfang 2011, dient die Burg größtenteils als Tagungs- und Kongresszentrum, mit moderner Ausstattung und als Veranstaltungsort für Feierlichkeiten, wie Geburtstage oder Hochzeiten. Für Hochzeiten gibt es eine großartige Location mit romantischer Kulisse, in der bis zu 80 Personen Platz finden. In Kombination mit der Hochzeitsfeier, wird eine freie oder standesamtliche Trauung auf der Burgwiese angeboten. Das Essen wird auf Ihre Wünsche angepasst, wobei der Fokus hauptsächlich auf Grillspezialitäten liegt.
Nach einem langen Tag, können sowohl die Hochzeitspaare und deren Gäste, als auch die Seminar- oder Workshopteilnehmer die Nacht im Boutique-Hotel, mit Blick auf die Marienburg, verbringen. Das Hotel bietet eine Tapasbar, in der man Drinks und Snacks genießen kann, ein Outdoorzelt oder eine Wein- und Whisky-Lounge für einen entspannten Abend am Kamin.
An einem Grillplatz bekommen Sie Grillspezialitäten oder können an einem Grillseminar teilnehmen. Das Seminar wird von Experten mit jahrelanger Erfahrung geleitet und man erfährt die besten Tipps und Tricks rund ums Grillen.
Die Marienburg, welche zwischen 1879 und 1880 gebaut wurde, diente dem Kölner Landgerichtsrat und den Reichstagsabgeordneten als Sommerresidenz. Mit dem Bau sollte an den Hauptbesitz des Deutschen Ritterordens in Westpreußen erinnert werden.
Im Marienpark befindet sich ein Pavillon und ein Grottenbauwerk, welches die Überreste eines damaligen Aufenthaltsbereiches, sind. Der Park beherbergt eine Vielzahl alter Bäume und ist optimal für einen langen Spaziergang geeignet. Neben der einzigartigen Marienburg lädt das Kunstwerk „Yes There No Where“ von Robert Wilson zum Erkunden ein. Es besteht aus einem geheimnisvollen Häuschen mit Klangbrunnen.
Die Anreise zur Marienburg, kann mit Bus und Bahn erfolgen. Aber auch Parkplätze und Fahrradständer stehen Ihnen zur Verfügung.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Der Fokus -Das Pferd mit dem großen Loch im Bauch
Kennen Sie schon das Pferd mit dem großen Loch im Bauch, von Angelika Freitag, welches am Werhahn in Düsseldorf steht?
Hinter dieser Bronze-Statue steckt eine witzige Geschichte.
Anfang der 1990er Jahre wurde der Platz an der Kreuzung Werhahn neugestaltet. Eine alte Pferdetränke wurde restauriert und direkt vor einem beliebten Wirtshaus aufgestellt. Um diesen Ort weiter aufzuwerten, beschloss das Wirtshaus, eine Pferdeskulptur in Auftrag zu geben. Es wurde ein Wettbewerb ausgerufen und die Künstlerin Angelika Freitag setzte sich gegen die Konkurrenz durch.
Anstatt ein klassisches Pferd neben die Tränke zu platzieren, wie es wohl viele erwartet hatten, entschied sie sich für eine andere Herangehensweise. Sie wollte weder ein Brauereipferd noch ein Rennpferd schaffen.
Da sie schon als Kind eine Affinität zu Pferden entwickelte und mit dem Reiten anfing, kannte sie sich bestens mit Pferden aus.
Aus diesem Grund entfernte sie ausgerechnet die voluminöseste Stelle des Pferdes, also die, wo normalerweise die lebenswichtigen Organe liegen. Außerdem wollte sie der Skulptur seine Monumentalität nehmen. Während historische Reiterstandbilder normalerweise auf die Ewigkeit ausgelegt waren, wollte sie das Gegenteil erreichen.
Durch das Loch im Bauch wurde der Statue ein besonderer Ausdruck verliehen und die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Kunstwerk gerichtet.
Das Leben in der Stadt, die vorbeilaufenden Passanten, vorbeifahrende Autos und ratternde Straßenbahnen werden durch das Loch im Bauch des Pferdes wahrgenommen, wodurch das moderne Leben Teil der Skulptur wird.
Das Pferd selbst, ohne Mähne, Augen und Reiter wirkt gleichzeitig ruhig und doch voller Bewegung. Passend dazu erhielt das Kunstwerk den Namen „Fokus“, denn es fordert den Betrachter dazu auf, genau hinzusehen. Der Betrachter soll nicht nur den Blick auf die Skulptur selbst richten, sondern auch auf das, was sichtbar wird, wenn man durch die Skulptur durchschaut.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Haus Bürgel
Das Haus Bürgel ist ein historisches Gebäude in Monheim am Rhein, welches nördlich des Monheimer Ortsteils Baumberg liegt.
Ursprünglich als römisches Kastell errichtet, diente es im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Zwecken und ist heute ein bedeutendes Kulturdenkmal. Die Ursprünge des Hauses Bürgel reichen bis in das 4. Jahrhundert n. Christus zurück, als die Römer entlang des Rheins eine Verteidigungslinie errichteten. Das Kastell diente dem Schutz der Grenze des römischen Reiches. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage mehrfach umgebaut.
Heute umfasst Haus Bürgel ein römisches Museum, eine biologische Station und eine Kaltblutzucht.
Das römische Museum, welches 2003 eröffnet wurde, zeigt Ausstellungen, in denen zahleiche Ausgrabungsfunde aus der Römerzeit präsentiert werden. Grabungen in den 1990er Jahren brachten Fundstücke aus der Spätantike, wie Schmuck, Kämme, Keramik, Werkzeuge, Waffen und Münzen zum Vorschein. Diese Gegenstände ermöglichen den Besuchern, einen Einblick des Alltagslebens im Kastell.
Außerdem wurde 2006 ein archäologischer Außenpfad angelegt, der die Besucher an der ehemaligen Kastellmauer entlangführt.
Der Pfad führt zu einem Nutzgarten, in dem Gemüse und Kräuter aus germanischer und römischer Zeit angepflanzt werden und den Besucher zu einem Picknick einlädt. Die Station wurde 1991 als gemeinnütziger Verband gegründet und sorgt für den Erhalt der Kulturlandschaft. Haus Bürgel bietet ein großes Angebot an Exkursionen, Vorträge und Aktionen, um die Begeisterung der Besucher zur Natur zu wecken und zu verantwortlichen Handeln anzuregen.
Außerdem ist Haus Bürgel von einer großen Pferdekoppel umgeben, auf der bis zu 30 Pferde weiden. Die Kaltblutpferde sind die beliebtesten Pferde und werden seit mehr als 100 Jahren gezüchtet. Bei einer Planwagenfahrt durch den Auenwald der Urdenbacher Kämpe können Sie die Pferde besser kennenlernen. Die Kutsch- und Planwagenfahrt wird für bis zu 16 Personenangeboten. Währenddessen können Sie die Pflanzenwelt und Natur genießen.
Eine 1,5-stündige Fahrt kostet 140 Euro, jede weitere Stunde 70 Euro.
Der Eintritt des Museums liegt für Erwachsene bei 4 Euro und für Studenten bzw. Auszubildenen bei 2 Euro. Kinder haben kostenlosen Eintritt.
Alle Angebote in Haus Bürgel lassen sich hervorragend miteinander kombinieren.
Die Anreise kann sowohl mit Bus und Bahn als auch mit Auto erfolgen, wobei es nur beschränkte Parkmöglichkeiten gibt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Jacques Tilly
Der 61-jährige deutsche Bildhauer ist in Düsseldorf und Umgebung als Kommunikationsdesigner und als Künstler des Wagenbaus für den Karneval bekannt.
9 Jahre studierte er Kommunikationsdesign in Essen.
Jacques Tilly ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Er wohnt mit seiner Frau, die Filmemacherin von Beruf ist, im linksrheinischen Oberkassel.
Nach dem Gymnasium begann er bereits mit dem Entwurf und Bau von Karnevalswagen, die seither im Düsseldorfer Rosenmontagszug zu sehen sind.
Die Karnevalswagen werden von dem Künstler bunt und auffällig gestaltet. Gesellschaftspolitische Themen werden aufgegriffen. Beim Bau der politisch-satirischen Karnevalswagen nimmt Jacques Tilly „kein Blatt vor den Mund“ und lebt seine Narrenfreiheit aus. Der ein oder andere Wagen musste sogar in letzter Minute noch umgestaltet oder aus dem Programm genommen werden. Seitdem bleiben die Karnevalswagen bis zum Rosenmontag geheim. Seine vielen karikativen und aussagekräftigen Großplastiken auf den Karnevalswagen rollen alljährlich an vielen Zuschauern der Karnevalszüge vorbei und sorgen für Belustigung, Kritik, Unterhaltung und regen zu Diskussionen an.
Sein künstlerisches Talent und die spitze, satirische und mutige Art in der Gestaltung der Karnelvalswagen, macht den Wagenbauer besonders. Er nimmt Politiker auf die Schippe, bringt Emotionen zum Ausdruck, benennt politische, religiöse oder gesellschaftliche Missstände und bringt diese auf den Punkt. Seine Großplastiken sind bundesweit und international bekannt. Neben den karnevalistischen, politischen Wagen bauen Jacques Tilly und sein Team auch Prunk- und Werbewagen für Düsseldorf und andere Städte wie Hilden, Aachen, Krefeld, Monheim und Ratingen. Auch für so einige Bühnenbilder und Bühnendekorationen für Fernsehsitzungen des Düsseldorfer Karnevals ist er verantwortlich.
Jacques Tilly vermittelt die Kunst des Wagenbaus, Figurenbaus und der Gestaltung von Großplastiken anderen Karnevalswagenkünstlern, in Kursen und Wochenendworkshops, die er anbietet. Wenn nicht gerade Karnevalswagen gebaut werden, übernimmt er mit seinem Team auch Auftragsarbeiten, wie zum Beispiel zum G20-Gipfel oder Weltjugendtag. Auch das Thema Brexit hat er aufgenommen. 2001 hat er die Köpfe der Fußballspieler des Fußballvereins Schalke designt. Anlässlich der Frühjahrskonferenz der Deutschen Bischofskonferenz baute er den Eichelbischof, der auf der Domplatte in Köln aufgestellt wurde. Aufgrund der Flutkatastrophe im Ahrtal, gestaltete er die „Drei Affen“, die nichts hören, sprechen und sehen und nahm damit die Politik, die Bürokratie und die Versicherungen wegen ihrer schleppenden Hilfe in den Fokus. Nach der Schließung der Galeria-Kaufhof-Karstadt schuf er eine drei Meter hohe Plastik für eine Protestveranstaltung, auf die die Mitarbeiter einschlagen durften, um ihrem Ärger Luft zu machen. Der besiegte Atomkraft-Saurier wurde 2023 vor dem Brandenburger-Tor zur Greenpeace-Feier aufgestellt.
Der Bildhauer, Künstler und Kommunikationsdesigner erhielt von 2008 bis 2024 insgesamt 9 Auszeichnungen für seine Werke. 2024 erhielt er sogar den Verdienstorden des Landes NRW.
Auch dieses Jahr konnten viele seiner berühmten und berüchtigten, detailreichen Kunstwerke in Form eines Karnevalswagen im Rosenmontagszug in Düsseldorf und anderen Städten von den Zuschauern am Straßenrand oder im TV bestaunt werden.
Jacques Tilly verewigt seine ganz persönlichen Ansichten von der Stadt Düsseldorf, dem Ruhrgebiet und NRW auf Alltagsgegenständen, wie Puzzle, Tassen, Magnete, Frühstücksbrettchen, Notizblöcken, Tragetaschen, Leinwänden, Teppichen, Kuscheldecken und Kleinskulpturen, die auf „Heimatkram“ käuflich zu erwerben sind.
Viele seiner Kunstwerke, auch aus seiner Kinderzeit werden im Stadtmuseum in Düsseldorf ausgestellt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Landschaftspark Langenfeld
Heute richten wir nochmals unseren Blick auf unsere Nachbarstadt Langenfeld. Hier befindet sich der Landschaftspark Fuhrkamp, der am nördlichen Rand von Langenfeld liegt. Der Park befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks und wurde über Jahre mit viel Mühe und Hingabe entwickelt.
Ein Ort der Ruhe und Erholung, perfekt für Naturliebhaber. Hier verschmelzen Natur und Geschichte miteinander. Der Park lädt zu langen, entspannten Spaziergängen ein, währenddessen die Besucher die Möglichkeit bekommen die Schönheit der Natur kennenzulernen.
Die Route ist insgesamt 4,7 km lang und wer möchte, kann die Strecke verlängern, denn ein Feldweg, führt an der Wolfhagener Straße direkt in den Garather Wald nach Düsseldorf.
Der Landschaftspark zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt aus, die sowohl heimische als auch exotische Arten umfasst. Exotische Pflanzen sind zum Beispiel Ziergräser oder Magnolien, man findet aber auch Seerosen, Lilien, Margeriten, Flieder, Holunder und Hagebuttensträucher. Die Vielfalt der Pflanzen trägt dazu bei, dass sich der Park das ganze Jahr über verändert und immer wieder neue Eindrücke entstehen können.
Außerdem verfügt der Landschaftspark über mehrere Teiche, die nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten. Diese Gewässer tragen zur einzigartigen Atmosphäre des Parks bei und sind besonders in den warmen Monaten ein beliebter Ort für Spaziergänger, Fotografen und Naturfreunde.
Ein absolutes Highlight sind die Tiere, die man dort sehen kann. Hier zu entdecken sind Rehe, Reiher und viele andere Tiere.
Für Hunde gibt es eine eingezäunte Hundewiese, wo sie die Möglichkeit haben mit anderen Artgenossen zu spielen. Auch Reiter dürfen an dieser Strecke entlang reiten.
Der Park befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks und wurde über Jahre mit viel Mühe und Hingabe entwickelt.
Recherchiert und geschrieben von unserer Praktikantin Lilly Branicevic
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Wasserburg Haus Graven
In Langenfeld Wiescheid befindet sich die Wasserburg Haus Graven, welche als bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt gilt. Sie ist ein historisches Bauwerk und wurde um 1300 erbaut.
Nachdem der Besitzer sehr oft wechselte, kaufte die Stadt Langenfeld die Wasserburg im Jahr 2020. Es wurde die Stiftung „Wasserburg Haus Graven GmbH“ gegründet, deren Ziel es ist, die Burganlage dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Außerdem möchte die Stiftung den Klimaschutz, Denkmalschutz und die Kunst und Kultur fördern.
Das denkmalgeschützte Gebäude besteht aus einer Hauptburg, die von einem breiten Wassergraben umgeben ist, sowie einer Vorburg.
Neben seiner Schönheit bietet Haus Graven vielseitige Nutzungsmöglichkeiten. Sei es der Einsatz als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen oder für Events wie Hochzeiten, Familienfeierlichkeiten oder Firmenevents. Dieser Ort bietet eine perfekte Umgebung, um unvergessliche Fotos in einer einzigartigen Atmosphäre zu machen.
Außerdem bietet Haus Graven eine neugestaltete und kostenlose Dauerausstellung, welche einen spannenden Einblick in die Geschichte der Burg vermittelt.
Nachdem Sie die abwechselnde Kultur- und Kunstaustellung besucht haben, lädt das neu renovierte Burgcafé Haus Graven, das sich im Innenhof befindet, zu einem Drink oder Essen ein.
Die Wasserburg ist gut mit dem Bus erreichbar. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, stehen Ihnen kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Bei einem Spaziergang um die Wasserburg und durch die Parkanlage, können Sie die Seele baumeln lassen und den Blick auf die Burg genießen.
Recherchiert und geschrieben von unserer Praktikantin Lilly Branicevic
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Freizeitpark Langenfeld
Auch dieses Mal berichten wir über unsere Nachbarstadt Langenfeld, des Kreises Mettmann. Hier befindet sich der Freizeitpark Langenfeld in Immigrath.
Direkt am Eingang ist ein großer Bolz- und Fußballplatz mit insgesamt 4 Fußballtoren zu finden. Dahinter befindet sich ein Basketballplatz, ein Volleyballplatz und sogar ein Hockeyplatz.
Außerdem stehen Ihnen hier eine Inliner- und Rollschuhbahn, sowie unzählige Tischtennisplatten zur Verfügung. Auch ein Boule-Platz und viele verschiedene Sport- und Fitnessgeräte sorgen für viel Spaß in der Freizeit. Für Jugendliche ist die digitale Torwand ein Highlight.
Der Freizeitpark ist nicht nur ein perfekter Ort, um Sport zu treiben, sondern ist auch ein Ort zum Entspannen, denn 50 Parkbänke und eine große Spiel- und Liegewiese stehen Ihnen hier zur Verfügung. Oder genießen Sie einen Kaffee in dem kleinen Café oder mieten Sie einen überdachten Grillplatz für das Grillen mit Freunden. Direkt vor dem Café sorgt ein Naturteich mit Wasserspielen für eine gemütliche Atmosphäre.
Auch an die kleinen Gäste wurde gedacht. Spieltische, ein Spielplatz mit einer langen Seilbahn und Matschplatz, Rutschen, Schaukeln und ein Kletternetz bieten jede Menge Spaß. Für die ganz Kleinen wurde ein Kleinkinderspielplatz angelegt.
Erholen Sie sich bei einem schönen Spaziergang im Generationengarten und beobachten Sie die hier ansässigen Tiere.
Ein absolutes Highlight ist das Open-Air-Kino, welches im Sommer für Sie geöffnet hat.
Vor dem Freizeitpark befindet sich ein großer, kostenloser Parkplatz und einige Fahrradständer.
Neben den Parkplätzen trifft man auf eine große, dem Freizeitpark zugehörige, Skateranlage. Ganz in der Nähe des Freizeitparks steht Ihnen außerdem ein Schwimmbad, eine Kegelhalle und Tennisplätze, für weiteren Freizeitspaß zur Verfügung.
Recherchiert und geschrieben von unserer Praktikantin Lilly Branicevic
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Wasserskianlage Langenfeld
Heute werfen wir einen Blick in unsere Nachbarstadt Langenfeld. Auch wenn diese zuerst klein zu sein scheint, gibt es viele interessante Orte, welche man dort entdecken kann.
Dazu gehört zum Beispiel die Wasserskianlage auf der Baumberger Straße, die sogar als größte Wasserskianlage weltweit gilt.
Diese bietet insgesamt sechs Seilbahnen, an denen Wasserski und Wakeboard betrieben werden kann. Die verschiedenen Bahnen eignen sich für unterschiedliche Fahrlevel. An jeder Bahn befindet sich ein anderes Setup, für eine größere Herausforderung und den doppelten Spaß. Profis am Start beraten gerne bei Fragen, und bieten ihre Hilfe an. Außerdem gibt es verschiedene Kursangebote, auch für Kinder ab 6 Jahren.
Zusätzlich bekommt man hier die einmalige Chance geboten, den weltweit ersten Surf-Pool auszutesten und ein echtes Surfgefühl zu erleben.
Neben den Seilbahnen gibt es in der Anlage noch vieles mehr zu entdecken.
Dazu zählt das Seehaus-Restaurant, das auch für private oder Firmen-Events gebucht werden kann. Hier können bis zu 120 Personen Platz finden. Außerdem gibt es einen Tagungsraum, der speziell für Meetings oder andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Dieser verfügt über Wlan, zwei Beamer und Moderationstechnik. Nach einem Meeting bietet das Restaurant eine große Vielfalt für den kleinen und großen Hunger. Auch Hunde sind im Seehaus-Restaurant herzlich willkommen.
In der Strandbar mit Urlaubsfeeling können Sie bei einem Cocktail den Feierabend genießen. Im Shop können Sie alles rund um den Wassersport finden und ein Imbiss bietet Ihnen schnelles und leckeres Essen für zwischendurch. Der Badebereich, mit einer zugehörigen Liegewiese und einem Beachvolleyballplatz rundet das Angebot in der Wasserskianlage ab.
Des Weiteren findet man in der Wasserskianlage eine Minirampe für Skateboarder und einen Grillplatz, der gemietet werden kann.
Außerdem bietet die Anlage einen Campingplatz für Dauer- und Kurzzeit-Camping.
Die Wasserskianlage ist ein perfekter Ort, um in der Freizeit sportlich aktiv zu sein, oder um sich zu entspannen. Bei einem Spaziergang können Sie verschiedene Tiere, wie zum Beispiel Schwäne, Enten, Gänse und Fische beobachten.
Vor der Wasserskianlage befindet sich ein großer, kostenloser Parkplatz für PKW und einige Fahrradständer.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Ricarda Huch
In vielen deutschen Städten gibt es Straßen, die nach wichtigen Persönlichkeiten benannt sind. Diese Namen tragen oft eine besondere Bedeutung. Straßennamen erzählen Geschichten und erinnern an interessante Menschen.
So entstand auch die Ricarda-Huch-Straße. Die Straße erinnert an Ricarda Huch, welche eine deutsche Schriftstellerin, Philosophin und Historikerin war.
Geboren ist Ricarda Huch am 18. Juli 1864 in Braunschweig und gestorben ist sie am 17. November 1947 in Zürich.
Als bedeutende Schriftstellerin, die sowohl Romane als auch historische Werke verfasste, entdeckte sie bereits in ihrer Kindheit das Interesse für die Literatur. Sie wuchs in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf.
Da sie eine Beziehung mit ihrem Schwager Carl Huch einging, kam es zu starken Auseinandersetzungen innerhalb der Familie. Es entwickelte sich ein Skandal, sodass sie 1886 Braunschweig verließ und nach Zürich zog. Dort machte sie ihr Abitur und studierte Geschichte, Philologie und Psychologie, was in Deutschland, bis zu dem Zeitpunkt, nicht üblich war.
1891 arbeitete Ricarda Huch als unbezahlte Hilfskraft in der Stadtbibliothek Zürich. Zwei Jahre später beendete sie ihr Studium. Sie arbeitete aber nicht nur als Bibliothekarin, sondern ebenfalls auch noch als Lehrerin.
Aber was genau waren Ricarda Huchs Werke? Als Kind fing sie schon damit an Gedichte zu schreiben. Später kamen auch Dramen und Romane dazu. Ihre historischen Werke gingen über die Romantik und thematisierten die Menschen im Dreißigjährigen Krieg. Außerdem schrieb sie über Persönlichkeiten des Vormärz und der deutschen Revolution.
Seit 1910 befasste sich Ricarda Huch mit deutschen, italienischen und russischen Geschichten. Ihre Werke sind in einem psychologischen und biografischen Stil geschrieben.
Bekannte Dramen von ihr sind zum Beispiel „Das Spiel von den vier Züricher Heiligen“ und der „Bundesschwur“. Auch die Erzählung „Der letzte Sommer“ ist sehr bekannt und weit verbreitet.
Insgesamt gilt Ricarda Huch als eine der wichtigsten Vertreterinnen des literarischen Jugendstils.
Und wie kam es dann zu der Benennung der Ricarda-Huch-Straße? 1924 entstand zu Ehren ihres 60. Geburtstags der Ricarda-Huch-Platz im Münchner Stadtteil Milbertshofen-Am Hart. Dieser existiert jedoch heute nicht mehr. 1947 entstand dann im selben Ort die Ricarda-Huch-Straße. Diese Straße soll das literarische und philosophische Erbe der Autorin würdigen und zeigt, dass Ricarda Huch die bedeutendste Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts war.
An diesem Beispiel erkennt man, dass Straßennamen eine tiefere Bedeutung haben und sich eine interessante Geschichte dahinter verbirgt.
Im Düsseldorfer Stadtteil Garath gibt es ebenfalls die Ricarda-Huch-Straße.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs und Umgebung – Die Stadthalle und der Stadtpark Hilden
Angrenzend an die Düsseldorfer Stadtteile Hassels und Benrath befindet sich die Stadt Hilden.
Die Stadthalle am Fritz-Gressard-Platz 1 in Hilden liegt an einem schönen, kleinen Stadtpark und in der Nähe der Hildener City, mit einer tollen Einkaufsstraße.
Die Stadthalle wurde 1978 gebaut und bietet einen Saal mit Bühne auf einer Fläche von 1.500 m² für Veranstaltungen jeglicher Art, wie Konzerte, Feiern, Theater, Musicals, Karnevalsveranstaltungen, Comedy, Cabaret, Komödien, Familientheater, Schulkonzerte, Tanz- und Musikshows, Weihnachts- und Silvesterkonzerte, Kinderveranstaltungen, Public Viewing, Workshops, Tanz in den Mai, Gospel Gesänge und viele Events mehr. Sogar bekannte Künstler wie zum Beispiel Ingo Appelt sind in der Stadthalle bereits aufgetreten.
Der große Saal kann durch Trennwände geteilt und somit auf 550 m² verkleinert werden. Die ansprechende Architektur schafft eine gemütliche Atmosphäre.
Ein aktuelles Theaterprogramm und sogar Schnupperabos stehen den Besuchern der Stadthalle zur Verfügung.
Das Hotel Am Stadtpark bietet den Künstlern, die in der Stadthalle auftreten, einen Aufenthalt zu besonderen Konditionen.
Da die Stadthalle direkt in den gepflegten Stadtpark integriert ist und die „Itter“ (Fluss) durch den Park fliest, rufen die Jecken hier zur Karnevalszeit „Itter, Itter, Helau“. Der Stadtpark eignet sich für gemütliche Spaziergänge und bietet seinen Besuchern viele Sitzmöglichkeiten, einen großen Teich mit Wasserspielen, schattige Plätzchen unter Bäumen, große Wiesenflächen, zahlreiche Wasserflächen mit Enten und anderen Wassertieren, einen schönen Spielplatz für die Kleinen und einen Kletterparcour für die größeren Kinder, einen Minigolfplatz mit Terrasse, einen Kiosk, eine Boule-Bahn und öffentliche Toiletten. In der ruhigen Grünoase können sich die Besucher entspannen, Sport treiben oder einfach nur die Ruhe auf einer Bank genießen oder einen Rundgang durch den Park machen.
Angrenzend an den Stadtpark und an die Stadthalle befinden sich ein Eiscafé, ein italienisches Restaurant und weitere Geschäfte. Bis zur Innenstadt sind es fußläufig nur wenige Minuten. Hier bietet sich den Besuchern ein weitläufiges Angebot an Geschäften, Gastronomien und alles für den täglichen Bedarf und darüber hinaus.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Wilhelm Kreis
Wilhelm Kreis wurde am 17.03.1873 im Rheingau geboren. Er hatte noch 8 Geschwister, und war der Sohn eines Landmessers. Er studierte Architektur, besuchte verschiedene Hochschulen und legte in Braunschweig sein 1. Staatsexamen ab. Hier lerne er auch seine Frau kennen, die er 1899 heiratete. Wegen Konfessionskonflikten innerhalb der beiden Familien, brach er zu seiner Familie den Kontakt weitestgehend ab und integrierte sich mehr in der Familie seiner Frau und baute sich dort ein soziales Umfeld und eigenes Leben auf. Er und seine Frau blieben kinderlos.
Für seinen ersten Wettbewerbsbeitrag bezüglich des monumentalen Völkerschlachtsdenkmal in Leipzig erhielt er, mit nur 23 Jahren, den 1. Preis. 1898 unterstützte er als Assistent, durch den Entwurf des Sitzungssaals, den Bau des Ständehauses in Dresden. Sein Erfolg hielt weiterhin an. Bereits ein Jahr später erhielt er die ersten drei Preise beim Wettbewerb für Bismarcktürme. 47 dieser durch ihn entworfenen Denkmäler („Götterdämmerung“) wurden tatsächlich gebaut und weitere 11 wurden ebenfalls nach individuellen Entwürfen errichtet.
Mit 29 Jahren wurde Wilhelm Kreis zum Professor für Raumkunst in Dresden ernannt. Von 1907 bis 1910 wurde die von ihm entworfene Friedrich-August-Brücke in Dresden gebaut, die durch ihre moderne Konstruktion dem Hochwasser trotzen konnte und der Schifffahrt zugutekam.
In den folgenden Jahren führte sein Weg nach Düsseldorf. 1908 wurde er bereits Direktor der Kunstgewerbeschule. Die Abteilung Architektur wurde 1920 in die Kunstakademie verschoben.
Eins seiner bekanntesten Werke ist das Wilhelm-Marx-Haus sowie die Bauten der GeSoLei in Düsseldorf. 1926 wurde Wilhelm Kreis zum Präsidenten des Bundes Deutscher Architekten benannt. Dieses Amt bediente er bis 1933, blieb aber weiterhin Ehrenpräsident.
1926 ging Wilhelm Kreis zurück nach Dresden und wurde 1929 mit der Ehrendoktorwürde, als einer der anerkanntesten und berühmtesten Architekten, von der Technischen Hochschule ausgezeichnet.
Ein in Dresden renommiertes Gebäude ist das Deutsche-Hygiene-Museum.
Obwohl Wilhelm Kreis der bedeutendste Architekt Deutschland war, verlor er durch die Macht der Nationalsozialisten in den nachfolgenden Jahren ab 1933 einige größere Aufträge und auch die BDA-Präsidentschaft wurde ihm entzogen. Er versuchte noch eine Zeit lang sich gegen den Nationalsozialismus zu lehnen, wurde jedoch schließlich auch von den Nationalsozialisten vereinnahmt.
1935 entwarf er ein Gauforum in Dresden, drei Jahre später das Luftgaukommando in Dresden und 1938 die Dresdner Oper. In diesem Jahr wurde er auch zum Reichskultursenator der bildenden Kunst ernannt. In Dresden leitete er außerdem die Kunstakademie, an der er zeitweise auch Rektor war. Anschließend im Jahre 1941 wurde er durch Hitler zum Generalbaurat der deutschen Kriegsfriedhöfe ernannt. Zum Ende des Krieges wurde er in den Arbeitsstab für den Aufbau bombenzerstörter Städte aufgenommen.
Als Dank und in Gedenken wurde Wilhelm Kreis in zwei Porträtbüsten verewigt. Die eine befindet sich in der Tonhalle Düsseldorf und die andere im Kunst-Museum des Schloss Nörvenich.
Weiterhin erhielt der das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik.
1949 zog Wilhelm Kreis nach Bad Honnef, wo er bis zu seinem Tode am 13.07.1955 lebte. Hier lebte auch sein Neffe, der als Erbe benannt wurde.
Die Wilhelm-Kreis-Straße im Düsseldorfer Stadtteil Garath wurde nach dem renommierten Architekten Wilhelm Kreis benannt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – KIT – Kunst im Tunnel
Zwei Meter unterhalb der Rheinuferpromenade befindet sich der KIT. Während des Baus des Rheinufertunnels ist ein Restraum zwischen den beiden Tunnelröhren entstanden. In diesem unterirdischen Raum, nahegelegen der Rheinkniebrücke, des Landtags und des Mannesmannufers befindet sich die Ausstellungsfläche.
Zugang zum KIT hat man über den neu errichteten, aus Glas errichtenden, 130 m² großen Eingangspavillon mit einem kleinen Bistro, das eine willkommene gastronomische Adresse darstellt. Über eine Treppe oder einen Aufzug gelangt man in den unterirdischen, 888 m² großen Ausstellungsraum. Seine Form ist besonders, da er von einer Breite von 8 Meter bis auf 1 Meter, auf einer Länge von 140 Metern, spitz zuläuft. Zwei Lichtschächte aus Panzerglas sorgen für Licht.
Die Ausstellungsfläche, die seit 2006 als solche genutzt werden darf, bildet eine Ergänzung zu den anderen Kunstausstellungen Düsseldorfs. Hier wird in vier Ausstellungen pro Jahr, die zeitgenössische Kunst gezeigt, besonders von jungen Künstlern. Aber auch Werke von Kunstabsolventen der Kunstakademie Düsseldorf und von Trägern des Düsseldorfer Kunstpreises.
In der Nacht der Museen kann auch das KIT besichtigt werden.
Die ausgestellte Kunst ist überschaubar, die Ausstellung ist nicht überlaufen und der Besucher hat die Ausstellungsräume in wenigen Minuten durchlaufen.
Witzig ist hier tatsächlich das kreative Konzept zur Nutzung des Restraums zwischen den beiden Verkehrsröhren.
Für mehr Informationen über Veranstaltungen im KIT am besten direkt dem Link folgen:
https://www.kunst-im-tunnel.de/
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Haus der Geschichte NRW
Im Haus der Geschichte, im ehemaligen Gebäude der Zentrale der Mannesmannröhren-Werke AG, wird die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalens ausgestellt. Hier finden unter dem Motto „Demokratie, Vielfalt und Wandel“ sowohl Dauerausstellungen als auch Wechselausstellungen, sonstige Veranstaltungen und Publikationen statt.
Bereits in den 1980er wurde der Gedanke eines solchen Museums angestoßen, jedoch erst 2010 in Form des Hauses der Geschichte weiterverfolgt.
2012 wurden Ausstellungskonzepte gesammelt und politischen Kräften vorgelegt. Vorläufer des Projekts, wurde 2016 das Haus der Parlamentsgeschichte in der Villa Horion.
Das Haus der Geschichte NRW wurde weiter besprochen. Geplant war schon früh, dass es seinen Sitz im Behrensbau bekommen sollte.
Vom 27. August 2021 bis 28. August 2022 fand die erste Ausstellung, anlässlich des 75. Geburtstages der Landesgründung Nordrheinwestfalens statt. Unter dem Motto „Unser Land“ wurden in acht verschiedenen Bereichen Themen ausgestellt, die sich um das Land NRW seit seiner Gründung drehen.
Vom 24. Mai 2023 bis 18. Februar 2024 fand die zweite Ausstellung statt. Das Motto dieser Ausstellung war „110 Jahre Behrensbau“. Hier wurden die Architektur und die Geschichte, sowie die Entstehung und Entwicklung des Gebäudes thematisiert. Auch der Werdegang des Architekten des Gebäudes (Peter Behrens) war hier Thema der Ausstellung.
Zurzeit befindet sich der Behrensbau in der Umbauplanung und es finden keine weiteren Ausstellungen statt. Um die Sammlung für das zukünftige Museum zu erweitern, wurde ein MuseumsMobil ins Leben gerufen. Ein mobiler Container fährt durch alle Kreise und kreisfreien Städte des Landes und regt die Besucher dazu an, den Aufbau der Sammlung und Ausstellungen mit Gegenständen, die einen Bezug zu NRW haben, zu überlassen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Blackbox – Filmmuseum
Die Blackbox ist ein Kino im Filmmuseum auf der Schulstraße in Düsseldorf. Hier werden Filmgeschichte und Filme, von den Anfängen des Kinos bis heute, gezeigt. Bei manchen Filmen kommentieren die Mitarbeiter des Filmmuseums den Kinostreifen. Bei anderen Veranstaltungen diskutieren auch Fachleute und Produktionsleiter über den Film. Hier werden u.a. auch Filme gezeigt, die es mangels Qualität nicht in die großen Kinos geschafft haben. Manche Filme werden mit Untertitel gezeigt. Die Blackbox arbeitet mit der Heinrich-Heine-Universität, mit verschiedenen Kulturinstituten, Hochschulen und der Architektenkammer zusammen.
Die Blackbox bietet ihren Besuchern, die auf eine Bildschirmwand mit einer Größe von 6,20 x 2,60 schauen, 132 Sitzplätze und einen Rollstuhlplatz. Links neben dem Haupteingang befindet sich die große Kino-Orgel, die im Besitz des Filmmuseums ist und in der Blackbox ihren neuen Platz und ihre Aufgabe gefunden hat. Hierbei handelt es sich um ein historisches Instrument, dass 1980 erworben wurde. Die Kino-Orgel begleitet die Stummfilme, die ebenfalls in der Blackbox gezeigt werden.
Das Filmmuseum, als eines der wenigen seiner Art, präsentiert seinen Besuchern, auf einer Fläche von 2.200 Quadratmetern, eine Dauerausstellung der Geschichte des Films. Die Ausstellung befindet sich ebenfalls in der Schulstraße im Anbau des Hetjens-Museums. Hier ist alles zu bestaunen, was sich um das Thema Film dreht. Auf vier Etagen können Kostüme, Dekorationen, Requisiten, Apparatetechnik und Filmset-Motive besichtigt werden. Außerdem können Sie die Produktion sowie den Aufbau eines Films und dessen Entwicklung, Persönlichkeiten der Filmgeschichte und Tricks des Filmgeschäftes kennenlernen. Ein kleines nachgebautes Filmstudio und eine Schattenspielbühne stehen außerdem zur Besichtigung bereit.
Besondere Themenausstellungen lassen den Besucher in die Magie des Lichtes, in verrückte Welten, visuelle Effekte, in die Tierwelt und die in die Zukunft eintauchen.
Ein umfangreiches Programm bietet auch die medienpädagogische Abteilung. Hier werden Seminare und Workshops für alle Altersgruppen angeboten. Die Bandbreite reicht von einem Kurzfilm bis zum Horrorfilm.
In der Sammlung des Museums befinden sich ca. 500.000 Fotos, Pressehefte, Schattenspielfiguren, Zeitungsausschnitte, Filmprogramme, ca. 25.000 Plakate, Drehbücher und Nachlässe bekannter Schauspieler, Regisseure und anderen wichtigen Personen des Films.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Düsseldorfer Radschläger
Die Tradition des Radschlägers ist schon über 700 Jahre alt. In Düsseldorf begegnet man ihm an verschiedenen Stellen als Symbol für Freude und Freiheit.
2001 wurden über 100 Radschläger-Skulpturen mit einer Höhe und Breite von 2 Metern und einer Tiefe von 30 cm durch das Projekt Radschläger-Kunst gestaltet. Sie wurden im gesamten Stadtgebiet Düsseldorf aufgestellt und jede einzelne hatte einen Verantwortlichen. Später wurde ein Teil der Radschläger-Figuren durch Firmen oder Privatleute ersteigert.
Eine Radschlägerfigur befindet sich seit Juni 2006 vor der Brauerei Uerige. Zur Karnevalszeit wird der Radschläger abgebaut und Schäden repariert. Am Aschermittwoch wird er dann wieder aufgestellt.
Der Radschlägerbrunnen ist in der Altstadt am Burgplatz zu finden. Auf dem Sockel aus Muschelkalk befinden sich zwei Jungs, die gerade dabei sind, ein Rad zu schlagen sowie vier Wasserspender. Die Radschläger-Jungen sind aus Bronze gegossen. Auf dem Brunnenrand befindet sich eine Innschrift. Das Brunnenbecken ist etwa 1 Meter hoch und misst einen Durchmesser von über 3 Metern.
Den Radschlägerwürfel finden Sie auf der Immermannstraße Ecke Klosterstraße. Vorher befand sich die Skulptur seit 1998 Nähe des Tausendfüßlers, auf dem Martin-Luther-Platz. Dort musste sie jedoch wegen der Bauarbeiten weichen. Durch die Umgestaltung würde der Radschlägerwürfel auf der neu gestalteten Fläche nicht mehr zur Geltung kommen, und bekam daher einen anderen Standort. Die Skulptur ist 4,5 Meter hoch und besteht aus 6 Radschlägern die aus Edelstahl gefertigt und in Form eines Würfels angeordnet sind.
Der Radschlägermarkt findet seit über 50 Jahren jeden zweiten Sonntag für ca. 400 Händler und deren Besucher auf der Ulmenstraße 275 am Großmarkt statt. Hierbei handelt es sich um einen populären Trödelmarkt. Im September dieses Jahres wird der Radschlägermarkt jedoch seinen Standort wechseln und auf den Parkplatz der Metro an der Schlüterstraße ziehen.
Schokoladenradschläger in verschiedenen Variationen sind in der Chocolatier Kuhlen nähe der S-Bahn-Station Düsseldorf-Hamm zu finden.
Der Düsseldorfer Radschläger ist natürlich auch in Souveniershops als Schlüsselanhänger, auf Postkarten und diversen anderen Mitbringsel zu finden.
Sogar Sportvereine haben sich nach den Radschlägern benannt. Und auf den Stadttourenbussen ist der Radschläger als Markenzeichen ebenfalls zu sehen.
Die eigentliche Tradition des Radschlagens wird als solche nicht mehr ausgeführt. Früher haben die Jungs sich damit eene Pfennig verdient. Seit 1937 wird einmal im Jahr ein Radschlägerwettbewerb durchgeführt. Über 700 Mädchen und Jungen nehmen jährlich daran teil und zeigen, wie schön und elegant sie ein Rad schlagen können.
Nach der Schlacht von Worringen zog Graf Adolf von Berg mit seinen Genossen und seinem Geleit zurück nach Düsseldorf. Herzog Johann von Brabant überließ er bis Heerdt sein Geleit, damit er noch vor der Dunkelheit der Nacht über den Rhein setzen konnte. Am Ufer angekommen, sprang er von seinem Floß auf den Kies und freute sich seines Lebens, dass er wieder daheim war. Als Erster angekommen holte er sein Ross ans Ufer und alle anderen folgten ihm. Einige waren verletzt und gezeichnet von der Schlacht. Zuletzt holten sie das Pferd des Erzbischofs Siegfried an Land, welcher ein grimmiges Gesicht zog. Jungs aus dem Dorf kamen ans Ufer gelaufen, um die Heimkehrer, die Rüstungen, die Waffen und die Fahnen zu beschauen. Graf Adolf wollte den Erzbischof etwas aufheitern und frage die Knaben, ob sie nicht etwas Lustiges wüssten. Die Jungs fingen an auf ihren Händen zu laufen, Purzelbäume und Räder zu schlagen. Alle krümmten sich vor Lachen, nur der Erzbischof von Köln blieb ernst. Seitdem wird das Rad in Düsseldorf zur Freude geschlagen und die Radschläger bekamen ihren Namen.
Einen weiteren Ursprung hat der Radschläger als Türklopfer an der St. Lambertuskirche.
Das Wahrzeichen der Stadt ist an vielen Orten in verschiedenen Größen, Materialien, Farben und Ausführungen zu finden. Bestimmt finden Sie auch den ein oder anderen, den wir noch nicht erwähnt haben.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Hetjens-Museum
1909 wurde das Keramikmuseum mit Namen Hetjens-Museum gegründet. Ausgestellt wird auf einer Fläche von 8.500 m² auf der Schulstraße 4 die Keramikgeschichte und Sammlungen aus aller Welt, die teilweise bis zu 8.000 Jahre alt sind. Regelmäßig erhält das Museum inländische sowie ausländische Leihgaben für seine Ausstellung.
Laurenz Heinrich Hetjens gründete das Museum und seine Sammlung floss in das Museum ein. Ein besonderes Interesse hatte er an Steinzeug aus der Renaissance, Barock und Gotik. Er beteiligte sich sogar selbst an den Ausgrabungen.
Weitere Einkäufe und Schenkungen erweiterten die Sammlung Hetjens, so dass das Gebäude an der Schulstraße 1994 einen Anbau erhielt.
In einer Dauerausstellung werden sowohl Sammlungen aus rheinischem Steinzeug, wertvolle Porzellane, kunsthandwerkliche Keramik, farbig glasierte Tonwaren, Sammlungskomplexe, Künstlerkeramik als auch islamische Keramik, italienische Keramik, kolumbische Keramik, asiatische Sammlungen und viele weitere Kunstgegenstände aus der ganzen Welt. Insgesamt ist die Sammlung auf ca. 20.000 Objekte angewachsen. Davon ist ein Großteil aus den 1950er Jahren.
Auf dem Tisch des Monats wird besonderes Porzellan ausgestellt, welches durch eine ausgesprochen schöne Dekoration unterstrichen und zum Ausdruck gebracht wird.
Das Hetjens-Museum bietet neben Führungen und Lesungen auch Themenabende, Konzerte und kulinarische Events an. Weiterhin können Kunstinteressierte an Restaurierungskursen teilen. Auch japanische Teezeremonien können gehalten und Kindergeburtstage können im Museum gefeiert werden. Porzellan und Kindergeburtstag in Kombination hört sich irgendwie gruselig an. Aber kein Problem – das Angebot ist auf das entsprechende Alter der Kinder abgestimmt. Die Kinder können in der Werkstatt mit Ton arbeiten und ihre eigenen Werke herstellen oder Keramikteller oder Fliesen bemalen. Wer Prinz und Prinzessin spielen möchte, kann das im Hetjens Museum mit seinen Gästen ebenfalls tun.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Landtag
Der Landtag ist das Landesparlament des Landes NRW. Seinen Sitz hat das Organ im Regierungsviertel im Hause des Landtags. Hier wird die Regierung kontrolliert und der Ministerpräsident gewählt.
Der Landtag vertritt das Volk und besitzt die Gesetzgebungsbefugnis, so dass bestehende Gesetze geändert und neue Gesetze beschlossen werden dürfen. Der Landtag kann über einen Gesetzesentwurf beschließen, wenn über die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.
Düsseldorf wurde im Jahr 1946 zur Landeshauptstadt gewählt. Wegen der starken Beschädigungen durch den Krieg, waren geeignete Räumlichkeiten für den Landtag nicht leicht zu finden. Jedoch bot die Stadt eine größere Auswahl an unzerstörten Verwaltungsgebäuden als z.B. Köln.
Die erste Sitzung des Landtags fand mit einer feierlichen Eröffnung im Oktober 1946 in der Düsseldorfer Oper statt.
Anschließend verlegte der Landtag seinen Aufenthalt im „Haus Henkel“ des Henkel-Werkes in Holthausen. Hier fanden zuvor Kino- und Theaterveranstaltungen für Henkelmitarbeiter und britische Soldaten statt. Als Plenarsaal musste dieser erst einmal hergerichtet werden. Die Landtagsverwaltung war zudem in provisorischen Räumlichkeiten des Mannesmann Unternehmens untergebracht.
Nach dem Krieg wurde das Ständehaus wieder aufgebaut, in das der Landtag 1949 umzog. Aber auch diese beengten Räumlichkeiten reichten nicht aus, so dass weitere Abgeordnete und die Verwaltung in umliegende Gebäude untergebracht wurden. Die Idee, das Ständehaus zu erweitern, wurde verworfen. Ein Düsseldorfer Stadtplaner und Architekt machte Ende der 70er Jahre den Vorschlag, ein völlig neues Gebäude für den Landtag zu errichten. Dieser Vorschlag wurde vom Landtag als gut befunden, so dass der Neubau am Rheinknie erfolgte und der Landtag 1988 in das neue Landtagsgebäude, mit Adresse Platz des Landtags 1, umziehen konnte.
In der Nähe des Medienhafens und direkt am Rhein befindet sich heute das imposante Landtagsgebäude mit einem runden Plenarsaal in der Mitte, den halbrunde Teilgebäude einschließen. Das Gebäude erinnert ein bisschen an die Räder eines Uhrwerks. Einen guten Blick auf das Gebäude hat man in 168 Metern Höhe vom Rheinturm aus, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet.
Weitere Sitzungssäle und der Petitionsausschuss befinden sich in der Villa Horion ganz in der Nähe des neuen Landtags.
Die letzte Landtagswahl fand am 15.Mai 2022 statt und die nächste Wahl ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Kuhna-Mauer
Die einst aus dem 13. Jahrhundert stammende Mauer am Rheinufer der Düsseldorfer Altstadt wurde von den Mönchen, als Begrenzungsmauer für Viehherden gebaut. Der Name Kuhna wurde demnach von dem Wort Kuh abgeleitet.
Im Mittelalter hatten diese Mauern eine grundlegende Bedeutung. Zum einen wollte man sich vor potenziellen Eindringlingen und Tieren schützen, zum anderen diente sie dazu, dass Vieh einzuzäunen, damit es die Weidefläche nicht verlassen konnte.
Die ca. 100 Meter lange Mauer ist zwischen 1 Meter und 2 Metern hoch und wurde aus Grauwackesteine gebaut. Sie wurde derzeit sehr massiv gebaut und hat somit die Kriege gut überstanden.
1997 hatte der Künstler Hermann-Josef Kuhna, in Gemeinschaftsarbeit mit seinen Studenten, die Mauer, am Burgplatz, mit hunderttausenden, bunt durcheinander aufgetupften Punkten verschönert. Er nannte sein Projekt „Rivertime“.
Die Kunst hat ca. 20 Jahre gehalten und war durch Verschmutzungen in die Jahre gekommen. Der fröhliche, bunte Effekt zeigte keine Wirkung mehr auf den Betrachter und somit ließ sich der Künstler einfallen, die Farbtupfer durch kleine Mosaikfliesen zu ersetzen. Somit wäre sie resistenter gegen Umweltverschmutzungen aber auch gegen Vandalismus durch unschöne Graffitis und Kritzeleien.
Hermann-Josef Kuhna restaurierte 2017 in Fleißarbeit die Wand in nur 6 Wochen. Die leuchtenden kleinen Mosaikfliesen, an den Seitenwänden der Treppe am Burgplatz, erinnern noch viele Jahre an den Künstler, der mit 73 Jahren kurz nach der Restaurierung verstarb.
Mittlerweile ist die Kuhna-Mauer zum Wahrzeichen Düsseldorfs und ein Anziehungspunkt für Touristen geworden.
Eine Nachbildung findet man in der Kinderbibliothek des KAP1.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Stadterhebungsmonument
Was für ein Name und was für ein ausdrucksvolles Denkmal!
Das Stadterhebungsmonument befindet sich seit 1988 an der Ecke Joseph-Wimmer-Gasse und Müller-Schlösser-Gasse in der Düsseldorfer Altstadt, direkt an der Düssel, die hier unterirdisch in nur wenigen Metern in den Rhein mündet. Zum Gedenken an die Verleihung der Stadtrechte und zum Anlass der 700-Jahr-Feier wurde die Plastik aus Bronze von dem deutschen Bildhauer Bert Gerresheim geschaffen.
Das detailreiche Denkmal stellt, links zu sehen, die Schlacht von Worringen, in der Mitte die Besiegelung der Stadterhebungsurkunde und rechts die Erhebung der St. Lambertuskirche zum Kanonikerstift dar. Zunächst wirkt das Kunstwerk etwas wirr, aber wenn man sich etwas in der Geschichte auskennt, findet man schnell heraus, was der Künstler damit ausdrücken möchte.
Der Bischof von Köln wollte „Düsseldorf“ erobern – am Ende siegte jedoch Adolf von Berg.
Die Schlacht von Worringen (5. Mai 1288) war für Düsseldorf und die Geschichte sehr von Bedeutung. Von 10.000 Soldaten, die aus der Bevölkerung eingezogen wurden, sind rund 1000 Männer gefallen und einige Tausend wurden im Gefecht von den Pferden totgetrampelt. 6 Wochen nach der grausamen Schlacht von Worringen und dem Sieg, bekam das kleine Dorf mit wenigen Häusern an der Düssel, die Stadtrechte von Graf-Adolf V verliehen, der sich damit bei den Soldaten bedanken wollte. Die Düssel gab der Stadt ihren Namen.
Die Besiegelung der Stadterhebungsurkunde wird von dem Künstler so dargestellt, dass zwei Arme zu sehen sind, die das Dokument und einen Stift halten. Daneben sieht man die ersten Stadtmauern, die die Erweiterung der Stadt darstellen.
Auf der rechten Seite der Plastik sieht der Betrachter im hinteren Bereich vier Päpste, den Vatikan, einen Mönch und den Turm der St. Lambertuskirche, die zur Basilika erhoben wurde.
Weiterhin sieht man auf einem Marktkarren, Dinge, die auf dem ersten Markt in Düsseldorf verkauft wurden.
Neben dem Stadterhebungsmonument befindet sich im Pflaster ein Pflasterstein aus Messing. Auf diesem Stein ist ein Pfeil und eine Zahl zu sehen. Folgt man den Pfeil mit Blick auf das Denkmal, so wird man die Zahl 1288, die sich auf dem Stein befindet auch im Stadterhebungsmonument finden. Am Geländer über der Düssel, befindet sich ebenfalls die Jahreszahl 1288. Beides wurde auch von Bert Gerresheim kreiert.
Wenn Sie in Düsseldorf sind, schauen Sie sich die historischen Sehenswürdigkeiten einmal an. Bestimmt werden Sie noch mehr Detail entdecken.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Deutsche Oper am Rhein
Die Theaterstätte – das Düsseldorfer Opernhaus befindet sich nahegelegen der Königsallee, dem Hofgarten und dem Rhein.
Bereits 1746 hat es in Düsseldorf schon ein Stadttheater am Marktplatz gegeben. Das Fachwerkgebäude wurde 1832 saniert, musste aber dann 1877 geschlossen werden, was die Bevölkerung sehr bedauerte. Durch Eingabe beim Oberbürgermeister hatten sich renommierte Bürger für den Neubau eines Stadttheaters eingesetzt.
Das neue Stadttheater wurde 1875 eröffnet. Das Gebäude wurde im Stil der Renaissance gebaut und ähnelte auch der Semperoper in Dresden. 1891 wurde das Gebäude durch das Kulissen- und Garderobenhaus erweitert und die Bühne verlängert. 1906 wurde die Oper von innen umgebaut und der Zuschauerraum modernisiert.
Durch den Krieg wurde 1943 das Opernhaus, insbesondere der Zuschauerraum, stark beschädigt. In den Jahren nach dem Krieg wurden Teile so hergestellt, dass das Theater wieder seine Arbeit aufnehmen konnte. Trotz allem war das Gebäude nicht mehr das, was es einmal war. Erst Mitte der 50er Jahre wurde das Provisorium umgebaut und die Schäden des Krieges beseitigt.
Die Stadt Düsseldorf beschloss 1955, dass sie sich mit der Stadt Duisburg zusammenschließen und gemeinsam das Opernensemble betreiben und nutzen wollte. Dadurch wurde der Zuschauerraum um beinahe das Doppelte der Sitzplätze erweitert, die aktuellen Brandschutzbestimmungen berücksichtigt und die Bühnentechnik auf einen neuen Stand gebracht. Der Umbau kostete rd. 10 Mio. DM.
2006 wurde das Opernhaus erneut umfangreich, für über 30. Mio Euro, saniert und durch einen Probesaal für das Orchester und Ballett erweitert. Durch eine 80 Quadratmeter große Glasfassade, die zum Hofgarten hin ausgerichtet ist, ist ein lichtdurchfluteter Saal entstanden. In den Katakomben unter dem Saal befindet sich ein Fundus mit circa 50.000 Kostümen. 2011 hatte man zudem noch den Orchestergraben verbreitert, was zu einer hervorragenden Akustik beitrug. Die Spielstätte besteht aus einer 22,5 x 14,75 Meter großen Bühne und knapp 1.300 Zuschauerplätzem.
Die Deutsche Oper am Rhein, mit den Elementen der 50er Jahre und den ausdrucksvollen Treppen des Foyers wurde unter Denkmalschutz gestellt.
Oberbürgermeister Kellers überlegte 2021 das sanierungsbedürftige Gebäude gegen einen Neubau zu ersetzen, was geschätzt rund 700 Mio. Euro kosten würde. Alternativ wurde über einen Neubau an einem anderen Standort diskutiert, der nach Schätzungen 636 Mio. Euro kosten würde.
Bereits am 16.12.2021 wurde ein Neubau beschlossen. Durch einen internationalen Wettbewerb sollte über den neuen Standort Am Werhahn, Rheinpark Golzheim, Medienhafen und Graf-Adolf-Platz entschieden werden. 20 Entwürfe gingen ein, unter denen auch vier Entwürfe für den bisherigen Standort an der Heinrich-Heine-Allee. Aufgrund einer Verhandlung des Kaufpreises des Werhahn-Grundstückes, mit circa 9.000 Quadratmetern, wurde entgegen dem Ratsbeschluss erneut überlegt. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude der Deutschen Oper könnte somit erhalten bleiben und man würde sich über eine Sanierung und zukünftige Nutzung Gedanken machen. Auch in den bestehenden Hofgarten müsste man nicht einwirken.
Das neue Opernhaus soll nun schlussendlich am Werhahn 1 und Oststraße 15 gebaut werden. Das wurde am 27.07.2024 beschlossen. Geprüft wird jetzt noch, ob gleichzeitig ein Hochregallager für den Fundus gebaut wird. Außerdem könnte auch die Clara-Schumann Musikschule im Neubau beheimatet werden.
Die Opernleiterin ist begeistert und freut sich auf die Möglichkeiten, die hier geschaffen werden. Da es aber noch ein paar Jahre dauern wird, bis das neue Opernhaus gebaut und in Betrieb genommen werden kann, wird noch mal Geld in die Hand genommen, um die bisherige Oper am Rhein weiterhin als solche nutzen zu können.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Große Mannesmann ?
Die „Große Mannesmann“ – nein, hier handelt es sich nicht um einen Schreibfehler, sondern um eine Plastik, die so benannt ist. Sie wird auch „Mannesmann I“ oder „Bewegung“ genannt.
Die, seit 1997 unter Denkmalschutz stehende Plastik, entstand 1958 im Auftrag der Mannesmann AG und wurde 3 Jahre später vor das Mannesmann-Hochhaus am Rheinufer aufgestellt.
Die ca. 500 Kilogramm schwere Plastik steht auf einem Betonsockel und misst eine Höhe von ca. 7 Metern und eine Breite von ca. 5 Metern. Zu einer Art Wirbel verbinden sich gebogene Edelstahlstäbe, die in der Sonne oder bei Beleuchtung das Licht reflektieren. Die Plastik steht für Industrie, Sozialgeschichte der Arbeit, industrielle Produktionsstätten und den Auftraggeber der Mannesmann AG.
Die moderne Kunst erinnert auch an einen Knoten. Sie zählt für den Künstler Norbert Kricke zu einer seiner Hauptwerke. Die Raumplastik gehört zu der Werkgruppe der „Raumknoten“ oder „Raumbündelungen“. Die Plastik war schon in verschiedenen Ausstellungen aufgestellt. Eine ähnliche Plastik des Künstlers befand sich am Wellenbad auf der Grünstraße in Düsseldorf. Nach dem Abriss des Hallenbades fand die Raumplastik einen neuen Platz. Zu sehen ist sie seit 1997 an der Fassade des Allwetterbades in Flingern.
Der Mannesmann-Industriekonzern wurde durch die Brüder Max und Reinhard Mannesmann 1885 gegründet. Sie beschäftigten sich mit der Herstellung nahtloser Stahlrohre. Der richtige Durchbruch der Brüder, nach vielen Produktionsversuchen, kam 1890 durch ein bestimmtes Verfahren, welches die nahtlosen Hohlkörper marktfähig machte.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Rathaus
Das Rathaus gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt Düsseldorf. Bereits vor dem, heute noch existierenden Rathaus, stand seit 1544 an gleicher Stelle ein Haus, in dem das Rathaus untergebracht war. Einzelne Gebäudeteile des heutigen Rathauses stammen aus dem Jahr 1570. Der Sitz des Stadtrates liegt mitten in der Altstadt am nahegelegenen Rhein auf dem Marktplatz 2.
In den Jahren 1570 bis 1573 wurde das Gebäude als Amtshaus für den Bürgermeister, den Stadtrat und für Schöffen als Verwaltungsstätte gebaut. Bis 1806 tagten hier auch die Landstände der Herzogtümer Jülich-Berg.
Das stilistische Gebäude ist mit zwei Zwerchgiebeln, einem achtseitigen und fünfgeschossigem Treppenturm mit Haube, Laterne und Wetterfahne versehen. Im Inneren befanden sich zwei große Hallen, für Händler, die ihre Waren verkauften.
1749 wurde der älteste Teil des Rathauses umgestaltet. Die einzelnen Etagen wurden durch Gesimse getrennt und die Ecken des Treppenturms wurden betont. Ein Wappenrelief und eine Inschrifttafel befinden sich im Treppenturm.
Neben dem Treppenturm wurde ein neues Gebäude mit Balkonen errichtet. Nach dem Krieg wurden die Fassaden restauriert und ein weiteres Gebäudeflügel angebaut.
Das Rathaus ist nun bereits über 450 Jahre alt und wurde im Laufe der Jahre mehrfach restauriert, renoviert und erweitert.
Der „Jan-Wellem-Saal“ wird für Repräsentationen genutzt. Vor dem Rathaus steht das Jan-Wellem-Reiterdenkmal.
Mittwochs ab 15 Uhr kann man eine ca. 90-minütige Rathausführung buchen. Hier werden die verschiedenen Säle gezeigt, das Ratssilber, die Ofenplatten im Eingangsbereich und die alten Gemälde. Natürlich wird auch der geschichtliche Hintergrund erklärt, wie das Rathaus geführt wird, wie Politik gemacht wird und welche Aufgaben die Verwaltung hat.
Der Marktplatz bildet den Abschluss der Fußgängerzone mit den vielen Geschäften, Sehenswürdigkeiten, Kneipen und Restaurants. Der Marktplatz dient zur Weihnachtszeit einem romantischen Weihnachtsmarkt. Am 11.11 wird im Rathaus und auf dem Rathausvorplatz die fünfte Jahreszeit eröffnet. Um 11.11 Uhr klettert der Hoppeditz aus dem Senftöpfchen und redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und liest dem Volk und den Oberbürgermeister die Leviten. Altweiberfastnacht stürmen die Frauen das Rathaus und schneiden jede Krawatte ab, die von einem Mann getragen wird. Auf dem Marktplatz heizen Band den feierlustigen Jecken ein. Am Rosenmontag dreht der Karnevalszug mit ca. 8000 Teilnehmern, Karnevalswagen, Fußgruppen, Musikgruppen hier seine Runde und wird vom WDR kommentiert.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Florapark
Der Florapark ist im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk an der Palmenstraße 1 zu finden. Von hieraus ist es nicht weit zu den Stadtteilen Bilk und Friedrichstadt.
1875 wurde der Florapark entworfen und bereits ein Jahr später umgesetzt. Um den Park zu finanzieren, da er privat geschaffen wurde, nahm man Eintrittsgeld. 1902 übernahm die Stadt Düsseldorf die Parkanlage, die dann kostenlos genutzt werden konnte. Der Park dient der Repräsentation der Stadt und um die Stadt mit Parks zu durchziehen. Zu der Parkanlage gehörten damals ein Palmenhaus und ein Festhaus. Beides wurde abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle das Karl-Arnold-Haus (Akademie der Wissenschaften und Künste). Außerdem befinden sich im Park ein Konzertplatz, ein Gartenrestaurant („florabar“) mit gesundem Angebot, ein Weiher sowie ein Tech mit Enten und Gänsen und einer Brücke für Spaziergänger, Spazierwege, Rasenflächen sowie Liegewiese, ein Denkmal von Adam und Eva, ein Kiosk, ein Baumlehrpfad und Blumenbeete. In dem alten Baumbestand kann man Halsbandsittiche beobachten. Ein Hundeauslauf und ein schöner, im Schatten gelegener Spielplatz mit Matschpumpe und Drachenburg wurden nachträglich angelegt.
Nach einem Mord im Jahre 2008 wurde der Park ein paar Monate später heller und übersichtlicher gestaltet. Der Eingang an der Bilker Allee wurde neugestaltet.
Der Florapark gehört eher zu den kleinen Parkanlagen der Stadt. Er misst eine Gesamtfläche von 3 Hektar und ist damit überschaubar. Für die Anwohner der angrenzenden Nachbarschaft ist er aber eine kleine grüne Oase, in der man gerne seine Freizeit verbringt oder sie 10-15 Minuten umrundet.
Im Florapark finden übers Jahr verteilt immer wieder Familienfeste und Theaterprojekte statt, die gerne besucht werden
Geplant ist, dass sich der Park zukünftig an die Düsseldorfer Arcaden anschließt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Rheinkniebrücke
Am 16. Oktober 1969 wurde die Rheinkniebrücke, die sich nördlich des Stadtteils Carlstadt und südlich von Unterbilk befindet, eröffnet. Die einhüftige Schrägseilbrücke hat eine Gesamtlänge von 561 Metern und ist 28,9 Meter breit. Mit 3 Fahrbahnen und einem Fuß- und Radweg, jeweils in beiden Fahrtrichtungen, führt sie über den Rhein. Die 319 Meter langen Schrägseile sind an zwei 114 Meter hohen Pylonen gespannt. Schon 1969 betrugen die Baukosten 110 Millionen Euro.
Die Hauptfahrbahnen führen linksrheinisch in den Rheinallleetunnel. Dieser bildet eine Verbindung zur B7 und A 52. Zwei gebogene Rampenbrücken zweigen auf der Oberkasseler Seite ab, die eine Abfahrt zur Düsseldorfer Straße bzw. eine Auffahrt auf die Brücke ermöglichen. An der Wasserstraße endet die Brücke und die Straße führt in den Stadtteil Friedrichstadt. Zwei abzweigende Rampenbrücken auf der rechtsrheinischen Seite führen in den Rheinufertunnel und zur Innenstadt.
Am linksrheinischen Ufer findet auf den Rheinwiesen bei Oberkassel jährlich die „Größte Kirmes am Rhein“ statt. Einen schönen Ausblick hat man von der Brücke über Düsseldorf, den Rhein und auf die Kirmes. Besucher stehen gerne auf der Brücke, um sich das Feuerwerk der Kirmes anzuschauen.
Unterhalb der Kniebrücke wurde 1997 das Apollo-Theater eröffnet.
Die Säulen der Brücke wurden von einem Graffiti- und Streetart-Künstler besprüht. Unter der Brücke haben Obdachlose ihr Lager aufgeschlagen, doch die Stadt ließ 2019 Wackersteine dort hinlegen, um die Schlafmöglichkeit zu unterbinden und geriet damit in die Schlagzeilen.
Den Namen Rheinkniebrücke erhielt die Brücke, da sie sich am Rheinknie befindet.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Halsbandsittiche in Düsseldorf
Die Halsbandsittiche kommen ursprünglich aus Indien, Asien und Afrika. Die Papageienart hat sich in den 80er Jahren in Düsseldorf niedergelassen. Durch entflohene Tiere in Köln, sind sie durch eine Population nun auch in Düsseldorf zu sehen. Rund 1.400 dieser hübsch anzusehenden Vögel sind hier zu finden. Meist sieht man sie in größeren Gruppen. Vermehr findet man sie in der Nähe des Rhein, auf der Königsallee und in Parks.
Auf der Königsallee haben die Halsbandsittiche in einem großen Baum ihr Nachtlager. Laut kreischend fliegen sie umher und bevorzugen alten Baumbestand. Sie ernähren sich von Ästen, Knospen, Blüten, Sämereien, Obst und Gemüse.
Zahmen Halsbandsittichen kann man das Sprechen beibringen. Diese Vogelart gehört nicht zu den Wandervögeln, was bedeutet, dass sie ihren Lebensort nicht weitläufig verlassen. Meistens bleiben sie in der Nähe ihres Geburtsortes. Wenn sie einen Partner gefunden haben, leben sie monogam.
Halsbandsittige sind gesellige Vögel unter ihres gleichen. Mit anderen Vogelarten kommen sie nicht ganz so gut klar.
Die Halsbandsittiche in Düsseldorf sind nicht bei allen Leuten beliebt. Viele erfreuen sich an ihrem Anblick und ihren Rufen und schauen in die Bäume, in den sie in Scharen sitzen oder folgen ihnen mit ihren Blicken, wenn sie durch die Lüfte zum nächsten Baum fliegen. Die schöne grüne Farbe des exotischen Vogels mit rotem Schnabel und einem rosafarbenem Kreis um den Hals, stimmt die Menschen positiv und lässt sie die Natur genießen.
Andere sind von den ca. 40 cm großen Vögeln, die meist zu mehreren auftauchen nicht begeistert. Sie stören sich an ihrem Geschrei, an dem vielen Kot, den sie produzieren und daran, dass sie das ausgelegte Futter für einheimische Vögel wegfressen.
Geschäftsleute und Anwohner der Kö empfinden die Halsbandsittiche als Plage, da sie eine Menge Dreck verursachen, wenn sie zu tausenden in den Platanen nächtigen. Die Bänke, Geländer des Kö-Grabens, Autodächer etc. müssen regelmäßig gereinigt oder gestrichen werden.
So oder so, die Halsbandsittiche werden in Deutschland bleiben, denn wenn eine Vogelart mehr als 30 Jahre, in mehreren Generationen an einem Ort ist, wird sie nicht wieder einfach verschwinden und gilt somit auch als heimisch. Der Naturschutzbund spricht sogar von einer „Bereicherung der heimischen Tierwelt“.
Halsbandsittiche dürfen nicht gejagt werden.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Rheinpark Golzheim
Der ehemalige Kaiser-Wilhelm-Park wurde in den 1920er Jahren gegründet. Über 1,5 Km erstreckt sich die, unter Denkmalschutz stehende, Parkanlage zwischen den Stadtteilen Pempelfort und Golzheim. Die weitläufige Rasenfläche von ca. 24 Hektar, Bäume und einer Promenade werden durch eine künstlerisch gestaltete Uferschutzmauer entlang des Rheins gesäumt. Die Rasenflächen dürfen zum Spielen, als Liegefläche, zum Sonnenbaden, zum Picknicken und Grillen, für den Ballsport und zum Spazierengehen – auch mit dem Hund, genutzt werden. Hier trifft man außerdem viele Jogger und Radfahrer, die die frische Rheinluft genießen. Für Hunde sind spezielle Hundeausläufe angelegt. Auch für Kinder wurden Spielflächen abgegrenzt.
Spaziergänger und Jogger begegnen verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Kunstobjekten. So findet man hier die 25 Meter lange Hochwasserschlange, 5 Schmuckvasen aus Muschelkalk, dem Rheinschiffer – einer lebensgroßen, auf einem Sockel stehenden Figur aus Muschelkalk, dem großen Kopf aus Basaltlava und gebrannten Ton und einer 6 Meter hohen Säule.
Mehrere Treppen führen zum Rheinufer, die die weiträumige Rasenanlage unterteilen und in einzelne Abschnitte gliedern. Die Rheinterrassen befinden sich am Südende des Rheinparks. Die Theodor-Heuss-Brücke bildet das nördliche Ende. Auf der Rasenfläche am Südende wird in den letzten Jahren häufig ein Zirkuszelt aufgebaut. Auch ein Open-Air Kino bietet in den Sommermonaten am Rheinufer abwechslungsreiches Programm.
Der vielfältige Baumbestand besteht aus Kastanienbäumen, Platanen, Weiden, Birken, Ahorne und Birken. Krokusse zeigen sich in bunten Farben im Frühling in den Rasenflächen an der Kastanienallee. Auch diese Parkanlage wurden durch Sturm Ela 2014 hart getroffen. Etwa 60% des Baumbestands, also über 200 Bäume, wurden zerstört. Rund 130 Bäume benötigten anschließend pflegerische Maßnahmen und konnten damit gerettet werden.
Der Rheinpark ist einen Ausflug wert. Von hieraus hat man einen schönen Ausblick auf den Rhein, die Schifffahrt und die Skyline von Düsseldorf.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Düsseldorfer Marionetten-Theater
Im Palais Wittgenstein auf der Bilker Straße 7 in Düsseldorf befindet sich das traditionsreiche Düsseldorfer Marionetten-Theater. Hier werden Kindern ab 8 Jahren und Erwachsenen tolle Theaterstücke mit Marionetten geboten. Das aufwändig gestaltete Bühnenbild, die Requisiten, die geschnitzten und detailgetreu bemalten Marionetten, die geschneiderten Puppenkleider und die Rollenspiele verzaubern kleine und großen Zuschauer. Die sehr lieben und professionellen Puppenspieler lassen mit viel Leidenschaft durch ihre Marionetten und die Audiowiedergabe, eine faszinierende Geschichte erzählen, die manchen Besucher dahinschmelzen lässt. Sogar die Erwachsenen werden in Kinderzeiten zurückversetzt.
Während der Coronapandemie musste das Theater schließen. Die Zeit wurde genutzt, um den Theatersaal zu renovieren und mit viel Liebe zum Detail auf die anstehenden Theateraufführungen vorzubereiten.
Abwechslungsreiche Programme und 150 bis 200 Vorführungen finden in dem kleinen Theater mit nur 90 Sitzplätzen jährlich statt. Von Jim Knopf über die unendliche Geschichte bis zum Golem und Ronja die Räubertochter, sowie vielen weiteren Theaterstücken, wird dem Besucher eine tolle Vorstellung mit viel Herzblut von 5 Puppenspielern geboten.
Auch die Marionettenwerkstatt kann besichtigt werden. Selbst hier wird der Besucher die Leidenschaft und die Liebe zum Detail finden. Ebenfalls liebevoll gestaltet sind das, im Jugendstil gehaltene Café und der Innenhof.
Vielleicht lassen Sie sich auch mal aus dem Alltag in eine Zauberwelt entführen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Breidenbacher Hof
Wilhelm Breidenbach ersteigerte 1806 ein Eckgrundstück an der Alleestraße/Ecke Bazarstraße in Düsseldorf. Er betrieb eine Gaststätte in der Düsseldorfer Altstadt und wollte nun auf seinem erworbenen Grundstück ein Grand Hotel errichten. 1808 ließ er über 4 Jahre ein klassizistisches Gebäude errichten.
1840 wurde der Breidenbacher Hof an den Gastronomen Heydendahl übergeben. Da das Hotel in guter Lage zwischen dem damaligen Bahnhof und der Posthalterei an der Königsallee lag, waren hier sowohl Königinnen und Könige als auch andere Adelige, Politiker und Künstler zu Gast. Heydendahl verkaufte das Unternehmen 1855 an einen weiteren Gastwirt, der es 1872 ebenfalls an die Düsseldorfer Baubank verkaufte. Diese ließ das Gebäude abreißen und veranlasste den Neubau. Nebenliegende Grundstücke wurden von der Bank aufgekauft, so dass der Neubau des Breidenbacher Hofes erweitert werden konnte. In Folge wechselte das Hotel mehrmals den Besitzer und wurde Ende der 1920er Jahre von Betriebsgesellschaft Breidenbacher Hof GmbH übernommen. Durch einen Bombenangriff 1943 wurde das Hotel vollständig zerstört. Der Leiter der GmbH ließ den Breidenbacher Hof nach dem Krieg wiederaufbauen. Im August 1950 konnte das neu erbaute Hotel eröffnen. Um den Hotelbetrieb zu erweitern, wurden 1953 im Innenhof neue Flügel gebaut.
In den 70er Jahren wurde das Hotel saniert und modernisiert und Regine´s Nachtclub zog ins Untergeschoss. Cirka 10 Jahre später wurde das Traditionshaus vom Gründer der Regent-Hotelkette übernommen. Regelmäßige Gala-Diner-Musical-Abende fanden statt, die sich in der Kultszene schnell herumsprachen. Weitere Sanierungsarbeiten und Modernisierungen waren geplant, für die das Hotel 1999 eine Zeitlang geschlossen wurde. Jedoch stelle man fest, dass die Bausubstanz so schlecht war, dass ein weiterer Abriss angedacht war. In den folgenden Jahren zerfiel das Gebäude zusehend, so dass es schlussendlich wieder abgerissen werden musste. Nach einer 3-jährigen Bauzeit wurde das neu erbaute Hotel unter der Leitung der „West Paces Hotel Group“ im Jahr 2008 eröffnet. Prominente, internationale Gäste waren zur Eröffnung geladen.
Der neungeschossige Bau mit einer Bruttogeschossfläche von über 30.000 m² wird derzeit als Hotel, durch Einzelhandelsgeschäfte und Büros genutzt. Eine Tiefgarage befindet sich im Untergeschoss. Teile der Stadtmauer, die bei den Erdarbeiten entdeckt wurden, sind im Untergeschoss des Hotels zu sehen. Insgesamt hat der Neubau rund 115 Millionen Euro gekostet.
Für ein normalgroßes Zimmer bezahlt man zwischen 350,00 und 500,00 Euro pro Übernachtung. Eine Suite hingegen kostet bis zu 14.000,00 Euro pro Nacht, hat dann aber auch eine Größe von rd. 400 m². Damit der Gast den Luxus unumgänglich erkennen kann, wurde die Innenarchitektur im barocken Stil mit elegantem Design, mit Elementen der französischen Dekoration, mit goldenen Accecoirs und Möbeln aus Mahagony und Leder, im klassizistischen Stil errichtet. Eine Neugestaltung ist in ca. 10 Jahren angedacht.
Um dem Gast ein unvergessliches Erlebnis im 5-Sterne Top-Luxushotel, mit 200 Jahren Hotelgeschichte zu ermöglichen, stehen Restaurants mit saisonaler und internationaler Küche sowie kulinarischen Speisen, Bars, auserwählte Geschäfte, moderne und gemütliche Zimmer und unterschiedlich große, geschmackvoll eingerichtete Suiten, ein Spa-Bereich mit finnischer Sauna, Dampfbad, Pool und Verwöhnprogrammen, eine Privatklinik, Konferenzräume, Eventräume, eine Lobby-Lounge, Live-Musik und Unterhaltung, uvm. zur Verfügung.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Apollo Theater
Das Apollo-Theater zog 1899 in ein neu erbautes neobarockes Gebäude auf der Königsallee/Ecke Aderstraße in Düsseldorf, an dessen Ort sich vorher der Bahnhof der Köln-Mindener-Eisenbahngesellschaft befand. Das Areal hatte eine Größe von 4.051 Quadratmetern. In diesem Theater, was eine Größe von 2.850 Quadratmetern hatte, fanden auf einer sechseckigen Bühne, die nach hinten hin dreieckig zulieft, Varietéaufführungen, Konzertaufführungen, Bälle, Ausstellungen aber auch Zirkusvorstellungen in einem großen, lichtdurchfluteten Kuppelsaal statt, mit vergoldetem Stuck, einem 6 Meter langen Kronleuchter und lachsroten, aufwändig verzierten Vorhängen. Die Akustik war aufgrund der Bühnenform für die Zuschauer, im achteckigen Zuschauerraum, ausgezeichnet. Der Zuschauerraum teilte sich auf zwei Ränge, mit insgesamt 3.000 Sitzplätzen, auf. Für ausreichen Flucht- und Ausgangswege war gesorgt, so dass die Besucher nach der Veranstaltung problemlos das Gebäude verlassen konnten. Der Boden war mit Parkett ausgelegt, der für Zirkusaufführungen herausgenommen wurde. Zum Theater gehörte noch eine 730 Quadratmeter große Hoffläche, die für Stallungen, die Kesselanlage und Requisitenräume genutzt wurde. Hier war ausreichend Platz für 120 Pferde und die Ankleideräume der Künstler.
Das Städtische Theater war von 1921 bis 1925 im Apollo-Theater beheimatet. 1930 circa wurde das Gebäude umgebaut und die zuvor detailreiche Fassade wurde in eine zeitgenössische Fassade verändert. 1937 zog das UFA-Kino in die Räumlichkeiten des Theaters. Eine neue Grundrissaufteilung bot dem Besucher ein völlig neues Bild der Räumlichkeiten. Das Gebäude wurde 1942 durch einen Bombenangriff zerstört und war nicht mehr benutzbar. Nach dem Krieg hat man das Theaterhaus wieder aufgebaut, das dann 1950 seinen Betrieb, mit einem Operettenstück, wieder aufnehmen konnte. Auch Karnevalsbälle, Kongresse und Konzerte fanden später hier statt. Am 12. März 1959 wurden die Türen endgültig geschlossen und das Gebäude 1966 abgerissen.
1967 wurde hier ein Büro- und Geschäftshauskomplex gebaut. Das 69 Meter hohe Gebäude mit 18 Etagen bekam den Namen Apollo-Hochhaus.
Das Apollo-Varieté-Theater oder auch Roncalli´s Apollo-Varieté-Theater wurde 1997, in der Nähe des Landtags, am Rheinufer direkt unter der Rheinkniebrücke nach einer 10 jährigen Bauphase eröffnet. In dieser Veranstaltungsstätte finden Varietéaufführungen, Theateraufführungen und Musikveranstaltungen statt. Die Besucher bekommen vier Mal im Jahr ein wechselndes Programm mit tollen Tanzshows, Live-Musik, atemberaubender Akrobatik und Comedy geboten. Sie sitzen in halbrunden Sesselreihen oder an einer der 330 Sitzplätzen an Tischen und nicht weiter als 12 Meter von der Bühne weg. Somit haben die Zuschauer einen guten Blick auf die Bühne und eine prima Akustik. An den Tischplätzen können Speisen und Getränke bestellt werden. Das Show & Dine-Ticket beinhaltet sogar ein 3-Gänge Menü, welches im Theatersaal, mit der Vorspeise vor der Veranstaltung, dem Hauptgericht in der Pause und dem Nachtisch nach der Veranstaltung gereicht wird, so dass der Zuschauer sich ganz auf die Vorführung konzentrieren kann. Zu dem wechselnden Programm werden Gastspiele und Sonderveranstaltungen angeboten. Das Panoramarestaurant bietet weitere Speisen an und öffnet schon zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn, so dass der Besucher vorher in Ruhe essen oder sich an der Bar auf den Abend einstimmen kann. Eine unvergessliche, etwa zweistündige, Varietéveranstaltung lässt sich außerdem wunderbar mit einem Altstadtbummel oder einem Spaziergang bis zum Hafen verbinden.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Plastik „Die Auseinandersetzung“
Wenn Sie schon mal in Düsseldorf auf der Mittelstraße waren, sind Ihnen bestimmt diese beiden schrägen Typen begegnet.
Zwei lebensgroße Männer in einer Plastik aus Bronze, die offenbar eine Auseinandersetzung ausfechten. Was stellt die Skulptur dar?
Mit der Skulptur aus dem Jahr 1977/78 schuf der Künstler Karl-Henning Seemann einen großen dünnen jüngeren Mann und einen weiteren etwas älteren Mann mit Bauchansatz. Die beiden stehen sich gegenüber und schauen sich provokativ an und fechten einen Generationskonflikt aus.
Der Künstler stellt mit den beiden streitenden Männern die fehlende Toleranz und das Unverständnis anderen Menschen gegenüber dar.
Die Skulptur in der Düsseldorfer Altstadt regt zum Nachdenken an. Viele Besucher bleiben stehen, fotografieren Sie, machen sich ihre Gedanken. Andere laufen dran vorbei oder stellen sich zwischen die beiden.
Bevor die Skulptur in der Mittelstraße 14 ihren Platz bekam, war sie in der Winterausstellung 1977/78 im Kunstpalast zu sehen. Ursprünglich wurde sie für ein Polizeigebäude in Braunschweig entwickelt.
Die, zum Stadtbild der Düsseldorfer Altstadt gehörenden Bronzeplastiken stehen auf einem Basaltlavasockel und haben ein Gewicht von jeweils ca. 2 Tonnen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das NRW-Forum Düsseldorf
In den Jahren 1925/1926 wurde das gesamte Areal im Ehrenhof für die GeSoLei-Ausstellung geschaffen. Hier befindet sich auch das NRW-Forum.
Nach der GeSoLei-Ausstellung zog das Reichsmuseum für Gesellschafts- und Wirtschaftskunde in das Gebäude. Von Ende 1951 bis Anfang der 90er Jahre hatte das Landesmuseum Volk und Wirtschaft hier seinen Sitz. Das Landesmuseum war ein Technikmuseum und behandelte die Themen: Mensch, Natur und Wirtschaft, Arbeit und Freizeit und die Entwicklungen Nordrhein-Westfalens. Sogar ein begehbares Steinkohlebergwerk wurde nachgebaut und begeisterte die Besucher.
Aufgrund der Haushaltskrise der Stadt Düsseldorf sollte das Museum schließen. Nach reiflicher Überlegung der Stadt Düsseldorf und dem Land NRW erarbeitete man ein neues Konzept.
Nach umfangreicher Sanierung wurde das NRW Forum Kultur und Wirtschaft im Oktober 1988 wiedereröffnet. Fortan wurden sämtliche Ausstellungen über Sponsoren und eigene Einnahmequellen finanziert. Die Messe Düsseldorf, das Land NRW, die Landeshauptstadt Düsseldorf, Unternehmen der Stadt Düsseldorf und weitere Institutionen bildeten einen Trägerverein. Im Herbst 2012 stieg das Land NRW aus der Förderung aus. Auch die Messe Düsseldorf beendete das Sponsoring. Verschiedene Überlegungen das Forum zu retten, wurden angestrebt. Das NRW-Forum 2.0 wurde durch den Journalisten und Kurator Alain Bieber als künstlerischer Leiter und der Landeshauptstadt schließlich weitergeführt.
Hierbei handelt es sich um ein Ausstellungs- und Veranstaltungshaus für Kultur, Pop, Werbung, Design und Kunst, Kunst und künstliche Intelligenz, Mode, Medien, Musik, Video und Fotografie. Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen der modernen Art behandeln gesellschaftliche Themen. Außerdem finden Workshops statt und Festivals werden veranstaltet. Im Januar 2020 wurde das Forum in den Kunstpalast integriert.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Fleher Brücke
Unter dem Namen Fleher Brücke ist die Autobahnbrücke der A46 zwischen Düsseldorf und Neuss bekannt. Sie wurde 1979 für Autos, Fußgänger und Fahrradfahrer eröffnet. Sie führt in Flehe über den Rhein und verbindet den Düsseldorfer Süden mit dem Rheinkreis Neuss, Kreis Heinsberg, Städteregion Aachen, das Bergische Land mit den Städten Wuppertal, Solingen und Hagen.
Die Schrägseilbrücke ist 1.155 Meter lang und 41,7 Meter breit. Sie hat drei Fahrstreifen und einen Standstreifen auf beiden Fahrseiten. Der 2,75 Meter breite Fußgänger- und Radweg ermöglicht die Überquerung des Rheins auch für Passanten, die nicht mit dem Auto unterwegs sind. Knapp 100.000 Fahrzeuge überqueren die Brücke pro Tag. Unter allen deutschen Schrägseilbrücken misst die Fleher Brücke die größte Spannweite.
Der 146,47 Meter hohe Stahlbetonpylon trägt die Form eines Ypsilons. Hier befindet sich oberhalb der Fahrbahn ein Aufzug sowie eine Treppenanlage.
Durch den Bau 1979 wurde der Düsseldorfer Süden und die damalige Südbrücke deutlich entlastet. Die Brücke ermöglich den Anschluss der A46 an die A57.
Der Bau der Vorlandbrücke hat 94,6 Mio. DM gekostet. 2006 bis 2009 wurde die Seilkonstruktion mit verschiedenen Sanierungsarbeiten und Rostschutz für ca. 9,2 Mio. Euro getauscht. Eine Lärmschutzwand von 1,5 Meter Höhe wurde 2012 errichtet. Weitere Arbeiten an der Lärmschutzwand erfolgten 2013. Ebenfalls 2012 und 2013 wurde die Dehnungsfuge in beiden Fahrtrichtungen erneuert. Bis 2024 erhöhten sich die Kosten durch Brückenarbeiten auf 128. Mio. Euro.
Eine Geschwindigkeitsmessanlage wurde 2012 installiert. Seit Mai 2013 wurden Geschwindigkeitsüberschreitungen von 80 km/h in Richtung Neuss digital an das Ordnungsamt Düsseldorf übersandt. 2013 wurde auch die Geschwindigkeit in Richtung Düsseldorf kontrolliert. Durch das Verwaltungsgericht wurde eine Rechtswidrigkeit der Geschwindigkeitsbegrenzung festgestellt. Ca. 97 % aller, demnach nicht rechtmäßigen Geschwindigkeitsüberschreitungen über 80 km/h, wurden festgestellt. Die Blitzanlage wurde Folge dessen außer Betrieb genommen. Die Autofahrer hielten sich an eine Geschwindigkeit von 100 km/h in Richtung Düsseldorf/Wuppertal und 120 km/h in Richtung Neuss.
Von Frühling 2016 bis 2024 wurden weitere Sanierungsarbeiten an der Brücke vorgenommen. Der Beton der Pfeiler musste erneuert werden. Aufgrund der Baustelle wurde die Geschwindigkeitsmessanlage in Richtung Neuss wieder in Betrieb genommen.
Im Herbst 2020 stellten Verantwortliche fest, dass die Brücke irreparable Schäden nachweist und ein Neubau geplant werden muss. Bis dahin wird sie durch weitere Sanierungsarbeiten in Betrieb gehalten. Ein Neubau ist in den 2030er Jahren geplant.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Carsch-Haus
Wie entstand der Name Carsch-Haus?
Bereits 1911 hatte der Einzelhandelsunternehmer der Textilbranche Paul Carsch eine zündende Idee, die sich innerhalb kürzester Zeit durch einen, im Bau von Kauf- und Geschäftshäusern, erfahrenen Architekten umsetzen ließ. 1913 wurde der fünfstöckige Bau, im neoklassizistischen Stil, mit Sandstein-Fassade gebaut. Die Fertigstellung erfolgte nach 2,5 Jahren im März 1915 mit einer Eröffnungsfeier.
Im Juni 1943 wurde das Gebäude durch einen Bombenangriff stark beschädigt, konnte wegen der robusten Bauweise aber wieder instandgesetzt werden. Nach dem Krieg zogen die Volkshochschule und die Bibliothek des internationalen Bildungswerkes in das Gebäude. 1967 nutze auch ein privates Theater das Gebäude. Anschließend wurde der gesamte Bau wieder als Kaufhaus genutzt.
Aufgrund der Pläne des U-Bahn-Baues wurde über den Abriss des Gebäudes diskutiert. Über sechs Jahre dauerte die Planungsphase und brachte über 2.500 Baupläne hervor. Letztendlich kam man zu dem Entschluss, dass das Gebäude abgerissen und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden sollte. Am 5.7.1979 wurde mit den Abrissarbeiten begonnen. Da beschlossen wurde, dass man die alte Fassade an dem Neubau wieder anbringen wollte, wurden die Fassadensteine bei den Abbrucharbeiten nummeriert und katalogisiert, bevor sie zwischengelagert und restauriert wurden. 4.800 Fassadensteine wurden aufgehoben und nur wenige mussten durch neue ersetzt werden.
Mit dem Neubau wurde zwischenzeitlich begonnen und die zwischengelagerten Fassadensteine wurden an der neuen Fassade befestigt.
Auf einer Fläche von 8.300 m² und sechs Etagen findet der Verkauf seit der Neueröffnung am 27.9.1984 statt. 2.200 m² befinden sich im unterirdischen Bereich, mit Tiefgarage und Zugang zum U-Bahnhof.
Das Carsch-Haus gehörte zu den Horten-Kaufhäusern. War jedoch das einzige Kaufhaus mit eigenem Namen und exklusiveren Produkten als die anderen Häuser der Kette. 1994 wurde das Kaufhaus von Horten durch die Kaufhof Holding übernommen.
Durch Modernisierungsarbeiten am nahegelegenen Kaufhof an der Kö, wurde deren Lebensmittelabteilung in das Untergeschoss des Carsch-Hauses verlegt, welche dadurch vergrößert wurde.
Seit 2017 trägt das ehemalige Carsch-Haus den Firmennamen „Kaufhof Galerie“, wie auch der benachbarte Kaufhof. Zur gleichen Zeit jedoch plante man schon eine Modernisierung, die mit einer Räumung und einem Ausverkauf einher ging. Lediglich der Betrieb des Untergeschosses wurde während der Arbeiten an der Inneneinrichtung fortgeführt. Mitte Juni 2017 wurde ein Outlett-Center mit Design-Mode eröffnet, welcher jedoch 2 Jahre später den Betrieb wieder einstellte, da die Signa Holding die komplette Immobilie kaufte. Das Gebäude wird seitdem restauriert. Im Herbst 2023 war geplant, dass das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) einzieht. Wegen der aufwändigen Umbauarbeiten wurde der Eröffnungszeitpunkt auf 2025 verschoben.
Aktuell stehen die Baumaßnahmen still. Einer der Investoren, die österreichische Sigma Gruppe, konnten Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Die rheinische Post schreibt im März 24 dazu: Die Bauherrin Signa wurde von Europas größtem Immobilienkonzern zu einer zahlungsunfähigen Gesellschaft, die eine riesige Insolvenzwelle produzierte – und zahlreiche Bauvorhaben zum Stoppen brachte. So auch das Carsch-Haus. Die Kaufhaus-Muttergesellschaft Kadewe Group ging Ende Januar pleite, zu der Zeit liefen gerade auch die Verhandlungen über die Zukunft des Düsseldorfer Projektes. Hoffnung gab es, weil sowohl die Carsch-Haus-Immobilie als auch das Warenhaus-Geschäft der Signa nur zur Hälfte gehören. Die anderen 50 Prozent sind in Besitz des weiterhin solventen Investors Central Group aus Thailand.
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/bauen-kaufen-wohnen/carsch-haus-in-duesseldorf-baustopp-mindestens-bis-sommer-2024_aid-108362899
Wie es mit dem Traditionshaus in Exponierter Lage weiter geht, bleibt spannend.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Mannesmann-Hochhaus
In den Jahren 1054 bis 1958 wurde das Mannesmann-Hochhaus im Düsseldorfer Stadtteil Carlstadt gebaut. Seinen Namen bekam das am Rheinufer stehende Gebäude durch den Bauherrn der Mannesmann AG. Die Fassade wurde in den Werksfarben blau und weiß gehalten.
Der rapide Wachstumsanstieg in den 1950er Jahren hat Privatunternehmen dazu veranlasst die Silhouette der Stadt Düsseldorf durch Hochhäuser, wie auch das Dreischeibenhaus, zu verändern.
In unmittelbarer Nähe des unter Denkmalschutz stehende Mannesmann-Hochhauses, wurde 1911 das Mannesmann-Haus gebaut. Hier war die Zentrale der Mannesmann-AG untergebracht.
Auf dem Vorplatz des 88,5 Meter und 25 Etagen hohen Mannesmann-Hochhauses befindet sich eine unter Denkmalschutz stehende Skulptur aus Edelstahlröhren, aus dem Jahre 1958 „Die Große Mannesmann“.
Im Jahr 2000 wurde die Mannesmann AG von Vodafone übernommen.
Der Mannesmann-Gebäudekomplex wurde im Jahr 2008 vom Land NRW gekauft. Angemietet wurden die Räumlichkeiten dann von Vodafone bis Ende 2012. Danach zog Vodafone in dem Campus nach Düsseldorf Heerdt.
Im Mannesmann-Hochhaus, später auch Vodafone-Hochhaus, mit einer Geschossfläche von 14.200 m², befindet sich heute das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW. Auf dem Dach des gewaltigen Gebäudes befinden sich diverse Antennen, die dem Mobilfunknetz der Vodafone dienen. Die Fassaden und das Dach werden zu bestimmten Zeiten als Werbefläche genutzt. Zur Weihnachtszeit wird teilweise die Beleuchtung in den Räumlichkeiten angelassen, so dass sich daraus die Form eines riesigen Tannenbaumes auf der Gebäudefläche ergibt. Traditionell wird das seit vielen Jahren so umgesetzt.
Das Hochhaus steht seit 1997 unter Denkmalschutz, da es als Symbol für das Wirtschaftswunder in den 50er Jahren, nach dem zweiten Weltkrieg, steht.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Carlsplatz
Der Carlsplatz, früher auch mit K geschrieben, befindet sich im Düsseldorfer Stadtteil Carlstadt in unmittelbarer Nähe zur Düsseldorfer Altstadt. Durch den Kurfürsten Carl Theodor bekam der Platz, der im Mittelalter angelegt wurde, seinen Namen.
Zur Geschichte:
Im Jahr 1288 erhielt Düsseldorf sowohl die Stadtrechte als auch die Marktrechte. Zunächst durften zu Pfingsten und zum Tag des Heiligen Lambertus 2 Jahrmärkte stattfinden. Diese durften 6 Tage, also 3 Tage vor und 3 Tage nach dem Feiertag geöffnet haben. Ein weiterer Markttag sollte 1-mal in der Woche dienstags sein.
Die Marktrechte wurden im Jahr 1371 um den Sonntag erweitert. Samstagabend dufte bereits aufgebaut und Montagmorgen musste wieder abgebaut werden. Das Maß- und Waagegeld wurde nämlich für die Märkte eingeführt, was für die Stadt eine kleine zusätzliche Einnahme bedeutete.
Ein sechstägiger Jahrmarkt wurde 1482 am St. Albanstag eingeführt und mittwochs ein Kornmarkt.
Den Märkten kam zugute, dass die Stadt wuchs und der Schiffsverkehr auf dem Rhein zunahm.
Ab 1546 wurden auf den freien Wochenmärkten Qualitätskontrollen durchgeführt. Die Händler mussten von nun an auch eine Standgebühr bezahlen.
Aufgrund des Bevölkerungswachstums war die Lebensmittelversorgung mangelhaft. Ein weiterer Wochenmarkt wurde 1706 daher eingerichtet.
Für den großen Markt vor dem Rathaus, sowie für den Fischmarkt wurde 1774 beschlossen, dass die beiden Märkte von Montag bis Freitag geöffnet haben durften, damit die Händler in der gesamten Woche ihre gewöhnlichen Marktwaren an die Kunden verkaufen konnten und eine ausreichende Lebensmittelversorgung gegeben war.
Mitte des 18. Jahrhunderts entstand der Stadtteil Carlstadt. Hier wurde gleich der Carlsplatz angelegt, der zunächst als Exerzier- und Paradeplatz benutzt wurde.
Ab 1808 fanden die vier einwöchigen Jahrmärkte nicht mehr in der Altstadt, sondern auf dem Carlsplatz statt. Ein weiterer Jahrmarkt kam 1821 hinzu.
Nach der Franzosenzeit waren die Karnevalstage (Sonntag bis Dienstag) wieder erlaubt. Die Bevölkerung durfte sowohl auf den Straßen als auch auf den Plätzen feiern. Der Höhepunkt der Karnevalsveranstaltungen fand ab 1820 am Karnevalsdienstag auf dem Carlsplatz, unter polizeilicher Aufsicht statt. Auch zu dieser Zeit hat es bereits den Einsatz von Wägen und Pferden gegeben. Auf dem Carlsplatz befand sich ein Carnevalsdenkmal und ein Hoppeditzdenkmal.
Wegen Ruhestörung wurde den Jahrmärkten ab 1888 der Aufbau von Schaubuden und Zirkuszelten untersagt.
1910 benannte man den Carlsplatz in Karlplatz um.
Da unter dem Karlplatz ein Luftschutzbunker errichtet wurde, wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Schwanenmarkt um die alte Kernstadt, an der Haroldstraße nördlich des Schwanenspiegels, nahegelegen des Stadtteils Unterbilk angelegt, und das Marktgeschehen dorthin verlegt.
Im Mai 1951 wurde der Markt wieder zurück zum Karlplatz verlegt. Wegen der schwierigen Parksituation inmitten der Stadt, wurde 1970 ein Parkhaus gebaut.
In den 90er Jahren und gerade erst in diesem Jahr, wurde er neugestaltet.
Die Händler des Marktes am Karlplatz bildeten 1997 eine Interessengemeinschaft und pachten seitdem die Verkaufsfläche direkt von der Stadt. Früher hatten die Händler mitunter einen Verkaufstisch, manche mit einem Tuch oder Segel überspannt. Später folgten, uns bekannte Marktstände und Verkaufswägen. 1988 bekam der Marktplatz eine Glasüberdachung und 2002 wurden die Glaspavillons aufgestellt.
Mittlerweile wurde aus dem Karlplatz auch wieder der Carlsplatz.
Auf dem Carlsplatz befindet sich der älteste noch betriebene Marktplatz Düsseldorfs. Ganzjährig werden hier frische Waren angeboten. Außer an Feiertagen und an Sonntagen hat der Wochenmarkt täglich geöffnet. Hier bekommt der Kunde frisches, regionales Obst und Gemüse, exotische Obstsorten, Eier und Geflügelprodukte, fangfrischen Fisch und Fleisch, Backwaren, Käse und Delikatessen, Kaffee, Blumen und Pflanzen, aber auch frisch zubereitete Reibekuchen mit Apfelmus und gebackenen Fisch. Darüber hinaus gibt es zunehmend mehr gastronomische Angebote. Die Händler setzen auf Qualität, um anspruchsvollen Kunden gerecht zu werden. Hier findet der Kunde Lebensmittel des täglichen Bedarfs aber auch Leckereien für besondere Anlässe. Neben dem Einkaufserlebnis trifft man sich hier auf dem Marktplatz aber auch gerne mal zu einem Schwätzchen, einem Kaffee, einem Bierchen aus der Hausbrauerei oder zum Mittagessen. Das Mittagsangebot ist vielfältig. Leckereien aus verschiedenen Ländern werden hier angeboten.
Wie so üblich auf einem Markt, wir mit Bargeld gezahlt. Nur wenige Stände bieten die Möglichkeit der Kartenzahlung.
Einige Gastronomen bieten seit der Pandemie Sitzmöglichkeiten an ihrem Stand an. Die Stadt bestückte den Marktplatz mit hellblauen und pinken Bierzeltgarnituren und Sonnenschirmen, sowie 52 Fahrradbügel.
Der Marktbereich ist für Autos nicht zulässig. Lediglich Taxen und der Lieferverkehr haben hier die Erlaubnis ranzufahren. Andere Fahrzeuge haben die Möglichkeit in das nahegelegene Parkhaus zu fahren.
Mobilitätsstationen geben Hinweise auf Verkehrsverbindungen und verschiedene Verkehrsmittelangebote inklusive Bezahlfunktion.
Auf dem Marktplatz befindet sich ein Brunnen aus dem Jahre 1958.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Little Tokyo
Das japanische Viertel in Düsseldorf an der Immermannstraße ist als Little Tokyo bekannt. Mit über 8.400 in der Stadt lebenden Japanern, ist die japanische Community die drittgrößte in Europa. Sie bilden die größte japanische Gemeinde Deutschlands.
1964 gründete sich ein japanischer Club. Zusammen mit dem Generalkonsulat und dem ersten japanischen Restaurant bildeten sie das Fundament der japanischen Infrastruktur an der Immermannstraße. Mittlerweile haben sich circa 600 japanische Firmen in Düsseldorf niedergelassen. Einige davon haben hier sogar ihre Europazentrale.
Ein Kulturerlebnis vom Feinsten. Japanische Restaurants bieten traditionelle Speisen und Getränke an, in japanischen Bäckereien und Cafés finden Sie süße Leckereien. Tapas-Bars, Sushi-Läden, Snack-Bars, die Tokyo-Lounge halten japanische Köstlichkeiten und Spezialitäten bereit. Zum Nachtisch gibt es Mochi-Eis. Sake ist ein traditionelles alkoholhaltiges Braugetränk. Hierfür gibt es sogar Seminarangebote. Tonkatsu in allen Variationen essen die Japaner auch sehr gerne.
Nach der Stärkung können Sie in Little Tokyo shoppen gehen. Die Japan-Meile hält viele traditionelle Dinge für Sie bereit. Japanische Kunst, japanische Supermärkte, Manga-Stores, Japanische Pop-Kultur, Büchereien und Buchhandlungen, Boutiquen mit japanischer Mode, Dekoläden mit Kleinmöbeln, Souvenirläden und vieles mehr, was das Herz begehrt, ist hier für Japanliebhaber zu finden. Am Abend können Sie sich in Karaoke-Bars amüsieren. In verschieden großen, separaten Räumlichkeiten können Sie im kleinen Rahmen mit Ihren Freunden Ihr Gesangstalent unter Beweis stellen.
Vielleicht bekommen Sie auch den ein oder anderen Cosplayer zu sehen. Hierbei handelt es sich um Fans der japanischen Manga- und Comicszene. Sie verkleiden und schminken sich möglichst originalgetreu, um auszusehen, wie ihre Vorbilder aus Animationsfilmen und Videospielen.
Und wenn Sie nicht aus Düsseldorf oder Umgebung kommen, halten zahlreiche Hotels ein Schlafplätzchen für Sie bereit.
Das Zentrum für Japanische Kultur, Kunst und Bildung (EKO-Haus) mit japanischem Tempel und der japanische Garten im Nordpark runden das Angebot ab. Ein Abstecher hier hin lohnt sich allemal. Tolle Blumen, Wasserquellen, hübsch gestaltetet Beete und verschiedene Ahornbäume, verleihen dem japanischen Garten, auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern, ein wunderschönes Flair, das zum Ausruhen, nach den vielen Leckereien und Shoppingtouren, einlädt. Im EKO-Haus finden Ausstellungen und Vorträge statt. Ein Teeraum hält traditionelle Teesorten für Sie bereit. Sogar Teeseminare und Teezeremonien werden hier gehalten. Im EKO-Haus werden außerdem buddhistische Feste gefeiert. Origami, Binden von Blumenarrangements und Kalligrafie kann man hier erlernen. Der Eintritt in den japanischen Garten und ins EKO-Haus ist kostenfrei.
Selbstverständlich können Sie sich auch beim traditionellen japanischen Friseur oder durch eine Shiatsu-Massage verwöhnen lassen.
Einmal im Jahr, meistens im Mai oder Juni, findet der Japan-Tag, mitabschließendem japanischem Feuerwerk in Düsseldorf statt.
Die DoKimi bietet ein Erlebniswochenende rund um das Thema Japan, Anime, Cosplayer, Manga und Games. Hier treffen Gleichgesinnte aufeinander, die sich austauschen, informieren, unterstützen, sich präsentieren und ausleben wollen. Tolle Bühnenprogramme werden den Gästen geboten. Über 150.000 Besucher werden jährlich auf der DoKimi erwartet.
Ein Tag in Little Tokyo reicht meistens gar nicht aus, um alles zu sehen, zu probieren und kennenzulernen.
Sollten Sie also nicht nach Japan fliegen, können Sie das Land der aufgehenden Sonne in Düsseldorf als kleinen Kurzurlaub genießen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Säulenheiligen in Düsseldorf
Die Säulenheiligen wurden 2001 ins Leben gerufen. Sicher fragen Sie sich, wer oder was das ist!?
Wenn man aufmerksam durch die Stadt läuft und dabei auch noch nach oben schaut, kann man sie sehen. Sie thronen auf den Litfaß-Säulen ganz verstreut in unserer Stadt. Sie sind das Kunstwerk des Künstlers Christoph Pöggeler, der den Blick auf den Einzelnen richten möchte. In luftiger Höhe blicken die Säulenheiligen auf uns und die Stadt herab. Naja, „Heilige“ sind es nicht wirklich aber sie haben alle einen Namen. Menschen des Alltags standen dem Künstler Modell und so entstanden die realistischen Plastiken. Die Zahl ist stetig gewachsen. Zurzeit befinden sich 11 „Heilige“ in unserer Stadt und es ist nicht ausgeschlossen, dass es noch mehr werden.
Christoph Pöggeler wurde 1958 in Münster geboren und studierte an der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. 1993 wurde ihm der Förderpreis für Bildende Kunst und 2008 der Rheinische Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises verliehen. Er arbeitet und lebt in Düsseldorf.
Doch jetzt mal konkreter zu den Säulenheiligen. Fangen wir mit der ersten Skulptur an.
Der Geschäftsmann entstand 2001 und ist im Anzug und seinem Aktenkoffer unterwegs zu seinem Arbeitsplatz. Er ist am Rheinufer Höhe Oederallee am Robert-Lehr-Ufer zu finden.
Marlies entstand auch 2001 und steht an der Stromstraße in Höhe der Ernst Gnoß Straße, vor dem Gebäude des WDR´s. Sie schaut sich den riesigen Rheinturm an. Vielleicht versucht sie auch die Uhr des Rheinturms zu verstehen.
Ein Jahr später erschuf der Künstler das erste Paar. Händchenhaltend finden Sie das Paar (I) am Burgplatz auf der Mühlenstraße. Ein ganz normales Paar in Jeans und T-Shirt. Mit einem eher ernsten Blick schaut es auf die Stadt oder in die Zukunft.
Auch der Urlauber ist seit 2003 „zu Gast“ in unserer Stadt. Mit freiem Oberkörper, Badeshorts und Handtuch ist er wohl auf dem Weg zum nächsten Freibad. Oder besser gesagt zu einem Strandbad, denn er trägt in seiner rechten Hand die Taucherflossen. Er befindet sich an der Kaiserwerther Straße 408.
Vater und Sohn stehen seit 2003 an der Kreuzung Oststraße/Immermannstraße. Der Vater trägt seinen Sohn auf den Schultern.
Der Fotograf ist seit 2004 an der Worringer Straße Ecke Konrad-Adenauer-Platz zu finden. Er fotografiert mit einer Fotokamera und nimmt dabei die typische Haltung eines Fotografens ein, der nicht mit einem Handy, sondern mit einem richtigen Fotoapparat die Menschen, die sich am Hauptbahnhof aufhalten, fotografiert.
Ein weiteres Paar thront seit 2004 in unserer Stadt. Zu finden ist es an der Hofgartenrampe zur Oberkasseler Brücke an der Haroldstraße Ecke Poststraße. Das Paar umarmt sich liebevoll und küsst sich.
Die Fremde mit ihrem Kind kam 2005 nach Düsseldorf und befindet sich an der St. Lambertus Kirche. Die Frau trägt ihr Kind auf dem Arm.
Auf einer Säule an der Schulstraße nahegelegen des Rathausufers posiert die Braut in ihrem weißen Kleid ohne Schleier, seit 2006.
Die Lesende/Die Wartende befindet sich an der Hohenzollernallee Höhe Röpkestraße und stellt eine Frau dar, die an einer Haltestelle auf den Bus oder die Bahn wartet. Um sich die Zeit zu vertreiben, liest sie in einem Buch. Als bisher letzte Säulenheilige kam sie 2016 dazu
Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen. Bisher sind nur 10 Säulenheilige aufgelistete. Der elfte ist ein Obdachloser, dessen Standort uns nicht bekannt ist.
Zwei weitere Säulenheilige sind in den Städten Mannheim und Köln zu finden.
Wie hat der Künstler diese täuschend echten Figuren geschaffen? Zuerst musste er eine Unterkonstruktion aus Stahl schweißen. Sozusagen das Skelett der Skulpturen. Danach wurde aus mehreren Schichten Ton der Körper der Menschen modelliert. Mit Silikon bestrichen, eingegipst und mit Kunststoff ausgegossen, wurden sie beschwert und mit Stahl und Glasfaser windfest gemacht. Zum guten Schluss werden sie detailgetreu bemalt. Die Figuren sind etwas größer als der eigentliche Mensch, der Modell gestanden hat, damit sie auch aus der Ferne gesehen werden.
Der Künstler der Säulenheiligen möchte mit seinen Kunstwerken die Stadt kulturell erweitern und optisch verschönern. Seine Botschaft ist, dass jeder Mensch ein Individuum und somit einzigartig und etwas Besonderes ist. Er möchte den Betrachter zum Nachdenken anregen. Wahrscheinlich möchte er, dass der Mensch als Mensch gesehen wird und will, dass das Gesellschaftssystem überdacht wird.
Acht der Säulenheiligen gibt es als Miniatur in limitierter Edition und Auflage von 333 Stück handsigniert zu kaufen.
Wenn Sie sich auch einmal die Säulenheiligen in Düsseldorf anschauen wollen, machen Sie doch mal eine tolle Fahrradtour und fahren Sie die Standorte ab. Das wird bestimmt ein toller Ausflug für die ganze Familie.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Kiefernstraße in Flingern
Die Kiefernstraße besteht bereits seit 1902 (vorher Ruhrtalstraße) und befindet sich im Düsseldorfer Stadtteil Flingern (Süd), nahegelegen der Erkrather Straße (einer der Hauptverkehrsstraßen und Verbindung zwischen den Stadtteilen Lierenfeld und Oberbilk).
In der Schwerindustrie waren mehrere Tausende Menschen beschäftigt. Teilweise mussten sie weite Arbeitswege in Kauf nehmen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen.
1908 wurden die ersten Häuser auf der Kiefernstraße gebaut. Die Wohnungen waren klein, oftmals hatten sie nur 1 Zimmer mit circa 15 Quadratmetern, eine Wohnküche und eine Toilette im Treppenhaus zwischen den Etagen. Badezimmer gab es zu dieser Zeit noch nicht. Die Klöckner-Werke hatten eine Abteilung mit der „Düsseldorfer Eisen- und Drahtindustrie AG“ zusammengelegt und benötigtem nun Werkswohnungen für ihre Mitarbeiter. Weitere Häuser auf der Kiefernstraße folgten in den darauffolgenden Jahren. Nachdem das Werk 1975 stillgelegt wurde, übernahm die Stadt Düsseldorf die Häuser und plante ein neues Gewerbegebiet. Dafür sollten die Häuser abgerissen werden.
Auch in den späten 70er Jahren war Wohnraum schon knapp. Trotzdem wurde den Mietern auf der Kiefernstraße die Kündigung ausgesprochen, so dass bereits 1981 schon rund 100 Mieter ausgezogen waren.
Eine Flüchtlingswelle aus Afrika rollte an, so dass die Stadt beschloss die Menschen dort zunächst unterzubringen. Als Wohnungssuchende davon erfuhren, machte sich eine große Unruhe breit und sie belegten inoffiziell circa 60 Wohnungen. Nach unzähligen Verhandlungen und Protesten akzeptierte die Stadt die Hausbesetzer und stellte Nutzungsverträge aus. Weitere Besetzungen sollten jedoch nicht legalisiert werden, da die Wohnungen für Flüchtlinge gebraucht wurden. Aus Protest über die Entscheidung, kam es zu weiteren Belegungen durch Hausbesetzer, die durch die Stadt mit Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch und Nötigung rechnen mussten. Die Bewohner sammelten Unterschriften und forderten von der Stadt Düsseldorf eine offizielle Übergabe der Wohnungen an Wohnungssuchende. Das Kommunikationszentrum, bekannt als das „ZAKK“, unterstütze die Bewohner in ihrem Vorhaben die Straße mit den Häusern zu erhalten und die Stadtplanung zu überdenken. Zunächst passierte nichts und die Bewohner wurden stillschweigend geduldet. Die Häuser befanden sich mittlerweile in einem vernachlässigten und schlechten Zustand. In eigener Initiative begannen die Bewohner der Kiefernstraße selbst, die Häuser bzw. Wohnungen zu sanieren und bauten sogar Badezimmer ein.
Auch in anderen Häusern des Stadtteils wurden Wohnungen von Aktivist/innen belegt, die jedoch 1982 geräumt werden mussten. Ein Teil dieser Bewohner zog daraufhin ebenfalls in die Kiefernstraße.
Die Hausbesetzer machten die Kiefernstraße in den 80er Jahren bekannt und auch die RAF wurde mit der Straße in Verbindung gebracht. Am 2. August 1986 wurde ein Mitglied der RAF und zwei Bewohner der Kiefernstraße in Rüsselsheim gefasst und verhaftet. Eine Großrazzia mit 800 Polizisten sowie weitere kleine Razzien folgten. Demonstrationen und unzählige Polizeieinsätze, mit zeitweiliger Sperrung der Kiefernstraße waren die Folge. Die Straße kam in Verruf, die Häuser wurden mit Graffitis bemalt und beschriftet und wer nicht unbedingt dort oder in der Nähe etwas zu erledigen hatte, mied den Bereich großflächig.
Aufgrund der Kommunalwahlen 1984 fand eine Wende statt und der geplante Abriss der Häuser auf der Kiefernstraße wurde verworfen. Stattdessen wurden die Häuser saniert und 1987 befristete Mietverträge mit den Hausbesetzern geschlossen. Nach 20 Jahren sollten die ersten Mietverträge ablaufen, was wieder zu Beunruhigung der Bewohner führte. Noch vor Ablauf wurden die Mieter aber informiert, dass die Mietverträge bis auf Weiteres Bestand haben sollten.
Inmitten der beiden Hauptverkehrsstraßen und eines Gewerbegebietes leben rund 800 Menschen, aus verschiedenen Schichten, mit verschiedenen Religionen und bis zu 45 unterschiedlichen Nationalitäten. Die ehemaligen Hausbesetzer befinden sich mittlerweile in festen Mietverhältnissen in den ungeraden Hausnummern der Straße. Die Bewohner bilden eine Dorfgemeinschaft mit einem sozialen Miteinander und Zusammenhalt. Sie besitzen sogar eine eigene Webseite.
Rund um die Kiefernstraße waren im Laufe der Jahre verschiedene Veränderungen zu beobachten. Auf der Erkrather Straße wurden Sozialbauten errichtet, ein Fast-Food-Restaurant sowie ein portugiesisches Restaurant eröffneten, Fitnessstudios siedelten sich an und das B8-Center (Fachmarktzentrum) und der neue Bau des Amts- und Landesgerichtes entstanden.
Im Knick der Kiefernstraße entstand eine Bauwagensiedlung. Hier lebten im Jahr 2021 elf Erwachsene und Kinder.
Im Laufe der Jahre wurde es immer bunter und vielfältiger. Mittlerweile ist die Straße Kult und künstlerische Streetart-Malereien schmücken die Fassaden. Das „K21 Music“ (Tonstudio), die Begegnungsstätte „Kulturbureau Kiefernstraße“ sowie der letzte Punk-Club das AK47 (ehemals Nix Da) und das „Red House“ sind heute auf der Kiefernstraße zu finden. Für Skater und Biker wurden mehrere Sprungschanzen installiert, so dass sich die Kids hier austoben können. Zahlreiche Veranstaltungen und ein großes Straßenfest, alle paar Jahre, werden im Viertel veranstaltet.
Auf über 100 Jahre Geschichte macht die Arbeitsgruppe der Bürgerinitiative e.V. „FlingerPfad“ durch Vorträge, Informationsstelen und Rundgänge aufmerksam. Bereits circa 1700 Teilnehmer haben in den letzten 8 Jahren daran teilgenommen. Einbezogen werden die Themen Stahlindustrie in Flingern, Hausbesetzerszene, Lierenfelder Bahnhof, Alte Farbwerke, Flinger Broich und viele weitere Themen und Sehenswürdigkeiten mehr. Infos erteilt das ZAKK.
Auf einer angrenzenden Fläche zur Kiefernstraße, mit über 6.000 Quadratmetern, sollten ein Hotel und möblierte Appartements gebaut werden. Die Anwohner protestierten auch hier gegen erfolgreich. Nun wird auf dieser Fläche ein neues Stadtquartier aus fünf bis acht Stockwerke hohen Gebäuden, für 171 Wohneinheiten, Ladenlokale, Ateliers und Büros gebaut. 22 Wohnungen sollen sozial gefördert werden und 11 Wohnungen unterliegen dem preisgedämpften Wohnungsbau. Der Innenhof soll offen und grün gestaltet werden und zur Erholung dienen. Ein nachbarschaftliches Zusammenleben für Jung und Alt und ein Raum für Begegnung stehen im Vordergrund der Entwicklung. Dafür sorgte auch die Planwerkstatt 378, die sich aus den Anwohnern 2022 gründete und aktiv an der Planung beteiligt sein konnte. Wohnen, Arbeiten und Leben in einem Quartier ist hier die Devise. 2025 ist mit der Fertigstellung des Baukomplexes zu rechnen.
Ein weiterer ähnlicher Gebäudekomplex ist auf dem ehemaligen B8 Center an der Erkrather Straße geplant.
Unweit der Kiefernstraße befindet sich die Automeile, der Standort der Stadtwerke, der Stadtwerkepark, die Theaterkantine, sowie das Capitol-Theater und das Tanzhaus NRW.
Das ehemalige Hausbesetzer- und Arbeiterviertel, an der Kiefernstraße, wurde zum bunten Wohnprojekt mit lebendiger Alternativkultur und beeindruckenden Fassaden-Kunstwerken, in unmittelbarer Nachbarschaft zu geplanten Wohnquartieren, die den Stadtteil Flingern weiter beleben und aufwerten werden.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das LVR-Klinikum
Das LVR-Klinikum gehört zu den Kliniken der Heinrich-Heine-Universität-Düsseldorf und befindet sich im Düsseldorfer Stadtteil Ludenberg. Das 1976 gegründete Krankenhaus ist eine Fachklinik für psychiatrische-psychosomatische-psychotherapeutische Erkrankungen.
Bereits 1826 verfügte Düsseldorf über eine „Departement-Irrenanstalt“. Diese wurde im Jahre 1876 in Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt umbenannt. Von 1907 an war die Klinik in Grafenberg mit der Akademie für Praktische Medizin verbunden und hatte europaweit gutes Ansehen, da sie erstmals die Patienten als krank einstufte, die dann Fürsorge und entsprechende Behandlungen ihrer psychischen Erkrankung erfuhren. 1923 wurde die „Akademie Praktische Medizin“ in eine „Medizinische Akademie“ umgewandelt. Dadurch wurde eine klinische Ausbildung von Studenten ermöglicht. Die Klinik erhielt den namentlichen Zusatz „Psychiatrische und neurologische Klinik der Medizinischen Akademie“. Die Einrichtung hielt eine geschlossene Anstalt, mit vergitterten Fenstern und geschlossenen Höfen bereit, damit die Erkrankten keinen Kontakt zur Außenwelt hatten, um sich und andere zu schützen.
Am 1.1.1934 trat das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ in Kraft. Das Gesetz diente der Rassenhygiene und legalisierte Zwangssterilisationen. Ärzte, Hebammen und Anstaltsleiter wurden dazu angehalten, bekannte Fälle zu melden. Innerhalb eines dreiviertel Jahres wurden 1934 bei Betroffenen, wie Erbkranke und Alkoholiker in Kranken-, Heil-, Pflege- und Strafanstalten nach erstellten Gutachten und Beschluss durch ein Erbgesundheitsgericht Sterilisationen bei 106 Männern und 52 Frauen durchgeführt. 1937 waren es insgesamt schon 485 Betroffene. Hitler bevollmächtigte im Oktober 1939 seinen persönlichen Arzt und Berater in gesundheitspolitischen Fragen sowie den Leiter der Kanzlei Menschen zu ermorden, die unter einer psychischen oder geistigen Behinderung litten.
Erst Ende der 60er Jahre hatte man über eine grundlegende Änderung der Reform nachgedacht. Caspar Kulenkampff hatte 1946 sein Staatsexamen abgelegt und wurde 1967 zum Leitenden Direktor ernannt. Er leitete den Änderungsprozess der psychiatrischen Anstalt ein. Die überdachte und überarbeitete psychiatrische Versorgung erkrankter Menschen und ambulante Einrichtungen sowie Tageskliniken innerhalb der LVR-Kliniken, wurden in den 1970er Jahren umgesetzt. Die Neuorientierung umfasste die Vorschaltambulanz, die Institutsambulanz der Abteilungen, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, -Psychologie und -Psychosomatik, die Psychosomatische Medizin, die Psychotherapie sowie die Poliklinik.
Das System der geschlossenen Anstalt wurde abgeschafft und eine Zentralanstalt auf einem größeren landwirtschaftlichen Anwesen gebaut. Die Kranken sollten hier möglichst gering in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein. Als Heilfaktor wurde den Patienten ermöglicht, sich im landwirtschaftlichen Bereich und in gärtnerischen Betrieben, zu beschäftigen. Auf eine Vergitterung der Fenster und Mauern wurde verzichtet.
Auf dem Gelände der Uniklinik Düsseldorf wurde 2001 ein Früherkennungszentrum für Psychosen eingerichtet, welches mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes zusammenarbeitet. Außerdem wurden drei Tageskliniken mit Ambulanzen eingerichtet. Die Zusammenarbeit wird von der Heinrich-Heine-Universität unterstützt.
Das Klinikum in Ludenberg besteht aus mehreren Tageskliniken mit 132 Plätzen, stellt 607 stationäre Betten zur Verfügung und bietet weitere Ambulanzen. Gleichzeitig befindet sich hier auch der Sitz des LVR-Instituts für Versorgungsforschung, das 2014 gegründet wurde.
Das LVR-Klinikum beschäftigt mehr als 1400 Mitarbeiter, die in der klinikeigenen Gesundheits- und Krankenpflegeschule und im Institut für Klinische Verhaltenstherapien ausgebildet bzw. qualifiziert werden.
Das ZNN (Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie) wird in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum betrieben. Hier werden Patienten mit Schlaganfällen, neurodegenerativen Erkrankungen und Epilepsie im akuten Stadium versorgt.
Der LVR-Klinik wurde 2014 der Status der WH0 verliehen. Sie war die einzige Fachklinik die von der Weltgesundheitsorganisation, die das Recht auf Gesundheit als Grundrecht des Menschen proklamiert, ausgezeichnet wurde.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Japan-Tag
Bereits zum 22. Mal jährte sich der Japan-Tag in diesem Jahr (2024). Hierbei handelt es sich um eines der größten Kultur- und Begegnungsfeste Europas.
2002 fand der erste Japan-Tag in Düsseldorf entlang der Rheinuferpromenade statt und wird seitdem einmal im Jahr im Mai oder Juni veranstaltet.
Neben den zahlreichen gastronomischen Angeboten der japanischen Küche und Food-Trucks werden den rd. 700.000 Besuchern Bühnen mit musikalischen Darbietungen durch japanische Chöre, Instrumentalisten, Pop-Musikern und Rockmusikern geboten.
Weitere Bühnen bieten Sportprogramme, die von japanischen Kampfsportlern vorgestellt werden. Infostände bieten ausreichendes Informationsmaterial über spezifische japanische Themen, über die japanische Sprache und Schrift sowie über verschiedene japanische Kampfsportarten.
Eine Einführung über das traditionelle Getränk „Sake“ wird den Besuchern ebenfalls geboten. Bei dem alkoholischen Getränk handelt es sich um ein klares oder leicht trübes weißes Getränk, das 15-20 Prozent Alkohol enthält und gebraut. Es ist eher mit einem Bier zu vergleichen als mit einem Wein. Fälschlicherweise wird oft von Reiswein gesprochen, da es aus poliertem reis gebraut wird.
Außerdem sind eine Vielzahl von Cosplayern zu sehen. Hierbei handelt es sich um Fans, die sich als Figur aus einem Manga- und Animationsfilm oder -Videospiel möglichst originalgetreu verkleiden, schminken und verhalten. Die Fangemeinde orientiert sich an japanischen Vorbildern und, aus Japan stammende, Comicfiguren. Die Cosplayer sind eigentlich kein explizierter Programmpunk, werden aber wegen des auffälligen und teils sehr aufwändigen Erscheinungsbildes als Darsteller des Japan-Tages angesehen. Sie selbst sind auch Besucher und können an einem Cosplayer-Wettbewerb teilnehmen. Der Gewinner des Wettbewerbs erhält er/sie ein, von der größten japanischen Fluggesellschaft gesponsortes Flugticket nach Japan.
In originalgetreuen Rüstungen präsentieren sich die Samurai auf den Rheinwiesen. Sie stellen die Krieger des vorindustriellen Japans vor, mit entsprechender Ausrüstung und Waffen und versuchen historisch korrekt das frühere feudale Leben des Militärs und der Zivilisten darzustellen. Hier wird auch der Einsatz von Falken präsentiert.
Ein Manga-Zeichenwettbewerb und ein Karaoke-Wettbewerb werden außerdem angeboten. Traditionelle japanische Kunst und Kimonos sind an den Verkaufsständen zu finden. Andere Stände bieten die Blumenkunst Ikebana und Origami, sowie japanische Accessoires und Kunstartikel an.
Auf der Wiese vor dem Landtag können Besucher/innen die traditionellen Sportarten des japanischen Sports erleben.
In der Dämmerung wird die Bühne am Burgplatz von Vertretern der japanischen Musikszene eröffnet. Ein mehrstündiges Konzert wird den Besuchern hier geboten.
Am späten Abend findet der Bon-Tanz statt, zu dem die Besucher als Zuschauer oder Mitwirkende eingeladen sind. Hierfür werden japanische Jacken und Fächer verteilt. Weitere japanische Tanz-Performances finden den ganzen Tag über an der Rheinuferpromenade statt.
Gegen 23 Uhr findet zur Krönung des beeindruckenden Festes ein Höhenfeuerwerk statt. Das ca. 30-minütige Spektakel begeistert alle Zuschauer. Anders als vermutet, kommen hier keine Raketen zum Einsatz, sondern aus Japan eingeflogene handgefertigte Kugelbomben. Diese Kugeln haben mitunter eine Größe eines Fußballs und zaubern tolle Bilder und Effekte in den Himmel. Rund 1300 Feuerwerkskörper kommen hier zum Einsatz. Das Feuerwerk steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Demnach sind auch die Effekte auf das Motto abgestimmt.
2006 musste der Japan-Tag wegen Unwetterwarnungen abgesagt werden. 2011 wurde der Japan-Tag von Mai auf November verlegt – aus Anteilnahme der verehrenden Ausmaße des Erdbebens in der Region Tohoku und des Tsunamis im März 2011. Aufgrund der COVID-Pandemie fand der Japan-Tag 2020 und 2021 in Präsenz ebenfalls nicht statt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Stadtwerke
Bereits im Jahre 1866 wurden die Stadtwerke gegründet und versorgen die Stadt Düsseldorf heutzutage mit Strom, Erdgas, Trinkwasser sowie Fernwärme. Das Unternehmen kümmert sich durch die AWISTA außerdem um die Entsorgung des Mülls.
Schon im Jahr 1843 wurde die Stadt Düsseldorf mit Gas versorgt. Hierfür sorgte derzeit die Firma Sinzig & Cie. Das Gas war jedoch von schlechter Qualität und zudem sehr teuer, so dass die Stadt ein eigenes Kraftwerk plante.
1866 wurde auf einem Areal an der Hüttenstraße die erste städtische Gasanlage mit einem 6 Kilometer langem Versorgungsnetz errichtet und in Betrieb genommen. Das Gas wurde zunächst nur für die 753 städtischen Gaslaternen zur Beleuchtung der Straßen genutzt. Zwei Jahre später wurden 800 Laternen und 1866 Abnehmer mit Gas versorgt. Zu einer Verdoppelung kam es bereits 5 Jahre später. Die Zahlen der Abnehmer und die Anzahl der Laternen stieg stetig. Aufgrund von einer Cholera-Epidemie, an der viele Düsseldorfer starben, wurde vier Jahre später das städtische Wasserwerk mit einem 30 Kilometer langem Versorgungsnetz und einer zentralen Wasserversorgung gebaut. 1890 und 1891 wurde zunächst ein neues Gaswerk gebaut und anschließend eigene Heizkraftwerke für die Stromversorgung auf einem 47 Morgen großen Grundstück in Flingern am Höherweg errichtet. Inzwischen war das Rohrnetz auf 181.608 Meter gewachsen. Die Abfallprodukte der Gasgewinnung waren zunächst noch ein großes Problem.
1903 wurde ein neues Verwaltungsgebäude an der Luisenstraße gebaut. 3 Jahre später fand eine Umrüstung der Dampfmaschinen im Kraftwerk Flingern statt. Turbinen produzierten nun Gleichstrom und Wechselstrom.
1908 gründete sich das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk, besser bekannt als RWE. Durch die kostensparenden Braunkohle-Großkraftwerke, die durch das Unternehmen RWE in Kraft gesetzt wurden, konnte der Konkurrenz-Konzern günstigere Preise anbieten.
Nachdem der Ausbau eines Straßenbahnnetzes geplant war, wurde auch über den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks nachgedacht. 1912 wurde mit dem Bau des technischen Konzepts begonnen, das schon ein Jahr später den städtischen Nahverkehr ermöglichte. Die Stadt wuchs und Flingern sowie das Stadtbad in Flingern wurde schon 1928 mit Fernwärme versorgt. Auch das Wasserwerk in Flehe war auf 117 Brunnen angewachsen. In Lörick wurde 1923 innerhalb von drei Jahren ein weiteres Wasserwerk gebaut. Zehn Jahre später wurde das dritte Wasserwerk im Norden der Stadt errichtet.
Die städtischen Versorgungsbetriebe erhielten 1933 eine neue Bezeichnung. Von nun an waren sie das „Amt 81 Stadt“.
Trotz zahlreicher Angriffe auf das Versorgungswerk im zweiten Weltkrieg erlitt dieses keine nennenswerten Beeinträchtigungen. Nach dem Krieg wurde das Kraftwerk in Flingernn in vier Abschnitten, in den Jahren 1949 bis 1955 gebaut.
Das nachhaltige Wirtschaftswachstum forderte Mitte der 50er Jahre ein weiteres Kraftwerk. Das derzeit größte Kraftwerk wurde im Innenstadthafen gebaut.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Schloss Jägerhof
In der Nähe des heutigen Schlosses, im Stadtteil Pempelfort, soll bereits im 17. Jahrhundert nachweislich ein Jägerhof existiert haben.
Nach dem Tode Jan Wellems verfiel das Schloss Jägerhof, wie auch viele andere Gebäude. Das Gesamte Gelände lag einige Jahrzehnte brach.
Durch den Kurfürsten und Herzog Karl Theodor, der große Pläne schmiegte, wurde das Gelände zu einem beeindruckendem Jägerhof mit einem im Rokoko-Stil erbauten Lustschloss, Mitte des 18. Jahrhunderts, geschaffen. Ein dreigeschossiges Schloss, mit Turm in der Mitte, um das die Düssel floss, wurde 1762 als Sitz der obersten Jägermeister, fertiggestellt.
Der kurfürstliche Statthalter von Goltstein ließ in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, aufgrund von finanzieller Notlage der Stadt, die u.a. durch Missernten entstand, die Reitallee und einen Teil des Hofgartens in eine öffentliche Parkanlage umbauen. 1770 entstand auch in diesem Zuge das Hofgärtnerhaus mit Restaurant.
1795 wurden das Hofgärtnerhaus und der Jägerhof durch französische Truppen geplündert. Viele Bäume wurden im Hofgarten gerodet und der Jägerhof wurde als Nachtlager der Franzosen und als Krankenhaus genutzt.
Für den Besuch des Kaisers Napoleons I. mit seiner Frau wurde das Schloss umgehend renoviert und ausgestattet. Der Staatssekretär beschrieb die Herrichtung als „Petit Paris“.
Nach 1815 residierte die Familie Franz Friedrich von Preußen im Schloss. Er ließ aufgrund von Platzmangel Seitenflügel an das Schloss gebaut. Zwischenzeitlich ging das Schloss in den Besitz der Hohenzollern.
Trotz Erweiterung des Schlosses um die Seitenflügel erschien es zu klein und der Staat verkaufte es mit Garten an die Stadt Düsseldorf. Die Stadt wollte das gesamte Gelände als Bauland verkaufen. Da die Bürger Düsseldorfs da aber strickt gegen waren, scheiterte das Vorhaben. Trotzdem wurden die angebauten Seitenflügel abgerissen und der Garten verkleinert, so dass nur noch das Gebäude mit Mitteltrakt und einem Vorhof übrigblieb.
Die französische Besetzung beschlagnahmte das Schloss 1925. 1934 bezog die Evangelische Kirche kurzzeitig die Räumlichkeiten. Durch einen Luftangriff im Juni 1943 wurde das Gebäude stark beschädigt.
1950 wurde das Schloss erneut aufgebaut und seit 1955 als Museum genutzt. Das Goethe-Museum und die Ernst Schneider Stiftung befinden sich seit 1987 im Schloss Jägerhof.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Tonhalle
Die Tonhalle befindet sich in dem großen Areal des Hofgartens, im Ehrenhof, in der Düsseldorfer Innenstadt, genauer gesagt im Stadtteil Pempelfort, nahegelegen der Rheinuferpromenade. Sie ist ein Konzerthaus und trug vorher den Namen Rheinhalle.
Im expressionistischen Stil wurde das Bauwerk 1925/1926 als Mehrzweckhalle und Planetarium erschaffen. Die Ausstellung der GeSoLei Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen fand bereits 1926 hier statt. Das Gebäude wurde als Kuppelgebäude mit Sternspitze so konzipiert, dass es ursprünglich auch als Planetarium genutzt werden konnte. Auf der Freitreppe befinden sich Skulpturen (Gottheiten Mars und Jupiter sowie Venus und Saturn), die ebenfalls auf die Absichten des Planetariums hinweisen. Von 1933 bis 1980 wurden diese Skulpturen von den Nationalsozialisten entfernt, da sie nicht der Kunstvorstellung entsprachen. Das architektonische Gebäude erscheint als Rundbau, mit alter aufwendiger Backsteinfassade, vorstehenden Ziegellagen und 48 senkrechten Strebepfeilern. Zwischen den Pfeilern befinden sich hohe Lanzettfenster. Am oberen Rand des Bauwerks befindet sich als Abschluss ein expressionistisches Schuppenornament. Von 16 Betonstützen im Innenraum, wird die Eisenkuppel, die mit Kupferblech verkleidet ist, getragen. Die künstlerische Architektur mit vielen Details und Gestaltungselementen ist in dieser Art und Qualität einzigartig in Düsseldorf und macht das Gebäude zu einer besonderen Erscheinung.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich eine kleine Gruppe musikinteressierter Bürger zusammengeschlossen und einen Musikverein gegründet. 1864 wurden diese Musiker von der Stadt in deren Dienst gestellt und gründete die Düsseldorfer Symphoniker. Aachen und Düsseldorf waren somit die einzigen Städte, die ein Orchester hatten. Mit dem Orchester und somit auch mit der Tonhalle sind bekannte Musiker wie Felix Mendelssohn, Robert Schumann, Richard Wagner und Richard Strauß verbunden.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Bau der ehemaligen Rheinhalle teilweise durch Bombenangriffe zerstört und das Orchester löste sich notgedrungen auf. Nach dem Krieg 1945 wurde die Mehrzweckhalle wieder aufgebaut und der Konzertbetrieb mit 45 Musikern aufgenommen.
1976 wurde die Halle so umgebaut, dass im Inneren ein Konzertsaal mit modernem Ambiente errichtet wurde. 2005 wurden erneute Arbeiten am Kuppelbau aufgrund von Brandschutzauflagen und Asbestsanierung verrichtet. Die Innenkuppel wurde nach mehreren Tests schalldurchlässig gestaltet. Schallumlenkkörper wurden eingebaut, die das Echo der Halbkugelkuppel aufbrechen. Die Akustik wird von Spezialisten als sehr gut empfunden.
Im Inneren der Tonhalle befindet sich das Foyer mit 200 bis 400 Plätzen, ein großer Saal, direkt unter der Kuppel mit 1.854 Plätzen und ein Saal für Kammermusik mit 300 Plätzen. Nicht nur die Atmosphäre und der Klang, die Architektur im Inneren und an den Fassaden des Gebäudes, sowie das Außenmosaik, Skulpturen und Büsten können von den Besuchern bestaunt werden, sondern auch Glaskunstwerke und Lichtplastiken, die mit Projektoren bestrahlt werden und durch Hohlspiegel einen verzauberten Anblick ermöglichen. Lichtelemente empfinden einen Sternenhimmel nach, der die Tonhalle zu einem musikalischen Planetarium macht. Am Abend und bei Nacht setzt ein Beleuchtungskonzept die Tonhalle in ein besonderes Licht und lässt das Gebäude in voller Pracht erstrahlen.
Im Februar 2014 fand, aufgrund des 150-jährigen Bestehens der Düsseldorfer Symphoniker, ein Fest im großen Kuppelsaal statt. Zur Ehrung des Musikdirektors Felix Mendelssohn wurde der Saal in den Mendelssohn-Saal umbenannt.
Über die Dachterrasse gelangt man auf der Nordseite der Tonhalle über eine Treppe zur Oberkasseler Brücke, die mit dem Ehrenhof und Hofgarten durch einen Fußgängerstreifen verbunden ist. Durch einen Fußgängertunnel gelangen die Besucher zum Parkplatz auf der Unteren Werft des Rheinufers.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Hofgarten
Der Hofgarten befindet sich zwischen den Stadtteilen Pempelfort und Stadtmitte. Die Parkanlage erstreckt sich auf einer Fläche von 27,73 Hektar. Inbegriffen sind, dass Schloss Jägerhof, der Malkastenpark und dem Ehrenhof. Wegen seiner Vielfältigkeit ist die grüne Lunge inmitten der Innenstadt ein beliebtes Ausflugsziel in Düsseldorf. Tolle Impressionen, wie die Lichtbänke auf der Reitallee, die Tonhalle, die Schmuckbeete, die Goldene Brücke, die Skulpturen, freie Rasenflächen, schattige Alleen, Wasserspiele, verschiedene Anhöhen, Blumengärten, prächtigen Bäume, Denkmäler und vielem mehr, begeistern die Besucher und Spaziergänger.
Der älteste Volksgarten Düsseldorfs wurde in Teilen bereits 1769 angelegt. Die Ländereien und Höfe der Herzöge befanden sich im Stadtteil Pempelfort. Im Laufe des 16. Jahrhunderts hatte sich eine prächtige Gartenlandschaft, mit Zier- und Nutzgärten entwickelt. Mittendrin befand sich der Hofgarten der Fürsten, der durch das Ratinger Tor erreichbar war. Im Laufe der Jahre wurden die Gartenflächen mehrmals erweitert und Hochzeiten und Feierlichkeiten der Herzöge und Prinzen fanden hier statt. Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Hof, nach dem Tode Jan Wellems, aufgelöst. Der neue Landesherr wollte nicht in Düsseldorf residieren und damit war das Schloss verlassen und Teile des Hofgartens verwilderten.
Nach dem Krieg 1763 waren große Teile der Stadt Düsseldorf zerstört. Die Stadt geriet, auch aufgrund von Missernten, in eine wirtschaftliche Notlage. Herzog und Kurfürst Jülich-Berg veranlasste verschiedene Baumaßnahmen und Aufräumarbeiten, um die wirtschaftliche Situation der Stadt zu verbessern. Dadurch wurden Arbeitsplätze geschaffen und gleichzeitig die Zerstörungen beseitigt. Auch der Hofgarten wurde, auf Veranlassung von Graf Goltstein, von schweren Schäden und Zerstörungen befreit und ausgebaut. Nach ihm benannt ist die Goldsteinstraße entlang des östlichen Hofgartens. 1765 wurde das Schloss Jägerhof fertiggestellt und in den Hofgarten integriert. Das, von der Düssel durchflossene Gartengelände, wurde erweitert und das Flussbett der Düssel an den südlichen Rand verlegt. Die Reitallee wurde als breite Lindenallee und Mittelpunkt der Hauptachse, mit einem Teich am Ende der Allee, angelegt. Dieser Teich trägt den Namen Runder Weiher und wurde 1900 mit einer Skulptur und einer Fontäne geschmückt. Von der Reitallee führten viele kleine Wege durch den barocken Schlossgarten, die von orientalischen Hecken gesäumt waren, in denen sich Sitzgelegenheiten zum Ausruhen befanden. Im Hofgärtnerhaus wohnte der Hofgärtner, der für die Pflege des Gartens zuständig war. Fand im Hofgarten gesellschaftliches Vergnügen statt, wurden den Gästen, im Hofgärtnerhaus, Erfrischungen angeboten. 1782 wurde ein chinesischer Pavillon gebaut.
1795 wurde die Stadt von französischen Truppen des ersten Koalitionskrieges belagert. Sie bauten Schutzwerke, rissen den neu erbauten chinesischen Pavillon ab, fällten Bäume und holzten Hecken des Hofgartens ab, der dadurch fast vollständig zerstört wurde. 1804 wurde der Garten wieder aufgebaut und das Hofgärtnerhaus wiederhergestellt. 1804 wurde ein städtebauliches Konzept entwickelt, in dem auch der Hofgarten mit einer Erweiterung und Neugestaltung bedacht wurde. Maximilian Friedrich Weye gestaltete die Festungsstadt Düsseldorf zu einer Gartenstadt, im englischen Stil, um.
Die Düssel staut sich in zwei Teiche, die als Halbinseln bezeichnet werden. Diese Halbinseln werden durch die Goldene Brücke verbunden, die die älteste Fußgängerbrücke Düsseldorfs (aus dem 19. Jahrhundert) ist und unter Denkmalschutz steht. Verschiedene Anhöhen, unter anderem durch Napoleon veranlasst wurden, wurden errichtet. So befindet sich im Nordwesten des Hofgartens der Napoleonberg. Am Weiher der Landskrone befindet sich der Ananasberg, auf dem 1836 ein Ausflugslokal errichtet wurde. Dieses Lokal wurde später durch ein Restaurant ersetzt aber leider im zweiten Weltkrieg zerstört. Ein im Jugendstil errichteter Pavillon namens Majolikahäuschen wurde 1902 erbaut, jedoch nach nur 24 Jahren wieder abgerissen. Aufgrund der Errichtung eines ersten Turnplatzes im Rheinland im Jahr 1815, gründete sich 1847 der erste Turnverein der Stadt. Ein Findling erinnert mit einer Innschrift an den Turnplatz.
Aufgrund von Bauplanungen eines Bahnhofes sollten 1845 Teile des Hofgartens dafür genutzt werden. Die Pläne wurden jedoch verworfen. Auch der Plan aus dem Jahr 1958, den Weiher an der Landskrone zuzuschütten, um dort den Jan-Wellem-Platz und den Tausendfüßler zu bauen, wurde aufgrund von Protesten der Bevölkerung nicht durchgesetzt.
An der Landskrone und der Goldenen Brücke wurde 1937 das Schwanenhaus gebaut. Dieses dient zum Schutz und der Versorgung der Schwäne. 2017 wurde es aufwändig restauriert und Tierschützer kümmern sich um kranke Tiere.
Später wurde die sechsspurige Fischer Straße, als Verlängerung der Berliner Allee und Zufahrt zum Tausendfüßler, gebaut, die den Hofgarten durchquerte.
Seit 1998 steht der Hofgarten unter Denkmalschutz. 219 Gaslaternen schmücken den gesamten Hofgarten. Lediglich ein kleiner Teil, unter dem die U-Bahn verläuft, wurde mit LED-Lichten versehen.
Sturm Ela hat vor 10 Jahren schwere Schäden im Hofgarten verursacht und ca. 370 alte Bäume, und somit ungefähr die Hälfte des Baumbestandes, umgerissen oder schwer beschädigt. Auch ca. 130 Gaslaternen haben durch den schweren Sturm Schäden erlitten. 2018 wurden die Gaslaternen wieder restauriert und ein Jahr später konnten die Laternen auch auf der Goldenen Brücke wieder aufgestellt werden.
Aufgrund der „Dezentralen Landesgartenschau“ und der EUROGA 2002plus wurde der Hofgarten aufwendig umgestaltet. Der Eingang wurde erneuert und die Parkanlage wurde zur Stadt hin geöffnet. Randbepflanzungen wurden gerodet, die Wege saniert und Sitzgelegenheiten geschaffen. Die Lichtbänke, die nachts erstrahlen sind entlang der Reitallee zu finden.
Der Hofgarten wurde durch den Bau der Wehrhahnlinie und des Kö-Bogens wieder ebenerdig an die Königsallee angeschlossen. Durch den Abriss des Tausendfüßlers, den Bau des Tunnels wird der Hofgarten geteilt. Der Weiher musste wegen des Baus des Jan-Wellem-Platzes verkleinert werden. Durch Fällung der Bäume, die zur Stadtseite ausgerichtet waren, ist der Blick zu dem Gebäude von Daniel Libeskind auf dem Jan-Wellem-Platz offen, was den Bürgern eher nicht gefällt und vom Bürgerverein kritisiert wird.
Obwohl der Hofgarten inmitten der Stadt liegt, gilt er als ruhige Parkanlage. Dies hat er seinem Baumbestand, anderem Gehölz und seiner Größe zu verdanken. Spaziergänger, Jogger, Angestellte der umliegenden Firmen und Geschäfte verbringen gerne ihre Freizeit oder Pausen im Hofgarten. Auch die 3 Kinderspielplätze werden gerne besucht. Die Grünflächen werden im Sommer gerne als Liege- und Sonnenwiese genutzt.
Wer sich im Hofgarten aufhält, wird durchaus die Gelegenheit haben, verschiedene Tiere zu beobachten. Halsbandsittiche, Kormorane, Nutria, Schwäne, Enten, Gänse und andere Tiere sind hier zuhause.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Steigenberger Parkhotel
Das damalige Parkhotel wurde 1901 als Luxushotel in Düsseldorf am Corneliusplatz errichtet. Schon 1902 fand eine Industrie- und Gewerbeausstellung im mittleren Trakt des Hotels statt. 1912 wurden die Süd- und Nordflügel erweitert und 1932 wurde ein großer Saal in den Höfen errichtet. Durch den Krieg wurde das Parkhotel schwer beschädigt und die letzte Etage brannte komplett aus. Nach dem Krieg wurde das Hotel als Unterkunft für Soldaten genutzt und 1951 zog die Mannesmann AG vorrübergehend mit der Veraltung in die Räumlichkeiten ein.
Nach Übernahme des Gebäudes durch die Steigenberger Hotelgesellschaft im Jahr 2004, veranlasste diese geplante Renovierungs- und Umbauarbeiten. Das Gebäude wurde wegen der aufwändigen Fassade mit italienischen Formen der Renaissance und der städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz genommen. An die ägyptische Travo Group wurde das Hotel 2009 verkauft, die es weiterhin unter dem Namen Steigenberger führt.
2012 wurde das 5-Sterne Hotel an der Königsallee modernisiert und bietet den Gästen insgesamt 119 moderne und komfortable Zimmer, 11 Suiten, mehrere Restaurants mit kulinarischen Angeboten, Champagner Lounge, Sommerterrasse, Bar, einen Spa-Bereich mit Sauna und Dampfbad, einen Fitnessbereich und 7 klimatisierte Tagungsräume.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Bergische Löwe
Der Bergische Löwe ist das Wappentier des ehemaligen Herzogtums Berg und auch heute noch in vielen Wappen von Vereinen oder Firmen, von Gastronomien, als Skulpturen, in verschiedenen Städten zu finden. Seinen Ursprung hat er durch den Limburgischen Löwen.
Der Löwe wird meistens in rot mit blauen Krallen, Zunge und Krone dargestellt. Zudem hat er einen doppelten Schwanz. Der Löwe steht auf den Hinterbeinen, die Pranken und Krallen sind ausgefahren und stellen Angriff oder eine Waffe dar. Ebenso die rausgestreckte Zunge. Häufig wird der stehende Löwe auch mit Gegenständen wie Anker, Schlüsseln, landwirtschaftlichen Geräten oder Schwert dargestellt. Der Anker ist das Symbol des großen Schifffahrtsweges auf dem Rhein.
In Düsseldorf ist er in einem hölzernen Standbild als Kriegswahrzeichen auf der Königsallee, Nähe Graf-Adolf-Platz, am Ende des Kö-Grabens zu finden. Ein weiterer Löwe ist auf der Terrasse des Verwaltungsgebäudes am Marktplatz 6 zu sehen. Der bergische Löwe ist auch bekannt als Symbol und Namensgeber des Düsseldorfer Löwensenfes und als Symbol des Düsseldorfer Stadtwappens, das auch auf vielen Souvenirs zu sehen ist.
Bekannt ist das Wappen u.a. im Vereinswappen der Fußballmannschaft Bayer Leverkusen, 1. FC Mülheim und der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft DEG.
Den bergischen Löwen tragen die Wappen des Kreis Mettmann, Düsseldorf, Leverkusen, Köln-Mülheim, Köln-Rodenkirchen, Leverkusen-Wiesdorf, Rhein-Sieg-Kreis, Landkreis Bonn, Rhein-Wupper-Kreis, Radevormwald, Velbert, Wuppertal, Langenfeld, Oberbergischer Kreis, Iserlohn, Kierspe – Märkischer Kreis, Hennef – Rhein-Sieg Kreis, Hitdorf, Lennep, Wipperfürth, Wesseling, Pulheim-Sinnersdorf, Königswinter, Bergisch Gladbach, Remscheid, Siegburg und viele mehr.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Königsallee
Die 1 Kilometer lange Königsallee in Düsseldorf erhielt ihren Namen 1851, und wird auch gerne nur die „Kö“ genannt. Die bekannte Flaniermeile, östlich der Altstadt und Carlstadt, liegt mitten im Stadtzentrum, und ist durch den Kö-Graben in der Mitte der Straße, in zwei Seiten geteilt. Sie misst daher eine Breite von 87 Metern. Beide Seiten besitzen einen Bürgersteig an der Häuserseite und einen an der Stadtgrabenseite. Der Boulevard zeichnet sich durch den eindrucksvollen Baumbestand (Platanen), den Luxusgeschäften auf der einen Seite und den Banken auf der anderen Seite der Straße aus, und zählt zu einer der bekanntesten Luxuseinkaufsstraßen Europas. Als die „Kleine Kö“ wird der hintere Teil der Königsallee, zwischen Graf-Adolf-Straße und Luisenstraße, genannt.
Nach dem Friedensvertrag vom 9. Februar 1801 zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich, wurde der Zweite Koalitionskrieg unter Kaiser Franz II. beendet. In diesem Vertrag verpflichtete sich das Römische Reich, die Festung Düsseldorfs nicht wieder aufzubauen. Das stark geschädigte Mauerwerk der Festung wurde durch einen 30 Meter breiten, 5 Meter tiefen und 1 Kilometer langen Stadtgraben ersetzt. 1898 wurde am Nordende der Tritonenbrunnen gebaut, der das Wasser aus der Düssel bezieht. Die Brunnenanlage, mit dem griechischen Meeresgott (Triton), der eine Lanze in seinen Händen hält, mit der er einen Fisch zurückhält, der von zwei Wasserkindern bekämpft wird, Muschelschalen und wasserspeienden Löwenköpfen, ist ein beachtliches Kunstwerk eines Bildhauers. Am Südende des Kö-Grabens befindet sich der Bergische Löwe, ein Standbild mit dem Wappentier des ehemaligen Herzogtums. Auf den beiden Brücken des Stadtgrabens standen Zollhäuschen. Ab 1838 befand sich am Südende der Königsallee ein Bahnhof der Eisenbahn. Auch früher war auf der Königsallee schon viel los. Reisende kamen vom, oder mussten zum Bahnhof, Offiziere und Soldaten waren unterwegs, die Leute mussten zur Post und später zum Telegrafenamt, Hotelbesucher liefen über die Königsallee und die Cafe´s wurden als Ausflugsort genutzt.
Früher hieß die Königsallee, östlich des Grabens noch „Neue Allee“, „Mittelallee“ oder „Kastanienallee“. 1848 ereignete sich ein bizarres Attentat. Als der König Friedrich Wilhelm IV. vom Bahnhof zum Schloss fahren wollte, wurde er mit Pferdeäpfeln beschmissen. Ob der Grund mit der Namensänderung der Straße zu tun hatte, ist nicht ganz klar.
Nachdem um 1890 die Bahnanlagen weiter südlich in die Stadt verlegt und auch die Bahnhöfe abgerissen wurden, ist die Königsallee Richtung Süden über drei Querstraßen verlängert worden. Später wurde auf der Königsallee Ecke Aderstraße das Apollo-Theater gebaut, welches im Dezember 1899 eröffnet wurde. Ein kleiner Blumengarten mit einer Bronzefigur (Kugelspielerin) wurde hinter dem südlichen Ende des Wassergrabens angelegt. 1909 wurde der Neckereibrunnen an der Königsallee Ecke Bastionstraße aufgestellt. Die Skulptur inmitten des Brunnens stellt zwei Jungen dar, von denen einer dem anderen aus einem Krug Wasser gibt. Am nördlichen Ende der Königsallee befindet sich die 1905 aufgestellte “grüne Mathilde“. Hierbei handelt es sich um eine Standuhr, die von einem Blumenbeet umgeben war. Die „grüne Mathilde“ nutzen viele Verliebte als Treffpunkt.
Auf der heutigen Bankenseite der Königsallee wurde ab 1905 das Gebäude der Bergisch-Märkischen-Bank gebaut, die 1914 von der Deutschen Bank übernommen wurde. Bereits errichtete Wohngebäude wurden ebenfalls zu Bankgebäuden und Geschäftshäuser umfunktioniert. Anfang des 20. Jahrhunderts zog das Hotel Breidenbacher Hof in ein Gebäude der Königsallee. Kunsthandlungen, Galerien, Warenhäuser siedelten sich folgend an.
Heute ist die Königsallee eine Flaniermeile mit hochwertigen Geschäften, Boutiquen, Sportgeschäften, Luxusmarken, italienischer Handwerkskunst, Modehäusern, Dessouswaren, Lederwaren, Parfümerien, Juwelieren und Uhrenmanufakturen, der Kö-Galerie, dem Stevens Center und dem neunstöckigen Kö-Center. Auf der anderen Seite der Straße befinden sich Banken, das Center der Westdeutschen Zeitung, Ärzte, Büros sowie Rechtsanwälte und Notare. Westlich der Kö befinden sich der Breidenbacher Hof, das Hotel Intercontinental und das Steigenberger Park Hotel. Zahlreiche Cafés, Patisserie, Konditorei und Gastronomien sind östlich gelegen, auf der Kö zu finden.
Die historischen Kö-Laternen und die Gullydeckel mit Radschlägermotiv verleihen der Straße einen zusätzlichen Charme und Charakter.
Durch den Bau des Kö-Bogens veränderte sich die Königsallee und neue Akzente wurden gesetzt. Der Geschäftskomplex mit dem Kaufhaus Breuniger und der Bousten Consulting Group als Mieter wurde errichtet. Hier befindet sich auch ein Showroom der Firma Apple. Etwa zeitgleich wurde die Trinkhausgalerie im Traditionsbankhaus sowie der Kaufhof an der Kö umgebaut.
Die Preise für Grund und Boden liegen auf der Königsallee zwischen 20.000 bis 55.000 Euro für den Quadratmeter, je nach Lage. Der Mietpreis liegt etwa bei 250 Euro pro Quadratmeter.
Die Königsallee ist nicht nur ein geschäftlicher Einkaufsboulevard, hier finden auch zahlreiche Veranstaltungen statt. So zum Beispiel der 5-tägige Bücherbummel. Hier stellen Verlage, Institute und Vereine sowie Händler ihre Literatur aus. Neben Lesungen und Aufführungen, wird der Bücherbummel durch eine Bühne und Gastronomie begleitet. Das Oldtimerfestival und die Luxuskarossen wie Porsche, Maserati und Lamborghini ziehen Autobegeisterte förmlich an. Vor dem InterConti-Hotel sind die Luxusfahrzeuge vermehrt zu sehen und werden bestaunt und fotografiert. Der Kö-Lauf, der Düsseldorf-Marathon und das Kö-Radrennen gehören zu den sportlichen Aktivitäten der Königsallee. Am Karnevalssonntag findet ein großes Treiben des Straßenkarnevals sowie der traditionelle „Tuntenlauf“ statt. Am Rosenmontag führt der Karnevalszug ebenfalls über die Kö. Verleihungen, Ausstellungen, Fashion Days, Showkochen, Weinproben, Weihnachtsmarkt sind nur ein paar Events, die auf der Kö übers Jahr hinweg stattfinden. Zur Weihnachtszeit erstrahlt der Kö-Graben durch einen Lichterbogen in einem besonderen Glanz. Auf dem Corneliusplatz, Nähe des Kaufhofs an der Kö wurde im Winter 2018 zum ersten Mal die Eislaufbahn mit Gastronomieangeboten aufgebaut. Die Winterwelt „Kö on Ice“ findet großen Anklang bei Jung und Alt. Hier können die Besucher Eislaufen, Eisstockschießen oder sich zum „Après-Ski“ in der Füchschen-Alm treffen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Heinrich-Heine-Universität
Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts wollte man in Düsseldorf eine Universität gründen, was jedoch nicht zustande kam. Eine juristische Lehreinrichtung wurde 1715 bis 1810 geführt. Der französische Kaiser Napoleon plante 1811 eine Universität mit 5 Fakultäten im Düsseldorfer Schloss. Aufgrund des Endes der napoleonischen Herrschaft 1815 kam es jedoch nicht dazu.
1907 wurden die“ Städtischen Kliniken“ gebaut und in diesem Zuge auch die „Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin“ gegründet. Zwar war hier kein Medizinstudium möglich, jedoch konnten die praktizierenden Ärzte an Fortbildungen teilnehmen. 1919 wurde dann in Teilen ein klinischer Unterricht abgehalten. Nach vier Jahren wurde ein Vertrag geschlossen und die „Akademie für praktische Medizin“ wurde in „Medizinische Akademie in Düsseldorf“ umbenannt. Vorklinische Ausbildungen mussten noch an anderen Hochschulen absolviert werden, aber die klinische Ausbildung mit staatlicher Anerkennung konnte hier absolviert werden. 1931/32 wurde die Zahnmedizin dazu genommen. Ab 1935 konnte an der „Medizinischen Akademie Düsseldorf“ dann auch promoviert werden.
Die erste erfolgreiche Operation mit Hilfe einer Herz-Lungen-Maschine erfolgte 1952. Durch diese Operation am offenen Herzen erlangte die Akademie weltweites Ansehen in der Herzforschung.
Die Akademie wurde 1962 an das Land Nordrhein-Westfalen übergeben. Die Städtischen Anstalten blieben jedoch weiterhin in der Obhut der Stadt Düsseldorf. Die Landesregierung beschloss 1965 die Gründung einer Universität in Düsseldorf. Die ersten Jahre waren aufgrund fehlender Gelder problematisch. Verschiedene Fakultäten waren zunächst in anderen Gebäuden in verschiedenen Stadtteilen ausgelagert. So war zum Beispiel das Institut für physikalische Chemie auf dem Henkelgelände untergebracht. Ein 42,8 Hektar großes Gelände wurde schließlich von der Stadt Düsseldorf, südlich der Krankenanstalten, zur Verfügung gestellt. In mehreren Bauabschnitten wurde zunächst das Verwaltungsgebäude (1968) und später weitere Gebäude errichtet. 1973 übernahm das Land Nordrhein-Westfalen schließlich auch die Städtischen Krankenanstalten.
In den 70er Jahren konnten, nach dem zweiten Bauabschnitt, verschiedene Fakultäten die fertiggestellten Gebäude beziehen. Mitte der 70er Jahre wurde der Botanische Garten, östlich der Krankenanstalten, erstellt. Der Botanische Garten befindet sich in einer 18 Meter hohen, gläsernen Kuppel, in der circa 400 Pflanzenarten ausgestellt werden. Ein zusätzliches Gewächshaus dient zur Ausstellung südafrikanischer Pflanzen und ein weiteres Pflanzenhaus ist für die Ausbildung und Pflanzenanzucht errichtet worden. Sie alle dienen der Forschung und Lehre im naturwissenschaftlichen Bereich. Eine 13 Meter hohe Orangerie dient zur Unterbringung von Kübelpflanzen im Winter. Im dritten Bauabschnitt wurden zentrale und östlich gelegene Bereiche des Geländes bebaut. Ende 1979 konnte die zentral gelegene Universitätsbibliothek im Mittelpunkt des Campus eröffnet werden. Anfang der 80er Jahre wurden die Universitäts-Sportanlagen und das Institut für Sportwissenschaften fertiggestellt. Die Pädagogische Hochschule Neuss zog im Frühjahr 1980 in die Räumlichkeiten der Universität. 12.000 Studienplätze wurden derzeit angeboten.
Mehrere Vorhaben und Rechtsstreite, über eine Zeit von 23 Jahre, die Universität umzubenennen, scheiterten. Im Dezember 1988 wurde die Universität nach dem deutschen Dichter Heinrich Heine, der in Düsseldorf geboren wurde, benannt. Heute spricht keiner mehr von den Streitigkeiten bezüglich der Namensfindung der „Heinrich-Heine-Universität“. Ganz im Gegenteil – viele Gebäudebenennungen, Grußwörter und Denkmäler sind im Universitätsgelände sichtbar.
Die Anzahl der Studierenden nahm bis zum heutigen Datum stetig zu. 1996 konnten auch die Studenten der juristischen Fakultät in den Campus der Heinrich-Heine-Uni einziehen, da diese durch einen Anbau erweitert wurde. Auch die wissenschaftliche Fakultät erhielt 2010 ein neues, gesondertes Gebäude. Dieses besondere, architektonische Gebäude wurde aufgrund einer Spende des Ehrensenators Schwarz-Schütte errichtet und gilt als ausgesprochenes Wahrzeichen der Universität. Eine volkswirtschaftliche Abteilung der Fakultät wurde gegründet.
Die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ist eine Deutsche Hochschule und gilt als Volluniversität, da hier ein Studium in den grundlegendsten wissenschaftlichen Bereichen wie Philosophie, Theologie, Mathematik, Jura, Medizin, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft- und Sozialwissenschaften mit Promotion und Habilitation angeboten wird. Insgesamt verfügt die Heinrich-Heine-Universität über 5 verschiedene Fakultäten (Medizinische Fakultät, Philosophische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Juristische Fakultät). Die Einheit aus Universitätscampus und Klinikum befindet sich postalisch an der Moorenstraße und der Universitätsstraße in Düsseldorf Bilk.
Das Zentrum für Informations- und Medientechnologie bildet eine eigene Einheit für alle technischen Aspekte der digitalen Informationsverarbeitung. Das Multimediazentrum ist in verschiedene Bereiche eingeteilt.
Die Studierendenakademie wurde 2012 gegründet und bietet Veranstaltungen, Vorlesungen, Angebote zur Karriereorientierung, Sprachkurse und Beratungen für Studierende der fünf Fakultäten an.
Die Uniklinik ist das größte Krankenhaus Düsseldorfs. Es besteht aus 29 Kliniken und 30 Institutionen und behandelt jährlich rund 50.000 Patienten, die stationär aufgenommen werden. Hierfür stehen über 1.200 Betten zur Verfügung. Zusätzlich werden rund 300.000 Patienten ambulant behandelt. Die Universitätsklinik beschäftigt ca. 975 Ärzte und 1.300 Beschäftigte in der Krankenpflege. Insgesamt arbeiten ca. 9500 Mitarbeiter im Klinikum.
Die Autobahnanschlussstelle der A46 Düsseldorf Bilk, verbindet die Universität mit der Innenstadt. Der Campus wird durch den „Unitunnel“ geteilt. Verschiedene öffentliche Verkehrsmittel zur Uniklinik und zum Campus stehen genauso zur Verfügung, wie Campusparkplätze. Ein durch den Campus verlaufender Weg für Fahrradfahrer und Fußgänger bietet eine verkürzte Querverbindung durch die Anlage. Die Hauptmensa ist ebenfalls über eine Fußgängerzone und Fußgängerbrücke erreichbar. Die Gebäude und Gebäudegruppen sind nummeriert. Über ein Navigationssystem, in das Sie ihr Ziel auf dem Universitätsareal eingeben, werden Sie zum entsprechenden Gebäude geleitet. Sie können die wichtigsten Anlaufstellen auf einer Karte oder in einer Liste auswählen. Einen Lageplan können Sie sich außerdem online herunterladen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Hauptbahnhof Düsseldorf
Am südöstlichen Rand der Stadtmitte befindet sich der Hauptbahnhof in Düsseldorf. Der Bahnhof besteht bereits seit 1891 und wurde, 1932 über vier Jahre, und erneut 1980 über eine Zeit von 5 Jahren umgebaut.
Der alte Hauptbahnhof aus dem Jahr 1891 entsprach nicht mehr dem Stil und wurde zu klein. Zuerst sprach man noch von Umbauten, doch schließlich entschied man sich dafür, ihn gänzlich abzureißen und neu zu bauen. Das Erscheinungsbild wollte man jedoch nicht total verändern. So sollte der alte Backstein mit Naturelementen und dem markanten Uhrenturm beibehalten werden. Der Uhrenturm diente damals als Wasserturm für die Dampflokomotiven. Der „neue“ Hauptbahnhof, aus den 30er Jahren, wurde im zweiten Weltkrieg stark beschädigt. In Teilen wurde er bis 1959 wieder aufgebaut.
Innerhalb des Hauptbahnhofes wurde Ende der 70er Jahre ein Innenstadttunnel für die Düsseldorfer Stadtbahn und die Ost-West-S-Bahn zwischen Hagen und Mönchengladbach gebaut. Der umfangreiche Umbau erforderte den Abriss eines Stahlwerks, wodurch die Öffnung und Verbindung zum Stadtteil Oberbilk erfolgte. Die Umbauarbeiten und Umgestaltung dauerten knapp 10 Jahre. Die U-Bahnstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und der Düsseldorfer Altstadt und die S-Bahn-Linien S8 und S11, konnten im Mai 1988 freigegeben werden. Damit ein schneller Umstieg zwischen der Stadtbahn und der S-Bahn bzw. Eisenbahn möglich wurde, mussten auch die Eisenbahn-Bahnsteige mit einer Überdachung und die Bahnhofspassage umgebaut werden.
Entstanden ist ein Hauptbahnhof zwischen dem Bertha-von-Suttner-Platz (Oberbilkerseite) und dem Konrad-Adenauer-Platz (Stadtseite), mit einer Bahnsteighalle, einer zentralen Passage mit zahlreichen Ladenlokalen und Gastronomien, einem mittig der Passage gelegenem Reisezentrum für Reisende und 20 Hauptgleise für den Schienenpersonenverkehr, die Regionalverkehrslinien und die S-Bahnlinien. Die Gleise 19 und 20 sind für Autoreise- und Sonderzüge eingerichtet. Nordöstlich des Bahnhofsgeländes befindet sich eine Verladestelle für den Autoreisezug. Das Gebäude wurde 2018 an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Düsseldorf angeschlossen.
Auf der Rückseite des Hauptbahnhofes, am Bertha-von Suttner-Platz ist ein zweiter Bahnhofsvorplatz entstanden. In den Gebäuden befindet sich die Volkshochschule und die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien. Neue Fuß- und Radwege wurden durch den Stadtteil Oberbilk bis zum Volksgarten, schon 1987 zur Bundesgartenschau, angelegt. Durch die Straßen Ludwig-Erhard-Allee und Willi-Becker-Allee wurde die Anbindung des Hauptbahnhofes und des Parkhauses an die Kölner-Straße und Eller Straße geschaffen.
Hinter der erhaltenen Backsteinfassage befindet sich heute das Ibis-Hotel und eine Diskothek.
In unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes wurde ein Parkhaus mit 1685 PKW-Stellplätzen errichtet.
Nördlich des Bahnhofsvorplatzes (Stadtseite) befindet sich an der Worringer Straße ein Bahnhof für die Fernbuslinien.
Täglich wird der Hauptbahnhof von 169 Fernverkehrszügen, 550 S-Bahnen und 423 Regionalzüge sowie ca. 270.000 Reisenden frequentiert. Er gehört zu den 10 größten Bahnhöfen Deutschlands.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Benrather Badehaus
2019 musste das alte Hallenbad an der Reger Straße in Düsseldorf Benrath schließen, da es in die Jahre gekommen war. Jedoch wurde die Delphinskulptur und zwei Wandreliefs des 60 Jahre alten Bades aufbewahrt, um in das neue Bad zu integrieren.
Nach einer 3-jährigen Bauphase, des neuen Hallenbades in Benrath, wurde das Schwimmbad unter dem neuen Namen „Badehaus Benrath – Schwimmen am Schloss“ am 2. September 2023 eröffnet. Bei der Namensgebung und bei der Gestaltung durften die Bürger und Bürgerinnen Düsseldorfs mitreden.
Das neue Badehaus verfügt über ein Einmeter- und ein Dreimeterbrett, von dem aus, die Besucher in ein 25-Meter-Becken (Länge) springen können. Außerdem steht ein Kursbecken bereit, dessen Boden nach oben oder unten verstellbar ist. Dieses ist räumlich von den anderen Becken getrennt, so dass die Kursteilnehmer nicht abgelenkt werden und eine gute Akustik wahrnehmen. Ein Vitalbecken mit Massagedüsen und warmem Wasser mit angrenzendem Textildampfbad sorgt für pure Entspannung. Im Frühjahr soll zusätzlich ein neugestaltetes Solebecken hinzukommen. Auch an die kleinen Gäste hat man selbstverständlich gedacht. Ein Planschbecken mit verschiedenen Attraktionen steht für die Kleinen bereit. Zusätzlich wurde ein Gymnastikraum in das Badehaus integriert. Für Jung und Alt stehen vielfältige Kursangebote zur Auswahl. Von Wassergymnastik bis Aqua-Power, von Babyschwimmen bis Schwimmkurse für Erwachsene können die Besucher alle Angebote buchen. Gesundheit und die Prävention stehen im Benrather Badehauses im Vordergrund. Aber auch die Familienangebote werden attraktiv gestaltet, damit der Badespaß garantiert ist.
Im Mai 2023 wurde bereits auch das angrenzende Freibad eröffnet. Eine Breitrutsche und verschiedene Attraktionen stehen den Besuchern im Mehrzweckbecken zur Verfügung. Wer gerne von oben ins kühle Nass springen möchte, kann das Einmeter- oder Dreimeter-Brett nutzen. Für die kleinen Besucher gibt es ein Planschbecken. Wer sich neben dem Schwimmen noch weiterhin sportlich betätigen möchte, kann sich beim Beachvolleyball auspowern
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Flughafen Düsseldorf
Der erste Flughafen Düsseldorfs befand sich in der Golzheimer Heide in Stockum. 1909 wurde die erste städtische Luftschiffhalle gebaut, die 1911 durch eine heftige Windböe zerstört wurde. 1913 wurde eine neue militärische Halle gebaut, die durch einen Luftangriff des ersten Weltkrieges beschädigt wurde. Nach dem Abzug französischer Truppen wurde der Bau des Flughafens 1925 geplant. Bereits im Oktober 1925 rollte das erste Passagierflugzeug, mit Platz für 4 Passagiere, vom Rollfeld. Zwei Jahre später starteten die ersten Propellermaschinen der Luftverkehrsgesellschaft Ruhrgebiet.
Der Flughafen Düsseldorf wurde 1927 eröffnet und befindet sich 6 Km nördlich der Düsseldorfer Innenstadt, im Stadtteil Düsseldorf Lohausen, wie soll es anders sein, auf der Flughafenstraße 105 😉. Nahegelegen sind die Nachbarstädte Duisburg, Ratingen und Meerbusch.
Für die Lufthansa wurden 1933 Werkstätten und Lagerräume gebaut. Und 1936 wurde ein Fliegerhorst durch die deutsche Luftwaffe errichtet, die 1939 den gesamten Flughafen übernahm. Ein Tag vor Weihnachten 1944 wurden alle Hallen durch Fliegerangriffe zerstört. Die nicht zerstörten Gebäude des Flughafens wurden im Jahr 1945 von US-Truppen besetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm man Reparaturen an den Gebäuden und der Startbahn vor und die zivile Luftfahrt konnte wieder aufgenommen werden. Nachdem die Briten den Flughafen an die Deutschen 1950 zurückgegeben hatten, wurde die Hauptstartbahn verlängert. 1957 ereignete sich ein schwerer Unfall. Ein Flugzeug stürzte kurz nach dem Start ab und viel in eine Kleingartenanlage in Düsseldorf Derendorf, wobei 8 Menschen starben.
1969 wurde die Hauptstartbahn erneut verlängert und mit dem Bau der Abfertigungshalle begonnen. Nachdem das Passagieraufkommen stetig größer wurde, sah man einen Engpass in der einzigen Startbahn. Aufgrund von Beschlüssen durfte jedoch nur eine Ersatzbahn für Engpässe, parallel zur eigentlichen Start- und Landebahn gebaut werden.
1996 ereignete sich eine schwere Brandkatastrophe im Terminal A. Hier kamen durch Schweißarbeiten 17 Menschen ums Leben und 88 Personen wurden verletzt. Aufgrund des Brandunglücks beschloss die Geschäftsleitung, einen Flughafenumbau unter dem Namen „airport 2000 plus“. Berücksichtigt wurden aktuelle Vorschriften und Brandschutzverordnungen. 1987/88 wurde eine Neugestaltung des Flugsteiges A vorgenommen. Weiterhin wurde 1999 und 2001 ein neuer Flugsteig B gebaut. 2000 war bereits der Bau eines eigenen Bahnhofes am Flughafen abgeschlossen. Da der Bahnhof ca. 2,5 Km von den Terminals entfernt liegt, wurde anschließend ein Sky Train (führerlose Hängebahn) eingerichtet, der die Passagiere und Mitarbeiter zu den Gebäuden des Airports bringt. Den Platz unter dem Zentralgebäude hat man 2001 für eine Tiefgarage genutzt. Im gleichen Jahr wurde außerdem der Flugsteig C erweitert und 2003 fertiggestellt. Südwestlich des Terminals wurde 2003 ein Büro- und Dienstleistungspark auf einer Fläche von 23 Hektar gebaut. Das Gelände befindet sich im Stadtteil Unterrath. Hier zu finden ist ein Maritim-Kongresshotel, eine Tiefgarage und die Hauptverwaltung des Vereins Deutscher Ingenieure.
In Gedenken an die Brandopfer und an die Opfer des Absturzes eines Germanwings-Flugzeuges im Jahr 2015, befinden sich im Gedenkraum Inschriften. Der Gedenkraum ist konfessionsneutral und befindet sich auf der dritten Ebene.
2005 bekam der Flughafen die Auflage den Lärmschutz für Anwohner zu verbessern. Die Infrastruktur für Sicherheitskontrollen am Terminal A wurde ausgebaut. Bis Ende 2009 wurden weitere Arbeiten am Flughafen Düsseldorf vorgenommen. Die Air Berlin Gruppe bekam einen neuen Hangar, in dem die Flugzeuge gewartet wurden. Das Flughafenvorfeld wurde erweitert und weitere Parkmöglichkeiten geschaffen. Um den Transfer zwischen den Terminals B und C, sowie A und B zu ermöglichen wurden entsprechende Zugänge gebaut. Zusätzlich 3000 Parkplätze erhielt der Flughafen durch den Bau des Parkhauses 7.
Auch die Vorrichtung der Sicherheitskontrollen der Terminals B und C wurde geändert. Zusätzliches Sitzmöglichkeiten in Form von Lounges bekam der Terminal C. Ein neues Mietwagenzentrum wurde zwischen dem Kontrollturm und dem Parkhaus 5 gebaut.
Aufgrund eines neuen Airbusses, mit drei durchgehenden Decks (Airbus A380), musste der Flughafen 2014 angepasst werden. Drei neue Fluggastbrücken wurden angeschafft, damit die Abfertigung schneller erfolgen konnte. Neue zusätzliche Bodenfahrzeuge haben den Fuhrpark erweitert. Die Baumaßnahmen und Anschaffungen wurden im Juli 2015 abgeschlossen. Zusätzliche Abstellpositionen wurden bereits eingerichtet.
Der S-Bahnhof befindet sich direkt unter dem Terminal C. Hier hat die S-Bahnlinie 11 ihre Endstation. Sie fährt über den Düsseldorfer Hauptbahnhof, hält aber nicht am Fernbahnhof des Flughafens.
Über die Autobahnen A4, A44, A52, A 57 und A3 gelangt man zum Flughafen, der eine eigene Abfahrt (Nr. 31) hat. Auch die Stadtbahnen, U-Bahnen und S-Bahnen führen zum Flughafen. Eine Verbindung zu den linksrheinischen Stadtteilen, Meerbusch und Krefeld ist in Planung.
Auf einer Fläche von 613 ha werden rd. 22.200 Mitarbeiter beschäftigt. Gemessen an den Passagieren, liegt der Airport an vierter Stelle, hinter dem Flughafen Frankfurt, München und Berlin. Zwischen 20 und 25 Millionen Menschen nutzen jährlich den Flughafen, um an rd. 180 verschiedene Ziele in 65 Ländern zu gelangen. 74 Fluggesellschaften nutzen derzeit den Flughafen Düsseldorf.
Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen mit einer Länge von 3.000 und 2.700 Metern und einer Breite von 45 Metern, die parallel zueinander angeordnet sind. Da zwischen den beiden Bahnen nur 500 Meter liegen, ist eine gleichzeitige Nutzung nicht möglich. Die ehemalige Start- und Landebahn wurde wegen ihrer geringen Länge von 1.630 Metern geschlossen. Sie wird aber als Abstellfläche und als Rollweg genutzt. Der Flughafen verfügt über 96 Abstellpositionen für die Flugzeuge.
Im Hauptgebäude des Flughafens befinden sich die Airport-Arcaden. Hier können Reisende an 365 Tagen in einem Einkaufszentrum Bekleidung, Lebensmittel und sonstigen Reisebedarf einkaufen. Einen Supermarkt gibt es außerdem auf der Ankunftsebene des Flugsteiges C. In Restaurants, Cafés und Bars können Reisende während der Wartezeit verweilen. Sogar eine Zahnarztpraxis und eine Apotheke bieten hier ihre Dienste an. Kranke oder verletzte Passagiere werden ins nahegelegene „Florence-Nightingale-Krankenhaus“ nach Kaiserswerth gebracht.
1001 Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – AGAG-Tower
Der ARAG-Tower, oder auch als ARAG-Hochhaus bekannt, wird von der Konzernzentrale der ARAG-Versicherung genutzt. Der Tower befindet sich im Stadtteil Düsseltal/Mörsenbroich.
Von 1963 bis 1966 wurde das Stufenhaus
In den Jahren von 1998 bis 2011 wurde, als damals mutige Idee, die 124,9 Meter hohe Immobilie gebaut. Zuvor stand an gleicher Stelle das 1963 bis 1965 erbaute Stufenhaus.
In den 32 Büroetagen des Towers finden 950 Personen einen Arbeitsplatz. Die Grundstücksfläche mit 20.000 m² ist so groß wie 6 Fußballfelder. 13.500 m² misst davon die Rasenfläche. Die doppelte Glasfassade, mit 5.200 Scheiben, ermöglicht helle Arbeitsräume. Die Fenster lassen sich öffnen, doch lädt sich die Fassade durch die Sonne zu stark auf, so werden Kühldecken eingesetzt und eine raumlufttechnische Anlage sorgt für Abkühlung. Wenn die Glasfassade gereinigt werden muss, was 2-mal im Jahr vorkommt, werden 2 Fensterputzer in einem Fahrkorb an der Fassade abgeseilt. Sie sind mit dem Putzen der 5.200 Scheiben, von innen und außen, einige Wochen beschäftigt sind und müssen definitiv schwindelfrei sein. Eine eigene Facility Abteilung, mit vier Haustechnikern, kümmert sich um die Belange des Stroms, der Heizung, um die Reinigung und die Gebäudetechnik.
Vier Gartenanlagen begrünen die Grundstücksfläche und dienen der Erholung. Eine Gartenetage befindet sich im 17. Obergeschoss. Sie wurde, wie auch die Konferenzraumetage im 18. Stock, im Jahr 2019 als Kommunikationszone und multifunktionale Zone ausgebaut. Hier befinden sich unter anderem ein Barfußpfad, Spinning Räder, ein Tennismeetingraum sowie ein Basketballworkshopraum. Der ideenfördernde und teamfördernde Bereich wurde 2020 als „Studio 17“ durch das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft mit dem InnoWard ausgezeichnet. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Tower energiesparend gebaut und der Kohlendioxidausstoß verringert wurde. Für den Fall, der Fälle, ist der Tower mit einem Notstromaggregat ausgestattet.
In den beiden Untergeschossen befinden sich Tiefgaragenstellplätze. Die Bruttogrundfläche beträgt insgesamt 45.543 m². Das Gebäude ist mit 6 Personenaufzügen, für je 13 Personen, und 2 Lastenaufzügen ausgestattet. Die Treppe zählt bis zur 32. Etage 620 Stufen. Das SEK hat die Treppe als Übungsort schon zwei Mal genutzt. Der schnellste Polizist war in kompletter Montur in 7 Minuten oben. Auch die Feuerwehr Düsseldorf nutzt gelegentlich die Fassade für Übungen der Höhenrettung. Außerdem wurde das Gebäude bereits einmalig als Kulisse für einen Kinofilm genutzt.
Südlich des Mörsenbroicher Ei, zwischen Münsterstraße und Brehmstraße, befindet sich der ARAG-Tower. Das Mörsenbroicher Ei ist eine Straßenkreuzung, die nördlich an den Innenstadtbereich grenzt. Sie ist, einer der meistbefahrenen Knotenpunkte, mit einer Größe von über 1.2 Hektar und verknüpft 3 Durchgangsstraßen und 3 Bundesstraßen. Für Autofahrer ist der Knotenpunkt in der Rushhour eine Herausforderung, da die Grünfasen der Ampel nur kurz sind und sich der Verkehr staut.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Messe Düsseldorf
Bereits im Jahr 1811 wurde Düsseldorf zur Messestadt. Napoleon richtet 1811 eine Industrie- und Gewerbeausstellung aus, da sich die wirtschaftliche Situation Düsseldorfs stark verschlechtert hatte. In der Gewerbeausstellung für Westfalen, Rheinland und Umgebung stellten 14 Firmen ihre Produkte aus dem Gewebebereich, der Lebensmittelbranche und Stahl- und Metallhandel im Saal der Regierungskanzlei des Rathauses aus. 1852 gab es im Düsseldorfer Schloss eine weitere Ausstellung. Eine sehr erfolgreiche Ausstellung mit rd. einer Millionen Besuchern fand ein paar Jahre später auf dem Gelände des früheren Zoologischen Gartens statt. Eine weitere Gewerbe- und Industrieausstellung sowie Kunstausstellung, mit über 2.500 Ausstellern, war für 1902 geplant. Aufgrund des Erfolges der Ausstellungen wurde der Ruf, als wirtschaftswachsende Industrie- und Handelsstadt, gestärkt. Durch den ersten Weltkrieg konnten größere Ausstellungen nicht mehr geplant werden.
1926 kamen 7,5 Millionen Besucher zu der Ausstellung GeSoLei. Die Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen sowie Aussteller für Leistungen aus der Wirtschaft und dem Städtebau nutzten das 400.000 m² große Gelände in Pempelfort und Golzheim. Die damals genutzten Bauten (Ehrenhof und Tonhalle) sind heute noch im Stadtbild zu finden.
Auf dem Gelände des heutigen Nordparks fand 1937 eine Ausstellung namens „Reichsausstellung Schaffendes Volk“ statt. Viele Gebäude und Skulpturen der Ausstellung sind heute noch im Nordpark zu finden.
Nachdem Deutschland in Ost und West geteilt wurde, und die Leipziger Messe somit für den Westen kein Mitbewerber mehr war, entstanden in Westdeutschland neue Messebetriebe.
Unter dem Namen „NOEWA“ (Nordwestdeutsche Ausstellungs GmbH) wurde die Messe Düsseldorf in den Hallen des Ehrenhofes und im Kunstpalast, 1947 gegründet. Fachmessen wie die Igedo, boot und drupa stellten hier ihre Angebote aus. In den Folgejahren wurde der Messename mehrmals geändert und das Areal schrittweise erweitert, so dass auch die Kongresshalle mit einbezogen wurde.
Nachdem die Besucherzahlen weiter anstiegen, kamen die Messebetreiber an ihre Grenzen, so dass die Gebäude abgerissen wurden. Heute befinden sich an dieser Stelle das Victoria-Haus (oder auch bekannt als Victoria-Turm) der Ergogroup, sowie das NRW-Umweltministerium.
Seit 1971 ist der Sitz der Düsseldorfer Messe in Stockum. 1997 bekam sie den Namen Messe Düsseldorf GmbH. Seitdem wachsen die Besucherzahlen stetig und auch der Standort wurde kontinuierlich erweitert. Cirka 50 Fachmessen finden jährlich, mit rd. 23.500 Ausstellern und 1,6 Millionen Besuchern, in 19 Ausstellungshallen mit einer Gesamtfläche von 261.817 m² statt. 80 Messen werden von der Messe Düsseldorf Group auch im Ausland veranstaltet. Die Messe Düsseldorf ist die 7. Größte Messe Deutschlands. Das Messegelände wird stetig ausgebaut und modernisiert. Eine Fertigstellung der Ausbau- und Modernisierungsarbeiten ist für 2030 geplant.
Die einzelnen Messehallen haben eine Größe von 4.000 m² bis 25.000 m². Das Verwaltungsgebäude mit 2 Hochhäusern befindet sich am Südeingang, wo auch die Halle 1 zu finden ist. Bei der Halle 6 (auch RheinHalle genannt) handelt es sich um eine multifunktionale Halle. Sie hat eine Größe von 24.635 m². Durch ein Plateau wird sie mit der Merkur Spiel-Arena verbunden. Hier am Eingang Nord stehen den Besuchern sowohl öffentliche Verkehrsmittel, sowie Messeparkplätze und Shuttle-Busse zu den Parkplätzen zur Verfügung.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Düsseldorfer Senfladen
In Düsseldorf ist der Löwensenf zuhause!
In der Berger Straße, mitten in der Altstadt, befindet sich seit 2004 der Düsseldorfer Löwensenf Senfladen. Eine historische Senfausstellung im kleinen Senfmuseum begleitet den Besucher durch eine Zeitreise der Geschichte des Löwensenfes. Historische Bilder und Plakate, Dokumente, verschiedenste Senfgläser, Senfarten und Senfspezialitäten sind hier zu finden. Mit Liebe zum Detail wurde der Senfladen aufgebaut und die Senfe kreiert.
Hier ist alles zu finden, was das Senf-Herz begehrt. Von mild bis extra scharf, von exotisch bis süß. Vom Senfklassiker über den Altbiersenf, Chilisenf, Barbecue Senf, Honigsenf sowie Weihnachtssenf und vielen anderen Sorten, sowie auch der „eachte Düsseldorfer Mostert“, wird hier alles angeboten. Auch einige exotische Sorten wie zum Beispiel der Glühweinsenf und sogar Senfpralinen sind hier zu bekommen. Wem die Auswahl schwer fällt, der kann sich durchprobieren oder beraten lassen. Auch der Unterschied zwischen Senf und Mostert wird dem Besucher erklärt.
Wer Wert auf ein schönes Gefäß legt, der findet sowohl das bekannte Glas-Tönnchen als auch traditionelle Steinguttöpfchen. Wer sich frischen Senf abfüllen lassen möchte, kann auch sein eigenes Gefäß mitbringen.
Einige Anekdoten zum Senft, der Herstellung und seiner Geschichte kann der Betreiber des Düsseldorfer Senfladen erzählen. Wer seinen Gaumen verwöhnen möchte oder ein Düsseldorfer Mitbringsel braucht, wird hier auf jeden Fall fündig. Auch Löwensenf-Fanartikel werden hier angeboten.
Im hinteren Teil des Geschäftes befindet sich eine Senfmühle aus Granitstein. Hier können die Besucher bei der Herstellung zuschauen.
Düsseldorf blickt auf eine lange Senftradition zurück und diese muss gewahrt werden. Zur Bratwurst oder dem Eisbein wird der Senf doch gerne genommen.
Früher war der Senf etwas sehr Wertvolles. Wer beim Essen Senf dazu reichte, machte gleich etwas besonderes aus dem Essen. Das nahmen auch die Wirte an und gaben dem bestellten Essen immer etwas Senf dazu, egal ob es nun zum Gericht passte oder ob der Gast ihn wollte oder nicht.
Sicher kennen Sie die Redewendung „zu allem seinen Senf dazu geben“. Jetzt wissen Sie, wie diese Redewendung entstanden ist. Ein unnötiger Spruch, eine Meinung oder Rat ist oftmals genauso unerwünscht, wie Senf, der nicht zum Essen passt.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Glocken in der Karwoche
Am Gründonnerstag vor Ostern ertönen für gewöhnlich die Kirchenglocken ein letztes Mal in der Karwoche, zum Zeichen der Trauer. Statt des Läutens der Glocken, ziehen die Messdiener mit Rasseln durch die Straßen und veranstalten einen Höllenlärm. Normalerweise geschieht das in einem bestimmten Takt. In manchen Regionen, zum Beispiel in Hamm und Flehe, rufen die Messdiener dabei alle paar Meter: „Die Morjeklock“ zur Morgenzeit oder „Meedach“ zur Mittagszeit, abhängig von der Tageszeit, in der sie unterwegs sind oder „Enn de Kerke, für, in der Kirche!“ Manchmal sieht und hört man die Messdiener auch, wenn sie mit Ihren Fahrrädern und den lauten Rasseln durch die Straßen fahren.
Früher fand das Spektakel am Ostermorgen gegen halb vier zur Aufstehungsfeier statt. Die Feier begann mit Trauergesängen und plötzlich ertönten die Glocken wieder und ein Freudengesang folgte. Wurde man gefragt, besonders von den Kindern, warum die Kirchenglocken schweigen, so sagte man, die Glocken wären lebendig geworden und seien nach Rom geflogen. Dort hätten sie die Engel mit Reisbrei gefüttert und ihre Seelen wären im Gottesdienst vom Papst gesegnet worden. Die Kinder wollten das Entfliehen der Glocken sehen und stellten sich in der Früh am Gründonnerstag vor den Kirchturm. Selbstverständlich haben die Kinder die Glocken nicht wegfliegen sehen – denn leider flogen die Glocken ausgerechnet zur anderen Seite aus den Schalllöchern.
Ostersamstag wird in den Kirchen alles neu geweiht. Auch das Weihwasser in den Becken wird gewechselt. Das Weihwasser wird sogar in Flaschen und Krügen durch die Messdiener zu den Bauernhöfen gebracht. Als Dank dafür erhalten sie Ostereier für sich, den Pfarrer, den Organisten und den Küster.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Neanderthal Museum
Das Neanderthal Museum befindet sich im Neandertal zwischen Erkrath und Mettmann, nahegelegen der Düssel und dem Mettmanner Bach. Hier wird die Urzeit- und die Frühgeschichte der Menschheit behandelt.
Bereits im Frühjahr 1938 wurde das Urgeschichtliche Museum im Neandertal eröffnet und 1962 umgestaltet. Ein paar Jahre später sollte es neugebaut werden, doch die Pläne wurden erst mal verschoben.
1996 wurde das heutige Museum, ein paar hundert Meter verschoben, neu eröffnet. An seinem alten Standort befindet sich heute eine Steinzeitwerkstatt, in der den Besuchern die Techniken und Arbeitsweisen aus der Steinzeit nähergebracht werden.
Hier lernt man, wie man früher einen Bogen gebaut, Tongefäße gefertigt, Schmuck gebastelt oder ein Feuer gemacht hat. Das und noch mehr können die Besucher sogar alles selbst ausprobieren und herstellen. Außerdem erfahren sie viel über die Arbeit der Archäologen/innen.
Über einen Rundweg schauen sich jährlich ca. 170.000 Besucher die ausgestellten Exponate, verschiedener Themengebiete, des Museums an. Video- und Audioaufnahmen sowie Informationstafeln veranschaulichen die Sammlungen. Nachbildungen in Lebensgröße der Urmenschen stellen das Aussehen unserer Vormenschen dar.
An der Kleinen Feldhofer Grotte hatte man 1856 Knochen des Neandertalers gefunden. Durch den Kalksteinabbau wurden die menschlichen Überreste vernichtet. Die Grotte wurde im Sommer 1997 nachgebaut. In einem archäologischen Garten, mit zeitlicher Abfolge, sind Kunstobjekte ausgestellt.
Auf einem Aussichtsturm können die Besucher durch installierte Ferngläser auf die gesamte Umgebung und die Grotte schauen. Nachbildungen von 16 gefundenen Knochen werden auf dem Turm außerdem ausgestellt.
Ein Rundweg dient der Ausstellung von Kunstwerken von elf Künstlern, die die Spuren des Menschen darstellen. Hier angrenzend befindet sich das Eiszeitliche Wildgehege Neandertals.
Das Erlebnismuseum mit Dauerausstellungen und Sonderausstellungen, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Hier darf angefasst und mitgemacht werden.
Ein Steinzeitspielplatz, auf einer Fläche von 2.250 m², mit Kletterturm, Rutsche, Schaukeln, Bärenhöhle und Wasserspiel- und Matschgeräten lädt zum Toben, Spielen und Klettern ein. Außerdem können hier Rätsel durch die kleinen Steinzeitforscher gelöst werden. Führungen, Workshops, Schatzsuchen, Kindergeburtstage und Ferienprogramme werden angeboten.
Im Neanderthal Museum wurde die Tatortepisode „Pechmarie“ gedreht, die 2006 erstmals ausgestrahlt wurde.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Merkur Spiel-Arena
Die Merkur Spiel-Arena ist ein Fußballstadion im Düsseldorfer Stadtteil Stockum, nahegelegen dem Messegelände der Stadt Düsseldorf, dem Flughafen Düsseldorf und dem Rhein. Als drittgrößtes Fußballstadion Nordrhein-Westfalens und neuntgrößtes Stadion Deutschlands, mit 54.600 Zuschauerplätzen, empfängt der Fußballverein Fortuna Düsseldorf hier seine Gegner und Zuschauer.
Je nach Event können die Zuschauerzahlen variieren. Aufgrund von Sicherheitsvorschriften, Veranstaltungsarten und Bühnenaufbau kann bzw. muss die Zuschauerzahl nach unten oder oben verändert werden. Bei Konzerten könnten bis zu 66.000 Zuschauer eine Eintrittskarte bekommen, da der Innenraum mitgenutzt werden kann. Anfangs nicht geplante Stehplätze (10.000) können als Sitzplätze umfunktioniert werden. Diese wurden aufgrund der Anfrage der Fußballfans eingerichtet. Die Sitze sind unsortiert in bunten Farben angeordnet. Das soll in der Fernsehübertragung den Eindruck erwecken, dass die Arena immer gut besucht ist.
Die Merkur Spiel-Arena ist auch bekannt unter den vorherigen Namen Düsseldorf Arena, Esprit Arena und LTU Arena.
Die Multifunktionsarena wurde für 218 Mio. Euro gebaut und öffnete am 18. Januar 2005 ihre Pforten. Sie löste das alte Rheinstadion ab. Herbert Grönemeyer unterstütze die Eröffnung am 7. und 8. Januar 2005 durch zwei Konzerte.
Die Arena wird nicht nur als reines Fußballstadion genutzt, sondern auch für andere Events wie zum Beispiel die World Club Dome Winter Edition, die Del Winter Games, den Eurovision Song Contest, Race of Champions, Europa- und Weltjugendtag, TV total Stock Car Crash Challenge, Sensations, World Bowl und Finalturnier der UEFA Europa League. Im Januar 2024 fand die Handball-Europameisterschaft der Herren statt und in diesem Jahr wird hier die Fußball-Europameisterschaft ausgetragen.
Konzerte von Linkin Park, den Rolling Stones, Genesis, Bon Jovi, Madonna, Depeche Mode, Marius Müller-Westernhagen, Phil Collins und natürlich der Düsseldorfer Rockband Die Toten Hosen wurden hier ausgetragen.
Bis 2007 beheimate die Arena die American Football Club Rhein Fire. In der Saison 2008/2009 nutze der Fußballverein Bayer 04 Leverkusen eine Zeitlang die Arena, da das eigene Stadion umgebaut wurde.
Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurde die Arena als Impfzentrum genutzt.
Die Multifunktionsarena genießt den Vorteil mancher Besonderheiten. So kann das Dach geschlossen werden, und der Innenraum kann im Winter bis auf 15 Grad Celsius durch eine Luftheizung, Gasstrahlern und eine Fußbodenheizung erwärmt werden.
Der gesamte Komplex beheimatet neben dem Stadion noch das Sportamt und den Stadtsportbund, weitere Büroräume und das Tulip-Inn Hotel mit 288 Zimmern und einem Fitnessbereich auf 2.150 m². Außerdem befinden sich in der Tiefgarage 1.150 PKW-Stellplätze. Eine Verbindung zur Messehalle 6 bietet zusätzlichen Ausstellungsraum.
Dir Arena ist mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Für die Arena und Messe wurde der U-Bahnhof Arena/Messe Nord errichtet.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Wildpark Grafenberg
Der Grafenberger Wildpark befindet sich am Rande des Grafenberger Waldes auf der Rennbahnstraße 60 in Düsseldorf. Täglich ab 9 Uhr begrüß der städtische Wildpark seine Besucher. Die Schließzeiten variieren je nach Monat. Hunde können leider nicht in die Parkanlage aber dafür dürfen die Besucher für die Hirsche, Wildschweine und Muffel gerne Äpfel und Möhren mitbringen und diese frei verfüttern. Für alle anderen Tiere stehen Futterautomaten bereit, an denen die Besucher für 1 Euro entsprechendes Futter kaufen können.
Auf einer Fläche von knapp 40 Hektar leben in großzügigen Gehegen eine Menge einheimischer Tiere wie zum Beispiel das Damwild. Das ist eine mittelgroße Hirschart, die nicht mit den Rehen zu verwechseln ist, die hier nicht zu finden sind. Im Herbst kann man oftmals die Brunftrufe der Hirsche hören. Die Hirsche und Hirschkühe begrüßen die Besucher freundlich am Zaun und warten schon auf die gesunden Leckereien.
In dem großen Areal leben außerdem noch ein paar nicht einheimische Tiere, wie die Waschbären und das Mufflon.
Auf ca. 5 Hektar haben die Wildschweine genügend Platz zum Wühlen und Suhlen. Das Schwarzwild lebt in Familiengruppen, wobei oftmals die Mutter mit ihren Frischlingen oder den schon etwas größeren Überläufern zu sehen ist. Manchmal sind sie jedoch auch mit einem Keiler zu sehen. Das älteste Wildschein ist zur Zeit der Keiler namens Obi, der 1999 geboren wurde. Durchschnittlich können, in Gehen gehaltene Wildschweine rund 15 Jahre werden.
Das Damwild ist gut an seinem gepunkteten Fell zu erkennen. Das Muffelwild ist eine Wildschafart und zieht sich gerne etwas zurück. Sie leben im hinteren Parkbereich. An der kurzen Schnauze sind sie gut zu erkennen. Auch hier wird das Rudel von einem Weibchen geführt. Grundsätzlich haben die weiblichen Tiere auch das Sagen. Kastanien, Blätter, Eicheln, Gras, Kräuter und Rinde gehören zu ihrem vegetarischen Futterplan.
Die nachtaktiven Wildkatzen sind für die Besucher nur sehr selten zu sehen. Die drei Schönheiten bleiben immer in Deckung, sind scheu und meiden den Kontakt zu Menschen. Selbst die Pfleger können keinen Kontakt zu ihnen aufnehmen und sie schon gar nicht streicheln.
Sollten Sie einen Vogel entdecken, mit schillernden Farben am Kopf, rotem Fleck um die Augen, einem Gefieder in rostbraun und schwarz gestreiften, langen Schwanzfedern, dann ist das ein Fasan. Das Fasanenmännchen ist „der Hahn im Korb“ und muss sich das Gehege mit keinem anderen Männchen nur mit seinen Damen teilen.
Im Waschbärgehege leben Frieda, Bernd und Günter. Geschickt suchen die drei in Löchern und Verstecken mit ihren Pfoten nach Leckerbissen, die von den Pflegern versteckt wurden. Waschbären können den Besucher mit ihren süßen Blicken verzaubern. Aber sie sollten keineswegs, mit mitgebrachten Leckerbissen, von Besuchern gefüttert werden. Sie bekommen von Ihren Pflegern alle, was sie brauchen, um gesund zu sein und manchmal auch noch eine zusätzliche Leckerei obendrauf.
Hazel ist ein Rotfuchs und lebt allein in ihrem großzügigen Gehege. Rotfüchse sind Einzelgänger, daher fühlt sie sich pudelwohl und nicht einsam. Wenn sich die Besucher langsam dem Gehege nähern und leise sind, können Sie Glück haben, Hasel mit ihren weißen Schwanzspitze zu sehen.
Mit sieben weiblichen Mitbewohnerinnen lebt Kratos, das Iltisfrettchen, zusammen. Sie gehören zu der Familie der Marder und sind sehr verspielt. Daher können die Besucher sie beim Balgen und Herumtollen beobachten. Gerne jagen sie sich gegenseitig und spielen miteinander. Gemeinsam schlafen sie in einer Schlafbox, wenn sie vom vielen Spielen müde geworden sind oder legen sich in Ihre Verstecke im Gehege.
Manchmal brauchen die Besucher etwas Geduld, bis sich die Tiere zeigen. Das Areal verfügt über ein großes Wegenetz, so dass die Besucher selbst entscheiden können, welchen Weg sie gehen und wie lang ihr Spaziergang werden soll. Bei großem Besucheraufkommen haben die Tiere die Möglichkeit ihre Ruheplätze im Gehege aufzusuchen und sich zurückzuziehen, damit sie sich sicher fühlen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Aquazoo Löbbecke Museum
Der Apotheker Theodor Löbbecke hatte seine private Sammlung nach seinem Tod 1901 der Stadt Düsseldorf überlassen. Sein Wille war jedoch, dass seine Sammlung in einem Museum ausgestellt wird. Daran hielt sich die Stadt und eröffnete 1904 in der Düsseldorfer Altstadt das Löbbecke Museum. Der Düsseldorfer Zoo, der 1876 durch den Tierschutzverein „Fauna“ gegründet wurde hat 1930 das Löbbecke Museum in den Zoo integriert. Somit entstand aus zwei verschiedenen Einrichtungen eine gemeinsame Einheit.
Das Aquazoo Löbbecke Museum ist eine Kombination aus Aquarium, Naturkundemuseum und Zoo und befindet sich auf der Kaiserwerther Straße 380.
Im November 1944 wurden der Zoo und auch das Museumsgebäude durch viele Bomben des zweiten Weltkrieges in großen Teilen zerstört. Glücklicherweise hatte man vorher schon viele Ausstellungsstücke in Sicherheit gebracht. Nach dem Krieg hatte man die verbleibenden Einrichtungen des Museums und des Zoos zunächst vorübergehend in einen Hochbunker in der Nähe untergebracht.
1987 zog das Löbbecke Museum und Aquazoo in den Nordpark. In den folgenden Jahren hatte die Stadt Erweiterungen geplant. Wegen der wirtschaftlichen Krise blieben jedoch städtische Einnahmen aus, so dass man sich entschloss, die Erweiterung der Einrichtung vorerst zurückzustellen.
2013 wurde das Aquazoo Löbbecke Museum zunächst wegen aufwändiger Sanierungsarbeiten geschlossen. Eine Neueröffnung war für Frühjahr 2015 geplant und wurde dann auf September 2017 verschoben.
Die Wiedereröffnung der Einrichtung fand 2017 statt.
Auf einer Fläche von 6.800 m² befinden sich rund 5000 Tiere und 560 Tierarten. 25 Themenräume und eine Tropenhalle können von den Besuchern besichtigt werden. Eine Sammlung von 900.000 Naturobjekten, Exponaten, Modellen, Korallen, Dermoplastiken, Pflanzen, uvm. liefern dem Besucher weitere naturkundliche Informationen zu den Tieren. In einem Rundgang, der in sechs verschiedene Bereiche unterteilt ist, können die Besucher lebende Tiere im Süßwasser und Meerwasser sehen, Fossilien, Skelette und Modelle betrachten, Tiere in ihrer Lebensweise in Terrarien und Aquarien beobachten und sich an interaktiven Stationen informieren und weiterbilden. Foto- und Videomaterial sowie erläuternde Tafeln unterstützen die Besucher bei ihrem Rundgang.
Verschiedene Zuchtstationen ermöglichen die Wiederansiedelung und Erhaltung verschiedener vom Aussterben bedrohter Tiere.
Auf der Kinderebene unterhalten Schlammspringer in Form von Comicfiguren die kleineren Gäste, wodurch die Ausstellung für sie noch lebendiger gestaltet wird.
Mehr als 500.000 Besucher werden jedes Jahr im Aquazoo Löbbecke Museum erwartet.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Rheinturm
In der Planung war der Rheinturm bereits vor dem ersten Weltkrieg. Die Pläne zeigen einen, dem Eifelturm ähnelnden Bauprojekt, welches jedoch 200 Meter höher werden sollte. Die Stahlkonstruktion sollte auf vier Pfeilern stehen. Zwei dieser Pfeiler sollten auf dem Brückenbogen angebracht werden. Da sich das Projekt jedoch nicht realisieren ließ, wurden die Pläne verworfen.
Anfang 1960 wurde dann ein nur 75 Meter hoher Fernmeldeturm in Gerresheim gebaut. Zu Beginn reichte die Kapazität noch aus, doch im Laufe der Jahre reichte die Aufnahmefähigkeit nicht aus.
Bei der Planung eines neuen Turmes musste berücksichtigt werden, dass er dem Fernsprechverkehr dienen sollte. Um eine möglichst kurze Kabelverbindung zu ermöglichen, sollte der Turm nahegelegen der Zentralvermittlungsstelle auf der Graf-Adolf-Straße, errichtet werden. Außerdem wollten die Planer, dass der Turm als Wahrzeichen Düsseldorfs, das Stadtbild prägt. Nahegelegen der Düsseldorfer Innenstadt erfüllte der Standort am Rhein alle Voraussetzungen. Die Pläne sahen neben den technischen Bedingungen und dem passenden Standort außerdem vor, dass sich der Rheinturm äußerlich von allen anderen Türmen abhebt. Der feuchte und instabile Untergrund direkt in der Nähe des Rheins, sowie die Hochwassergefahr mussten außerdem beim Bau berücksichtigt werden. Auftraggeber war die Deutsche Bundespost.
Somit wurde das höchste Bauwerk Düsseldorfs 1979 bis 1982 direkt am Rhein errichtet. Die Bauarbeiten erfolgten Stück für Stück, indem eine Kletterschalung hergestellt und ca. 2,5 Meter des Turmes betoniert wurden. Nach der Trocknungsphase von einem Tag, wurde die Schalung abgenommen und auf die betonierte Fläche gesetzt, so dass der nächste Abschnitt betoniert werden konnte, bis schlussendlich 218 Meter erreicht waren. Mehr als 7.500 Kubikmeter Beton und 1.100 Betonstahl wurden in das Bauprojekt eingebracht.
Anfang 1981 waren die Stockwerke des Turmes abgeschlossen und die Kanzel wurde verglast. Ein 16 Meter hoher Antennenkörper wurde anschließend mit einem Kran aufgesetzt. Die weltgrößte digitale Uhr befindet sich auf der, zur Altstadt zugewandten Seite. Dieser Lichtzeitpegel wurde Ende 1981 von dem Künstler Horst Baumann angebracht. Durch ein Gewitter im Jahr 2013 erlitt die Uhr einen Schaden, wurde daraufhin aber wieder instandgesetzt. Grundsätzlich sind die verarbeiteten Baumaterialien schwer oder gar nicht entflammbar.
Der Turmfuß hat einen Durchmesser von 27 Metern. Hier befindet sich der Eingangsbereich. Im Innenschaft ist eine runde Weltzeituhr zu sehen. 24 raumhohe Stundentafeln mit eingeschliffenem Erdglobus im Spiegelglas, mit 16 Digitaluhren aus verschiedenen Weltstädten, mit Längen- und Breitengraden sowie Zeitzonen, werden hier dargestellt. In den Kellerräumen befindet sich die Technik, die Dienststelle des Funkübertragungsbetriebes, eine Feuerwehrzentrale sowie ein Teil der Restaurantküche.
Der Turmschaft misst im unteren Bereich einen Durchmesser von 17,4 Metern und verjüngt sich nach oben hin bis auf 8,6 Meter. Im Inneren befinden sich ein Nottreppenhaus mit insgesamt 960 Stufen, 4 Aufzügen und Installationsschächte. 2 Aufzüge dienen als Besucheraufzüge – sie sind auch gleichzeitig Feuerwehraufzüge. Sie fahren mit einer Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde auf die Aussichtsplattformen. 1 Betreiberaufzug ist ausschließlich für die Fernmeldeanlagen und 1 Aufzug für die Küche vorgesehen.
Auf den Turmschaft wurde der Turmkelch und der Turmkorb aufgebracht. In einer Höhe von 166,25 Metern befindet sich eine offene Aussichtsplattform für Besucher. Direkt darüber auf 170,0 Metern können die Besucher in einer geschlossenen Aussichtsplattform mit Panoramascheiben ebenfalls den Ausblick genießen oder die Cafeteria besuchen. Um zu den Aussichtsplattformen zu kommen, muss vorher ein Ticket gekauft werden. In der Cafeteria besteht keine Verzehrpflicht. Jeder Besucher wird beim Einlass gezählt, so dass aus Sicherheitsgründen immer gewährleistet ist, wie viele Personen sich im Objekt befinden.
Auf 174,5 Metern befindet sich im Bereich des Turmkorbes ein Drehrestaurant. Durch Elektromotoren wird das, an private Betreiber verpachtete Restaurant, in einer Stunde um 360 Grad gedreht, so dass die Restaurantbesucher einen kompletten Panoramablick genießen können, ohne ihren Platz zu verlassen. Das Restaurant verfügt über 144 Sitzplätze. Die Drehfläche, dreht sich aus technischen Gründen, mal mit dem Uhrzeigersinn und mal dagegen. Seit September 2018 befindet sich hier das japanische Fusion-Restaurant und Bar Qomo. Hier besteht Verzehrpflicht.
Das als Fernsehturm fungierende Objekt dient dem UKW-Funkdienst, ist Träger der Antennen des Richtfunks und des DVBT-Fernsehens.
Im Herbst 2004 erhielt der Rheinturm mit Hilfe eines Lastenhubschraubers eine neue Spitze. Diese wird nachts bläulich angestrahlt.
Betreiber des Turms sind die „Deutsche Funkturm“ (Tochtergesellschaft der Telekom) und die IDR Industrieterrain Düsseldorf-Reisholz, als Tochtergesellschaft der Stadt Düsseldorf.
Wie funktioniert der Lichtzeitpegel mit 39 übereinander angeordneten Lampen auf dem Turmschaft?
Die Skala ist durch die roten Flugsicherungsleuchten in drei Gruppen eingeteilt. Zuerst kommen die Zehner und dann die Einer der jeweiligen Gruppe. Z.B. 17:28:44
Die obersten Lampen der Zeitskala, zeigen die Stunden an. 1-7
Die mittlere Gruppe stellt die Minuten dar. 2-8
Und die unteren Lichter sind für die Sekunden zuständig. 4-4
Der Rheinturm, mit einer Höhe von 240,5 Metern, ist das Wahrzeichen Düsseldorfs. Am 1.3.1982 wurde der, auch als Aussichtsturm dienende Rheinturm, für die Öffentlichkeit freigegeben. Jährlich wird er von mehr als 300.000 Menschen besucht. Bekannt ist das Wahrzeichen auch als Lang Wellem.
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Landtag, die Düsseldorfer Altstadt, der Medienhafen und die Rheinkniebrücke.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Unterbacher und der Esel
Das Wappentier des Stadtteils Unterbach ist ein Esel.
Am Ortseingang, am Breidenbachplatz, steht ein in Bronze gegossener Esel, der symbolisch gesehen, über den Eselsbach springt.
Sicher möchten Sie wissen, woher die Verbindung zum Esel rührt.
Düsseldorf wurde teilweise aus und auf Sand gebaut, der aus dem Kiestagebau des Unterbacher Sees hervorging. Der Sand wurde früher auf den Rücken von Eseln, entlang des Eselsbachs, über den Sandträgerweg, transportiert. So erhielt auch der Sandträgerweg seinen Namen. Der Sand wurde für neue Bauprojekte benötigt oder zum Scheuern von Dielenböden verwendet.
Wenn man neu nach Unterbach zieht, kann man sich sogar „zum Esel schlagen lassen“. Wer als Esel bezeichnet wird, muss dies keineswegs als Beleidigung auffassen.
Der Karnevalszug, des Karnevalsausschuss Unterbach 1957 e.V., zieht alljährlich am Karnevalssonntag durch die Straßen. Er wird in Unterbach traditionell von einem Esel angeführt. Die Närrinnen und Narren rufen, anders als in Düsseldorf das Helau, hier zu Ort den Eselslaut I-A. Das bunte Treiben hat dadurch einen besonders lustigen Charakter. Dreimal Unterbach I-A!
Der Eselsbach entspringt in Erkrath-Hochdahl, fliest hinter Unterbach nach Eller, durch den Eller Schlosspark und mündet in der südlichen Düssel. Auch eine Straße in Unterbach wurde nach dem Eselsbach benannt.
Aktuell soll der Eselsbach aufgewertet werden. Zwischen der Rothenbergstraße und der Fußgängerbrücke soll ein ca. 1 Km langer Abschnitt verändert werden. Das Bachbett soll unterschiedliche Tiefen und einen geschwungenen Verlauf bekommen. Der neben dem Bach verlaufende Fuß- und Radweg wurde 2021 durch das Hochwasser beschädigt und soll ebenfalls saniert werden. Die Arbeiten sollen im Herbst 2024 beginnen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Südpark
1987 zur Bundesgartenschau in Düsseldorf entstand der Südpark auf einer Fläche von 70 Hektar. Er ist somit der größte und zudem auch meistbesuchte Park in Düsseldorf. Mit der Planung der Bundesgartenschau wurde der, seit 1893 vorhandene Volksgarten erweitert und besteht aus drei unterschiedlich angelegten Bereichen.
Südöstlich der Innenstadt liegt er, inmitten wichtiger Verkehrsstränge und nahegelegen der Autobahn A46, in den Stadtteilen Wersten und Oberbilk. Ziel der Planung sämtlicher Parkanlagen in Düsseldorf war es, der Bevölkerung, der dichtbesiedelten Stadtteile, Erholungsräume zu bieten.
Zum bestehenden Volksgarten, mit einer Fläche von 27 Hektar, erwarb die Stadt das Gelände einer Adelsfamilie und bezog in die Planung, mit Baubeginn 1895, sowohl den Grundwassersee als auch den Stoffeler Friedhof mit ein. Leider lag ein Großteil der Fläche lange Zeit brach. Unansehnliche Flächen, eine ehemalige Kiesgrube, Schrottplätze und verwilderte Gärten hinterließen einen verkommenen Eindruck.
1982 dann endlich entstanden erste Vorstellungen für eine ansprechende Parkanlage, in die man den Kleingartenbereich, den Friedhof, die Grünflächen des Volksgartens sowie die Kiesgrube als Grundwassersee mit einbeziehen konnte.
Aufgrund der Bewerbung an der Bundesgartenschau 1987 wurden die Pläne des Südparks, unter Mitwirkung unterschiedlicher Landschaftsarchitekten, in die Tat umgesetzt. Manche Einrichtungen, die nur für die Bundesgartenschau erstellt wurden, wurden danach wieder entfernt.
2008 hat der Südpark dann, aufgrund der Bewerbung an der Entente Florale Deutschland, erneute Pflegemaßnahmen erfahren und schlussendlich auch eine Auszeichnung erworben.
Die schön angelegten Beete mit vielen Natur- und Zierpflanzen, der Weiher mit seinen freiliegenden Uferflächen, Baumalleen, Büschen, unterschiedliche Themengärten, Duft- und Steingärten und kleine Teichlandschaften vermitteln den Besuchern einen angenehmen Erholungswert.
Der VHS-Biogarten vermittelt den Besuchern, wie man ohne die Chemiekeule einen tollen Garten halten kann.
Der ehemalige Baggersee „vor dem Deich“ wurde um drei weitere, künstlich angelegte Seen erweitert. Die Bisamratte und Nutrias sind hier beheimatet. Auch ein Vogelschutzgebiet wurde hier angelegt. Blumen- und Gräserwiesen schließen sich der Seenplatte an.
Im Südpark sind viele Kunstwerke zu finden. Neben dem wohl bekanntesten Werk „Zeitfeld“ in Form von hohen Uhren am Parkeingang Auf´m Hennekamp, finden Sie noch viele Skulpturen, Brunnen abstrakte Kunst und andere Kunstwerke. Die Riesenbuntstifte finden Sie im neueren Parkteil.
Heute wird der Park zum Spielen auf den Rasenflächen, zum Joggen und Spazierengehen gerne genutzt. In der Parkanlage befindet sich der weltgrößte Seilzirkus, zwei Wasserspielplätze, Spiel- und Liegewiesen, Veranstaltungsflächen, Gartenrestaurants, Grillplätze, Minigolf, Streichelzoo und ein liebevoll restaurierter, alter Bauernhof, der von Groß und Klein als Attraktion genutzt werden kann. Das Höfchen, so wird der ehemalige Bauernhof genannt, bietet neben dem Streichelzoo ein Café mit hauseigender Bäckerei, welches zum Teil von Menschen mit Behinderung geführt wird. Hier spürt man deutlich die Begeisterung der Menschen, und dass sie ihre Arbeit mit Herz und Seele verrichten. Snacks, selbstgemachte Kuchen, saisonale Eintöpfe, Salate und Obst sind im Inneren des Cafés oder auf der Terrasse zu bekommen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Nordpark
Der Nordpark ist einer der meistbesuchten Parkanlagen in Düsseldorf. Wegen seines großen Erholungswerts wissen ihn seine Besucher zu schätzen. Auch wegen der günstigen Lage, in der Nähe des Rheins, wird er gerne zum Spazierengehen ausgewählt.
1937 wurde der Park in nur 1,5 Jahren angelegt. Hier befanden sich einige Ziegeleien, doch der überwiegende Teil des Areals bestand aus Brachland, mit nur mäßiger Bodenqualität.
Zahlreiche Bäume wurden aus anderen Parks und von Friedhöfen in den Nordpark umgepflanzt. Die Gesamtfläche von 26,5 Hektar bietet 22 Hektar Rasenfläche. Eine große Halle für eine Blumenshow befindet sich heute nicht mehr auf dem Gelände. Ein großes rundes Blumenbeet erinnert aber noch an die Zeit. Sechs Skulpturen schmücken den Garten und repräsentieren den Bauern, die Bäuerin, die Winzerin, den Falkner, die Schäferin und den Fischer. Man spricht hier von den „Ständischen“, die unterschiedliche Berufe darstellen. Viele weitere Skulpturen wurden, wegen eines Eklats, entfernt.
Britische Streitkräfte hatten den Park beschlagnahmt und gaben ihn der Stadt in kleinen Teilen nach und nach von 1953 bis 1985 zurück.
Das Gesamtkonzept wurde überdacht, so dass der Park neue Inhalte erwarb. Ein vielseitiges Freizeitangebot, mit Erholungsfaktor im Grünen sowie Spieleinrichtungen für Kinder und Jugendliche bilden eine zeitgemäße Aufwertung.
1987 wurde auf dem Gelände des Nordparks der Aquazoo – Löbbecke Museum erbaut.
Das größte Wasserspiel Düsseldorfs ist ein Springbrunnen mit 160 Düsen, die als Fontäne quer über ein 170 Meter langes Becken sprühen. Dieses Schauspiel schmückt den Eingang des Parks. Neben dem Eingang dient das „Ballhaus“ als Ausstellungshalle für junge Künstler. Der Name entstand, da das Gebäude früher für den Ballsport genutzt wurde. 1937 stellte eine große runde Wiesenfläche, am Eingang an der Stockumer Straße, einen Tanzring dar. Heute erinnert diese Wiesenfläche mit Blumenrandbepflanzung an die frühere Zeit.
Große Bäume säumen die Rasenflächen und trennen die einzelnen Gartenbereiche voneinander. Die Die breiten Wege sind in klare Hauptwege und Nebenwege aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Parkteilen und Gärten führen.
Themengärten, wie der Seerosengarten mit einem großen Wasserbecken und der „Japanische Garten am Rhein“, sowie der Rosengarten und Sommerblumengarten mit Pergola als Schattenspender, sind wahre Schönheiten des Parks. Der „Japanische Garten“ befindet sich auf einer 5.000 m² großen Fläche. Wege um ein kleines Gewässer, mit Bachlauf und einer Insel, bieten dem Betrachter unterschiedliche Blickwinkel auf den Garten. Schwarzkiefern und Fächerahorne begrenzen den Themengarten. Damit der Garten möglichst authentisch einem echten japanischen Garten gleicht, kommen alle 4-6 Jahre japanische Gärten und erledigen den entsprechenden Pflanzenschnitt und die richtige Pflege. Der Kakteengarten wird durch 2 Amphoren geschmückt, die 1952 in der Gartenausstellung im Benrather Schlosspark ausgestellt waren.
Seit 1960 werden zeitgenössische, moderne und abstrakte Skulpturen und Kunstelemente internationaler Bildhauer in den Park integriert.
Die Wege sind in klare Hauptwege und Nebenwege aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Parkteilen und Gärten führen.
Für Besucher stehen Bänke und sogar Tische zum Verweilen bereit. Tolles Ausflugsziel!
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Freizeitpark Flehe
Die 4.200 m² große Freizeitanlage befindet sich mitten in der Stadt an der Ulenbergstraße in Flehe, Nähe des Trödelmarktes am Aachener Platz.
Hier haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen. Ein Bereich für Kleinkinder und ein Spielplatz für Kinder im Schulalter laden zum Spielen und Toben ein. Unter dem Thema „Besiedelung einer Insel“ ist der Themenspielplatz aufgebaut. Ein Leuchtturm auf der Insel, ein Riff und ein richtiger Sandstrand bieten den Kindern die Möglichkeit sich zu entfalten und kreativ zu spielen. Ein Seilzirkus, eine Matschanlage mit Wasserpumpe, Rutsche, Röhrenrutsche, Schaukeln, Kletterelemente und ein Spielhaus bieten jede Menge Spaß. Bänke stehen für die Erwachsenen bereit, die sich mit einem Buch entspannen oder ihren Kindern beim Spielen zuschauen wollen.
In der Freizeitanlage gibt es aber nicht nur ein Angebot für Kinder, hier können sich auch die Erwachsenen beschäftigen und austoben. Volleyball, Beachvolleyball, Tennis, Fußballtore, Basketball und ein großer Trimmpfad stehen im Outdoorbereich zur Verfügung. Im Aktiv-Treff stehen sechs verschiedene Trainingsgeräte für den Muskelaufbau bereit. Außerdem kann in beheizten Räumen kostenlos an 5 Tischtennisplatten Tischtennis gespielt werden. Für Jugendliche steht ein Skate- und Bikepark zur Verfügung. Auf einer Spritzbetonfläche mit Rampen und Aufbauten können kleine Kunststücke geübt oder ausgeführt werden.
Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie bietet die kostenpflichtige, aber sehr günstige Minigolfanlage.
Parkplätze sowie Toilettenanlagen sind vorhanden.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Areal Böhler
Die Gebrüder Albert und Emil Böhler vertrieben um 1870 in ihrem Wiener Handelshaus, namens Gebrüder BÖHLER & CO, österreichischen Stahl. Nach dem Erwerb einer Produktionsstätte wurde die Produktion erweitert und Stahl von sehr guter Qualität wurde produziert und führte schon bald zu einem weltweiten Erfolg. 1900 wurde der Böhler Rapid entwickelt. Hier handelte es sich um einen Schnellarbeitsstahl. An der Stadtgrenze von Oberkassel und Meerbusch wurden im März 1914 die Böhler-Werke in Düsseldorf gebaut. Der Standort war außerordentlich gut gewählt, da hier innovative Wirtschaftszweige, Forschungseinrichtungen, Industrien und wichtige Verbände zusammentrafen. Bereits im Jahr 1915 konnte schon in Teilen des Werkes die Produktion aufgenommen werden. Nur 4 Jahre später waren in den Böhler Werken bereits mehr als 2.500 Mitarbeiter beschäftigt. Nun wurde auch eine Betriebswirtschaftsstelle gegründet, die Arbeiten und Arbeitsabläufe des Betriebs untersuchten, damit die Mitarbeiter entsprechend ihrer Leistung bezahlt wurden. In den Kriegsjahren wurde die Produktion in eine Rüstungsproduktion umgestellt. Leider blieben auch die Böhler Werke nicht von Bombenangriffen verschont, so dass ein Teil der Produktion nach Österreich verlagert wurde. Nach dem Krieg wurde die Betriebsstätte in Düsseldorf von den Amerikanern besetzt. Im April 1945 konnten schon 300 Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufnehmen. 1947 konnte der Betrieb dann in Gänze wieder produzieren. Ab 1960 folgten die „fetten“ Jahre. Große Investitionen wurden getätigt und die Mitarbeiterzahl stiegt auf 3.700 Werksarbeiter. Durch die Ölkrise 1974 mussten über 4000 Mitarbeiter um ihren Job bangen. Schließlich wurde 1981 zuerst das Walzwerk geschlossen und 1993 dann auch die gesamte Stahlproduktion eingestellt. Ein Erneuerungsprozess fand 1991 statt. Die österreichische Böhler Gruppe und die schwedische Uddeholm Gruppe fügten sich zusammen. Der Gesamtkonzern hielt Aussicht nach effektiveren Standorten für ihre Produktionskapazitäten. Schlussendlich zog das Unternehmen nach Österreich und Schweden. Im Böhler Werk Düsseldorf wurden die Vertriebsaktivitäten ausgebaut. Ein vollautomatisiertes Hochlager konnte 2005 eröffnen. 2008 wurde der Konzern Böhler Uddeholm AG von der Voestalpine AG übernommen. Die Jamestown Areal Böhler GmbH & Co.KG hat 2023 der Voestalpin das Unternehmen für 156 Millionen Euro abgekauft, wobei Voestalpin der größte Mieter bleibt.
Auf 230.00 m² und einer Nutzfläche von 133.000 m² finden Sie heute eine authentische Industriekultur mit Raum für offenes Denken. Im Areal Böhler werden Räumlichkeiten von 15 bis 21.500 m² angemietet. In denkmalgeschützten Bestandsimmobilien und Immobilien aus den Jahren 1915 bis aus den 1970er Jahren finden Sie Cafés, Restaurants, Bars und weitere Gastronomie. Hier kann der Besucher, in einem modernen Industriedesign und einzigartiger Atmosphäre, mit historischer Architektur und geschmackvollem Ambiente feiern, genießen und Freunde treffen.
Zahlreiche Kleingewerbe sowie Künstler und Architekten haben sich in dem Böhler Areal eingerichtet.
Individuell erschließbare Hallen stehen für Produktion, Logistik und Lager bereit. Die größte Eventlokation, mit 8.500 m² Eventfläche in der Altenschmiedehalle, bietet ausreichend Platz für Messen, Ausstellungen und Abendveranstaltungen. Der beliebte Messeort erwartet jährlich über 200.000 Besucher. Hier finden Automessen, Schuh- und Modemessen, Hochzeitsmessen, Kunstausstellungen und vieles mehr statt.
Grünanlagen, Wasserspiele und sogar ein Marktplatz laden zum Verweilen ein. Wandbilder erinnern an die Geschichte des ehemaligen Stahlunternehmens. Die alten Backsteinhallen und Schornsteine verleihen dem Gelände einen besonderen Charme.
Gerade erst im Mai 2023 hat eine der weltgrößten Indoor-Surf-Hallen eröffnet. Auf 6.000 m² finden Sie eine 9 Meter breite Surfwelle sowie Bars und Lounges, 6 Beachvolleyball-Indoorplätze, Yogaangebote und einen Tagungszentrum sowie Konferenzräume. Ein schön gestalteter Außenbereich mit 2.500 m² Fläche lädt die Besucher ebenfalls zum Verweilen ein.
Sogar ein kulinarischer Weihnachtsmarkt mit abwechslungsreichem Programm hat in 2023 stattgefunden.
Auch für 2024 gibt es bereits ein feststehendes Programm. Von Schuhmessen, Hochzeitsmessen, Modemessen, Medien- und Technikmessen, Logistikmesse, Baumesse, Fahrradmesse über Karrieretage, Veggi-World und vielem mehr, ist alles zu finden. Selbstverständlich hält jedes einzelne Event besondere Highlights bereit.
Den Besuchern stehen 1.500 Parkplätze zur Verfügung. Die Böhler Werke genießen jedoch auch eine sehr gute Verkehrsanbindung.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Kö-Bogen & Co.
Der Kö-Bogen an der Königsallee 2 ist nach dem Verlauf der Hofgartenstraße benannt. Die Hofgartenstraße verlief einst in einem Viertelkreis-Bogen am Rande des Hofgartens in Richtung Königsallee. Der Kö-Bogen wurde wegen der umfangreichen Baumaßnahmen 2005 in einzelne Bauabschnitte geteilt. Zunächst hatte man den Straßenbahnknotenpunkt am Jan-Wellem-Platz, nach Fertigstellung der Werhahn-Linie, aufgelöst. Hier entstand ein Gebäudekomplex, in dem Büros, Einzelhandel und Gastronomie untergebracht sind. Der Verkehr über die Hofgartenstraße wurde durch einen Tunnel umgeleitet. Im zweiten Bauabschnitt wurde 2013 der Tausendfüßler (Hochstraße) abgerissen. Auch hier wird der Verkehr vierspurig in beide Richtungen durch eine Tunnelanlage geführt. Südlich des Schauspielhauses bis zur Schadowstraße wurde die städtebauliche Struktur teilweise durch Neubauten ersetzt. Hier entstand ein Ensemble aus Gebäudekomplexen ebenfalls mit Gastronomie, Büros und Geschäften. Entlang des ehemaligen Tausendfüßlers, dessen Fläche den Kö-Bogen und Kö-Bogen II trennt, ist eine Fußgängerpromenade mit Platanen und Trompetenbäumen angedacht.
Nachdem die Arbeiten am U-Bahntunnel abgeschlossen waren und die Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie erfolgte, wurde über die Bebauung südlich des Dreischeibenhauses debattiert. Über einige Vorschläge und Entwürfe wurde nachgedacht und diskutiert. Geplante Entscheidungen mussten wegen offener Punkte jedoch des Öfteren verschoben werden. So ging es z.B. um den Denkmalschutz, Umsetzung von Begrünungen und fehlender Verträge.
Der geplante Baubeginn des Kö-Bogen II Anfang 2016 zog sich hinaus bis zum 01.06.2017. Im Mai 2019 fand die Grundsteinlegung und ein Richtfest statt.
Der Teich und die Parkanlage des Hofgartens, auch Landskrone genannt, wurde verlängert und endet in Sichtachse zum Kö-Graben. Die Hofgartenterrassen am Libeskindbau wurden mit Kirschbäumen bepflanzt. Die Landskrone, der Schadowplatz und der Kö-Bogen werden durch eine neue Brücke miteinander verbunden. Ein aus Glas, Holz und Stahl konstruierter dreieckiger Pavillon befindet sich auf dem Martin-Luther-Platz. Er besteht aus zwei Terrassen mit jeweils 350 Quadratmetern und dient der Gastronomie. Die Dachfläche ist mit einem Sonnensegel versehen und im 400 Quadratmeter großem Erdgeschoss befinden sich Restaurants. Abends ist der Pavillon besonders sehenswert, da das Licht durch den löchrigen Stahl scheint.
Durch die bauliche Veränderung hat die Kundenfrequenz auf der Schadowstraße, am Schadowplatz und auf der Königsallee deutlich zugenommen.
Der neu eingefasste Gustaf-Gründgens-Platz, auf dem sich das Schauspielhaus befindet, lädt zu Open-Air-Veranstaltungen ein.
Die Innenstadt hat sich seit den Baumaßnahmen sehr verändert und ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Schauspielhaus
Das Düsseldorfer Schauspielhaus, auch D´haus genannt, manche kennen es auch als Klosettrolle, ist ein Theatergebäude für Ensembletheater und befindet sich am Gustaf-Gründgens-Platz 1, nahegelegen des Kö-Bogen II. Das einzige Staatstheater NRW´S wurde in den Jahren 1965-1969 errichtet und fällt durch seine besondere Form und den weißen Anstrich sofort ins Auge. Die Kosten des Neubaus waren von anfänglichen 25 Millionen DM auf 41 Millionen DM gewachsen. Darüber waren die Bürger Düsseldorfs sehr verärgert, da der Bau von der Stadt Düsseldorf finanziert werden musste. Außerdem konnten nur geladene Gäste die Vorstellung besuchen. Das führte zu einer Demonstration und die Bürger forderten die Beseitigung des Schauspielhauses. Die Bühne öffnete 1970 ihre Pforten.
Seit 2008 nutzt das Schauspielhaus weitere Räumlichkeiten der ehemaligen Post an der Worringer Straße. Hier befinden sich zwei Probebühnen, ein Kulissenlager, Schreinerei und Schlosserei, Deko-Werkstatt und Malersaal, der Kostümfundus und die Technikräume.
Zwei weitere Spielbühnen befinden sich auf der Münster Straße im „Jungen Schauspielhaus“.
Von 2016 bis 2019 musste das Schauspielhaus wegen umfangreichen Renovierungsarbeiten geschlossen werden. Im 2. Quartal 2020 waren die Arbeiten an der Fassade und alle Restarbeiten abgeschlossen, so dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Anschließend wurde die Sanierung des Daches vorgenommen, das alte Kassenhäuschen abgerissen und die dunklen Scheiben wurden gegen klare Glasscheiben ausgetauscht. Nachdem auch die Dachsanierung abgeschlossen war, wurden ca. 2.750 Quadratmeter Dachfläche begrünt. Unter Berücksichtigung der Statik wurden Dränmatten zur Ableitung des Wassers ausgelegt, danach folgte eine Substratschicht, die dafür sorgt, dass die Pflanzen einen guten Nährboden haben und gut angehen. Darauf wurden Vegetationsmatten aus Moos und Sedum gelegt. Ziel der Dachbegrünung war die Verbesserung des Stadtklimas. Außerdem wertet das Dach die Immobilie optisch zusätzlich auf.
Im Inneren des Schauspielhauses findet man eine fantastische Akustik der Spielstätte und eine hervorragende technische Ausstattung. Viele Schauspieler sind größtenteils dauerhaft beschäftigt und Teil des Ensembles. Sie spielen parallel über einen langen Zeitraum mehrere verschiedene Stücke. Aber auf eine einige Gastdarstellern kann das Schauspielhaus nicht verzichten. Neben den Schauspielern und Regisseuren arbeiten im Schauspielhaus selbstverständlich auch Musiker und Komponisten, Bühnen- und Maskenbildner, administrative Mitarbeiter und viele weitere Mitarbeiter hinter den Kulissen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Neuer Wohnraum Münchner Straße
Der Wohnraum in den Großstädten ist knapp, auch in Düsseldorf!
Schon Anfang 2022 hat die Stadt die Überlegung angestellt, nordwestlich der Anschlussstelle Universität, über der vielbefahrenen Münchner Straße auf einer Plattform ein neues Wohnquartier entstehen zu lassen.
Eine unglaubliche Idee auf der Schnellstraße, die als Pendlerstrecke zwischen Benrath und Bilk bekannt ist, neuen Wohnraum zu schaffen. Hier könnten auf 28.000 m² Fläche 8 Wohngebäude mit 300 Wohneinheiten entstehen. Zusätzlich wird über ein Parkhaus und gemeinschaftlich nutzbare Flächen nachgedacht.
Der Projektentwickler Frank Schmid rechnet mit Baukosten in Höhe von 150 Millionen Euro.
Politische Gremien und die Bürger sollen überlegen, inwieweit die Überbauung von Nutzflächen hier gewollt und umsetzbar ist. Hierzu wird es beizeiten eine Informationsveranstaltung geben.
Das Thema Überbauung ist eine Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne die Städte weiter zuzubauen. Nach Bürgerumfragen konnten diese sich das nicht vorstellen. Sei es doch an der Münchner Straße viel zu laut und die Infrastruktur wäre auch nicht optimal. Aber kann man da nicht Abhilfe schaffen?
Eins ist sicher, die Landeshauptstadt benötigt dringend mehr Wohnungen und würde durch dieses innovative Wohnbauprojekt sicherlich aufgewertet werden. Sollte das Pilotprojekt in Düsseldorf umgesetzt werden, wird es für andere Städte vorbildgebend sein.
1001 Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Schumannhaus
In der Bilker Straße 15 befindet sich das Schumannhaus, in dem das Musiker-Ehepaar Clara und Robert Schumann gemeinsam gewohnt haben.
Dieses Gebäude ist das einzige in ganz Deutschland, welches in seiner historischen Bausubstanz erhalten blieb. In der Zeit von 2003 bis 2018 befand sich in den Räumen des Hauses die Schumann-Gedenkstätte und wurde danach wegen Umbau geschlossen. Der Umbau wurde auf 3,2 Millionen Euro geschätzt. Der geplante Einzug des Schumann-Museum war im Jahr 2021 angedacht. Dieser Termin konnte jedoch wegen schwieriger Bauarbeiten nicht eingehalten werden. Und auch die Kosten erhöhten sich auf voraussichtlich 5,2 Millionen Euro.
Nun endlich ist es so weit. Am 1. Dezember 2023 eröffnete die neue Ausstellungsfläche des sanierten und erhaltenen unter Denkmalschutz stehenden Wohnhauses der Familie Schumann. Die Bilker Straße wird das zentrale Quartier der Kultur, mit dem Schumannhaus, beleben. Auch das Heinrich-Heine-Institut und der Kammermusiksaal Palais Wittgenstein befinden sich auf der Bilker Straße.
Was hält die Ausstellung des Schumannhauses für Musikinteressierte bereit?
In 8 Räumen werden Werke des 19. Jahrhunderts von Clara und Robert Schumann ausgestellt. Über 1000 hochkarätige Musikaliensammlungen und geschätzte, wenig veröffentlichte Objekte erwarten Sie. Die kulturell wertvollsten Schätze befinden sich in der „Schatzkammer“ des Hauses. Sonstige Angebote und Ausstellungen sind selbstverständlich auch zu erkunden.
Wer waren Clara und Robert Schumann?
Auch wenn den meisten Menschen Mozart, Beethoven, Bach, Wagner und Brahms eher ein Begriff ist, ist Robert Schumann der zweit berühmteste Musiker und Komponist der Welt. Robert wurde 1810 in Zwickau geboren. Sein Leben war sehr kurz – nachdem er 1854 in eine private Heil- und Pflegeanstalt bei Bonn kam, verstarb er bereits 1856, mit gerade mal 46 Jahren. Schumann hatte sieben Kinder. Der der jüngste Sohn von Clara und Robert Schumann wurde 1954 geboren.
Clara bekam die Musik schon in die Wiege gelegt und war als Wunderkind bekannt. Ihr Vater liebte ebenfalls die Musik und gründete eine Klavierfabrik und auch Claras Mutter entdeckte die Leidenschaft zur Musik und war als Sängerin, Klavierlehrerin und Pianistin tätig.
Nachdem Robert Schumann in einer Heilanstalt untergebracht war, zog Clara 1855 mit ihren Kindern aus der Bilker Straße 15 aus und verlegte ihren Wohnort in die Poststraße. Am 20.05.1896, im Alter von 77 Jahren, starb auch Clara Schumann. In einem Ehrengrab auf dem Alten Friedhof in Bonn ist das Ehepaar beigesetzt.
1001 Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Neue Zollhof im Medienhafen Düsseldorf
Das Gelände des ehemaligen Zollhofes am Düsseldorfer Hafen wurde um 1990 neu entworfen. Die Entwürfe von Frank Gehry und Partnern fanden Anklang und wurden zwischen 1996 und 1998 umgesetzt. Die aufeinander abgestimmten, kunstvollen Bauten mit besonderer Architektur, auch bekannt als Gehry Bauten, wurden für 120 Millionen DM errichtet.
Was ist das Besondere an diesem Ensemble?
Eindeutig die Form der Häuser und die verschiedenen und besonderen Oberflächen. Die gekrümmten Fassaden mit gewellter Oberfläche lassen einen besonderen Eindruck entstehen und sind ein absoluter Hingucker und Anziehungspunkt für Besucher. Gesimse oder Sockel sind an den Häusern, der drei nebeneinanderstehenden Baukörpern nicht zu sehen, gleich so, als würden sie aus dem Boden herauswachsen. Die kippenden Wände erwecken den Eindruck, als würden die schiefen Türme umkippen.
Zwischen den Bauten sorgen Zugänge dafür, dass Anwohner der angrenzende Wohnquartiere fußläufig zum Hafen gelangen können.
Die Gebäude am Düsseldorfer Medienhafen, mit innovativem Design, beherbergen sowohl Büros, Unternehmen der Medienbranche, Kommunikation und Mode als auch Gastronomie, Kunst, Kultur und Wohnquartiere. Das Innere der Gebäude ist multifunktional, sowohl für den privaten als auch für den gewerblichen Bereich gestaltet.
Der ehemalige Industrie- und Handelshafen mit Lagerhallen und Silos wurde erfolgreich als Medienhafen umstrukturiert und ist aus der Skyline Düsseldorfs und als Sehenswürdigkeit nicht mehr wegzudenken. Die alten, unter Denkmalschutz stehenden Treppenanlagen, Kaimauern, Ladestationen sowie Gleisanlagen, verleihen dem Hafen in Kombination mit den neu errichteten Bauten einen besonderen Charm.
Die Gastronomie bietet den Besuchern ein großes Angebot rund um die Kaistraße. Hier werden Ihnen Lokalitäten und Bistros sowohl für den schnellen Mittagstisch als auch zahlreiche Restaurants für ein gemütliches Abendessen mit Blick auf den Hafen angeboten. Auch das Nachtleben kommt hier nicht zu kurz. Wer feiern möchte findet im Medienhafen ein großes Angebot an Clubs, Diskotheken und Szenebars. Wenn Sie gemütlich ausgehen wollen, bieten sich Cocktailbars in netter Atmosphäre an.
Der Medienhafen ist einen Ausflug wert. In den Sommermonaten von April bis Oktober können Sie eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung des Neuen Zollhofes buchen. Sicherlich werden Sie das ein oder andere Foto der historischen Fassaden, der zeitgenössischen Kunst und der modernen Architektur als Erinnerung festhalten. Die Erkundung des Medienhafens können Sie prima mit einem Bummel am Rheinufer und einer Shoppingtour in der nahegelegenen Düsseldorfer Altstadt kombinieren.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Hans im Glück
Hans im Glück ist ein Märchen der Gebrüder Grimm. Eine Figur von Hans im Glück befindet sich im Hasseler Wald, Zugang über die Neuenkampstraße, gleich hinter der Brücke.
Lesen Sie nun die Geschichte von Hans im Glück.
Hans hatte seinem Herrn sieben Jahre treu gedient und seine Arbeit gut verrichtet. Nach den sieben Jahren bat er seinen Herrn ihm seinen Lohn zu geben, weil er nach Hause zurück zu seiner Mutter wollte. Der Herr sagte: „Du hast mir immer treu und ehrlich gedient – wie dein Dienst war, so soll auch dein Lohn sein“. Er hab Hans einen großen Klumpen Gold. Dieser war so groß wie sein Kopf und so schwer, dass er ihn auf der Schulter tragen musste. In ein Tuch eingewickelte trug er das Gold und machte sich auf den Heimweg. Unterwegs begegnete er einem Reiter. Dieser trabte fröhlich auf seinem Pferd vorbei. Hans sprach ihn an und sagte: „Ach, was ist das Reiten ein schönes Ding, sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinem Stein, spart die Schuh und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter hielt an und fragte den Gesellen: „ Ei, Hans warum läufst du auch zu Fuß?“ Hans antwortete: „ich muss ja wohl, da habe ich einen schweren Klumpen heimzutragen. Es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch drückt mir´s auf die Schulter.“ Der Reiter bot an, mit ihm zu tauschen. Pferd gegen Gold. Hans willigte ein und antwortete „Aber ich sage Euch, Ihr müsst euch damit schleppen!“ Der Reiter stieg von seinem Pferd, nahm das Gold an sich und half Hans auf´s Pferd. Mit dem Rat des Reiters, die Zügel in die Hand zu nehmen, mit der Zunge zu schnalzen und hopp hopp zu rufen, ritt Hans seelenfroh davon. Nach einer Weile fiel ihm ein, dass der Reiter gesagt hatte, er solle mit der Zunge schnalzen und hopp hopp rufen, damit das Pferd sich schneller fortbewegt. Im Trab ritt Hans in Eile durch die Äcker. Doch plötzlich lag er im Graben und das Pferd rannte davon. Ein Bauer, der mit seiner Kuh in der Nähe war, konnte das Pferd gerade noch aufhalten. Hans schüttelte sich und richtete sich wieder auf. Er sprach zu dem Bauern: Es ist ein schlechter Spaß, das Reiten. Zumal, wenn man auf so eine Mähre gerät, wie diese, die einen herabwirft, dass man sich beinahe den Hals bricht. Ich setze mich nie wieder auf. Da lob ich mir doch Eure Kuh, der kann man gemächlich hinterhergehen, und hat obendrein noch die Milch und Butter und Käse, jeden Tag gewiss. Was gäbe ich drum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ Der Bauer antwortete ihm: „Wenn Euch so ein Großer Gefallen geschieht, so will ich meine Kuh gegen Euer Pferd tauschen.“ Hans willigte freudig ein und der Bauer ritt eilig davon. Hans war glücklich über seinen Handel und trieb die Kuh vor sich hin. „Hab ich nur ein Stück Brot und daran wird´s mir wohl nicht fehlen, so kann ich, so oft´s mir beliebe, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melke ich die meine Kuh und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ An einem Wirtshaus angelangt, machte er halt. Mit großer Freude aß er alles auf, was er bei sich trug. Ein halbes Glas Bier bestellte er mit seinen letzten paar Hellern und machte sich dann weiter auf den Weg. Umso näher der Mittag kam, desto größer wurde die Hitze. Seine Zunge klebte am Gaumen, so groß war sein Durst. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte er. „Jetzt will ich meine Kuh melken und mich an der Milch laben.“ Er band die Kuh mit einem Strick an einen dürren Baum. Statt eines Eimers, den er nicht hatte, legte er seine Ledermütze unter den Euter. Aber wie er sich auch anstrengte und bemühte, die Kuh gab keinen Tropfen Milch. Da sich Hans sehr ungeschickt angestellt hatte, versetzte die Kuh ihm einen Tritt gegen den Kopf. Er taumelte und wusste nicht so recht, wo er überhaupt war. Zum Glück kam gerade ein Metzger, mit einem jungen Schwein auf seiner Schubkarre, des Weges vorbei. „Was sind das für Streiche“, rief der Metzger. Hans ließ sich aufhelfen und erzählte dem Metzer wie es ihm widerfahren war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche, aus der Hans einen Schluck trank. Er sprach: “Die Kuh will wohl keine Milch geben, das ist ein altes Tier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ Hans strich sich mit der Hand über den Kopf und antwortete: „Wer hätte das gedacht“. Aber ich mache mit aus Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wenn ich so ein junges Schwein hätte! Das schmeckt anders, dabei noch die Würste.“ Der Metzger sprach: Hans, hört! Euch zuliebe will ich mit euch tauschen und euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn Euch Eure Freundschaft“, sprach Hans. Hans nahm das Schwein vom Karren und machte sich mit dem Schwein am Strick weiter auf den Weg. Er überdachte sein Tun und war überglücklich, wie ihm doch alles nach Wunsch ginge. War auch mal etwas nicht ganz so wie gedacht, wurde es gleich wieder gutgemacht. Kurz drauf gesellte sich ein Bursche zu ihm. Dieser trug eine Gans unter dem Arm. Hans erzählte von seinem Glück und wie er immer so vorteilhaft getauscht hätte. Der Bursche erzählte ihm, dass er die Gans zu einem Kind-Taufschmaus brächte. Er packte die Gans an den Flügeln und drückte sie Hans auf den Arm, der testen sollte, wie schwer sie ist. 8 Wochen sei sie gemästet worden und wer in den Braten beiße, der müsse sich das Fett von den Seiten wischen, erzählte er. „Ja“, sprach Hans, die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Der Bursche schaute sich zu allen Seiten um und sprach zu Hans: „Mit dem Schwein mag´s nicht ganz richtig sein. Im Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulze eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, Ihr hat´s da in der Hand. Sie haben Leute ausgeschickt, und es wäre ein schlimmer Handel, wenn Sie euch damit erwischten. Das Geringste ist, dass Ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem armen Hans wurd es ganz angst und bange. „Ach Gott“, sprach er. „Helft mit aus der Not, Ihr kennt euch besser aus. Lasst mir die Gans da und nehmt das Schwein.“ Der Bursche meinte daraufhin: „ich muss schon etwas auf´s Spiel setzen, aber ich will doch nicht Schuld sein, dass Ihr ins Unglück lauft.“ Er nahm das Seil und trieb das Schwein auf einen Seitenweg fort. Hans war froh von seinen Sorgen entledigt zu sein und machte sich, mit der Gans unterm Arm weiter auf seinen Weg zu seiner Mutter. „Wenn ich´s mir recht überlegte“, sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vorteil bei dem Tausch. Erstens den guten Braten, dann noch die Menge Fett, die herausträufeln wird, das gibt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr und auch noch die schönen weißen Federn, die lass ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“ Als er durch das letzte Dorf gekommen war begegnete er einem singenden Scherenschleifer mit seinem Karren. Hans blieb stehen und sprach den Scherenschleifer an. „Euch geht´s wohl so gut, weil Ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.“ Der Scherenschleifer antwortete: Ja, das Handwerk hat goldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, sooft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“, fragte er. Hans erklärte: “Die hab ich nicht gekauft, die hab ich für mein Schwein eingetauscht. Das Schwein hab ich für eine Kuh bekommen. Und die Kuh hab ich für ein Pferd gekriegt. Der Scherenschleifer stutze und fragte: „Und wo hast du das Pferd her bekommen?“ „Für das Pferd hab ich einen Klumpen Gold gegeben, so groß wie mein Kopf“, antwortete Hans. „Und das Gold?“, fragte der Schleifer. „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst“, antwortete Hans.
„Ihr habt euch zu jeder Zeit zu helfen gewusst“, sprach der Scherenschleifer. „Jetzt könnt Ihr es dahin bringen, dass Ihr das Geld in der Tasche springen hört“. „Wie soll ich das machen“, fragte Hans. „Ihr müsst ein Schleifer werden, wie ich. Ihr braucht dazu nur einen Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hätt ich einen, der ist zwar ein wenig schadhaft, aber dafür sollt Ihr mir auch nichts weiter geben, als Eure Gans! Wollte Ihr das“, fragte der Schleifer. „Selbstverständlich“ antworte Hans, „wie könnt Ihr da noch fragen! Ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, sooft ich in die Tasche greife, was brauche ich da länger zu sorgen?“ Hans reichte ihm die Gans und nahm den Wetzstein an sich. Der Schleifer bückte sich und nahm einen gewöhnlichen schweren Feldstein auf. „Da, habt Ihr noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sich´s gut schlagen lässt und Ihr Eure Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt ihn und hebt ihn ordentlich auf.“ Hans nahm den Stein entgegen und zog mit vergnügtem Herzen weiter. Seine Augen funkelten und er schrie heraus: „Ich muss in einer Glückshaut geboren sein, alles, was ich wünsche, trifft mir ein, wie einem Sonntagskind. Allmählich wurde Hans aber müde und hungrig dazu. Seinen Vorrat hatte er ja schon beim Tausch der Kuh aufgegessen. Nur mit viel Mühe konnte er seinen Weg fortsetzen. Drückten ihn auch die Steine ganz fürchterlich. Da konnte er sich auch seinem Gedanken nicht mehr erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie nicht tragen bräuchte. Als er einen Brunnen sah, machte er halt und wollte das Wasser trinken, um sich ein wenig zu erholen. Die Steine legte er auf den Rand des Brunnens. Als er sich ein wenig dem Brunnen entgegenbückte, stieß er leicht gegen einen Stein und beide plumpsten hinab in den Feldbrunnen. Hans sah die Steine in den Brunnen fallen und danke Gott vor Freude, dass er ihn von der schweren Last der Steine befreit hatte, ohne dass er sich einen Vorwurf machen musste. „So glücklich wie ich“, rief er laut, „gibt es keinen Menschen unter der Sonne“. Frei von aller Last sprang er umher und lief restlichen Weg bis zu seiner Mutter.
1001 Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Kunsthalle am Grabbeplatz
Die ursprüngliche Kunsthalle am Grabbeplatz entstand unter Jan Wellem um 1800. Diese wurde durch die, am 30. April 1967 eingeweihte „neue Kunsthalle“, (150 Meter versetzt), abgelöst. Das dreigeschossige Gebäude, wurde aus einem einzigen Stein geformt, und hatte daher auch den Namen „Der monolithische Block“. Das Gebäude stand da als Klotz, mit Betonplatten verkleidet, ohne Fenster an der Hauptansichtsseite. Die Wucht des quaderförmigen Betongebäudes erschlug den Vorbeigehenden verbal. Im Volksmund spottete man darüber und nannte den Bau den „Kunstbunker“. Er kam in der Bevölkerung nicht gut an, erfuhr sogar an Ablehnung; schließlich passte das Gebäude absolut nicht in das Bild der Düsseldorfer Altstadt und hatte rein gar nichts an Architektur des Vorgängers. Viele Bürger sprachen von einem Schandfleck und forderten den sofortigen Abriss, darunter sogar 5 Professoren der Kunstakademie Düsseldorf. Ganz das Gegenteil geschah, denn gegenüber wurde ein ähnlicher Bau errichtet für die „Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen“. Die Steuerzahler waren sauer, dass man so mit den Steuergeldern umging. Der kulturelle Hintergrund der Kunsthalle blieb völlig außer Acht. Seit 1967 ist hier das Kom(m)ödchen, ein Theater von Kay und Lore Lorentz beheimatet.
1971 wurde vor dem Eingang der Kunsthalle ein 4 Meter hoher Bronzevogel aufgestellt. Dieser Vogel sollte dem Betrachter freie Gedankenentfaltung zwischen Traumwelt und Realität ermöglichen. Der Schätzwert dieses Kunstwerkes, von Max Ernst, lag bei etwa 1 Millionen Mark. Über dem Eingang hängt ein Bronzerelief von Karl Hartung. Auf der Freitreppe wurde ein Werk aus Beton namens „Kippdeckel“ angebracht. Im Rahmen einer Ausstellung 1969, wurde ein Basaltsteinboden mit sieben Rillen auf der Freitreppe erstellt. Auf der Terrasse der Kunsthalle entstand 1973 „das Blaue Wunder“. Ein Ofenrohr von Joseph Beuys ragt aus der Außenwand der Kunsthalle am Kay-und-Lore-Lorentz-Platz. Nach dem Tod des Künstlers Joseph Bouys hat der Künstler James Lee Byars 1986 in einer Fuge eine rote Träne aufgebracht.
Ender der 90er Jahre wurde die Kunsthalle durch ein Architektenteam in Teilen erneuert.
In der Kunsthalle wird mittlerweile keine eigene Sammlung mehr ausgestellt. Wechselausstellungen und Vorträge werden organisiert, der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen nutzt mit eigenem Eingang verschiedene Räume und die Kabarettbühne Köm(m)ödchen ist weiterhin hier untergebracht.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Der Menzelsee und der Dreiecksweiher
Wer in Düsseldorf oder Umgebung lebt, der kennt auf jeden Fall den Unterbacher See. Wahrscheinlich auch noch den Elbsee. Aber kennen Sie auch den Menzelsee (auch Langersee genannt) und den Dreiecksweiher?
Wenn Sie den Hasseler Wald Am Schönenkamp, vorbei am PKW-Parkplatz, begehen, überqueren Sie den Hoxbach. Gleich hinter der Brücke biegen Sie rechts ab und folgen dem Bach bis zum Ende des Weges. Wenn Sie nun hier wieder rechts gehen durch die Unterführung der Bahn, sehen Sie links den Dreiecksweiher. Die ehemalige Kiesgrube ist zu einem wertvollen Refugium für Wasservögel in einem Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 85 Hektar geworden. Die steilen Uferzonen, die durch das Ausbaggern entstanden sind, wurden abgeflacht, damit Pflanzen und Tiere hier ihren Lebensraum finden können. Viele Biotope, die ehemals am Rhein zu finden waren, haben hier ihren Ersatzlebensraum gefunden. Zur Brutzeit können Sie hier ganze Graureiherkolonien beobachten. Auch Gänse und seltene Enten, sowie Blässhühner und viele andere Vögel nutzen hier die Lanzungen als Rückzugsort und Brutstätte.
Ein Stückchen weiter an der ersten Gabelung mit Bank gehen Sie rechts auf den größeren Weg. Auf der linken Seite sehen Sie nun den Menzelsee. Von der Brücke haben Sie einen tollen Blick auf den See und die Natur.
Der nur wenig bekannte Menzelsee bieten Ihnen viel Natur und Entspannung, mit kleinen Buchten und Bänken rundherum. Er eignet sich für einen schönen Spaziergang – auch mit Kindern, da er eine angenehme Größe hat. Eine Runde dauert im Schnitt 20-30 Minuten. Wenn Sie den See und die Natur beobachten, können Sie viele Vogelarten entdecken. Hier leben Fischreiher, Blesshühner, Rotkehlchen, Haubentaucher, Kormorane, Enten und viele mehr.
Nicht weit entfernt befindet sich der Elbsee und der Unterbacher See.
Bitte begegnen Sie unserer Natur mit Respekt. Hinterlassen Sie keinen Müll und respektieren Sie die Tiere und Pflanzen unserer Wälder und Seen.
1001 Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Gaststätte „Eulenspiegel“
Die sich auf der Mühlenstraße befindliche Gaststätte hieß früher (1664) „In den Drei Koeningen“. Später wurde sich zur Gaststätte Eulenspiegel umbenannt.
Till Eulenspiegel war ein umherlaufender Schalk des 14. Jahrhunderts, der sich als dumm darstellte. Dumm war er aber keineswegs – er war er gerissen und hielt die Menschheit mit seinen Streichen auf Trapp. Auch wenn er in den Illustrationen immer mit Narrenkappe dargestellt wird, war er durchaus kein Narr, sondern seinen Mitmenschen oftmals durch Witz, Durchblick und Geist überlegen. Um 1510 wurde ein Buch über Till Eulenspiegel geschrieben, das zu einem Bestseller in mehreren Ländern wurde. Till Eulenspiegel nahm Redewendungen meist sehr wörtlich und regte sich über Missstände seiner Zeit auf. Gerne stellte er mit seiner witzigen Art andere Menschen bloß. Er konnte aber auch bösartig sein, was den Bürgern als unangepasst erschien und ihn laut einer Urkunde aus dem Jahr 1339 sogar ins Gefängnis brachte. Den Spiegel, den Eulenspiegel in den Händen hielt, galt als Narrenattribut und zum Abgleich des Soll-und-Ist-Zustandes seiner eigenen Person. Die Eule, die er bei sich hatte, war sowohl ein Symbol der Weisheit als auch des Teufels. Beides trug Eulenspiegel in sich. Mit seiner geistigen Überlegenheit und Weisheit hielt er auch gerne mal seinen Spiegel anderen Leuten vor. Ulen bedeutete im Mittelniederdeutschen auch wischen. Und Spegel hatte die Bedeutung Gesäß. Der Ausruf Ul´n spegel könnte also auch heißen: Wisch mit den Hintern oder wie wir heute unfein sagen würden: „Leck mich am Arsch“. Auch diese Interpretation der Namensgebung hätte auf Till Eulenspiegel gepasst.
Zahlreiche literarische, musikalische und verfilmte Werke haben sich an der Figur des Till Eulenpiegels mit seinen Streichen, seinem Schabernack und seinem Unsinn bedient.
Auch im Karneval fand die Figur des Eulenspiegels immer wieder Gefallen. Als Verkleidung, als Namensgebung für verschiedene Karnevalsvereine, als Auszeichnung und als Symbolfigur des Mainzer Carneval Clubs. Gerne hat man sich, gerade im Karneval und bei Büttenreden, auch an seinen Streichen bedient. In Mainz steht ein Til-Denkmal als Fastnachtsfigur in der Innenstadt. In Düsseldorf ist der Eulenspiegel als „Hoppeditz“ zu einer Traditionsfigur geworden.
In Schöppenstedt, Mölln, Pressek-Waffenhammer und in Damme in Belgien gibt es ein Till-Eulenspiegel-Museum. In Einbeck in Niedersachen befindet sich auf dem Marktplatz der Eulenspiegel-Brunnen. Hier findet alljährlich das Eulenfest statt. Ein im Eulenspiegelkostüm verkleideter Stadtführer zeigt den Touristen die historische Altstadt. Deutsche Kabarettisten wurden mit dem Till-Preis verliehen. Auch Straßen wurden nach Till Eulenspiegel benannt. Zahlreiche Denkmäler, Skulpturen, Bronzefiguren, Glockenspiele und Brunnen sind in vielen Städten zu finden. Selbst Briefmarken wurden seinerzeit als Sondermarken herausgegeben. Auch eine „500 Jahre Till Eulenspiegel“ 10-Euro- Gedenkmünze wurde 2011 herausgebracht.
Heute gibt es die Gaststätte Eulenspiegel nicht mehr unter diesem Namen. Der aus dem Fernsehen bekannte Polizist Michael Naseband („K11-Kommissare im Einsatz“) hat 2014 das „Naseband´s“ eröffnet. Eine niveauvolle Lokation mit Außenterrasse, hochwertigen Getränken, Schlüssel Bier und guter Musik. Hier treffen sich Düsseldorfer oder Meschen aus aller Welt, um Kontakte zu knüpfen oder zu pflegen. Der angesagte Treffpunkt sorgt besonders an den Wochenenden für ausgelassene Partystimmung.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Fassadensanierung des Schloss Jägerhof
Das denkmalgeschützte Schloss Jägerhof an der Jacobistraße 2 in Düsseldorf hat aktuell eine neue Fassadensanierung erhalten. Fast 1 Jahr lang wurden die Schäden an der Nord- und Westfassade unter die Lupe genommen und bearbeitet. Auch die Haupttreppe und die Laternen am Hauptportal wurden restauriert. Viele Natursteinflächen und Figuren wurden gereinigt und viele Werkstücke wurden originalgetreu ersetzt. Das Wappen am Dach des Schloss Jägerhof erhielt sein krönendes Kreuz zurück. Die durch eingedrungenes Wasser abgeplatzte Putzoberfläche wurde entfernt und der Putz vollständig erneuert. Typisch für die Gründerzeit ist der Farbanstrich in altrosa. Diese typische Farbgebung wurde mit der Denkmalbehörde und den Restauratoren besprochen und das Schloss hat einen neuen altrosa Farbanstrich erhalten. Der Anstrich wurde an die Farbgebung des Hofgärtnerhauses und des Benrather Schlosses angeknüpft.
Auch die Süd- und Ostfassade soll restauriert werden und das Schloss Jägerhof soll Mitte des nächsten Jahres (2024) vollkommen in neuer Pracht erstrahlen.
Das Schloss im Stadtteil Pempelfort wurde in den Jahren 1752 bis 1763, ebenso wie das Schloss Benrath als Lustschloss gebaut. 1770 entstand das Hofgärtnerhaus mit Restaurant. Bis 1795 diente es als Sitz der obersten Jägermeister, später als Residenz der Hohenzollern. 1909 wurde das Schloss samt Garten, durch den Staat, an die Stadt Düsseldorf verkauft. 1943 wurde das Schloss Jägerhof durch Luftangriffe erheblich beschädigt. 1950 wurde dann mit dem Wiederaufbau begonnen. Seit 1955 werden die Räume als Museum genutzt und seit 1987 befindet sich hier das Goethe-Museum.
1001 Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Abenteuerspielplatz Düsseldorf Eller
Der Abenteuerspielplatz in Eller hatte Geburtstag. Am 14. Oktober 2023 wurde das 50-jährige Bestehen der Kinder- und Jugend-Freizeiteinrichtung gefeiert. Zur Unterhaltung trugen u.a. Kinderspiele und Live-Musik bei.
Die Freizeiteinrichtung an der Heidelberger Straße 46 wurde 1973 von einer Studentengruppe als Planspiel „Abenteuerspielplatz“ gestartet. Mittlerweile bietet das 11.000 m² große Gelände nicht nur einen Spielplatz für Kinder- und Jugendliche, sondern eine Kinderabenteuerhöhle, eine selbstgebaute Achterbahn, ein Space-Shuttle, eine Seilbahn und sogar einen Teich, der mit einem Floß befahren werden kann. Im Sommer wird der Spielteich natürlich zum Rumtollen und für Wasserschlachten genutzt. Im Winter kommt er, bei kalten Temperaturen, als Eishockeyfeld zum Einsatz. Über 50 Buden auf einer Fläche von 2.500 m² ermöglichen den Kindern, sich mit Hammer und Nägel, Säge und vielen anderen Werkzeugen und Materialien handwerklich betätigen können. Die Häuser können verändert, erweitert und angebaut werden oder einen neuen Schliff oder Anstrich erhalten. Wer sich mit der Innenausstattung beschäftigen möchte, kann auch hier in den Häuschen seine Ideen ausleben. Kinder- und Jugendliche können sich im gesamten Areal austoben, ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen oder lernen, wie man mit Handwerksmaterialien umgeht. Selbständig können sie mit unterschiedlichen Werkzeugen arbeiten und kreativ werden. Ganz klassisch kann man auf diesem Gelände aber auch Cowboy und Indianer spielen.
Der Abenteuerspielplatz wird außerdem pädagogisch betreut.
Der Matsch-/Wasserbereich bietet inmitten einer Sandfläche einen großen Spiel- und Kletterturm. Auf verschiedenen Ebenen können die Kinder klettern, an der Rutschstange hinunterrutschen oder die Rampe mit verschiedenen Fahrzeugen runter sausen. Zwei Pumpen befördern das Wasser aus dem Boden, welches die Kinder zum Matschen brauchen. Rohre und Rinnen können bei der Verarbeitung des Matsches ebenfalls genutzt werden.
Wenn beispielsweise mit Holz oder Metall gearbeitet wird, werden die Kinder unter Aufsicht fachkundig durch die Betreuer begleitet und angelernt. Hier lernen sie nicht nur die unterschiedlichsten Materialien kennen, sondern auch wie man sie einsetzen kann und welche Werkzeuge oder Maschinen man dafür benötigt.
Für Tierfreunde bietet der Abenteuerspielplatz außerdem die „Mümmel-Villa“. Hier leben Meerschweinchen und Kaninchen. Aber nicht nur die Meerschweinchen und Kaninchen wollen gestreichelt und gefüttert werden, auch die Kamerunschafe und Ziegen finden es toll verwöhnt zu werden. Im Feuchtbiotop kann man verschiedene Tiere beobachten.
Am Lagerfeuerplatz ist im Sommer und natürlich auch im Winter immer was los. Hier können sich die Kinder aufwärmen oder auch Stockbrot an der Feuerstelle backen. Ab und zu wird auch mal eine deftige, heiße Suppe gekocht. Ein richtiges Lagerfeuer-Feeling wird durch die aufgestellten Sitzmöglichkeiten ringsherum der Feuerstelle geschaffen. Hier kann man sich unterhalten, zuhören oder einfach nur das Feuer und die Glut beobachten.
In der eigenen Cafeteria, genannt Cafete, gibt es für Groß und Klein samstags Kaffee und kalte Getränke, sowie frisch gebackene Waffeln zu kaufen.
Der Abenteuerspielplatz hat an bestimmten Tagen für bestimmte Zielgruppen geöffnet. Montags, mittwochs und samstags sind Familien herzlich willkommen. Die 6–14-Jährigen haben dienstags und donnerstags das Gelände für sich, so dass dann keine Klassentreffen, Kindergeburtstage oder sonstige Feiern stattfinden.
Auch wenn die Kinder- und Jugend-Freizeiteinrichtung von außen nicht ganz so attraktiv rüberkommt, drinnen wird sie Sie und die Kinder bestimmt begeistern. Setzen Sie den Abenteuerspielplatz einfach mal auf Ihre Ausflugsliste. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten aus Düsseldorf – Die Klompe
Die „Klompe“ waren die Fußbekleidung des armen Mannes. Früher gab es sie in der Holzschuhwarenhandlung Meuwsen in der Mühlenstraße 28 in Düsseldorf zu kaufen. Willi Krüll machte in der Holzschuhwarenhandlung seine Ausbildung und hatte über viele Jahre das Vertrauen des Inhabers genossen. Er war auch Vorstand der Düsseldorfer Jonges.
Die Klompe nannte man auch Klotschen oder Galoschen. Sie waren am gesamten Niederrhein bekannt. Anfangs wurden sie von den Bauern im Schuppen auf einer Hobelbank selbst gefertigt. Später gab es die „Klompemäker“ und ausgebildete Holzschuhschnitzer. Besonders geeignet zum Schuhschnitzen war weiches Holz aus der Linde oder der Buche sowie von Pappeln, Erlen und Weiden. Uns bekannt sind die Klompe aus Holland in allen Variationen, Farben und Größen. Selbst als Schlüsselanhänger sind sie zu bekommen. Vorwiegend hergestellt wurden sie in Willich, Düren, Viersen, Neersen und Jülich. Diese Orte nannte man daher auch „dat Klompeloch“.
In der Düsseldorfer Altstadt und ringsherum wurden die Klompen von Männern, Frauen und sogar Kindern getragen. Die Holzschuhe waren sehr haltbar und auch widerstandsfähiger als ein Lederschuh. Außerdem waren die Klompe auch billiger. Wenn man welche mit Riemen besaß, konnte man besser darin laufen und hatte mehr Halt. Ein altes Sprichwort heißt: „Dä lach nit, selws wemmer´m met´nem Klomp ob de Schnüß schläht.“ Das lässt daraus schließen, dass so mancher mit den Klotschen auch hingefallen ist. Oder soll es heißen, dass man den Klotsch auch mal vor den Mund bekommen hat!? Tatsächlich hat die Jugend die Klompe auch als Wurf- oder Handwaffe benutzt. Früher gab es heftige Straßenschlägereien mit anderen Stadtvierteln, wobei die Klompe zum Einsatz kamen. Die Teilnehmer aus der Altstadt hatten sogar einen Kampfruf: Klomp uus- Reem vom Buck!“ Die Gegner betitelten die Altstadtschläger als „Klömperkämper“.
Wer sie trug, hinterließ das bekannte Klappergeräusch, welches man bis in die „Retematäng“ und in die Liefergasse hörte. Selbst in der Kirche am Sonntag wurden die Klompe getragen. Dafür wurden sie gesäubert und weiß geschrubbt. Auch die Kinder trugen diese Holzschuhe in der Schule und sie stellten sie zu Nikolaus auf die Fensterbank. Die meisten Kinder besuchten die Volksschule in der Altstadt. Die „Max“-Schule trägt daher bis heute noch den Namen „Klompejymnasium“.
Später gab es die Klompe auch mit Ledereinfassung. Diese wurden dann „Hotsche“ oder „Trippe“ genannt.
Uns bekannt ist der, zum Schützenfest gehörende „Klompeball“, der meistens montags stattfindet. In Itter und Wersten, auch noch in ein paar anderen Stadtteilen, wird der Klompeball gefeiert und sogar ein „Klompen-Königspaar“ gekrönt. Auch hier werden sehr gerne diese Holzschuhe und Trachten getragen. Damit die Füße nicht beim Tanzen schmerzen trägt man dicke Wollsocken. Früher polsterte man die Klompe mit Stroh. Das Stroh sorgte für besseren Tragekomfort und half gegen Kälte.
Außerdem werden die geschnitzten Klompe auch in Urdenbach zum bekannten Oktoberfest getragen oder als Dekoration an den Häusern und Gärten zur Schau gestellt.
Es ist schön, dass diese Traditionen aufrecht gehalten werden und die Klompe immer wieder zum Einsatz kommen.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Kennen Sie die Retematäng?
Wahrscheinlich wissen viele nicht, was die Retematäng ist, aber einige haben das Wort schon mal gehört, nämlich in einem Düsseldorfer Karnevalslied.
„Mer send us de Aldestadt, us de Retematäng. Mer spreche richtig platt, mer loofe op de Häng.
Ons Altstadt es bekannt bes Korschebroich on Norf; mer blose jett op Klein-Paris, mer send Jroß-Düsseldorf!“
Was übersetzt heißt:
„Wir sind aus der Altstadt, aus der Retematäng, wir sprechen richtig platt, wir laufen auf den Händen.
Unsere Altstadt ist bekannt bis Korschenbroich in/um/auf/bei Norf;
Wir blasen etwas auf Klein-Paris, wir sind Groß-Düsseldorf!“
Das hört sich natürlich viel schöner auf Düsseldorfer Platt an!
Aber jetzt haben wir noch nicht geklärt, was die Retematäng ist und wie das Wort einst entstand. Die Retematäng ist das Herz der Altstadt – die Ratinger Straße. Sie ist eine der ältesten Straßen Düsseldorfs und mit der Bolker Straße eine der beliebtesten Vergnügungsmeilen der Altstadt.
Wie das Wort entstand, weiß keiner ganz genau zu sagen. Es gibt jedoch mehrere Theorien.
Manche erzählen, dass auf der Ratinger Straße früher die Gibsfiguren-Italiener wohnten, die den Straßennamen nicht richtig aussprechen konnten. Andere sagen, dass in der Franzosenzeit die Besatzer die Ratinger Straße als „Rue de Rattengänger“ bezeichnet hätten. Und Jupp Schäfers, Altstädter, Büttenredner, Liederdichter Sänger und Parodist aus Düsseldorf hat seine eigene Theorie. Er sagt, das Wort Retematäng stammt aus der Zeit, als Napoleon früh morgens auf seinem Roß durch die Ratinger Straße ritt, schon 20 Kneipen geöffnet hatten und die Gäste bei guter Stimmung in die Hände klatschten und auf Französisch riefen“ Rue de Matäng“, was so viel bedeutet, wie Straße des Morgens. Andere sagen, dass die „Rue de matin“ oder aber auch die „repeter le matin“ der Ursprung waren. Die „repeter le matin“ waren die Schüler der Volksschule auf der Ratinger Straße, die sitzengeblieben waren und das Schuljahr bzw. den „Morgen“ wiederholen mussten. Vielleicht hat Napoleon selbst aber auch die Straße „rue de matin“ genannt, weil er am frühen Morgen über die Straße ritt und ein Düsseldorfer, der die französische Sprache nicht beherrschte verstand, Retematäng. Wieder ein anderer weiß zu erzählen, dass ein Gast verprügelt wurde und auf die Straße rannte und laut rief: „ech rett minn Zäng“ /ich rette meine Zähne. Vielleicht hat man aber auch den Rückzug der Truppen damit gemeint, denn retirer oder retourner bedeutet zurückziehen und umkehren.
Bedeutsam ist jedoch, egal welche Theorie die richtige ist, dass das Wort und seine Bedeutung im Herzen der Altstadt liegt und auch nach so vielen Jahren, in den Köpfen der Düsseldorfer verankert ist.
Selbstverständlich trägt auch eine Gaststätte den Namen „En de Rettematäng“, die sich auf de Ratinger Straße 43 befindet. Hier trifft sich Jung und Alt und Tradition trifft auf Modernes.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Brauerei im Füchschen
Die Brauerei „im Füchschen“ ist eine der letzten vier Altbier-Traditionsbrauereien in der Düsseldorfer Altstadt.
Der Name „im Füchschen“ wird bereits mindestens seit 1640 auf der Ratinger Straße 28 geführt. Und wahrscheinlich wird auch seitdem an dieser Stelle das Altbier gebraut und in der Gaststätte verkauft. Früher hatten die Häuser in der Düsseldorfer Altstadt keine Hausnummern, sondern zur Erkennung ein Schild. Auf diesem Schild auf der Ratinger Straße, war ein Fuchs zu sehen, welcher der Gaststätte wohl ihren Namen gab. Das Altbier erhielt seinen Namen „Füchschen Alt“ aber erst im Jahr 1848.
„Em Füchske“ auf der Ratinger Straße 28 befand sich um 1770 auch eine Privatschule im Haus.
1908 wurde die Gaststätte von dem Ehepaar König gekauft und die Gaststäte erhielt ein großes Werbeschild mit dem Namen „Brauerei im Füchschen“ über dem Eingang des Lokals. Durch den 1. Weltkrieg musste die Gaststätte schließen. Erst 1930 konnte das Brauhaus seine Pforten wieder öffnen. Allerdings durch die Erbengemeinschaft, da Theodor König bereits verstorben war. Leider wurde das Brauhaus dann durch den 2. Weltkrieg zerstört. 1950 konnten Peter und Johanna König den Betrieb wieder aufnehmen. Liebevoll wurde Peter König von seinen Gästen „Pitter“ genannt und das Brauhaus wurde für Prominente und „Jedermann“ ein bekannter Treffpunkt. Nachdem Peter König 1972 verstarb, wurde die Gastronomie von seiner Frau und seinem Sohn Peter weitergeführt. Nicht nur das Brauhaus blieb im Besitz der Familie auch der Name Peter wurde in der nächsten Generation fortgeführt, denn 1995 übernahm Peter III die Traditionsbrauerei, die modernisiert wurde und seitdem mit Veranstaltungsideen noch mehr Gäste anzieht. Besonders an den Karnevalstagen ist das – im Volksmund „Füchschen“ genannt – ein bekannter Treffpunkt.
Heute noch befindet sich das Brauhaus auf der Ratinger Straße 28 mit einem weiteren Gebäude nebenan und einem Grundstück, welches bis zur Ritterstraße reicht. In dem nebenliegenden Gebäude Ratinger Straße 30 befand sich früher eine weitere Brauerei namens „Zum jungen Bären“, die jedoch von den „Königs“ übernommen und das Füchschen vergrößert wurde.
Im Füchschen, der Kult-Brauerei, kann der Gast sowohl das obergärige Altbier trinken als auch das Silberfüchschen, welches ein Weizenbier ist. Sogar ein Weihnachtsbier ist jährlich ab 10. November erhältlich und seit 2017 wird das Füchschen Pils angeboten. Die Biersorten, nach dem geheimen Familienrezept, werden in Bügelflaschen oder vom Fass, ausgeschenkt. Teilweise ist das Bier auch in Kronkorken-Flaschen erhältlich. Dosenbier hat sich nicht durchgesetzt und wurde nach einem Jahr wieder abgeschafft. Das Füchschen-Bier ist jedoch nicht nur im Brauhaus „im Füchschen“ erhältlich, sondern auch in rund 40 anderen Gaststätten und bei circa 75 Getränkehändlern in Düsseldorf und Umland. Im Füchschen kann man aber nicht nur Füchschen-Bier trinken, sondern auch hervorragend essen. Hier werden von Häppchen bis zum deftigen Schmaus sämtliche, auch traditionelle Speisen – wie Blutwurst, Leberkäs, Mettbrötchen mit Zwiebeln und die deftige Haxe angeboten. Mittlerweile kann man hier auch vegetarische Gerichte erhalten.
Im Sommer können es sich die Gäste auch vor der Hausbrauerei gemütlich machen und sehen und gesehen werden. Das Brauhaus wird von Jung und Alt besucht.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Das Ratinger Tor
Der Name „Ratinger Tor“ tauchte erstmals in den Urkunden von 1428 auf. Forschungen lassen jedoch den Schluss zu, dass es bereits seit 1384 bestehen muss, es jedoch davon kein Bildmaterial gibt. Das mittelalterliche Stadttor fiel der Schleifung aus dem Friedensvertrag von Lunéville zum Opfer.
Das „neue“ Ratinger Tor, welches als Zolltor diente, wurde um 1811 errichtet und ca. 115 Meter weiter Richtung Osten verschoben. Es besteht aus zwei fast quadratischen Säulenbauten im klassizistischen Stil und erinnert an altrömische Tempelanlagen. Die Bauten sind mit goldfarbenen Lorbeerkränzen verziert. Es befindet sich als einziger Bau mit den beiden Torhäusern an der Kreuzung Heinrich-Heine-Allee und Maximilian-Weyhe-Allee. Die zwei gegenüberliegenden Torhäuser teilen zwei Stadtteile. Das nördliche Torhaus befindet sich im Stadtteil Pempelfort und das südliche im Stadtteil Stadtmitte. Das Ratinger Tor bildet den Abschluss der ältesten Straße Düsseldorf, der Ratinger Straße, die, wie es der Name sagt, nach Ratingen führt.
Das Zolltor diente in der Zeit von 1817 bis 1827 dazu, die Zölle von eingeführten Lebensmitteln zu erheben. Danach wurden die Einkommensteuer und weitere direkte Steuern eingeführt, so dass die Zollfunktion zunehmend an Bedeutung verlor. Nachdem das Zolltor seine eigentliche Aufgabe verloren hatte, zog Ende der 40er Jahre Friedrich Tamms (Stadtplaner und Baudezernent) in das südliche Torhaus, welches vom Volksmund „Onkel Tamms Hütte“ getauft wurde. Weitere bekannte Persönlichkeiten übernahmen anschließend die Räumlichkeiten, welche dann 2011 bis 2008 leer standen. Von 2008 bis 2017 hatte die Düsseldorfer Kunstakademie das südliche Torhaus als Atelier genutzt. Eine Bronzeplastik, die an das Musikehepaar Schumann erinnert wurde Ende 2022 gestiftet und vor dem südlichen Tor aufgestellt.
Das nördliche Torhaus wurde 1984 von den Düsseldorfer Jonges (Heimatverein) gepachtet, die dieses 2012 sanierten und es für ihre Vorstandssitzungen und Vereinsfeiern nutzen. Hier wurde außerdem ein schmuckes Heinz-Schmöle-Zimmer eingerichtet, in dem auch die Büste Schmöles ihren Platz gefunden hat. Heinz Schmöle war u.a. Kaufmann, Generaldirektor, engagierte sich im Sport und Schulsport, war – wie sein Vater – sehr dem Karneval zugetan, war Schirmherr und Ehrenmitglied der Düsseldorfer Jonges.
Die schönsten Sagen, Fakten und Geschichten Düsseldorfs – Die Geschichte von Jan Wellem und seiner Gemahlin
Der Kurfürst Jan Wellem liebte die Jagt ebenso sehr, wie auch seine Gemahlin Anna Maria Louise von Toskana dies tat. Doch wenn die Frau des Kurfürsten auf die Jagd ging, verfiel sie ihrer Leidenschaft so sehr, dass sie alles um sich herum vergaß und keine Rücksicht auf die Äcker und Felder nahm und sogar wild durch die Gärten der Bauern ritt, um das Wild zu verfolgen. Die Bauern waren darüber fassungslos, denn sie mussten mit ansehen, wie die Saat nicht mehr aufgehen konnte oder die Bodenfrüchte zertrampelt wurden. Der ganze Fleiß ihrer harten Arbeit war dahin. Jedes Mal, wenn dies der Fall war, jammerten die Bauern: „Anna Louisa rutscht wieder über unsere Äcker und Felder.“ Bald schon wurde die Frau des Kurfürsten bei den Bauern nur noch „Rutsch-Anna“ genannt. Jan Wellem war bei den Bauern gut angesehen, niemand verlor ein böses Wort über ihn, denn er war immer bemüht, das Los der armen Bauern zu lindern. Als er nun von den wilden Ritten seiner Frau erfuhr, überlegte er sich, wie er dem Verhalten seiner Frau Abhilfe schaffen konnte. Zunächst sprach er aber nicht mit ihr darüber. Jan Wellen hatte einen anderen Plan. Eines Tages fuhren das Kurfürstenpaar in einer edlen Karosse durch die umliegenden Dörfer Düsseldorfs. Wenn die Bürger und Bauern das Herrscherpaar sahen, brachen sie normalerweise in Jubel aus. Doch mittlerweile war der Ärger über die verlorene Ernte so groß, dass das Volk hungern musste. Jubel und freundliches Winken blieben diesmal aus, stattdessen streckten sie ihre Arme aus und baten um milde Gaben. Jan Wellen wies seine Untertanen, an Geldstücke an das Volk zu verteilen. Seine Gemahlin hingegen schaute verdrossen aus dem Fenster der Karosse und rief der wartenden Menge zu:“ Ihr könnt doch Semmeln und Käse essen. Da wird euer Hunger schon vergehen“. Das gefiel dem Kurfürsten gar nicht.
Als sie ein paar Tage später zusammen zur Jagd ritten, trennte sich das Paar von der Jagdgesellschaft. Schon bald ließ der Fürst seine Frau in dem Glauben, dass sie sich verirrt hätten. Nach einiger Zeit verspürte die Gemahlin Hunger und Durst. Umso länger die Suche nach dem rechten Weg und zurück zur Jagdgesellschaft dauert, desto mehr klagte sie. Der Kurfürst verhielt sich zunächst unbeeindruckt, doch nach langem Wehklagen seiner Frau sagte er zu ihr:“ Statt zu jammern könntest du doch Semmeln mit Käse essen, so wie du es den Armen kürzlich geraten hast!“ Anna Maria Louise von Toskana schwieg und der Kurfürst wusste, dass ihr dies eine Lehre sein werde.
Der Kurfürst Jan Wellem verkleidete sich gerne als einfacher Jäger. So tat er es auch an einem folgenden Tag. Trotz seiner markanten Nase erkannten ihn die Bürger nicht. Auf dem Marktplatz kam er mit einem Bauern ins Gespräch, der ihn ebenfalls nicht als den Kurfürsten erkannte. Jan Wellem machte sich einen Spaß und schimpfte aus Leibeskräften über den Kurfürsten, seine unfähige Art eine Regierung zu führen und auch über seine Gemahlin, die selbstsüchtig und hartherzig sei. Aber der Bauer erwiderte, dass er auf seinen Herrscher nichts Schlechtes kommen ließe, dass dieser so wäre, wie er ihn sich vorstelle und dass er sich immer um die Belange der Bauern kümmern würde und ihnen die Steuern erließe und dafür den reichen Herren mehr Steuern auferlegte. So sehr sich, der als Jäger verkleidete Kurfürst, auch bemühte etwas Schlechtes über sich zu erfahren, er hörte kein böses Wort von dem Bauern. Über die Gemahlin des Kurfürsten schien der Bauer aber anders zu denken. Er plauderte, dass es sehr schade sein, dass der Kurfürst seine „Rutsch-Anna“ nicht davon abhalten könne, ihre wilden Jagdritte zu unterlassen. Als der Kurfürst den Spitznamen seiner Frau aus dem Munde des Bauern hörte, war er nicht verärgert, sondern beschloss, ihr mal wieder eine Lehre zu erteilen.
Am nächsten Morgen begrü